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Wie man WCAG 2.0 erfüllt

Eine anpassbare Schnellreferenz zu den Bedingungen (Erfolgskriterien) und Techniken der Richtlinien für barrierefreie Webinhalte 2.0

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Einleitung

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In diesem Dokument werden alle Bedingungen ("Erfolgskriterien" genannt) aus den Richtlinien für barrierefreie Webinhalte (WCAG) 2.0 aufgelistet. Es werden außerdem die Techniken zur Erfüllung der Bedingungen aufgelistet, die auf detailliertere Erläuterungen verlinken. Die "Verstehen"-Links führen zu Beschreibungen, Beispielen und Ressourcen.

Sie können die Liste individuell anpassen, indem Sie die Techniken, die Ihr Web-Projekt betreffen und die Stufen und Techniken, die Sie in der Liste haben möchten, auswählen.

Lesen Sie die WCAG-Übersicht für eine Einführung in die WCAG und für unterstützende Dokumente, einschließlich weiterer Informationen über dieses Dokument.

Über die Techniken

Bitte beachten Sie, dass alle Techniken informativ sind - Sie müssen diese nicht beachten. Die "ausreichenden Techniken", die unten aufgeführt werden, werden als ausreichend betrachtet, um die Erfolgskriterien zu erfüllen; es ist allerdings nicht notwendig, genau diese bestimmten Techniken zu verwenden. Jeder kann jederzeit neue Techniken einreichen. Wenn andere als die von der Arbeitsgruppe aufgelisteten Techniken verwendet werden, dann würde irgendeine andere Methode benötigt um festzustellen, ob eine Technik in der Lage ist, das Erfolgskriterium zu erfüllen.

Zusätzlich zu den 'ausreichenden Techniken' gibt es empfohlene Techniken, die über die Bedingungen der WCAG 2.0 hinausgehen. Autoren werden dazu ermutigt, alle anwendbaren Techniken anzuwenden, einschließlich der empfohlenen Techniken, um die Bedürfnisse der größtmöglichen Benutzergruppe bestmöglich zu adressieren.

Beachten Sie, dass sogar Inhalte, die auf der höchsten Stufe (AAA) konform sind, nicht für Personen mit allen Arten, Ausprägungen und Kombinationen von Behinderungen - besonders im Bereich der kognitiven, Sprach- und Lernbehinderungen - barrierefrei sind. Autoren werden dazu ermutigt, relevanten Rat über die aktuelle Best Practice einzuholen um sicherzustellen, dass die Webinhalte so weit wie möglich für diese Community barrierefrei sind.

Lesen Sie auch Ausreichende und empfohlene Techniken.

Inhaltsverzeichnis

WCAG 2.0 Schnellreferenz-Liste

Diese Schnellreferenz ist derzeit so angepasst, dass sie folgendes enthält:

Textalternativen:

Richtlinie 1.1 Stellen Sie Textalternativen für alle Nicht-Text-Inhalte zur Verfügung, so dass diese in andere vom Benutzer benötigte Formen geändert werden können, wie zum Beispiel Großschrift, Braille, Symbole oder einfachere Sprache. Richtlinie 1.1 verstehen

Empfohlene Techniken für Richtlinie 1.1

Nicht-Text-Inhalte:

1.1.1 Alle Nicht-Text-Inhalte, die dem Benutzer präsentiert werden, haben eine Textalternative, die einem äquivalenten Zweck dient, mit Ausnahme der unten aufgelisteten Situationen. (Stufe A)Erfolgskriterium 1.1.1 verstehen

  • Steuerelemente, Eingabe: Wenn es sich bei dem Nicht-Text-Inhalt um ein Steuerelement handelt oder Eingaben durch den Benutzer akzeptiert, dann hat dieser einen Namen, der seinen Zweck beschreibt. (Beachten Sie Richtlinie 4.1 für zusätzliche Anforderungen an Steuerelemente und Inhalte, die Eingaben durch den Benutzer akzeptieren.)

  • Zeitbasierte Medien: Wenn es sich bei den Nicht-Text-Inhalten um zeitbasierte Medien handelt, dann stellen Textalternativen zumindest eine deskriptive Identifizierung des Nicht-Text-Inhalts bereit. (Beachten Sie Richtlinie 1.2 für zusätzliche Anforderungen an Medien.)

  • Test: Wenn es sich bei dem Nicht-Text-Inhalt um einen Test oder eine Übung handelt, die nichtig wäre, wenn sie als Text dargestellt würde, dann stellen Textalternativen zumindest eine deskriptive Identifizierung des Nicht-Text-Inhalts bereit.

  • Sensorisch: Wenn Nicht-Text-Inhalt hauptsächlich dafür gedacht ist, eine bestimmte Sinneserfahrung zu schaffen, dann stellen Textalternativen zumindest eine deskriptive Identifizierung des Nicht-Text-Inhalts bereit.

  • CAPTCHA: Wenn der Zweck des Nicht-Text-Inhalts der ist zu bestätigen, dass eine Person und nicht ein Computer auf den Inhalt zugreift, dann werden Textalternativen bereitgestellt, die den Zweck des Nicht-Text-Inhalts identifizieren. Außerdem werden alternative Formen von CAPTCHAs bereitgestellt, die Ausgabeformen für verschiedene Arten der sensorischen Wahrnehmung nutzen, um verschiedenen Behinderungen Rechnung zu tragen.

  • Dekoration, Formatierung, unsichtbar: Wenn der Nicht-Text-Inhalt reine Dekoration ist, nur für visuelle Formatierung benutzt wird oder dem Benutzer gar nicht präsentiert wird, dann wird der Inhalt so implementiert, dass er von assistierender Technik ignoriert werden kann.

Ausreichende Techniken für 1.1.1 - Nicht-Text-Inhalte
Situation A: Wenn eine kurze Beschreibung den gleichen Zweck erfüllen und die gleichen Informationen präsentieren kann wie der Nicht-Text-Inhalt:
  1. G94: Bereitstellung einer kurzen Textalternative für Nicht-Text-Inhalte, die den gleichen Zweck erfüllt und die gleichen Informationen präsentiert wie der Nicht-Text-Inhalt, indem eine der unten aufgeführten Techniken zu kurzen Textalternativen benutzt wird

Situation B: Wenn eine kurze Beschreibung nicht den gleichen Zweck erfüllen und die gleichen Informationen präsentieren kann wie der Nicht-Text-Inhalt (z.B. ein Schaubild oder ein Diagramm):
  1. G95: Bereitstellung kurzer Textalternativen, die eine kurze Beschreibung der Nicht-Text-Inhalte geben, indem eine der unten aufgeführten Techniken zu kurzen Textalternativen benutzt wird UND eine der folgenden Techniken für eine lange Beschreibung:

Situation C: Wenn es sich bei dem Nicht-Text-Inhalt um ein Steuerelement handelt oder Eingaben durch den Benutzer akzeptiert werden:
  1. G82: Bereitstellung einer Textalternative, die den Zweck des Nicht-Text-Inhalts bezeichnet, indem eine der unten aufgeführten Techniken zu kurzen Textalternativen benutzt wird

  2. H44: Benutzung von Label-Elementen, um Text-Label mit den Steuerelementen eines Formulars zu assoziieren (HTML)

  3. H65: Benutzung des title-Attributs, um Formular-Steuerelemente zu kennzeichnen, wenn das Label-Element nicht benutzt werden kann (HTML)

Situation D: Wenn es sich bei dem Nicht-Text-Inhalt um zeitbasierte Medien handelt (einschließlich reines Live-Video und reines Live-Audio); ein Test oder eine Übung, die nichtig wäre, wenn sie als Text dargestellt würde; oder hauptsächlich dazu gedacht, eine bestimmte Sinneserfahrung zu schaffen:
  1. Bereitstellung einer beschreibenden Beschriftung, indem eine der unten aufgeführten Techniken zu kurzen Textalternativen benutzt wird

  2. G68: Bereitstellung einer beschreibenden Beschriftung, die den Zweck des reinen Live-Video- und des reinen Live-Audio-Inhalts beschreibt indem eine der unten beschriebenen Techniken zu kurzen Textalternativen benutzt wird

  3. G100: Bereitstellung des allgemein üblichen Namens oder eines beschreibenden Namens für Nicht-Text-Inhalt indem eine der unten aufgeführten Techniken zu kurzen Textalternativen benutzt wird

Situation E: Wenn es sich bei dem Nicht-Text-Inhalt um ein CAPTCHA handelt:
  1. G143: Bereitstellung einer Textalternative, die den Zweck des CAPTCHA beschreibt UND G144: Sicherstellung, dass die Webseite ein anderes CAPTCHA enthält, das den gleichen Zweck erfüllt, bei dem aber eine anderes Verfahren benutzt wird

Situation F: Wenn der Nicht-Text-Inhalt von assistierenden Techniken ignoriert werden sollte:
  1. Implementierung oder Kennzeichnung des Nicht-Text-Inhalts auf eine Weise, dass er von assistierenden Techniken ignoriert wird, indem eine der unten aufgeführten Technik-spezifischen Techniken benutzt wird

Techniken zu kurzen Textalternativen für die Benutzung in den oben genannten ausreichenden Techniken
  1. H36: Benutzung von alt-Attributen bei Bildern, die als submit-Schaltflächen benutzt werden (HTML)

  2. H2: Kombination nebeneinander liegender Bild- und Textlinks für die gleiche Ressource (HTML)

  3. H37: Benutzung von alt-Attributen bei img-Elementen (HTML)

  4. H35: Bereitstellung von Textalternativen bei applet-Elementen (HTML)

  5. H53: Benutzung des body des object-Elements (HTML)

  6. H24: Bereitstellung von Textalternativen für die area-Elemente bei Image Maps (HTML)

  7. H86: Bereitstellung von Textalternativen für ASCII Art, Emoticons und Leetspeak (Ersetzung von Buchstaben durch Ziffern oder Sonderzeichen) (HTML)

  8. H30: Bereitstellung eines Linktextes, der den Zweck eines Links bei anchor-Elementen beschreibt (HTML)

  9. G196: Benutzung einer Textalternative bei einem Teil innerhalb einer Gruppe von Bildern, die alle Teile der Gruppe beschreibt

Techniken zu langen Textalternativen für die Benutzung in den oben genannten ausreichenden Techniken
  1. H45: Benutzung von longdesc (HTML)

  2. H53: Benutzung des body des object-Elements (HTML)

Empfohlene Techniken für 1.1.1 - Nicht-Text-Inhalte
Allgemeine Techniken für informative Nicht-Text-Inhalte (empfohlen)
  • Kennzeichnung von informativen Nicht-Text-Inhalt (zukünftiger Link)

  • Kurze Beschreibungen kurz halten (zukünftiger Link)

  • Beschreibung von Bildern, die Text enthalten (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung einer längeren Beschreibung, wenn nur eine beschreibende Beschriftung erforderlich ist, indem eine der oben aufgeführten technik-spezifische Techniken (für eine die Barrierefreiheit unterstützende Technik zum Inhalt) für lange Beschreibungen benutzt wird (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung unterschiedlicher Größen für Nicht-Text-Inhalt, wenn es für diesen keine äquivalente, barrierefreie Alternative gibt (zukünftiger Link)

  • Benutzung von server-seitigen Scripts, um Bilder eines Text in ihrer Größe zu verändern (zukünftiger Link)

Allgemeine Techniken für Live Nicht-Text-Inhalt (empfohlen)
  • Verlinkung zu Informationen in Textform, die vergleichbare Informationen geben (z.B. könnte eine Stadtverwaltung für eine Verkehrs-Webcam einen Link zum Verkehrsbericht in Textform anbieten.) (zukünftiger Link)

Allgemeine Techniken, um die Barriere von CAPTCHAs zu minimieren
  • Bereitstellung von mehr als zwei CAPTCHA-Methoden (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung eines Zugriffs auf einen menschlichen Vertreter des Kundendienstes, der das CAPTCHA umgehen kann (zukünftiger Link)

  • Bei autorisierten Benutzern keine CAPTCHAs verlangen (zukünftiger Link)

HTML-Techniken (empfohlen)
CSS-Techniken (empfohlen)
ARIA-Techniken (empfohlen)
  • Benutzung der ARIA Presentation Role um anzuzeigen, dass Elemente nur zur Darstellung sind (zukünftiger Link)

Metadata-Techniken (empfohlen)
  • Benutzung von Metadaten, um Text-Transkriptionen mit einem Video zu verbinden (zukünftiger Link)

  • Benutzung von Metadaten, um Text-Transkriptionen mit reinem Audioinhalt zu verbinden (zukünftiger Link)

    • BEISPIEL: Bereitstellung von URI(s), in Metadaten, die auf eine Audio-Beschreibung und auf ein Text-Transkript eines Videos hinweisen.

