Techniken für WCAG 2.0

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PDF-Techniken für WCAG 2.0

Auf dieser Webseite finden Sie die PDF-Techniken aus Techniken für WCAG 2.0: Techniken und Fehler für die Richtlinien für barrierefreie Webinhalte 2.0. Die allgemeinen Techniken werden nicht durch die technik-spezifischen Techniken ersetzt: Entwickler von Inhalten sollten sowohl die allgemeinen als auch die technik-spezifischen Techniken berücksichtigen, wenn sie an der Konformität arbeiten.

Für Informationen zu den Techniken lesen Sie Einführung in die Techniken für WCAG 2.0. Für eine Liste mit Techniken für andere Technologien lesen Sie das Inhaltsverzeichnis.


Inhaltsverzeichnis


Anmerkungen zur PDF-Technologie

Einleitung

Das Format „Portable Document Format“ (PDF) ist ein Datei-Format zur Darstellung von Dokumenten auf eine Art und Weise, die sowohl unabhängig von der zur Erstellung benutzten Anwendungssoftware, Hardware und dem Betriebssystem ist, als auch unabhängig von dem Ausgabegerät, auf dem sie angezeigt oder gedruckt werden sollen. PDF-Dateien legen die Erscheinung von Seiten in einem Dokument auf eine zuverlässige, geräte-unabhängige Weise fest. Die PDF-Spezifikation wurde von Adobe Systems im Jahr 1993 als öffentlich nutzbarer Standard eingeführt. Im Januar 2008 wurde PDF 1.7 zu einem ISO-Standard (ISO 32000-1).

Ein Kommentar zur Barrierefreiheit ist PDF/UA (Universal Accessibility), was im November 2010 zu einem ISO Draft International Standard (DIS) wurde (ISO/DIS 14289-1(See PDF/UA Wiki (ISO DIS 14289 - 1).) Der Anwendungsbereich von PDF/UA ist nicht dazu gedacht, eine Technik-Spezifikation (Kurzanleitung) zu sein, sondern es ist vielmehr eine Reihe an Richtlinien, um barrierefreiere PDFs zu erstellen. Die Spezifikation beschreibt die erforderlichen und verbotenen Komponenten und die Bedingungen, die ihre Aufnahme in oder ihren Ausschluss von einem PDF-Dokument regeln, um die Datei einem größtmöglichen Publikum bereitzustellen einschließlich Menschen mit Behinderungen. Die Mechanismen zur Einbindung der Komponenten in den PDF-Stream obliegen dem Ermessen des einzelnen Entwicklers, PDF-Generators oder der PDF Viewer-Software. PDF/UA spezifiziert außerdem die Regeln, die das Verhalten für einen konformen Reader regeln.

Unterstützung der Barrierefreiheit im PDF

PDF enthält verschiedene Funktionen zur Unterstützung der Barrierefreiheit von Dokumenten für Benutzer mit Behinderungen. Das Kernstück dieser Unterstützung liegt in der Fähigkeit, die logische Reihenfolge des Inhalts in einem PDF-Dokument festzulegen, unabhängig von der Erscheinung oder dem Layout des Inhalts durch eine logische Struktur und „Tagged PDF“. Anwendungen können den Inhalt eines Dokumentes extrahieren, um ihn Benutzern mit Behinderungen zu präsentieren, indem sie die Struktur-Hierarchie durchlaufen und den Inhalt jedes Datenknotens präsentieren. Aus diesem Grund müssen die Ersteller von PDF-Dateien sicherstellen, dass alle Informationen in einem Dokument durch die Struktur-Hierarchie erreichbar sind.

Logische Struktur

Die Funktionen zur logischen Struktur im PDF (eingeführt in PDF 1.3) stellen einen Mechanismus zur Verfügung, um strukturelle Informationen über den Inhalt eines Dokumentes in eine PDF-Datei zu integrieren. Solche Informationen können zum Beispiel die Aufteilung des Dokumentes in Kapitel, Überschriften, Absätze und Abschnitte enthalten oder die Kennzeichnung spezieller Elemente wie zum Beispiel Abbildungen, Tabellen und Fußnoten. Die Funktionen zur logischen Struktur sind dehnbar, so dass Anwendungen, die PDF-Dateien erstellen, wählen können, welche strukturellen Informationen enthalten sein sollen und wie diese dargestellt werden, während gleichzeitig PDF-Nutzer in der Datei navigieren können, ohne die strukturellen Konventionen des Erstellers zu kennen.

