Syntaxanalyse:
Erfolgskriterium 4.1.1 verstehen

4.1.1 Syntaxanalyse: Bei Inhalt, der durch die Benutzung von Auszeichnungssprache implementiert wurde, haben Elemente komplette Start- und End-Tags, werden Elemente entsprechend ihrer Spezifikationen verschachtelt, enthalten Elemente keine doppelten Attribute und alle IDs sind einzigartig, außer wenn die Spezifikationen diese Eigenschaften erlauben. (Stufe A)

Anmerkung: Start- und End-Tags, bei denen entscheidende Zeichen in ihrer Formation fehlen, wie eine schließende spitze Klammer oder nicht zueinander passende Anführungszeichen von Attribut-Werten, sind nicht vollständig.

Absicht dieses Erfolgskriteriums

Die Absicht dieses Erfolgskriteriums ist es sicherzustellen, dass Benutzeragenten einschließlich assistierender Techniken Inhalte akkurat interpretieren und aufgliedern können. Wenn der Inhalt nicht in eine Datenstruktur aufgegliedert werden kann, dann ist es möglich, dass unterschiedliche Benutzeragenten diesen unterschiedlich darstellen oder dass sie überhaupt nicht dazu in der Lage sind, diesen aufzugliedern. Manche Benutzeragenten benutzen „Reparaturtechniken“, um schlecht kodierten Inhalt darzustellen.

Da die Reparaturtechniken zwischen den Benutzeragenten variieren, können Autoren nicht voraussetzen, dass Inhalt korrekt in eine Datenstruktur aufgegliedert wird oder dass er von spezialisierten Benutzeragenten einschließlich assistierender Techniken korrekt dargestellt wird, außer der Inhalt wird entsprechend der Regeln, die in der formalen Grammatik für diese Technik definiert wurden, erstellt. In Auszeichnungssprachen führen Fehler bei der Element- und Attribut-Syntax und das Versäumnis, korrekt verschachtelte Start-/End-Tags bereitzustellen, zu Fehlern, die Benutzeragenten daran hindern, den Inhalt zuverlässig aufzugliedern. Daher verlangt das Erfolgskriterium, dass der Inhalt gemäß der Regeln der formalen Grammatik aufgegliedert werden kann.

Anmerkung: Das Konzept der „Wohlgeformtheit“ liegt nahe bei dem, was hier verlangt wird. Allerdings variieren die genauen Anforderungen an die Syntaxanalyse zwischen den Auszeichnungssprachen und die meisten nicht-XML-basierten Sprachen definieren die Anforderungen an die Wohlgeformtheit nicht explizit. Daher war es notwendig, in dem Erfolgskriterium expliziter zu sein, damit es allgemein auf Auszeichnungssprachen anwendbar ist. Da der Begriff „Wohlgeformtheit“ nur in XML definiert ist und weil (da End-Tags manchmal optional sind) valides HTML keinen wohlgeformten Code verlangt, wird der Begriff in diesem Erfolgskriterium nicht benutzt.

Konkreter Nutzen von Erfolgskriterium 4.1.1

  • Das Sicherstellen, dass Webseiten vollständige Start- und End-Tags haben und gemäß der Spezifikation verschachtelt sind, hilft dabei sicherzustellen, dass assistierende Techniken den Inhalt korrekt und ohne abzustürzen aufgliedern können.

Beispiele für Erfolgskriterium 4.1.1

(derzeit keine dokumentiert)

Verwandte Ressourcen

Ressourcen sind nur zu Informationszwecken und keine offizielle Empfehlung.

(derzeit keine dokumentiert)

Techniken und Fehler für Erfolgskriterium 4.1.1 - Syntaxanalyse

Jeder nummerierte Punkt in diesem Abschnitt repräsentiert eine Technik oder eine Kombination von Techniken, welche die WCAG-Arbeitsgruppe für ausreichend zur Erfüllung dieses Erfolgskriterium hält. Die aufgelisteten Techniken erfüllen das Erfolgskriterium nur dann, wenn alle WCAG 2.0 Konformitätsbedingungen erfüllt wurden.

Zusätzliche Techniken (empfohlen) für 4.1.1

Obwohl sie für die Konformität nicht erforderlich sind, so sollten die folgenden zusätzlichen Techniken dennoch in Betracht gezogen werden, um den Inhalt barrierefreier zu machen. Nicht alle Techniken können in allen Situationen benutzt werden oder wären in allen Situationen effektiv.

(derzeit keine dokumentiert)