    • BEISPIEL: Bereitstellung von URI(s), in Metadaten, die auf mehrere Transkripte (Englisch, Französisch, Niederländisch) einer Audiodatei hinweisen.

Zeitbasierte Medien:

Richtlinie 1.2 Stellen Sie Alternativen für zeitbasierte Medien zur Verfügung. Richtlinie 1.2 verstehen

Reine Audio- und Videoinhalte (aufgezeichnet):

1.2.1 Für aufgezeichnete reine Audio- und aufgezeichnete reine Video-Medien gilt das Folgende, außer die Audio- oder Videomedien sind eine Medienalternative für Text und als solche klar gekennzeichnet (Stufe A)Erfolgskriterium 1.2.1 verstehen

  • Aufgezeichneter reiner Audioinhalt: Es wird eine Alternative für zeitbasierte Medien bereitgestellt, die äquivalente Informationen für aufgezeichneten reinen Audioinhalt bietet.

  • Aufgezeichneter reiner Videoinhalt: Es wird entweder eine Alternative für zeitbasierte Medien oder eine Audiospur zur Verfügung gestellt, die äquivalente Informationen für aufgezeichneten reinen Videoinhalt bietet.

Ausreichende Techniken für 1.2.1 - Reine Audio- und Videoinhalte (aufgezeichnet)
Situation A: Wenn es sich bei dem Inhalt um aufgezeichnete Audioinhalte handelt:
  1. G158: Bereitstellung einer Alternative für zeitbasierte Medien für reine Audioinhalte

Situation B: Wenn es sich bei dem Inhalt um aufgezeichnete Videoinhalte handelt:
  1. G159: Bereitstellung einer Alternative für zeitbasierte Medien für reine Videoinhalte

  2. G166: Bereitstellung von Audio, in dem der wichtige Videoinhalt beschrieben wird und in dem der Inhalt als solcher beschrieben wird.

Empfohlene Techniken für 1.2.1 - Reine Audio- und Videoinhalte (aufgezeichnet)
  • Bereitstellung eines Transkripts einer reinen Live-Audio-Präsentation im nachhinein (zukünftiger Link)

  • Verlinkung zu Informationen in Textform, die vergleichbare Informationen geben (z.B. könnte eine Stadtverwaltung für eine Verkehrs-Webcam einen Link zum Verkehrsbericht in Textform anbieten.) (zukünftiger Link)

Untertitel (aufgezeichnet):

1.2.2 Untertitel werden für alle aufgezeichneten Audioinhalte in synchronisierten Medien bereitgestellt, außer die Medien sind eine Medienalternative für Text und als solche deutlich gekennzeichnet. (Stufe A)Erfolgskriterium 1.2.2 verstehen

Ausreichende Techniken für 1.2.2 - Untertitel (aufgezeichnet)
  1. G93: Bereitstellung offener (immer sichtbarer) Untertitel

  2. G87: Bereitstellung geschlossener Untertitel , indem irgendein jederzeit verfügbares Medienformat benutzt wird, das einen Video-Player hat, der geschlossene Untertitel unterstützt

  3. G87: Bereitstellung geschlossener Untertitel, indem eine der unten genannten technik-spezifischen Techniken benutzt werden

Empfohlene Techniken für 1.2.2 - Untertitel (aufgezeichnet)
  • Bereitstellung einer Anmerkung die bei reinen Video-Clips folgendes besagt: "In diesem Clip wurde kein Ton benutzt" (zukünftiger Link)

  • Nutzung von SMIL 1.0, um Untertitel für alle Sprachen, für die Audiospuren vorhanden sind, zur Verfügung zu stellen (zukünftiger Link)

  • Nutzung von SMIL 2.0, um Untertitel für alle Sprachen, für die Audiospuren vorhanden sind, zur Verfügung zu stellen (zukünftiger Link)

Audiodeskription oder Medienalternative (aufgezeichnet):

1.2.3 Eine Alternative für zeitbasierte Medien oder eine Audiodeskription des aufgezeichneten Videoinhalts wird für synchronisierte Medien bereitgestellt, außer die Medien sind eine Medienalternative für Text und als solche deutlich gekennzeichnet. (Stufe A)Erfolgskriterium 1.2.3 verstehen

Ausreichende Techniken für 1.2.3 - Audiodeskription oder Medienalternative (aufgezeichnet)
  1. G69: Bereitstellung einer Alternative für zeitbasierte Medien durch die Nutzung einer der folgenden Techniken

  2. G78: Bereitstellung einer zweiten, durch den Benutzer wählbaren Audiospur, die Audiodeskriptionen beinhaltet

  3. G173: Bereitstellung einer Filmversion mit Audiodeskriptionen durch die Nutzung einer der folgenden Techniken:

  4. G8: Bereitstellung eines Films mit erweiterten Audiodeskriptionen durch Nutzung einer der folgenden Techniken:

Empfohlene Techniken für 1.2.3 - Audiodeskription oder Medienalternative (aufgezeichnet)
  • Bereitstellung von Audiodeskriptionen in mehreren Sprachen in SMIL 1.0 (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung von Audiodeskriptionen in mehreren Sprachen in SMIL 2.0 (zukünftiger Link)

Untertitel (Live):

1.2.4 Untertitelwerden für alle Live-Audioinhalte in synchronisierten Medien bereitgestellt. (Stufe AA)Erfolgskriterium 1.2.4 verstehen

Ausreichende Techniken für 1.2.4 - Untertitel (Live)
  1. G9: Erstellung von Untertiteln für Live synchronisierte Medien UND G93: Bereitstellung offener (immer sichtbarer) Untertitel

  2. G9: Erstellung von Untertiteln für Live synchronisierte Medien UND G87: Bereitstellung geschlossener Untertitel, indem irgendein jederzeit verfügbares Medienformat benutzt wird, das einen Video-Player hat, der geschlossene Untertitel unterstützt

  3. G9: Erstellung von Untertiteln für Live synchronisierte Medien UND G87: Bereitstellung geschlossener Untertitel, indem eine der folgenden Techniken benutzt wird:

Anmerkung: Untertitel können generiert werden, indem man einen Echtzeit-Textübersetzungsdienst nutzt.

Audiodeskription (aufgezeichnet):

1.2.5 Audiodeskription wird für alle aufgezeichneten Videoinhalte in synchronisierten Medien zur Verfügung gestellt. (Stufe AA)Erfolgskriterium 1.2.5 verstehen

Ausreichende Techniken für 1.2.5 - Audiodeskription (aufgezeichnet)
  1. G78: Bereitstellung einer zweiten, durch den Benutzer wählbaren Audiospur, die Audiodeskriptionen beinhaltet

  2. G173: Bereitstellung einer Filmversion mit Audiodeskriptionen durch die Nutzung einer der folgenden Techniken:

  3. G8: Bereitstellung eines Films mit erweiterten Audiodeskriptionen durch Nutzung einer der folgenden Techniken:

Empfohlene Techniken für 1.2.5 - Audiodeskription (Aufgezeichnet)
  • Bereitstellung von Audiodeskriptionen in mehreren Sprachen in SMIL 1.0 (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung von Audiodeskriptionen in mehreren Sprachen in SMIL 2.0 (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung einer Audiodeskriptionen für Live synchronisierte Medien (zukünftiger Link)

Gebärdensprache (Aufgezeichnet):

1.2.6 Eine Übersetzung in die Gebärdensprache wird für alle aufgezeichneten Audioinhalte in synchronisierten Medien bereitgestellt. (Stufe AAA)Erfolgskriterium 1.2.6 verstehen

Empfohlene Techniken für 1.2.6 - Gebärdensprache (aufgezeichnet)
Metadata-Techniken
  • Benutzung von Metadaten, um Alternativen eines Videos in Gebärdensprache zu verbinden, um die Wahl der Gebärdensprache zu ermöglichen (zukünftiger Link)

    • BEISPIEL: Bereitstellung von URI(s), in Metadaten, die auf verschiedene, englische Übersetzungen einer Webseite in die Gebärdensprache verweisen (ASL, SASL, BSL, Auslan, ISL, NZSL).

Erweiterte Audiodeskription (aufgezeichnet):

1.2.7 Wenn die Pausen im Vordergrund-Audio nicht ausreichend sind, um Audiodeskriptionen zu ermöglichen, die den Sinn des Videos vermitteln, dann wird eine erweiterte Audiodeskription für alle aufgezeichneten Videoinhalte in synchronisierten Medien bereitgestellt. (Stufe AAA)Erfolgskriterium 1.2.7 verstehen

Ausreichende Techniken für 1.2.7 - Erweiterte Audiodeskription (aufgezeichnet)
  1. G8: Bereitstellung eines Films mit erweiterten Audiodeskriptionen durch Nutzung einer der folgenden Techniken:

Empfohlene Techniken für 1.2.7 - Erweiterte Audiodeskription (aufgezeichnet)
  • Hinzufügen erweiterter Audiodeskriptionen in mehreren Sprachen in SMIL 1.0 (zukünftiger Link)

  • Hinzufügen erweiterter Audiodeskriptionen in mehreren Sprachen in SMIL 2.0 (zukünftiger Link)

Medienalternative (aufgezeichnet):

1.2.8 Eine Alternative für zeitbasierte Medien wird für alle aufgezeichneten synchronisierten Medien und für alle aufgezeichneten reinen Videomedien bereitgestellt. (Stufe AAA)Erfolgskriterium 1.2.8 verstehen

Ausreichende Techniken für 1.2.8 - Medienalternative (aufgezeichnet)
Situation A: Wenn es sich bei dem Inhalt um aufgezeichnete, synchronisierte Medien handelt:
  1. G69: Bereitstellung einer Alternative für zeitbasierte Medien durch die Nutzung einer der folgenden Techniken

Situation B: Wenn es sich bei dem Inhalt um aufgezeichnete Videoinhalte handelt:
  1. G159: Bereitstellung einer Alternative für zeitbasierte Medien für reine Videoinhalte

Empfohlene Techniken für 1.2.8 - Medienalternative (aufgezeichnet)

Reiner Audioinhalt (Live):

1.2.9 Eine Alternative für zeitbasierte Medien, die äquivalente Informationen für live übertragene reine Audioinhalte bietet, wird bereitgestellt. (Stufe AAA)Erfolgskriterium 1.2.9 verstehen

Empfohlene Techniken für 1.2.9 - Reiner Audioinhalt (Live)
  • Benutzung von Metadaten, um Text-Transkriptionen mit reinem Audioinhalt zu verbinden (zukünftiger Link)

    Beispiel: Bereitstellung von URI(s), in den Metadaten, die auf verschiedene Text-Transkripte (Englisch, Französisch, Niederländisch) einer Audiodatei verweisen.

Anpassbar:

Richtlinie 1.3 Erstellen Sie Inhalte, die auf verschiedene Arten dargestellt werden können (z.B. einfacheres Layout), ohne dass Informationen oder Struktur verloren gehen. Richtlinie 1.3 verstehen

Info und Beziehungen:

1.3.1 Informationen, Struktur und Beziehungen, die über die Darstellung vermittelt werden, können durch Software bestimmt werden oder stehen in Textform zur Verfügung. (Stufe A)Erfolgskriterium 1.3.1 verstehen

Ausreichende Techniken für 1.3.1 - Info und Beziehungen
Situation A: Die Technik stellt semantische Strukturen zur Verfügung, um Informationen und Beziehungen, die durch die Darstellung vermittelt werden, durch Software bestimmbar zu machen:
  1. G115: Benutzung von semantischen Elementen um Strukturen auszuzeichnen UND H49: Benutzung von semantischem Markup, um betonten oder besonderen Text zu kennzeichnen (HTML)

  2. G117: Benutzung von Text, um Informationen zu vermitteln, die durch Änderungen bei der Darstellung von Text vermittelt werden

  3. G140: Die Trennung von Informationen und Struktur von der Darstellung, um verschiedene Darstellungen zu ermöglichen

  4. Informationen und Beziehungen, die durch die Darstellung vermittelt werden,, durch Software bestimmbar machen, indem die folgenden Techniken benutzt werden:

Situation B: Die benutzte Technik stellt KEINE semantischen Strukturen zur Verfügung, um Informationen und Beziehungen, die durch die Darstellung vermittelt werden, durch Software bestimmbar zu machen:
  1. G117: Benutzung von Text, um Informationen zu vermitteln, die durch Änderungen bei der Darstellung von Text vermittelt werden

  2. Informationen und Beziehungen, die durch die Darstellung vermittelt werden, werden durch Software bestimmbar gemacht oder stehen in Textform zur Verfügung, indem die folgenden Techniken benutzt werden:

Fehler bei Erfolgskriterium 1.3.1 - Info und Beziehungen

Bedeutungstragende Reihenfolge:

1.3.2 Wenn die Reihenfolge, in der Inhalte präsentiert werden, sich auf deren Bedeutung auswirkt, kann die korrekte Leseabfolge durch Software bestimmt werden. (Stufe A)Erfolgskriterium 1.3.2 verstehen

Empfohlene Techniken für 1.3.2 - Bedeutungstragende Reihenfolge
  • Benutzung von linksbündigem Text bei Sprachen, die von links nach rechts geschrieben werden und rechtsbündigem Text bei Sprachen, die von rechts nach links geschrieben werden (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung eines Links zu linearisiertem Rendering (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung eines Style-Switchers zwischen Stylesheets, der die Darstellungsreihenfolge beeinflussen (zukünftiger Link)

Sensorische Eigenschaften:

1.3.3 Anweisungen, die für das Verständnis und die Bedienung von Inhalt bereitgestellt werden, stützen sich nicht nur auf sensorische Eigenschaften von Komponenten wie Form, Größe, visuelle Position, Ausrichtung oder Ton. (Stufe A)Erfolgskriterium 1.3.3 verstehen

Anmerkung: Für Anforderungen in Bezug auf Farbe beachten Sie Richtlinie 1.4.