Die logische Struktur von PDFs teilt sich grundlegende Funktionen mit Standard-Auszeichnungssprachen für Dokumente wie beispielsweise HTML, SGML und XML. Die logische Struktur eines Dokumentes wird als Hierarchie von Strukturelementen ausgedrückt, das von jeweils einem Dictionary-Objekt [noch übersetzen] repräsentiert wird. PDF Strukturelemente können, wie ihre Gegenstücke in anderen Auszeichnungssprachen, Inhalt und Attribute haben. Im PDF übernimmt der gerenderte Dokument-Inhalt die Rolle, die Text in HTML, SGML und XML innehat.

Die logische Struktur einen PDF-Dokumentes wird getrennt von seinem sichtbaren Inhalt gespeichert, mit Hinweisen von einem zum anderen. Diese Trennung ermöglicht eine Anordnung und Verschachtelung von logischen Elementen, die komplett unabhängig von der Reihenfolge und Platzierung grafischer Objekte auf den Seiten des Dokumentes ist.

Die logische Struktur eines Dokumentes wird durch eine Hierarchie von Objekten beschrieben, die Struktur-Hierarchie oder Strukturbaum genannt wird. Am Ursprung der Hierarchie gibt es ein Dictionary-Objekt, das [noch übersetzen] Structure Tree Root genannt wird und das durch den StructTreeRoot-Eintrag im Dokument-Katalog ausfindig gemacht wird. Siehe Abschnitt 14.7.2, ("Structure Hierarchy" (Struktur-Hierarchie)) in PDF 1.7 (ISO 32000-1): Tabelle 322 zeigt die Einträge im [noch übersetzen] Structure Tree Root Dictionary. Der K-Eintrag legt die direkten Kinder des Structure Tree Root [noch übersetzen] fest, bei denen es sich um Strukturelemente handelt.

Tagged PDF

Tagged PDF (PDF 1.4) ist eine gestaltete Nutzungsweise von PDF, das auf dem logischen Struktur-Framework des PDFs aufbaut. Es definiert eine Reihe an Standard-Struktur-Typen und -Attributen, die es ermöglichen, dass Seiteninhalte (Text, Grafiken und Bilder) extrahiert und für andere Zwecke wieder benutzt werden. Es ist zur Benutzung durch Werkzeuge gedacht, die die folgenden Arten an Verfahren durchführen:

  • Einfache Extrahierung von Text und Grafiken, um sie in andere Anwendungen einzufügen.

  • Automatisches Umbrechen von Text und damit verbundenen Grafiken, damit diese auf eine Seite passen, die sich in der Größe von der Seite unterscheidet, die für das ursprüngliche Layout angenommen wurde.

  • Verarbeitung von Text für solche Zwecke wie suchen, indizieren und Rechtschreibprüfung.

  • Umwandlung in andere, gängige Dateiformate (wie beispielsweise HTML, XML und RTF), bei der die Dokument-Struktur und die wesentlichen Informationen zur Gestaltung erhalten bleiben.

  • Inhalte für Menschen, die auf assistierende Techniken angewiesen sind, zugänglich machen.

Erstellung und Barrierefreiheit von PDF-Dateien

PDF-Dateien können entweder direkt durch die Anwendungsprogramme erstellt werden oder indirekt durch die Umwandlung aus anderen Dateiformaten oder Darstellungs-Modellen (imaging models). Darüber hinaus gibt es Werkzeuge zur Kontrolle, Überprüfung und Reparatur von PDF-Dateien in Bezug auf die Barrierefreiheit. Die folgenden Abschnitte stellen repräsentative Listen mit Anwendungen und Werkzeugen bereit, die typischerweise für diese Aufgaben benutzt werden.