Empfohlene Techniken für 1.3.3 - Sensorische Eigenschaften
  • Benutzung eines Bildes mit einer Textalternative für grafische Symbole anstelle eines Unicode Glyphen mit dem gewünschten grafischen Erscheinungsbild aber einer anderen Bedeutung (zukünftiger Link)

Unterscheidbar:

Richtlinie 1.4 Machen Sie es Benutzern leichter, Inhalt zu sehen und zu hören einschließlich der Trennung von Vorder- und Hintergrund. Richtlinie 1.4 verstehen

Empfohlene Techniken für Richtlinie 1.4

Benutzung von Farbe:

1.4.1 Farbe wird nicht als einziges visuelles Mittel benutzt, um Informationen zu vermitteln, eine Handlung zu kennzeichnen, eine Reaktion zu veranlassen oder ein visuelles Element zu unterscheiden. (Stufe A)Erfolgskriterium 1.4.1 verstehen

Anmerkung: Bei diesem Erfolgskriterium geht es gezielt um Farbwahrnehmung. Andere Formen der Wahrnehmung werden in Richtlinie 1.3 behandelt, einschließlich des programmtechnischen Zugriffs auf Farbe und anderes Coding zur visuellen Darstellung.

Empfohlene Techniken für 1.4.1 - Benutzung von Farbe

Audio-Steuerelement:

1.4.2Wenn Audioinhalt auf einer Webseite automatisch für mehr als 3 Sekunden abgespielt wird, dann gibt es entweder einen Mechanismus, um die Wiedergabe zu pausieren oder zu beenden, oder es gibt einen Mechanismus, um die Lautstärke unabhängig von der allgemeinen Systemlautstärke zu regeln. (Stufe A)Erfolgskriterium 1.4.2 verstehen

Anmerkung: Jeglicher Inhalt, der dieses Erfolgskriterium nicht erfüllt, kann die Möglichkeit eines Benutzers beeinträchtigen, die ganze Seite zu nutzen. Daher muss jeglicher Inhalt auf einer Webseite (egal ob er dazu benutzt wird, andere Erfolgskriterien zu erfüllen oder nicht) dieses Erfolgskriterium erfüllen. Lesen Sie Konformitätsbedingung 5: Nicht störend.

Empfohlene Techniken für 1.4.2 - Audio-Steuerelement
  • Bereitstellung einer für die ganze Website geltende Einstellung, um die Wiedergabe von Audioinhalten zu stoppen zusätzlich zur Bereitstellung eines Steuerelementes nahe am Beginn einer Webseite, mit dem man Geräusche, die automatisch abgespielt werden, abschalten kann (zukünftiger Link)

Kontrast (Minimum):

1.4.3 Die visuelle Darstellung vom Text und Bildern von Text hat ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1, mit folgenden Ausnahmen: (Stufe AA)Erfolgskriterium 1.4.3 verstehen

  • Großer Text: Großer Text und Bilder von großem Text haben ein Kontrastverhältnis von mindestens 3:1;

  • Nebensächlich: Text oder Bilder eines Textes, die Teil eines inaktiven Bestandteils der Benutzerschnittstelle, rein dekorativ, für niemanden sichtbar oder Teil eines Bildes sind, welches signifikanten anderen visuellen Inhalt enthält, gibt es keine Kontrastanforderung.

  • Wortbildmarken: Text, der Teil eines Logos oder eines Markennamens ist, hat keine Mindest-Kontrastanforderungen.

Empfohlene Techniken für 1.4.3 - Kontrast (Minimum)
  • G156: Benutzung einer Technik, die allgemein verfügbare Benutzeragenten hat, welche die Vorder- und Hintergrundfarbe von Textblöcken ändern kann

  • Benutzung eines höheren Kontrastwertes bei Text, der über gemustertem Hintergrund liegt (zukünftiger Link)

  • Benutzung von Unicode-Text und Stylesheets anstelle von Bildern von Text (zukünftiger Link)

  • Benutzung eines höheren Kontrastwertes bei Linien in Diagrammen (zukünftiger Link)

  • Benutzung eines höheren Kontrastverhältnisses bei rot-schwarzen Text/Hintergrund-Kombinationen (zukünftiger Link)

  • Benutzung von Farben, die überwiegend aus mittleren Spektralkomponenten für die hellen und spektralen Extremen (blaue und rote Wellenlängen) für die dunklen Farben zusammengestellt sind

  • Benutzung eines hellen, pastellfarbenen statt eines weißen Hintergrunds hinter schwarzem Text, um einen ausreichenden aber nicht extremen Kontrast zu schaffen (zukünftiger Link)

  • Erstellung von Icons, indem einfache Strichzeichnungen benutzt werden, die den Kontrastregelungen für Text entsprechen (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung eines ausreichenden Farbkontrastes in Diagrammen und Schaubildern (zukünftiger Link)

  • Benutzung eines Kontrastverhältnisses von 3:1 oder höher als Standarddarstellung (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung eines ausreichenden Farbkontrastes für leere Textfelder (zukünftiger Link)

Textgröße ändern:

1.4.4 Mit Ausnahme von Untertiteln und Bildern eines Textes , kann Text ohne assistierende Technik um bis zu 200 Prozent geändert werden, ohne dass dabei Inhalt oder Funktionalität verloren geht. (Stufe AA)Erfolgskriterium 1.4.4 verstehen

Empfohlene Techniken für 1.4.4 - Textgröße ändern

Bilder eines Textes:

1.4.5 Wenn die benutzten Techniken die visuelle Präsentation bewirken können, dann wird Text statt Bilder eines Textes dazu benutzt, Informationen zu vermitteln mit den folgenden Ausnahmen: (Stufe AA): (Stufe AA)Erfolgskriterium 1.4.5 verstehen

  • Anpassbar: Das Bild eines Textes kann visuell an die Anforderungen des Benutzers angepasst werden;

  • Unentbehrlich: Eine bestimmte Präsentation von Text ist für die vermittelten Informationen unentbehrlich.

Anmerkung: Wortbildmarken (Text, der Teil eines Logos oder Markennamens ist) werden als unentbehrlich betrachtet.

Empfohlene Techniken für 1.4.5 - Bilder eines Textes
Allgemeine Techniken für Nicht-Text-Inhalte
  1. Kennzeichnung von informativen Nicht-Text-Inhalt (zukünftiger Link)

CSS-Techniken
  1. C12: Benutzung von Prozent für Schriftgrößen (CSS)

  2. C13: Benutzung von genannten Schriftgrößen (CSS)

  3. C14: Benutzung von em-Einheiten für Schriftgrößen (CSS)

  4. C8: Benutzung des CSS letter-spacing, um die Laufweite innerhalb eines Wortes zu steuern (CSS)

  5. C6: Positionierung von Inhalten basierend auf strukturellem Markup (CSS)

  6. Vermeiden Sie es, innerhalb eines Wortes Text-Styling auf Text-Zeichen anzuwenden (zukünftiger Link)

Kontrast (erhöht):

1.4.6 Die visuelle Präsentation von Text und Bildern eines Textes hat ein Kontrastverhältnis von mindestens 7:1, mit folgenden Ausnahmen: (Stufe AAA)Erfolgskriterium 1.4.6 verstehen

  • Großer Text: Großer Text und Bilder von großem Text haben ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1;

  • Nebensächlich: Text oder Bilder eines Textes, die Teil eines inaktiven Bestandteils der Benutzerschnittstelle, rein dekorativ, für niemanden sichtbar oder Teil eines Bildes sind, welches signifikanten anderen visuellen Inhalt enthält, gibt es keine Kontrastanforderung.

  • Wortbildmarken: Text, der Teil eines Logos oder eines Markennamens ist, hat keine Mindest-Kontrastanforderungen.

Empfohlene Techniken für 1.4.6 - Kontrast (erhöht)
  • G156: Benutzung einer Technik, die allgemein verfügbare Benutzeragenten hat, welche die Vorder- und Hintergrundfarbe von Textblöcken ändern kann

  • Benutzung eines höheren Kontrastwertes bei Text, der über gemustertem Hintergrund liegt (zukünftiger Link)

  • Benutzung von Unicode-Text und Stylesheets anstelle von Bildern von Text (zukünftiger Link)

  • Benutzung eines höheren Kontrastwertes bei Linien in Diagrammen (zukünftiger Link)

  • Benutzung eines höheren Kontrastverhältnisses bei rot-schwarzen Text/Hintergrund-Kombinationen

  • Benutzung von Farben, die überwiegend aus mittleren Spektralkomponenten für die hellen und spektralen Extremen (blaue und rote Wellenlängen) für die dunklen Farben zusammengestellt sind

  • Benutzung eines hellen, pastellfarbenen statt eines weißen Hintergrunds hinter schwarzem Text, um einen ausreichenden aber nicht extremen Kontrast zu schaffen (zukünftiger Link)

  • Erstellung von Icons, indem einfache Strichzeichnungen benutzt werden, die den Kontrastregelungen für Text entsprechen (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung eines ausreichenden Farbkontrastes in Diagrammen und Schaubildern (zukünftiger Link)

  • Benutzung eines Kontrastverhältnisses von 3:1 oder höher als Standarddarstellung (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung eines ausreichenden Farbkontrastes für leere Textfelder (zukünftiger Link)

Leiser oder kein Hintergrund-Audioinhalt:

1.4.7 Für aufgezeichneten reinen Audioinhalt, der (1) hauptsächlich Sprache im Vordergrund enthält, (2) kein Audio-CAPTCHA oder ein Audio-Logo ist und (3) bei dem es sich nicht um eine Vokalisierung handelt, die hauptsächlich als musikalischer Ausdruck bestimmt ist wie beispielsweise Singen oder Rappen, gilt mindestens eines der Folgenden: (Stufe AAA)Erfolgskriterium 1.4.7 verstehen

  • Kein Hintergrund: Der Audioinhalt enthält keine Hintergrundgeräusche.

  • Abschalten: Die Hintergrundgeräusche können abgeschaltet werden.

  • 20 dB: Die Hintergrundgeräusche sind mindestens 20 Dezibel leiser als der Sprachinhalt im Vordergrund mit der Ausnahme von gelegentlichen Geräuschen, die nur 1 oder 2 Sekunden andauern.

    Anmerkung: Gemäß der Definition von "Dezibel" sind Hintergrundgeräusche, die diese Anforderung erfüllen, ungefähr viermal so leise wie der Sprachinhalt im Vordergrund.

Empfohlene Techniken für 1.4.7 - Leiser oder kein Hintergrund-Audioinhalt
  • Bereitstellung einer Möglichkeit für Benutzer, die Geräuschpegel von Vorder- und Hintergrundgeräuschen unabhängig voneinander einzustellen (zukünftiger Link)

Visuelle Präsentation:

1.4.8 Für die visuelle Präsentation von Textblöcken gibt es einen Mechanismus, um das Folgende zu erreichen: (Stufe AAA)Erfolgskriterium 1.4.8 verstehen

  1. Vorder- und Hintergrundfarben können vom Benutzer ausgewählt werden.

  2. Die Breite beträgt nicht mehr als 80 Zeichen oder Glyphen (40 wenn es sich um CJK handelt).

  3. Text ist nicht im Blocksatz ausgerichtet (sowohl links- als auch rechtsbündig ausgerichtet).

  4. Der Zeilenabstand ist mindestens 1,5-fach innerhalb von Paragraphen und der Paragraphenabstand ist mindestens 1,5-fach so groß wie der Zeilenabstand.

  5. Die Textgröße kann ohne assistierende Technik bis auf 200 Prozent skaliert werden und zwar so, dass der Leser nicht horizontal scrollen muss, um eine Textzeile in einem bildschirmfüllenden Fenster zu lesen.

Ausreichende Techniken für 1.4.8 - Visuelle Präsentation

Anweisungen: Da dies ein mehrteiliges Erfolgskriterium ist, müssen Sie einen der nummerierten Punkte für jede der unten aufgeführten Bedingungen erfüllen.

Erste Bedingung: Techniken, um sicherzustellen, dass Benutzer Vorder- und Hintergrundfarbe auswählen können
  1. C23: Festlegung der Text- und Hintergrundfarbe von zweitrangigen Inhalten wie Banner, Funktionen und Navigation in CSS während Text- und Hintergrundfarbe des primären Inhalts nicht festgelegt werden (CSS) ODER

  2. C25: Festlegung von Rahmen und Layout in CSS, um Bereiche einer Webseite zu umreißen während Text- und Texthintergrundfarbe nicht festgelegt werden (CSS) ODER

  3. G156: Benutzung einer Technik, die allgemein verfügbare Benutzeragenten hat, welche den Vorder- und Hintergrund von Textblöcken ändern kann ODER

  4. G148: Keine Festlegung von Hintergrundfarbe, Textfarbe und keine Benutzung von Technikfunktionen, die diese Standardeinstellungen ändern ODER

  5. G175: Bereitstellung eines mehrfarbigen Auswahlwerkzeugs auf der Seite für Vorder- und Hintergrundfarben

Zweite Bedingung: Techniken um sicherzustellen, dass die Breite nicht mehr als 80 Zeichen oder Glyphen (40 bei CJK) beträgt
  1. H87: Keine störende Auswirkung auf den Umbruch des Textes im Benutzeragenten, wenn das Ansichtsfenster schmaler gemacht wird (HTML) oder

  2. C20: Benutzung von relativen Maßen, um Spaltenbreiten festzulegen, so dass Zeilen durchschnittlich 80 Zeichen oder weniger haben, wenn der Browser in der Größe verändert wird (CSS)

Dritte Bedingung: Techniken um sicherzustellen, dass Text nicht im Blocksatz ausgerichtet ist (sowohl links- als auch rechtsbündig ausgerichtet)
  1. C19: Festlegung von entweder rechts- ODER linksbündiger Ausrichtung in CSS (CSS) ODER

  2. G172: Bereitstellung eines Mechanismus, um die Ausrichtung eines Textes im Blocksatz zu entfernen ODER

  3. G169: Ausrichtung eines Textes zu nur einer Seite

Vierte Bedingung: Techniken, um sicherzustellen, dass der Zeilenabstand (Durchschuss) mindestens 1,5-fach innerhalb von Paragraphen ist und der Paragraphenabstand mindestens 1,5-fach so groß wie der Zeilenabstand ist
  1. G188: Bereitstellung einer Schaltfläche auf der Seite, um Zeilen- und Paragraphenabstände zu vergrößern ODER

  2. C21: Festlegung des Zeilenabstands in CSS (CSS)

Fünfte Bedingung: Techniken um sicherzustellen, dass die Textgröße ohne assistierende Techniken auf bis zu 200 Prozent skaliert werden kann und zwar so, dass der Leser nicht horizontal scrollen muss, um eine Textzeile in einem bildschirmfüllenden Fenster zu lesen
  1. Keine störende Auswirkung auf den Umbruch des Textes im Benutzeragenten, wenn das Ansichtsfenster schmaler gemacht wird (allgemeiner, zukünftiger Link) ODER

  2. G146: Benutzung eines fließenden Layouts UND Benutzung von Maßen, die relativ zu anderen Maßen im Inhalt sind, indem eine oder mehrere der folgenden Techniken benutzt werden:

  3. C26: Bereitstellung von Optionen innerhalb des Inhalts, um zu einem Layout zu wechseln, bei dem der Benutzer nicht horizontal scrollen muss, um eine Zeile Text zu lesen (CSS)

Empfohlene Techniken für 1.4.8 - Visuelle Präsentation
  • Benutzung eines Hover-Effekts, um einen Paragraphen, Listenelemente oder Tabellenzellen hervorzuheben (HTML, CSS) (zukünftiger Link)

  • Darstellung des Textes in einer serifenlosen Schriftart oder Bereitstellung eines Mechanismus, um dies zu erreichen (CSS) (zukünftiger Link)

  • Benutzung von vertikalen Listen (mit Aufzählungszeichen oder nummeriert) anstelle von Listen innerhalb des Textes (zukünftiger Link)

  • Benutzung von Groß- und Kleinschreibung gemäß der Rechtschreibkonventionen der Textsprache (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung großer Schriftgrößen als Standard (zukünftiger Link)

  • Vermeidung der Benutzung von Text in Rasterbildern (zukünftiger Link)

  • Vermeiden, dass Schriftgrößen kleiner skaliert werden, als die Standardeinstellung des Benutzeragenten (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung von ausreichendem Zwischenraum zwischen Spalten (zukünftiger Link)

  • Vermeidung von zentriertem Text (zukünftiger Link)

  • Vermeidung großer Mengen an kursivem Text (zukünftiger Link)

  • Vermeidung übermäßiger Nutzung von unterschiedlichen Schriftschnitten auf einzelnen Seiten und auf Sites (zukünftiger Link)

  • Links visuell eindeutig machen (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung von erweiterbaren Aufzählungszeichen (zukünftiger Link)

  • Aufzählungspunkte anzeigen / verstecken (zukünftiger Link)

  • em-Leerzeichen oder zwei Leerzeichen hinter Sätze stellen (zukünftiger Link)

Bilder eines Textes (keine Ausnahme):

1.4.9 Bilder eines Textes werden nur rein dekorativ benutzt oder dann, wenn eine bestimmte Präsentation von Text unentbehrlich für die zu vermittelnden Informationen ist. (Stufe AAA)Erfolgskriterium 1.4.9 verstehen

Anmerkung: Wortbildmarken (Text, der Teil eines Logos oder Markennamens ist) werden als unentbehrlich betrachtet.

Empfohlene Techniken für 1.4.9 - Bilder eines Textes (keine Ausnahme)
Allgemeine Techniken für nicht-dekorative Inhalte
  • Benutzung von server-seitigen Scripts, um Bilder eines Text in ihrer Größe zu verändern (zukünftiger Link)

CSS-Techniken

Per Tastatur zugänglich:

Richtlinie 2.1 Sorgen Sie dafür, dass alle Funktionalitäten per Tastatur zugänglich sind. Richtlinie 2.1 verstehen

Tastatur:

2.1.1 Alle Funktionalitäten des Inhalts sind durch eine Tastaturschnittstelle bedienbar, ohne dass eine bestimmte Zeiteinteilung für einzelne Tastenanschläge erforderlich ist, außer wenn die zugrunde liegende Funktion Eingaben verlangt, die vom Pfad der Bewegung des Benutzers und nicht nur von den Endpunkten abhängig sind. (Stufe A)Erfolgskriterium 2.1.1 verstehen

Anmerkung 1: Diese Ausnahme bezieht sich auf die zugrunde liegende Funktion und nicht auf die Eingabetechnik. Wenn zum Beispiel die Handschrift benutzt wird, um Text einzugeben, dann erfordert die Eingabetechnik (Handschrift) eine Pfad-abhängige Eingabe, die darunter liegende Funktion (Texteingabe) benötigt dies aber nicht.

Anmerkung 2: Es ist nicht verboten noch sollte es Sie davon abhalten, eine Maus-Eingabe oder andere Eingabemethoden zusätzlich zur Tastaturbedienung zur Verfügung zu stellen.

Empfohlene Techniken für 2.1.1 - Tastatur
  • Benutzung von XHTML role-, state- und value-Atrributen, wenn statische Elemente als interaktive Bestandteile der Benutzeroberfläche zu einem neuen Zweck genutzt werden (zukünftiger Link) UND SCR29: Hinzufügen von per Tastatur zugänglichen Interaktionen zu statischen HTML-Elementen (Scripting)

  • Bereitstellung von Tastaturkurzbefehlen zu wichtigen Links und Steuerelementen von Formularen (zukünftiger Link)

  • Benutzung einzigartiger Buchstabenkombinationen, um jeden Punkt einer Liste zu beginnen (zukünftiger Link)

  • Auswahl des abstraktesten Event Handlers (zukünftiger Link) (Scripting)

  • Benutzung des Events onactivate (zukünftiger Link) (Scripting)

  • Vermeiden Sie es, in Benutzeragenten gängige Tastaturbefehle für andere Zwecke zu benutzen (zukünftiger Link)

Keine Tastaturfalle:

2.1.2Wenn der Tastaturfokus durch eine Tastaturschnittstelle auf einen Bestandteil der Seite bewegt werden kann, dann kann der Fokus von diesem Bestandteil weg bewegt werden, indem man nur die Tastaturschnittstelle benutzt; wenn man dazu mehr als nicht modifizierte Pfeil- oder Tabulatortasten oder andere übliche Ausstiegsmethoden benutzen muss, dann wird der Benutzer über die Methode zum Bewegen des Fokus informiert. (Stufe A)Erfolgskriterium 2.1.2 verstehen

Anmerkung: Jeglicher Inhalt, der dieses Erfolgskriterium nicht erfüllt, kann die Möglichkeit eines Benutzers beeinträchtigen, die ganze Seite zu nutzen. Daher muss jeglicher Inhalt auf einer Webseite (egal ob er dazu benutzt wird, andere Erfolgskriterien zu erfüllen oder nicht) dieses Erfolgskriterium erfüllen. Lesen Sie Konformitätsbedingung 5: Nicht störend.

Ausreichende Techniken für 2.1.2 - Keine Tastaturfalle
  1. G21: Sicherstellen, dass Benutzer nicht im Inhalt festsitzen

Tastatur (keine Ausnahme):

2.1.3 Alle Funktionalitäten des Inhalts sind durch eine Tastaturschnittstelle bedienbar, ohne dass eine bestimmte Zeiteinteilung für einzelne Tastenanschläge erforderlich ist. (Stufe AAA)Erfolgskriterium 2.1.3 verstehen

Ausreichende Techniken für 2.1.3 - Tastatur (keine Ausnahme)
  1. Für dieses Erfolgskriterium gibt es keine weiteren Techniken. Folgen Sie den Techniken für Erfolgskriterium 2.1.1. Falls dies nicht möglich ist, weil eine analoge, zeitabhängige Eingabe erforderlich ist, dann ist es nicht möglich, dieses Erfolgskriterium der Stufe AAA zu erfüllen.

Ausreichend Zeit:

Richtlinie 2.2 Geben Sie den Benutzern ausreichend Zeit, Inhalte zu lesen und zu benutzen. Richtlinie 2.2 verstehen

Zeiteinteilung anpassbar::

2.2.1 Für jede zeitliche Begrenzung, die vom Inhalt festgelegt wird, gilt mindestens eines der Folgenden: (Stufe A)Erfolgskriterium 2.2.1 verstehen

  • Abschalten: Der Benutzer kann die zeitliche Begrenzung abschalten, bevor er darauf trifft oder

  • Anpassen: Der Benutzer darf die zeitliche Begrenzung anpassen, bevor er darauf trifft, und zwar so weitreichend, dass es sich um die mindestens zehnfache Zeit der Standardeinstellung handelt oder

  • Ausweiten: Der Benutzer wird gewarnt, bevor die Zeit abläuft und bekommt mindestens 20 Sekunden Zeit, um die zeitliche Begrenzung mit einer einfachen Handlung auszuweiten (zum Beispiel: "Drücken Sie die Leertaste") und der Benutzer darf die zeitliche Begrenzung mindestens 10 mal ausweiten oder

  • Echtzeit-Ausnahme: Die zeitliche Begrenzung ist ein erforderlicher Bestandteil eines Echtzeit-Ereignisses (zum Beispiel einer Auktion) und es gibt keine Alternative zur zeitlichen Begrenzung oder

  • Unentbehrliche Ausnahme: Die zeitliche Begrenzung ist unentbehrlich und eine Ausweitung dieser würde die Handlung ungültig machen oder

  • 20 Stunden-Ausnahme: Die zeitliche Begrenzung beträgt mehr als 20 Stunden.