Diese Anmerkungen bieten keine vollständige Liste an - das können sie auch gar nicht - und sie befürworten auch keine bestimmten Anwendungen und Werkzeuge. Sie bieten vielmehr eine Momentaufnahme der Werkzeuge, die zum Zeitpunkt, als die WCAG-Arbeitsgruppe sich vorgenommen hat, Techniken zur Erstellung von PDF-Dokumenten zu überprüfen und zu veröffentlichen, verhältnismäßig weit verbreitet waren. Wie bei jeder Software variiert die Anwendungsunterstützung für PDFs bei unterschiedlichen Versionen, je nach Formatierungsanforderung besimmter PDF-Dokumente und je nach tatsächlicher Nutzung der Anwendung. Das heißt, die Werkzeuge können korrekt benutzt werden, um geeignete Tags usw. zu erstellen.

Im Allgemeinen bieten neuere Werkzeuge eine bessere Unterstützung als ältere. Die Hersteller der Werkzeuge sind die autoritative Quelle für Informationen zur Unterstützung der PDF-Barrierefreiheit.

Erstellung von PDF-Dateien

Viele Anwendungen können PDF-Dateien direkt erstellen und manche können sie auch importieren. Diese direkte Vorgehensweise ist vorzuziehen, da es der Anwendung den Zugriff auf die volle Leistungsfähigkeit von PDFs erlaubt, einschließlich dem „Imaging Model“, den interaktiven Funktionen und den „Document Interchange“-Funktionen. Alternativ können Anwendungen. die PDFs nicht direkt generieren, PDF-Output indirekt erstellen. Es gibt zwei wesentliche, indirekte Methoden:

  • Die Anwendung beschreibt ihren druckbaren Output, indem sie Aufrufe an eine Anwendungsprogrammierungschnittstelle (API) wie beispielsweise GDI unter Microsoft® Windows® oder QuickDraw unter Apple Mac OS richtet. Eine Software-Komponente, die Druckertreiber genannt wird, fängt diese Aufrufe ab und interpretiert diese, um eine Ausgabe in PDF-Form zu generieren.

  • Die Anwendung erstellt druckbaren Output direkt in irgendeinem anderen Dateiformat wie zum Beispiel PostScript, PCL, HPGL oder DVI, was von einem eigenständigen Übersetzungsprogramm zu einem PDF konvertiert wird.

Obwohl diese indirekten Strategien oft der einfachste Weg sind, um PDF-Output von einer bestehenden Anwendung zu erhalten, kann es sein, dass die daraus entstehenden PDF-Dateien das hohe Niveau des PDF Imaging Model, auf das man sich verlässt, um die Semantik des Dokumentes zu zeigen, nicht bestmöglich nutzt. Das kommt daher, dass die Informationen, die in den API-Aufrufen der Anwendung oder in der intermediären Ausgabe-Datei enthalten sind, die gewünschten Ergebnisse oft auf einem zu niedrigen Niveau beschreiben. Alle Informationen auf höherer Ebene, die in der ursprünglichen Anwendung enthalten waren, sind verloren gegangen und stehen dem Druckertreiber oder Übersetzungsprogramm nicht zur Verfügung.

Da zum Beispiel der Druckertreiber oder das Übersetzungsprogramm korrekten visuellen Output anvisiert, kann es sein, dass Informationen zur Semantik des Dokumentes überhaupt nicht gesendet oder ignoriert werden, wenn der PDF-Output erstellt wird. Daraus folgt, dass möglicherweise Überschriften nicht als solche ausgezeichnet werden oder dass Link-Text vielleicht nicht mit seinem Link-Objekt verknüpft wird. Fragen Sie beim Hersteller von PDF-Autorenwerkzeugen nach um zu verstehen, wie man das Werkzeug so nutzt, dass der beste, ausgezeichnete Output erstellt wird.

PDF-Autorenwerkzeuge, die die Barrierefreiheit unterstützen

  • Adobe Acrobats PDFMaker - PDFMaker ist ein Teil von Adobe Acrobat und fügt Makros zu vielen kommerziellen Anwendungen wie beispielsweise Microsoft Office, AutoCAD und Lotus Notes hinzu, die die Konvertierung von Inhalten aus dem ursprünglichen Format in ein „Tagged PDF“ unterstützen.