Anmerkung: Dieses Erfolgskriterium hilft dabei sicherzustellen, dass Benutzer Aufgaben beenden können ohne unerwartete Änderungen am Inhalt oder Gesamtzusammenhang, die das Ergebnis einer zeitlichen Begrenzung sind. Dieses Erfolgskriterium sollte zusammen mit Erfolgskriterium 3.2.1 betrachtet werden, welches Änderungen am Inhalt oder am Gesamtzusammenhang als Ergebnis von Benutzerhandlungen begrenzt.

Ausreichende Techniken für 2.2.1 - Zeiteinteilung anpassbar
Situation A: Wenn es zeitliche Begrenzungen bei Sitzungen gibt:
  1. G133: Bereitstellung einer Checkbox auf der ersten Seite eines mehrteiligen Formulars, die es den Benutzern ermöglicht, um längere zeitliche Begrenzungen oder keine zeitliche Begrenzungen bei einer Sitzung zu bitten

  2. G198: Bereitstellung einer Möglichkeit für den Benutzer, die zeitliche Begrenzung abzuschalten

Situation B: Wenn die zeitliche Begrenzung von einem Script auf der Seite gesteuert wird:
  1. G198: Bereitstellung einer Möglichkeit für den Benutzer, die zeitliche Begrenzung abzuschalten

  2. G180: Dem Benutzer eine Mittel zur Verfügung stellen, die zeitliche Begrenzung auf die zehnfache Zeit der Standardeinstellung einzustellen

  3. SCR16: Bereitstellung eines Scripts, das den Benutzer warnt, dass eine zeitliche Begrenzung bald abläuft (Scripting) UND SCR1: Es dem Benutzer ermöglichen, die Standardeinstellung der zeitlichen Begrenzung zu erweitern (Scripting)

Situation C: Wenn es zeitliche Begrenzungen beim Lesen gibt:
  1. G4: Ermöglichen Sie es, Inhalte anzuhalten und vor der Stelle, an der sie angehalten wurden, wieder zu starten

  2. G198: Bereitstellung einer Möglichkeit für den Benutzer, die zeitliche Begrenzung abzuschalten

  3. SCR33: Benutzung eines Scripts, um Inhalte zu scrollen und Bereitstellung eines Mechanismus, dies anzuhalten (Scripting)

  4. SCR36: Bereitstellung eines Mechanismus, um es Benutzern zu ermöglichen, Text, der sich bewegt, der gescrollt wird oder der sich automatisch aktualisiert in einem statischen Fenster oder Bereich anzuzeigen (Scripting)

Empfohlene Techniken für 2.2.1 - Zeiteinteilung anpassbar
  • Benutzung eines Scripts, um den Server abzufragen und den Benutzer zu benachrichtigen, wenn es eine zeitliche Begrenzung gibt (zukünftiger Link) (Scripting)

Pausieren, beenden, ausblenden:

2.2.2 Für sich bewegende, blinkende, scrollende oder sich automatisch aktualisierende Informationen gelten alle folgenden Punkte: (Stufe A)Erfolgskriterium 2.2.2 verstehen

  • Sich bewegend, blinkend, scrollend: Für alle sich bewegenden, blinkenden oder scrollenden Informationen, die (1) automatisch beginnen, (2) länger als 5 Sekunden dauern und (3) parallel zu anderen Inhalten dargestellt werden, gibt es einen Mechanismus für den Benutzer, um diese zu pausieren, zu beenden oder auszublenden außer die Bewegung, das Blinken oder das Scrollen ist Teil einer Handlung, bei der es unentbehrlich ist und

  • Automatische Aktualisierung: Für alle sich automatisch aktualisierenden Informationen, die (1) automatisch beginnen und (2) parallel mit anderen Inhalten dargestellt werden, gibt es einen Mechanismus, damit der Benutzer die Aktualisierung pausieren, beenden oder ausblenden oder die Häufigkeit der Aktualisierung kontrollieren kann, außer die automatische Aktualisierung ist Teil einer Handlung, bei der sie unentbehrlich ist.

Anmerkung 1: Für Anforderungen in Bezug auf flackernden oder blitzenden Inhalt beachten Sie Richtlinie 2.3.

Anmerkung 2: Jeglicher Inhalt, der dieses Erfolgskriterium nicht erfüllt, kann die Möglichkeit eines Benutzers beeinträchtigen, die ganze Seite zu nutzen. Daher muss jeglicher Inhalt auf einer Webseite (egal ob er dazu benutzt wird, andere Erfolgskriterien zu erfüllen oder nicht) dieses Erfolgskriterium erfüllen. Lesen Sie Konformitätsbedingung 5: Nicht störend.

Anmerkung 3: Inhalt, der regelmäßig durch Software aktualisiert oder zum Benutzeragenten gestreamt wird, muss Informationen, die zwischen dem Beginn der Pause und der Wiederaufnahme der Präsentation generiert oder erhalten werden, nicht aufrechterhalten oder anzeigen, da dies möglicherweise technisch nicht möglich ist und es in vielen Situationen irreführend sein könnte, dies zu tun.

Note 4: Eine Animation, die als Teil einer Vorlade-Phase oder einer ähnlichen Situation entsteht, kann als unentbehrlich angesehen werden, wenn für alle Benutzer während dieser Phase keine Interaktion stattfinden kann und wenn es Benutzer verwirren könnte oder dazu führen könnte, dass sie denken, dass der Inhalt eingefroren oder defekt ist, wenn der Fortschritt nicht angezeigt wird.

Empfohlene Techniken für 2.2.2 - Pausieren, beenden, ausblenden
  • Bereitstellung eines Mechanismus, um alle blinkenden Inhalte innerhalb einer Webseite anzuhalten (zukünftiger Link)

  • Dem Benutzer eine Möglichkeit geben, alle sich bewegenden Inhalte zu beenden, auch wenn diese automatisch innerhalb von 5 Sekunden beendet werden (zukünftiger Link)

Keine Zeiteinteilung:

2.2.3 Die Zeiteinteilung ist kein unentbehrlicher Teil eines vom Inhalt dargestellten Ereignisses oder einer Handlung außer bei nicht-interaktiven synchronisierten Medien und Echtzeit-Ereignissen. (Stufe AAA)Erfolgskriterium 2.2.3 verstehen

Unterbrechungen:

2.2.4 Unterbrechungen können vom Benutzer aufgeschoben oder unterdrückt werden mit Ausnahme von Unterbrechungen, bei denen es sich um einen Notfall handelt. (Stufe AAA)Erfolgskriterium 2.2.4 verstehen

Erneute Authentifizierung:

2.2.5 Wenn eine authentifizierte Sitzung abläuft, kann der Benutzer die Handlung nach der erneuten Authentifizierung ohne Datenverlust fortführen. (Stufe AAA)Erfolgskriterium 2.2.5 verstehen

Ausreichende Techniken für 2.2.5 - Erneute Authentifizierung
  1. Bereitstellung von Optionen, um ohne Datenverlust fortzufahren, indem eine der folgenden Techniken benutzt wird:

Anmerkung: Lesen Sie Techniken, um Erfolgskriterium 2.2.1 zu adressieren für Techniken in Zusammenhang mit der Bereitstellung von Benachrichtigungen über zeitliche Begrenzungen.

Anfälle:

Richtlinie 2.3 Gestalten Sie Inhalte nicht auf Arten, von denen bekannt ist, dass sie zu Anfällen führen. Richtlinie 2.3 verstehen

Empfohlene Techniken für Richtlinie 2.3

Grenzwert von dreimaligem Blinken oder weniger:

2.3.1 Webseiten enthalten nichts, was öfter als dreimal in einem beliebigen, eine Sekunde dauernden Zeitraum blitzt, oder der Blitz ist unterhalb der allgemeinen Grenzwerte zu Blitzen und roten Blitzen. (Stufe A)Erfolgskriterium 2.3.1 verstehen

Anmerkung: Jeglicher Inhalt, der dieses Erfolgskriterium nicht erfüllt, kann die Möglichkeit eines Benutzers beeinträchtigen, die ganze Seite zu nutzen. Daher muss jeglicher Inhalt auf einer Webseite (egal ob er dazu benutzt wird, andere Erfolgskriterien zu erfüllen oder nicht) dieses Erfolgskriterium erfüllen. Lesen Sie Konformitätsbedingung 5: Nicht störend.

Empfohlene Techniken für 2.3.1 - Grenzwert von dreimaligem Blinken oder weniger
  • Reduzierung des Kontrastes für jegliche blitzende Inhalte (zukünftiger Link)

  • Vermeidung von vollkommen gesättigten Rot-Tönen bei jeglichen blitzenden Inhalten (zukünftiger Link)

  • Reduzierung der Anzahl an Blitzen, auch wenn diese nicht die Grenzwerte verletzen (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung eines Mechanismus, um jegliches Blitzen von Inhalten vor dem Beginn des Blitzens zu unterdrücken (zukünftiger Link)

  • Verlangsamung von live-Material, um schnelle Blitze zu vermeiden (wie in Blitzlampen) (zukünftiger Link)

  • Vorübergehendes Einfrieren eines Bildes, wenn mehr als drei Blitze innerhalb eines Zeitraums von 1 Sekunde entdeckt werden (zukünftiger Link)

  • Absenken des Kontrastverhältnisses, wenn drei Blitze innerhalb eines Zeitraums von 1 Sekunde entdeckt werden (zukünftiger Link)

Drei Blitze:

2.3.2 Webseiten enthalten nichts, das öfter als dreimal in einem beliebigen, eine Sekunde dauernden Zeitraum blitzt. (Stufe AAA)Erfolgskriterium 2.3.2 verstehen

Empfohlene Techniken für 2.3.2 - Drei Blitze
  • Reduzierung des Kontrastes für jegliche blitzende Inhalte (zukünftiger Link)

  • Vermeidung von vollkommen gesättigten Rot-Tönen bei jeglichen blitzenden Inhalten (zukünftiger Link)

  • Reduzierung der Anzahl an Blitzen, auch wenn die Grenzwerte nicht verletzt werden (zukünftiger Link)

  • Verlangsamung von live-Material, um schnelle Blitze zu vermeiden (wie in Blitzlampen) (zukünftiger Link)

  • Vorübergehendes Einfrieren eines Bildes, wenn mehr als drei Blitze innerhalb eines Zeitraums von 1 Sekunde entdeckt werden (zukünftiger Link)

  • Absenken des Kontrastverhältnisses, wenn drei Blitze innerhalb eines Zeitraums von 1 Sekunde entdeckt werden (zukünftiger Link)

Richtlinie 2.4 Stellen Sie Mittel zur Verfügung, um Benutzer dabei zu unterstützen zu navigieren, Inhalte zu finden und zu bestimmen, wo sie sich befinden. Richtlinie 2.4 verstehen

  • Bereitstellung eines Zugangs per Tastatur zu wichtigen Links und Formular-Steuerelementen (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung von "Skip Links", um die Navigation auf der Seite zu verbessern (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung von Access Keys (zukünftiger Link)

  • Benutzung von die Barrierefreiheit unterstützenden Techniken, die eine strukturierte Navigation durch Benutzeragenten und assistierende Techniken zulassen (zukünftiger Link)

  • C6: Positionierung von Inhalten basierend auf strukturellem Markup (CSS)

  1. G88: Bereitstellung beschreibender Titel für Webseiten UND Verknüpfung eines Titels mit einer Webseite, indem eine der folgenden Techniken benutzt wird:

  • Bereitstellung eines deutlich erkennbaren Mechanismus zur Hervorhebung von Links oder Steuerelemente, wenn sie den Tastaturfokus bekommen (zukünftiger Link)

  • Erstellung alternativer Reihenfolgen zur Darstellung (zukünftiger Link)

  1. G91: Bereitstellung eines Linktextes, der den Zweck eines Links beschreibt

  2. Es dem Benutzer erlauben, zwischen kurzen und langen Linktexten zu wählen, indem eine der unten genannten technik-spezifischen Techniken benutzt werden:

  3. G53: Kennzeichnung des Linkzwecks, indem der Linktext zusammen mit dem Text des einschließenden Satzes benutzt wird

  4. Bereitstellung einer ergänzenden Beschreibung des Linkzwecks, indem eine der folgenden Techniken benutzt wird:

  5. Kennzeichnung des Linkzwecks, indem der Linktext zusammen mit seinem durch Software bestimmten Link-Kontext benutzt wird. Dies macht man durch die Benutzung einer der folgenden Techniken:

Anmerkung: Da es in vielen Benutzeragenten umfangreiche Einschränkungen in der Unterstützung des Zugriffs auf das title-Attribut gibt, sollten Autoren bei der Anwendung dieser Technik Vorsicht walten lassen. Aus diesem Grund wird es vorgezogen, dass Autoren Technik C7: Benutzung von CSS, um einen Teil des Linktextes auszublenden (CSS) oder H30: Bereitstellung eines Linktextes, der den Zweck eines Links bei anchor-Elementen beschreibt (HTML) benutzen.

  1. G130: Bereitstellung beschreibender Überschriften

  2. G131: Bereitstellung beschreibender Labels

Anmerkung: Überschriften und Labels müssen durch Software bestimmt sein, durch Erfolgskriterium 1.3.1.

  • Benutzung von einmaligen Abschnittsüberschriften auf einer Webseite (zukünftiger Link)

  • Beginn der Abschnittsüberschriften mit einmaligen Informationen (zukünftiger Link)

  • Hervorhebung eines Links oder Steuerelements, wenn die Maus darüber schwebt (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung eines deutlich erkennbaren Mechanismus zur Hervorhebung von Links oder Steuerelemente, wenn sie den Tastaturfokus bekommen (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung eines Links zur Homepage oder Hauptseite (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung einer leicht zu lesenden Version mit Informationen zur Gliederung eines Satzes von Webseiten (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung einer Version in Gebärdensprache mit Informationen zur Gliederung eines Satzes von Webseiten (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung einer leicht zu lesenden Zusammenfassung am beginn jedes Inhaltsabschnitts (zukünftiger Link)

  1. G91: Bereitstellung eines Linktextes, der den Zweck des Links beschreibt, indem eine der folgenden Techniken benutzt wird:

  2. Es dem Benutzer erlauben, zwischen kurzen und langen Linktexten zu wählen, indem eine der unten genannten technik-spezifischen Techniken benutzt werden:

  3. Bereitstellung einer ergänzenden Beschreibung des Linkzwecks, indem eine der folgenden Techniken benutzt wird:

  1. G141: Gliederung einer Seite durch die Benutzung von Überschriften

  • Benutzung der 'live'-Eigenschaft, um live-Bereiche zu markieren (zukünftiger Link) (ARIA)

  • Bereitstellung eines Mechanismus, um zu den unterschiedlichen Inhaltsabschnitten einer Webseite zu navigieren (zukünftiger Link)

Lesbar:

Richtlinie 3.1 Machen Sie Inhalt lesbar und verständlich. Richtlinie 3.1 verstehen

Empfohlene Techniken für Richtlinie 3.1

Sprache der Seite:

3.1.1 Die voreingestellte menschliche Sprache jeder Webseite kann durch Software bestimmt werden. (Stufe A)Erfolgskriterium 3.1.1 verstehen

Ausreichende Techniken für 3.1.1 - Sprache der Seite
  1. Kennzeichnung der voreingestellte(n) menschlichen Sprache(n), indem eine der folgenden Techniken benutzt wird:

Empfohlene Techniken für 3.1.1 - Sprache der Seite
  • Angabe der voreingestellten Sprache im HTTP header (zukünftiger Link)

  • Benutzung von http oder des Content-Language Meta-Tags für Metadaten (zukünftiger Link)

Sprache von Teilen:

3.1.2 Die menschliche Sprache jedes Abschnitts oder jedes Satzes im Inhalt kann durch Software bestimmt werden außer bei Eigennamen, technischen Fachbegriffen, Wörtern einer unklaren Sprache und Wörtern oder Wendungen, die Teil des Jargons des direkt umliegenden Textes geworden sind. (Stufe AA)Erfolgskriterium 3.1.2 verstehen

Ausreichende Techniken für 3.1.2 - Sprache von Teilen
  1. Kennzeichnung von Änderungen der menschlichen Sprache, indem eine der folgenden Techniken benutzt wird:

Empfohlene Techniken für 3.1.2 - Sprache von Teilen
  • Text, der nicht in der voreingestellten menschlichen Sprache der Webseite ist, visuell deutlich machen (zukünftiger Link)

  • Angabe der Namen jeglicher Sprachen, die in den fremdländischen Abschnitten oder Ausdrücken benutzt werden (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung von Sprachauszeichnung bei Eigennamen, um die korrekte Aussprache in Screenreadern zu erleichtern (zukünftiger Link)

Ungewöhnliche Wörter:

3.1.3 es gibt einen Mechanismus, um spezielle Definitionen von Wörtern oder Wendungen zu erkennen, die auf ungewöhnliche oder eingeschränkte Weise benutzt werden, Idiome und Jargon eingeschlossen. (Stufe AAA)Erfolgskriterium 3.1.3 verstehen

Ausreichende Techniken für 3.1.3 - Ungewöhnliche Wörter
Situation A: Wenn das Wort oder der Ausdruck eine ungewöhnliche Bedeutung innerhalb der Webseite hat:
  1. G101: Bereitstellung der Definition des auf ungewöhnliche oder eingeschränkte Weise benutzen Wortes oder Ausdrucks an der Stelle, an der es zum ersten Mal auf einer Webseite auftritt, indem eine der folgenden Techniken benutzt wird:

  2. G101: Bereitstellung der Definition des auf ungewöhnliche oder eingeschränkte Weise benutzen Wortes oder Ausdrucks an jeder Stelle, an der es auf der Webseite auftritt, indem eine der folgenden Techniken benutzt wird:

Situation B: Wenn das Wort oder der Ausdruck innerhalb der gleichen Webseite unterschiedliche Bedeutungen hat:
  1. G101: Bereitstellung der Definition des auf ungewöhnliche oder eingeschränkte Weise benutzen Wortes oder Ausdrucks an jeder Stelle, an der es auf der Webseite auftritt, indem eine der folgenden Techniken benutzt wird:

Empfohlene Techniken für 3.1.3 - Ungewöhnliche Wörter
  • Benutzung von Markup und visueller Formatierung, um Benutzern zu helfen, Wörter, die eine besondere Bedeutung haben, zu erkennen (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung einer sprachaktivierten Wörterbuch-Suche, so dass Benutzer, die Schwierigkeiten beim Tippen oder bei der Rechtschreibung haben, das Wort, dessen Definition sie benötigen, sprechen können (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung eines Wörterbuchs in Gebärdensprache, um gehörlosen Benutzern zu helfen, die notwendigen Definitionen zu finden (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung eines Mechanismus zur Auffindung von Definitionen aller Wörter im Textinhalt (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung eines Mechanismus, um die Bedeutung jedes Wortes oder jedes Ausdrucks im Textinhalt zu bestimmen (zukünftiger Link)

  • Vermeidung von ungebräuchlichen, fremdländischen Worten (zukünftiger Link)

  • Benutzung einer Reihe von Wörterbüchern auf kaskadierende Art, um Bedeutungen bereitzustellen (zukünftiger Link)

Abkürzungen:

3.1.4 Es gibt einen Mechanismus >, um die ausgeschriebene Form oder Bedeutung von Abkürzungen zu erkennen. (Stufe AAA)Erfolgskriterium 3.1.4 verstehen

Ausreichende Techniken für 3.1.4 - Abkürzungen
Situation A: Wenn die Abkürzung innerhalb der Webseite nur eine Bedeutung hat:
  1. G102: Bereitstellung der ausgeschriebenen Form oder der Erklärung einer Abkürzung an der Stelle, an der sie zum ersten Mal auf einer Webseite auftritt, indem eine der folgenden Techniken benutzt wird:

  2. G102: Bereitstellung der ausgeschriebenen Form oder der Erklärung einer Abkürzung an allen Stellen, an denen sie auf der Webseite auftreten, indem eine der folgenden Techniken benutzt wird:

Situation B: Wenn die Abkürzung unterschiedliche Bedeutungen innerhalb ein und derselben Webseite hat:
  1. G102: Bereitstellung der ausgeschriebenen Form oder der Erklärung einer Abkürzung an allen Stellen, an denen die Abkürzungen auftreten, indem eine der folgenden Techniken benutzt wird:

Empfohlene Techniken für 3.1.4 - Abkürzungen
  • Benutzung von unverwechselbaren Abkürzungen auf einer Webseite (zukünftiger Link)

  • Benutzung von visueller Formatierung, um Benutzern zu helfen, Abkürzungen zu erkennen (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung der Zugriffs auf ein sprechendes Wörterbuch, um Benutzer zu unterstützen, die Schwierigkeiten haben, geschriebene Definitionen zu entschlüsseln (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung einer sprachaktivierten Wörterbuch-Suche, so dass Benutzer, die Schwierigkeiten beim Tippen oder bei der Rechtschreibung haben, das Wort, dessen Definition sie benötigen, sprechen können (zukünftiger Link)

Leseniveau:

3.1.5 Wenn der Text nach der Entfernung von Eigennamen und Titeln Lesefähigkeiten voraussetzt, die über das Niveau der niedrigen, sekundären Schulbildung hinausgehen, dann gibt es ergänzenden Inhalt oder eine Version die keine über die niedrige, sekundäre Schulbildung hinausgehenden Lesefähigkeiten verlangt. (Stufe AAA)Erfolgskriterium 3.1.5 verstehen

Ausreichende Techniken für 3.1.5 - Leseniveau
  1. G86: Bereitstellung einer Zusammenfassung in Textform, die Lesefähigkeiten voraussetzt, die nicht so fortgeschritten sind wie die höhere, sekundäre Schulbildung

  2. G103: Bereitstellung visueller Illustrationen, Bilder und Symbole, die helfen, Konzepte, Ereignisse und Prozesse zu erklären

  3. G79: Bereitstellung einer gesprochenen Version des Textes

  4. G153: Den Text leichter lesbar machen

  5. G160: Bereitstellung einer Version in Gebärdensprache über Informationen, Konzepte und Prozesse, die verstanden werden müssen, um den Inhalt nutzen zu können

Anmerkung: Unterschiedliche Sites können dieses Erfolgskriterium auf unterschiedliche Arten behandeln. Eine Audioversion des Inhalts kann für einige Benutzer hilfreich sein. Für einige gehörlose Menschen kann eine Version der Seite in Gebärdensprache leichter zu verstehen sein als die Version in geschriebener Sprache, da die Gebärdensprache ihre Muttersprache sein kann. Einige Sites können entscheiden, beides oder andere Kombinationen zu machen. Keine Technik wird allen Benutzern, die Schwierigkeiten haben, helfen. Daher werden hier unterschiedliche Techniken als ausreichende Techniken für Autoren zur Verfügung gestellt, die versuchen, ihre Sites barrierefreier zu machen. Jede der oben genannten nummerierten Techniken oder Kombinationen kann von einer bestimmten Site benutzt werden und dies wird von der Arbeitsgruppe als ausreichend betrachtet.

Empfohlene Techniken für 3.1.5 - Leseniveau
  • Bereitstellung von Text für Navigations- und Lande-Seiten (landing sites), der Lesefähigkeiten voraussetzt, die nicht so fortgeschritten sind wie die niedrige, sekundäre Schulbildung (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung von Text für Innenseiten, der Lesefähigkeiten auf dem Niveau der niedrigen, sekundären Schulbildung voraussetzt (zukünftiger Link)

  • Zusammenfassungen des Inhalts in den Metadaten einfügen (zukünftiger Link)

  • Benutzung der klarsten und einfachsten Sprache, die für den Inhalt angemessen ist (zukünftiger Link)

  • Benutzung von RDF, um Ergänzungen mit dem primären Inhalt zu verbinden (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung eines deutlichen, repräsentativen Bildes auf der Homepage der Site (zukünftiger Link)

  • Deutliche Markierung - mit Hilfe von Text oder Icons - von Inhalten, die für das einfache Lesen optimiert wurden (zukünftiger Link)

  • Benutzung von Sätzen, die keine redundanten Wörter enthalten, das heißt Wörter, die nicht die Bedeutung des Satzes ändern (zukünftiger Link)

  • Benutzung von Sätzen, die nicht mehr als zwei Konjunktionen enthalten (zukünftiger Link)

  • Benutzung von Sätzen, die nicht länger sind als die typischerweise akzeptierte Länge für die sekundäre Schulbildung (Anmerkung: Im Englischen sind das 25 Wörter) (zukünftiger Link)

  • Benutzung von Sätzen, die keine komplexen Wörter oder Ausdrücke enthalten, die durch gebräuchlichere Wörter ersetzt werden können, ohne dass die Bedeutung des Satzes verändert wird (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung von Zusammenfassungen für unterschiedliche Textabschnitte (zukünftiger Link)

  • Benutzung von Metadaten, um Alternativen auf unterschiedlichem Leseniveau zu verknüpfen. (zukünftiger Link)

  • Benutzung des Dublin Core Accessibility-Elementes, um Textinhalt mit Ergänzungen in Text-, grafischer oder gesprochener Form zu verbinden (zukünftiger Link)

  • Benutzung des ISO AfA Accessibility-Elements, um Textinhalt mit Ergänzungen in Text-, grafischer oder gesprochener Form zu verbinden (zukünftiger Link)

  • Benutzung des IMS Accessibility-Elements, um Textinhalt mit Ergänzungen in Text-, grafischer oder gesprochener Form zu verbinden (zukünftiger Link)

  • Metadaten für Menschen sichtbar machen (zukünftiger Link)

    • BEISPIEL: Bereitstellung von URI(s) - in den Metadaten -, die auf ein auf einem Vorschul-Leseniveau und auf primärem Leseniveau gehaltenes Text-Transkript eines Artikels über eine neue wissenschaftliche Entdeckung auf hohem Leseniveau hinweisen.