  • Adobe FrameMaker - Desktop-Publishing-Anwendung von Adobe Systems, die „Tagged PDF“ direkt exportiert und alternative Textbeschreibungen unterstützt.

  • Adobe InDesign - Seiten-Layout- und Desktop-Publishing-Anwendung von Adobe Systems, die „Tagged PDF“ direkt exportiert und alternative Textbeschreibungen unterstützt.

  • Adobe LiveCycle Designer - Windows-basierte Anwendung zur Erstellung von Formularen aus dem Hause Adobe Systems, die „Tagged PDF“ interaktive Formulare direkt exportiert und alternative Textbeschreibungen unterstützt; kann als Standalone oder aus Acrobat Pro heraus aufgerufen werden.

  • LibreOffice - Open-Source Textverarbeitungssoftware von „The Document Foundation“, die „Tagged PDF“ exportieren kann.

  • Lotus Symphony Documents - Textverarbeitungssoftware von from IBM, die „Tagged PDF“ exportieren kann.

  • Microsoft® Word - Textverarbeitungssoftware von Microsoft Corporation, die „Tagged PDF“ exportieren kann, indem man das Dienstprogramm „Als PDF oder XPS speichern“ benutzt.

  • OpenOffice.org Writer - Open-Source Textverarbeitungssoftware von Sun Microsystems Inc., die „Tagged PDF“ exportieren kann, in dem das Dienstprogramm [noch übersetzen] „Export as PDF“ benutzt wird.

  • PAW - PDF Accessibility Wizard für Microsoft Office von Netcentric Technologies ist eine Erweiterung für Microsoft® Word, die es ermöglicht, „Tagged PDF-Dokumente“ zu erstellen. PAW stellt Werkzeuge zur Verfügung, dies es dem Autor ermöglichen, Tests zur Barrierefreiheit in der Microsoft Word-Umgebung laufen zu lassen und Probleme bei der Barrierefreiheit zu beseitigen.

  • Xenos Axess™ for Accessible Statements - PDF Software, die sich in die bestehende Unternehmens-Content-Management-Infrastruktur (ECM) einer Organisation integrieren lässt, um eine große Menge an Druck-Streams zu erfassen und diese automatisch in „Tagged PDFs“ umzuwandeln.

  • WordPerfect® Office - Textverarbeitungssoftware von Corel, die benutzt werden kann, um „Tagged PDF“-Dokumente zu erstellen, auszuzeichnen und gemeinsam zu nutzen.

  • Microsoft Office 10 - Ein Softwarepaket mit Desktop-Office-Anwendungen, das „Tagged PDFs“ erstellt.

Anmerkung: Bei der Auswahl eines der vielen erhältlichen Werkzeugs zur Erstellung von PDFs sollten Sie sehr vorsichtig sein, da manche möglicherweise die Erstellung von „Tagged PDF“-Dateien nicht unterstützen.

Prüfen der Barrierefreiheit und Korrektur

Adobe Acrobat Pro. Adobe Acrobat Pro ist eine Anwendung, die PDF-Dateien erstellt und editiert. Diese Software hat eine Reihe an Werkzeugen zur Evaluation und zur Ausbesserung der Barrierefreiheit von PDF-Dateien, einschließlich des Zugriffs auf das [noch übersetzen] structure root durch das Navigationsfenster „Tags“, der Fähigkeit, die Lesereihenfolge direkt durch das Navigationsfenster „Reihenfolge“ zu manipulieren, eines eingebauten Barrierefreiheits-Testers und des TouchUp-Leserichtungwerkzeugs, das einen grafischen Mechanismus bereitstellt zur Beurteilung und Verbesserung der Barrierefreiheit eines PDF-Dokumentes.

Commonlook™ Section 508 für Adobe Acrobat. Commonlook Section 508 für Adobe Acrobat ist ein Plug-In für Adobe Acrobat Pro von Netcentric Technologies. CommonLook hilft dabei, die gängigsten Probleme bei der Barrierefreiheit zu korrigieren, einschließlich der korrekten Auszeichnung von Bildern, Tabellen, Formularen und anderen Nicht-Text-Objekten. Ein Compliance-Bericht ermöglicht es PDF-Autoren, detaillierte Informationen über die Probleme bei der Barrierefreiheit zu erhalten, damit diese korrigiert werden können.