Aussprache:

3.1.6 Es gibt einen Mechanismus, um die bestimmte Aussprache von Wörtern zu erkennen, wenn die Bedeutung der Wörter - im Zusammenhang - mehrdeutig ist, wenn man die Aussprache nicht kennt. (Stufe AAA)Erfolgskriterium 3.1.6 verstehen

Ausreichende Techniken für 3.1.6 - Aussprache
  1. G120: Bereitstellung der Aussprache unmittelbar nach dem Wort

  2. G121: Verlinkung zur Aussprache

  3. G62: Bereitstellung eines Glossars, in dem Informationen zur Aussprache von Wörtern, die eine ungewöhnliche Aussprache im Inhalt haben und deren Bedeutung von der Aussprache abhängt, enthalten sind

  4. Bereitstellung von Informationen zur Aussprache, indem eine unten genannte technik-spezifische Technik benutzt wird

Empfohlene Techniken für 3.1.6 - Aussprache
  • Bereitstellung der Aussprache in einer Sprachlaut-Datei, so das sich Benutzer die Aussprache des Wortes anhören können (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung eines Mechanismus, um die Aussprache für alle fremdartigen Wörter im Textinhalt zu finden (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung eines Mechanismus, um die Aussprache jedes Wortes oder Ausdrucks im Textinhalt zu bestimmen (zukünftiger Link)

Vorhersehbar:

Richtlinie 3.2 Sorgen Sie dafür, dass Webseiten vorhersehbar aussehen und funktionieren. Richtlinie 3.2 verstehen

Empfohlene Techniken für Richtlinie 3.2

Bei Fokus:

3.2.1 Wenn irgendein Bestandteil den Fokus erhält, dann löst dies nicht eine Änderung des Kontextes aus. (Stufe A)Erfolgskriterium 3.2.1 verstehen

Ausreichende Techniken für 3.2.1 - Bei Fokus
  1. G107: Benutzung von "activate" statt "focus" als Auslöser für Änderungen des Kontextes

Anmerkung: Eine Änderung des Inhalts ist nicht immer eine Änderung des Kontextes. Dieses Erfolgskriterium wird automatisch erfüllt, wenn Änderungen im Inhalt nicht auch Änderungen des Kontextes sind.

Empfohlene Techniken für 3.2.1 - Bei Fokus
  • Kein Auslösen anhaltender Änderungen von state oder value, wenn ein Bestandteil den Fokus erhält oder Bereitstellung einer alternativen Möglichkeit, jegliche Änderungen zurück zu setzen (zukünftiger Link)

  • Öffnen neuer Fenster nur, wenn dies aus Sicht der Barrierefreiheit am Besten ist (zukünftiger Link)

  • Vorwarnen der Benutzer, wenn ein neues Fenster geöffnet wird. (zukünftiger Link)

Bei Eingabe:

3.2.2 Die Änderung der Einstellung irgendeines Bestandteils der Benutzerschnittstelle führt nicht automatisch zur Änderung des Kontextes, außer der Benutzer wurde vor Benutzung des Bestandteils auf das Verhalten hingewiesen. (Stufe A)Erfolgskriterium 3.2.2 verstehen

Ausreichende Techniken für 3.2.2 - Bei Eingabe
  1. G80: Bereitstellung einer submit-Schaltfläche, um eine Änderung zu Kontextes einzuleiten, indem eine der unten aufgeführten technik-spezifischen Techniken benutzt wird

  2. G13: Beschreiben, was passieren wird, bevor eine Änderung an einem Formular-Steuerelement vorgenommen wird, die eine Änderung des Kontextes auslösen wird

Anmerkung: Eine Änderung des Inhalts ist nicht immer eine Änderung des Kontextes. Dieses Erfolgskriterium wird automatisch erfüllt, wenn Änderungen im Inhalt nicht auch Änderungen des Kontextes sind.

Empfohlene Techniken für 3.2.2 - Bei Eingabe
  • Vorwarnen der Benutzer, wenn ein neues Fenster geöffnet wird. (zukünftiger Link)

Konsistente Navigation:

3.2.3 Navigationsmechanismen, die auf mehreren Webseiten innerhalb eines Satzes von Webseiten wiederholt werden, treten jedes Mal, wenn sie wiederholt werden, in der gleichen relativen Reihenfolge auf, außer eine Änderung wird durch den Benutzer ausgelöst. (Stufe AA)Erfolgskriterium 3.2.3 verstehen

Empfohlene Techniken für 3.2.3 - Konsistente Navigation
  • Benutzung von Vorlagen, um die Konsistenz über mehrere Webseiten hinweg sicherzustellen (zukünftiger Link)

  • Erstellung von Layout, Positionierung, Layering und Ausrichtung (zukünftiger Link)

Konsistente Erkennung:

3.2.4 Bestandteile mit der gleichen Funktionalität innerhalb eines Satzes von Webseiten werden konsistent erkannt. (Stufe AA)Erfolgskriterium 3.2.4 verstehen

Ausreichende Techniken für 3.2.4 - Konsistente Erkennung
  1. G197: Konsistente Benutzung von Labeln, Namen und Textalternativen bei Inhalt, der die gleiche Funktionalität hat UND Beachtung der ausreichenden Techniken für Erfolgskriterium 1.1.1 und der ausreichenden Techniken für Erfolgskriterium 4.1.2 für die Bereitstellung von Labeln, Namen und Textalternativen.

Anmerkung 1: Textalternativen, die "konsistent" sind, sind nicht immer "identisch". Sie können zum Beispiel einen grafischen Pfeil am unteren Ende einer Webseite haben, der zur nächsten Webseite verlinkt. Die Textalternative könnte heißen "Gehe zu Seite 4". Es wäre natürlich nicht passend, genau diese Textalternative auf der nächsten Webseite zu wiederholen. Es wäre passender zu sagen "Gehe zu Seite 5". Obwohl diese Textalternativen nicht identisch wären, wären sie dennoch konsistent und würden damit dieses Erfolgskriterium erfüllen.

Anmerkung 2: Ein einzelnes Element mit Nicht-Text-Inhalt kann benutzt werden, um unterschiedlichen Funktionen zu dienen. In solchen Fällen sind verschiedene Textalternativen notwendig und sollten benutzt werden. Beispiele finden Sie üblicherweise bei der Benutzung von Icons wie Häkchen, Kreuzen und Verkehrszeichen. Ihre Funktionen können unterschiedlich sein, abhängig vom Kontext der Webseite. Ein Icon mit Häkchen kann, abhängig von der Situation, als "genehmigt", "vollständig" oder "eingeschlossen" dienen, um ein paar zu nennen. Die Benutzung des Häkchens als Textalternative über alle Webseiten hinweg hilft den Benutzern nicht, die Funktion des Icons zu verstehen. Unterschiedliche Textalternativen können benutzt werden, wenn der gleiche Nicht-Text-Inhalt mehreren Funktionen dient.

Empfohlene Techniken für 3.2.4 - Konsistente Erkennung
  • Sicherstellen, dass die Textalternative die Funktion des Bestandteils und das, was passiert, wenn der Benutzer es aktiviert, vermittelt (zukünftiger Link)

  • Benutzung des gleichen Nicht-Text-Inhalts für eine bestimmte Funktion wann immer dies möglich ist (zukünftiger Link)

Änderung auf Anfrage:

3.2.5 Änderungen des Kontextes werden nur durch Benutzeranfrage ausgelöst oder es gibt einen Mechanismus, um solche Änderungen abzuschalten. (Stufe AAA)Erfolgskriterium 3.2.5 verstehen

Ausreichende Techniken für 3.2.5 - Änderung auf Anfrage
Situation A: Wenn sich eine Webseite automatisch aktualisiert:
  1. G76: Bereitstellung eines Mechanismus, um die Aktualisierung von Inhalten anzufordern statt einer automatischen Aktualisierung

Situation B: Wenn automatische Umleitungen möglich sind:
  1. SVR1: Server-seitige statt client-seitige Implementierung automatischer Umleitungen (SERVER)

  2. G110: Benutzung einer sofortigen, client-seitigen Umleitung, indem eine der folgenden Techniken benutzt wird:

Situation C: Wenn die Webseite ein Pop-Up-Fenster benutzt:
  1. Einbeziehen von Pop-Up-Fenstern, indem eine der folgenden Techniken benutzt wird:

Situation D: Wenn ein onchange-Event auf einem ausgewählten Element benutzt wird:
  1. SCR19: Benutzung eines onchange-Events auf einem ausgewählten Element, ohne eine Änderung des Kontextes auszulösen (Scripting)

Empfohlene Techniken für 3.2.5 - Änderung auf Anfrage
  • Öffnen neuer Fenster durch die Bereitstellung normaler Hyperlinks ohne target-Attribut (zukünftiger Link), weil viele Benutzeragenten es den Benutzern erlauben, Links in einem anderen Fenster oder Tab zu öffnen.

  • Öffnen neuer Fenster nur, wenn dies aus Sicht der Barrierefreiheit am Besten ist (zukünftiger Link)

Hilfestellung bei der Eingabe:

Richtlinie 3.3 Helfen Sie den Benutzern dabei, Fehler zu vermeiden und zu korrigieren. Richtlinie 3.3 verstehen

Fehlererkennung:

3.3.1 Wenn ein Eingabefehler automatisch erkannt wird, dann wird das fehlerhafte Element identifiziert und der Fehler wird dem Benutzer in Textform beschrieben. (Stufe A)Erfolgskriterium 3.3.1 verstehen

Empfohlene Techniken für 3.3.1 - Fehlererkennung

Beschriftungen (Labels) oder Anweisungen:

3.3.2 Wenn der Inhalt eine Eingabe durch den Benutzer verlangt, werden Beschriftungen (Labels) oder Anweisungen bereitgestellt. (Stufe A)Erfolgskriterium 3.3.2 verstehen

Fehlerempfehlung:

3.3.3 Wenn ein Eingabefehler automatisch erkannt wird und Korrekturempfehlungen bekannt sind, dann werden diese Empfehlungen dem Benutzer bereitgestellt, außer dies würde die Sicherheit oder den Zweck des Inhalts gefährden. (Stufe AA)Erfolgskriterium 3.3.3 verstehen

Empfohlene Techniken für 3.3.3 - Fehlerempfehlung
  • G139: Erstellung eines Mechanismus, der es Benutzern erlaubt, zu den Fehlern zu springen

  • Machen Sie Fehlermeldungen leicht verständlich und unterscheidbar von anderem Text auf der Webseite (zukünftiger Link)

  • Gültigkeitsprüfung von abgeschickten Formularen auf dem Server (zukünftiger Link)

  • Wenn obligatorische Informationen nicht eingegeben wurden, einschließlich Beschreibungen oder Beispiele mit korrekten Informationen zusätzlich zur Identifikation des Feldes als obligatorisch (zukünftiger Link)

  • Wiederholung und Verdeutlichung von Vorschlägen zur Korrektur jedes Eingabefehlers im Kontext seines Formularfeldes (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung einer Möglichkeit für den Benutzer, von jedem Punkt auf der Liste der Vorschläge zu dem dazugehörigen Formularfeld zu springen (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung zusätzlicher kontextbezogener Hilfe für das zu ändernde Formularfeld (zukünftiger Link)

  • Annahme von Eingabedaten in einer Vielzahl von Formaten (zukünftiger Link)

  • G199: Bereitstellung einer Erfolgsmeldung, wenn Daten erfolgreich verschickt wurden