PAC - der PDF Accessibility Checker. PAC ist ein kostenloses Werkzeug, das von der «Access for all»-Stiftung entwickelt und vertrieben wird, um die Barrierefreiheit von PDF-Dokumenten und PDF-Formularen zu evaluieren. PAC bietet außerdem die Möglichkeit, eine Voransicht des strukturierten PDF-Dokumentes in einem Web-Browser anzeigen zu lassen. Die PAC-Voransicht zeigt, welche Tags im PDF-Dokument enthalten sind und zeigt die barrierefreien Elemente auf die gleiche Art und Weise, wie sie von assistierenden Techniken (wie zum Beispiel Screenreadern) interpretiert würden. PAC stellt auch einen Bericht zur Barrierefreiheit zur Verfügung, in dem die erkannten Fehler in Bezug auf die Barrierefreiheit aufgelistet werden. Das Klicken auf die Links in dem Bericht zeigt wie wahrscheinlichste Quelle des Fehlers innerhalb des Dokumentes an.

API Inspection Tools
  • aDesigner - ein Behinderungs-Simulator der Stiftung „Eclipse Foundation“, der Designern dabei hilft sicherzustellen, dass Inhalte barrierefrei sind und dass Benutzern mit eingeschränkter Sehfähigkeit diese nutzen können.

  • inspect32 - Teil des Microsoft Windows Software Development Kit (SDK), das es Entwicklern und Testern erlaubt, die barrierefreien Eigenschaften von UI-Komponenten zu untersuchen.

  • PDDOMView - Teil von Acrobat_Accessibility_9.1.zip, das Dateien enthält, die von Windows-Clients der Barrierefreiheits-Schnittstellen, die im Accessibility API Referenz-Dokument beschrieben werden, benutzt werden können.

  • UISpy - Teil des Microsoft Windows Software Development Kit (SDK), das es Entwicklern und Testern erlaubt, die Elemente der Benutzerschnittstelle (UI) einer Anwendung anzusehen und damit zu interagieren.

Benutzeragenten

PDF-Benutzeragenten mit Unterstützung der Barrierefreiheit sind unter anderem:

  • Adobe Acrobat Pro - PDF-Autorenwerkzeug, Editor und Viewer von Adobe Systems, das kompatibel mit MSAA-Geräten auf der Windows-Plattform ist. Hat eine Reihe an eingebauten Barrierefreiheits-Funktionen einschließlich Text-to-Speech (laut vorlesen), Anzeige in hohem Kontrast, neuer Umbruch bei Anzeige in Großschrift, automatisches scrollen, volle Prüfung auf Barrierefreiheit, Kurzprüfung auf Barrierefreiheit, Werkzeug zur Nachbesserung der Lesereihenfolge und einen Setup-Assistenten für Barrierefreiheit.

  • Adobe Reader – Kostenloser PDF-Viewer von Adobe Systems, der kompatibel mit MSAA-Geräten auf der Windows-Plattform ist. Hat eine Reihe an eingebauten Barrierefreiheits-Funktionen einschließlich Text-to-Speech (laut vorlesen), Anzeige in hohem Kontrast, neuer Umbruch bei Anzeige in Großschrift, automatisches scrollen, Kurzprüfung auf Barrierefreiheit und einen Setup-Assistenten für Barrierefreiheit.

  • Kurzweil 3000™ - eine umfassende Softwarelösung zum Lesen, Schreiben und Lernen von Kurzweil Educational Systems®, die PDF-Dateien liest, indem Text-to-Speech-Funktionen benutzt werden.

Adobe Reader und Acrobat Unterstützung für Accessibility APIs

Adobe stellt Methoden zur Verfügung, um den Inhalt einer PDF-Datei für assistierende Techniken wie zum Beispiel Screenreader verfügbar zu machen:

  • Unter dem Microsoft® Windows® Betriebssystem exportieren Acrobat und Adobe Reader PDF-Inhalte als Component-Object-Model (COM)-Objekte. Barrierefreiheits-Anwendungen wir Screenreader können sich mit Acrobat oder Adobe Reader auf zwei Arten verbinden:

    • Durch die Microsoft Active Accessibility (MSAA) Benutzerschnittstelle, indem MSAA-Objekte benutzt werden, die von Acrobat oder Adobe Reader exportiert werden

    • Direkt durch exportierte COM-Objekte, die den Zugriff auf die Document Object Model (DOM) genannte interne Struktur des PDF-Dokumentes erlauben.