Techniken, um dem Benutzer Empfehlungen zur Verfügung zu stellen (empfohlen)
  • Bereitstellung einer Textbeschreibung, die Informationen zu der Anzahl an Eingabefehlern, zu den Korrekturvorschlägen zu jedem Punkt und Anweisungen dazu enthält, wie fortzufahren ist (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung einer Textbeschreibung, die Korrekturvorschläge als ersten Punkt (oder einen der ersten Punkte) des Inhalts enthält oder diese Informationen im Inhalt hervorhebt (zukünftiger Link)

  • Anzeige der Fehler und Vorschläge im Kontext des ursprünglichen Formulars (zum Beispiel erneute Anzeige eines Formulars, wobei Eingabefehler und Empfehlungen zur Korrektur hervorgehoben und im Kontext des ursprünglichen Formulars angezeigt werden) (zukünftiger Link)

HTML-Techniken (empfohlen)
  • Bereitstellung "korrekter Beispiele" für Daten und Datenformate als anfänglicher Text in Pflichtfeldern von Formularen (zukünftiger Link)

  • Bereitstellung von Links zu empfohlenem Korrekturtext "nahe bei" Formularfeldern oder Bereitstellung des empfohlenen Korrekturtextes selbst direkt auf der Webseite "neben" Formularfeldern (zukünftiger Link)

Client-seitige Scripting-Techniken (empfohlen)
ARIA-Techniken (empfohlen)

Fehlervermeidung (rechtliche, finanzielle, Daten):

3.3.4 Für Webseiten, die eine für den Benutzer auftretende rechtliche Verpflichtung oder finanzielle Transaktion zur Folge haben, die Benutzer-gesteuerte Daten in Datenspeicherungssystemen ändern oder löschen oder die Testantworten des Benutzers abschicken, gilt mindestens eines der Folgenden: (Stufe AA)Erfolgskriterium 3.3.4 verstehen

  1. Reversibel: Versendete Daten sind reversibel.

  2. Geprüft: Vom Benutzer eingegebene Daten werden auf Eingabefehler überprüft und der Benutzer erhält die Gelegenheit, diese zu korrigieren.

  3. Bestätigt: Es gibt einen Mechanismus, um Informationen zu überprüfen, zu bestätigen und zu korrigieren, bevor sie endgültig abgesendet werden.

Empfohlene Techniken für 3.3.4 - Fehlervermeidung (rechtliche, finanzielle, Daten)
Empfohlene Techniken für 3.3.5 - Hilfe

Fehlervermeidung (alle):

3.3.6 Für Webseiten, die verlangen, dass der Benutzer Informationen absendet, gilt mindestens eines der Folgenden: (Stufe AAA)Erfolgskriterium 3.3.6 verstehen

  1. Reversibel: Versendete Daten sind reversibel.

  2. Geprüft: Vom Benutzer eingegebene Daten werden auf Eingabefehler überprüft und der Benutzer erhält die Gelegenheit, diese zu korrigieren.

  3. Bestätigt: Es gibt einen Mechanismus, um Informationen zu überprüfen, zu bestätigen und zu korrigieren, bevor sie endgültig abgesendet werden.

Ausreichende Techniken für 3.3.6 - Fehlervermeidung (alle)
  1. Beachtung der ausreichenden Techniken für Erfolgskriterium 3.3.4 für alle Formulare, die vom Benutzer verlangen, Informationen abzusenden.

Kompatibel:

Richtlinie 4.1 Maximieren Sie die Kompatibilität mit aktuellen und zukünftigen Benutzeragenten, einschließlich assistierender Techniken. Richtlinie 4.1 verstehen

Empfohlene Techniken für Richtlinie 4.1

Syntaxanalyse:

4.1.1 Bei Inhalt, der durch die Benutzung von Auszeichnungssprache implementiert wurde, haben Elemente komplette Start- und End-Tags, werden Elemente entsprechend ihrer Spezifikationen verschachtelt, enthalten Elemente keine doppelten Attribute und alle IDs sind einzigartig, außer wenn die Spezifikationen diese Eigenschaften erlauben. (Stufe A)Erfolgskriterium 4.1.1 verstehen

Anmerkung: Start- und End-Tags, bei denen entscheidende Zeichen in ihrer Formation fehlen, wie eine schließende spitze Klammer oder nicht zueinander passende Anführungszeichen von Attribut-Werten, sind nicht vollständig.

Name, Rolle, Wert:

4.1.2 Für alle Bestandteile der Benutzerschnittstelle (einschließlich, aber nicht beschränkt auf: Formularelemente, Links und durch Skripte generierte Komponenten) können Name und Rolle durch Software bestimmt werden; Zustände, Eigenschaften und Werte, die vom Benutzer festgelegt werden können, können durch Software festgelegt sein; und die Benachrichtigung über Änderungen an diesen Elementen steht den Benutzeragenten zur Verfügung, einschließlich assistierender Techniken. (Stufe A)Erfolgskriterium 4.1.2 verstehen

Anmerkung: Dieses Erfolgskriterium ist hauptsächlich für Webautoren gedacht, die ihre eigenen Bestandteile der Benutzerschnittstelle entwickeln oder skripten. Standard-HTML-Steuerelemente erfüllen zum Beispiel bereits dieses Erfolgskriterium, wenn sie entsprechend der Spezifikation benutzt werden.

Ausreichende Techniken für 4.1.2 - Name, Rolle, Wert
Situation A: Wenn ein Standard-Bestandteil der Benutzerschnittstelle in einer Auszeichnungssprache benutzt wird (z.B. HTML):
  1. G108: Benutzung von Auszeichnungsfunktionen, um Name und Rolle offenzulegen, um es zu ermöglichen, vom Benutzer einzustellende Properties direkt festzulegen und um Benachrichtigungen über Änderungen zur Verfügung zu stellen, indem unten genannte technik-spezifische Techniken benutzt werden:

Situation B: Wenn Script oder Code benutzt wird, um ein Standard-Bestandteil der Benutzerschnittstelle in einer Auszeichnungssprache zu einem neuen Zweck zu nutzen:
  1. Offenlegung der Namen und Rollen, so dass vom Benutzer festzulegende Eigenschaften direkt festgelegt werden können und Bereitstellung einer Benachrichtigung über Änderungen, indem eine der folgenden Techniken benutzt wird:

Situation C: Wenn ein Standard-Bestandteil der Benutzerschnittstelle in einer Programmierungs-Technik benutzt wird:
  1. G135: Benutzung der API Barrierefreiheitsfunktionen einer Technik, um Namen und Rollen offenzulegen, um eine direkte Festlegung der vom Benutzer festzulegenden Eigenschaften zu ermöglichen und eine Benachrichtigung über Änderungen zur Verfügung zu stellen

Situation D: Wenn ein eigenes Bestandteil der Benutzerschnittstelle in einer Programmiersprache erstellt wird:
  1. G10: Durch die Benutzung einer Technik, welche die API-Barrierefreiheitsfunktion der Plattform, auf dem der Benutzeragent laufen wird, unterstützt, werden Bestandteilen erstellt, um Namen und Rollen offenzulegen, um eine direkte Festlegung der vom Benutzer festzulegenden Eigenschaften zu ermöglichen und eine Benachrichtigung über Änderungen zur Verfügung zu stellen

Empfohlene Techniken für 4.1.2 - Name, Rolle, Wert
  • Bereitstellung von Beschriftungen für alle Steuerelemente eines Formulars, die keine implizite Beschriftung haben (zukünftiger Link)

Konformitätsbedingungen

[Konformitätsbedingungen ausblenden]

Damit eine Webseite WCAG 2.0-konform ist, müssen alle folgenden Konformitätsbedingungen erfüllt sein:

1. Konformitätsstufe: Eine der folgenden Stufen der Konformität ist vollständig erfüllt.

Anmerkung 1: Obwohl eine Konformität nur in den angegebenen Stufen erreicht werden kann, werden Autoren dazu ermutigt, (in ihrer Erklärung) jeglichen Fortschritt, den sie in Bezug auf die Erfüllung von Erfolgskriterien aller Stufen über die erreichte Stufe der Konformität hinaus gemacht haben, aufzuführen.

Anmerkung 2: Es wird nicht empfohlen, Konformität auf Stufe AAA als allgemeine Richtlinie für komplette Websites zu fordern, da es bei manchen Inhalten nicht möglich ist, alle Erfolgskriterien der Stufe AAA zu erfüllen.

Empfohlene Techniken für Konformitätsbedingung 1 - Konformitätsstufe
  • Bereitstellung reziproker Links zwischen konformen und nicht-konformen Versionen (zukünftiger Link)

  • Ausschluss von nicht-konformem Inhalt in den Suchergebnissen (zukünftiger Link)

  • Benutzung von Inhaltsvereinbarung (content negotiation) (zukünftiger Link)

  • Keine Darstellung von Inhalten, die auf Techniken angewiesen sind, die nicht die Barrierefreiheit unterstützend sind, wenn die Technik abgeschaltet oder nicht unterstützt wird. (zukünftiger Link)

  • Benutzung von Metadaten, um es zu ermöglichen, die Position einer konformen Alternativversion vom URI einer nicht-konformen Seite aus zu bestimmen (zukünftiger Link)

2. Ganze Seiten: Konformität (und Konformitätsstufen) gelten nur für (eine) ganze Webseite(n) und kann nicht erreicht werden, wenn ein Teil einer Webseite ausgeschlossen ist.

Anmerkung 1: Zum Zweck der Bestimmung der Konformität gelten Alternativen zu einem Teil der Inhalte einer Seite als Teil der Seite, wenn die Alternativen direkt von der Seite aus erreicht werden können, z.B. eine lange Beschreibung oder eine alternative Darstellung eines Videos.

Anmerkung 2: Webseiten, die aufgrund von Inhalten, die außerhalb der Kontrolle des Autors liegen, nicht konform sein können, können eine Erklärung partieller Konformität in Betracht ziehen.

3. Vollständiger Prozess: Wenn eine Webseite Teil einer Folge von Webseiten ist, die einen Prozess darstellen (z.B. eine Folge von Schritten, die abgeschlossen werden müssen, um eine Handlung auszuführen), dann müssen alle Webseiten in dem Prozess zu der bestimmten Stufe oder höher konform sein. (Konformität zu einer bestimmten Stufe ist nicht möglich, wenn irgendeine Seite in dem Vorgang nicht zu der Stufe oder zu einer höheren Stufe konform ist.)

Beispiel: Ein Online-Shop hat eine Reihe von Seiten, die benutzt werden, um Produkte auszuwählen und zu kaufen. Alle Seiten in der Abfolge vom Anfang bis zum Ende (Kasse) sind konform, damit alle Seiten, die Teil des Prozesses sind, konform sind.

4. Ausschließliche Benutzung von Techniken auf eine die Barrierefreiheit unterstützende Art: Nur bei der Benutzung von Techniken auf eine die Barrierefreiheit unterstützende Art kann man sich darauf verlassen, dass die Erfolgskriterien erfüllt werden. Jegliche Information oder Funktionalität, die auf eine nicht die Barrierefreiheit unterstützende Art zur Verfügung gestellt wird, ist auch auf eine die Barrierefreiheit unterstützende Art und Weise verfügbar. (Siehe Barrierefreiheit unterstützend verstehen.)

5. Nicht störend: Wenn Techniken auf nicht die Barrierefreiheit unterstützende Art benutzt werden oder wenn sie auf nicht -konforme Art benutzt werden, dann blockieren sie nicht die Fähigkeit des Benutzers, auf den Rest der Seite zuzugreifen. Darüber hinaus erfüllt die Webseite als Ganzes weiterhin die Konformitätsbedingungen unter jeder der folgenden Bedingungen:

  1. wenn irgendeine Technik, auf die man sich nicht verlassen kann, in einem Benutzeragenten angeschaltet wird,

  2. wenn irgendeine Technik, auf die man sich nicht verlassen kann, in einem Benutzeragenten ausgeschaltet wird und

  3. wenn irgendeine Technik, auf die man sich nicht verlassen kann, nicht von dem Benutzeragenten unterstützt wird

Darüber hinaus gelten die folgenden Erfolgskriterien für sämtlichen Inhalt einer Seite einschließlich Inhalt, auf dessen Konformität man sich sonst nicht verlassen würde, da das Scheitern bei der Erfüllung dieser die Nutzung der Seite beeinträchtigen könnte:

Anmerkung: Wenn eine Seite nicht konform sein kann (zum Beispiel eine Konformitäts-Testseite oder eine Beispielseite), dann darf diese nicht in dem Geltungsbereich der Konformität oder in der Konformitätserklärung inbegriffen sein.

Für weitere Informationen einschließlich Beispielen lesen Sie: Konformitätsbedingungen verstehen.