  • Auf UNIX® Plattformen unterstützt Adobe Reader die Gnome Barrierefreiheits-Architektur. Es gibt C-basierte Accessibility Toolkit (ATK) Benutzerschnittstellen.

Die DOM- und MSAA-Modelle sind verwandt und Entwickler können eines der beiden oder auch beide verwenden. Acrobat gibt Barrierefreiheits-Clients Mitteilungen zu interessanten Ereignissen, die im PDF-Datei-Fenster auftreten reagiert auf Anfragen von solchen Clients. Aktuelle Versionen von Acrobat und Reader haben eine verbesserte Unterstützung von Barrierefreiheits-Schnittstellen:

  • MSAA-Schnittstellen werden in Acrobat/Reader 5.0 und höher unterstützt.

  • In Acrobat/Reader 6.0 und höher werden Informationen über die zugrunde liegende PDF-Struktur durch direkte COM-Objekte, die das PDF-DOM repräsentieren, bereitgestellt. Die DOM-Barrierefreiheits-Schnittstelle bietet einen etwas umfassenderen Zugriff.

  • In Acrobat/Reader 7.0 und höher steht eine ATK- und eine erweiterte DOM-Unterstützung zur Verfügung.

  • Die Linux®-, Solaris™-, AIX®- und HP-UX-Versionen von Adobe Reader implementieren C-basierte ATK-Schnittstellen, die es Screenreadern, Vergrößerungssoftware und Bildschirmtastaturen erlauben, eine Barrierefreiheits-Technologie abzufragen - Service Providers Interface (AT-SPI) Registry für Anwendungen, die barrierefrei sind.

  • Das DOM wurde erweitert, um sowohl eine verbesserte Caret-, Auswahl- und Fokus-Unterstützung zu bieten, als auch die neuen Schnittstellen IPDDomDocument, ISelectText und IPDDomNodeExt.

Unterstützung assistierender Techniken

  • JAWS 12 für Windows - Screenreader von Freedom Scientific. Die Unterstützung von PDFs begann mit JAWS Version 4.

  • MAGic 11 - Vergrößerungssoftware von Freedom Scientific

  • NVDA 2011.1 - NonVisual Desktop Access, Open-Source Screenreader, vertrieben von NV Access. Durch die Bereitstellung von Feedback über synthetische Sprache und Braille ermöglicht es NVDA blinden und sehbehinderten Menschen, auf das Windows Betriebssystem und viele Anwendungen von Dritten zuzugreifen und damit zu interagieren.

  • Supernova Access Suite 12.02 – voller Screenreader von Dolphin, der Vergrößerung, Sprache und Braille unterstützt. Die Unterstützung von PDFs begann mit HAL Version 5.

  • System Access To Go - Screenreader von der Serotek Corporation

  • VoiceOver - Screenreader für Mac OS X v10.6 Snow Leopard

  • Window-Eyes 7.2 - Screenreader von GW Micro Window-Eyes war der erste Screenreader, der PDF-Dateien unterstützte (in Window-Eyes 4.2).

  • ZoomText 9.1 - Vergrößerungssoftware und Screenreader von Ai Squared, mit Unterstützung für Adobe Acrobat und Reader:

    • PDF-Dokumente können gelesen werden, indem man sowohl AppReader als auch DocReader benutzt (ohne besondere Einstellungen).

    • PDF-Dokumente können in allen Windows-Betriebssystemen (ohne besondere Einstellungen) gelesen werden.

    • AppReader und DocReader starten sofort in Adobe Reader

    • PDF-Dokumente können mit größerer Genauigkeit und ohne Verzögerung beim Seitenwechsel gelesen werden.

    • PDF-Dokumente können im Internet Explorer (mit dem Adobe Reader Plug-In) gelesen werden.

    • Es werden nicht länger besondere Adobe-Reader-Einstellungen zum optimalen Lesen benötigt.