WCAG 2.0-Übersetzung

Die Übersetzung der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG2.0) durch eine international besetzte Arbeitsgruppe unter Leitung von Aktion Mensch im vergangenen Jahr war nur der erste Schritt. Wichtige begleitende Dokumente werden weiterhin übersetzt, um dadurch das Verständnis der Richtlinien und ihre Umsetzbarkeit im deutschsprachigen Raum zu fördern. Den aktuellen Stand der Übersetzungen finden Sie hier:

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Stand: 03.02.2011, Kommentare

Vorsprung durch Techniques:
die Umsetzung der WCAG 2.0

07. April 2011

Ab sofort veröffentlichen wir den letzten Teil unserer Übersetzungen: »Techniken für WCAG 2.0« (im englischen Original: »Techniques for WCAG 2.0«) ist eine detaillierte Beschreibung der Techniken, die benutzt werden können, um die Anforderungen in den WCAG 2.0 zu erfüllen. Die Techniken ergänzen die weiteren Dokumente, mit denen Anbieter und Entwickler von Websites bei der Erstellung zugänglicher Angebote unterstützt werden. Sie helfen damit bei der praktischen Umsetzung der von uns ins Deutsche übersetzten offiziellen Richtlinien für barrierefreie Webinhalte (WCAG) 2.0.

Worum geht es?

Die WCAG 2.0-Richtlinien selbst legen nur Erfolgskriterien fest, um die Konformität zu definieren. Ein Erfolgskriterium ist eine testbares Aussage, die entweder wahr oder falsch ist, wenn man sie auf konkrete Webinhalte anwendet. Anders als in der Vorgänger-Version WCAG 1.0 wurden die Richtlinien und Erfolgskriterien jedoch in einer Technik-neutralen Form geschrieben und enthalten keine Anleitungen oder Programmierbeispiele – diese finden sich ausschließlich in den Techniken, die damit zur wichtigsten Ressource für Konzepter, Designer, Front- und Backend-Entwickler werden.

Bitte beachten Sie, dass der Inhalt dieses Dokumentes informativ ist, also nur Orientierungshilfen bereitstellt und nicht normativ ist; d.h. es werden keine Anforderungen zur Konformität zu den WCAG 2.0 festgelegt. Unter Übersicht zu den Richtlinien für barrierefreie Webinhalte (englisch) finden Sie eine Einführung in die WCAG und Links zu weiteren Materialien; eine Übersicht der bereits ins Deutsche übersetzten Dokumente finden Sie hier bei ›Einfach für Alle‹ unter dem Menüpunkt WCAG 2.

Die Übersetzungen

Den Anfang machen heute das sogenannte Abstract und Informationen zum Status des Dokumentes sowie die Einführung in das Techniken-Dokument mit einer Erklärung der Unterschiede zwischen ausreichenden und empfohlenen Techniken. In den kommenden Wochen werden wir die einzelnen Techniken thematisch sortiert nach und nach hier im Weblog veröffentlichen.

N.B.: Falls Sie sich – wie wir – wundern, dass die Techniken nicht fortlaufend nummeriert sind bzw. dass es Lücken in der Nummerierung gibt: dies liegt daran, dass bei den letzten Überarbeitungen der Entwürfe vorher getrennte, aber inhaltlich sehr ähnliche Techniken zusammengefasst wurde. So ist zum Beispiel nach Auskunft der Arbeitsgruppe die im Entwurf vom 30. April 2008 noch zu findende Technik H82 (»Gruppierung von Formular-Steuerelementen mit FIELDSET und LEGEND«) nun in H71 (»Bereitstellung einer Beschreibung für Gruppen von Formular-Steuerelementen, indem fieldset- und legend-Elemente benutzt werden«). Um Missverständnissen vorzubeugen werden entfallene Nummern nun nicht mehr neu vergeben.

Ebenso wie das englische Original ist auch diese Übersetzung ein lebendiges Dokument, d.h. wenn Sie Fehler bei der Lektüre finden oder Verbesserungsvorschläge haben, können Sie diese gerne in den Kommentaren hinterlassen. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre und viel Erfolg bei der Umsetzung.

WCAG-Techniken nach Themenbereichen sortiert

Wie Sie Ihre Website von WCAG 1.0 auf WCAG 2.0 aktualisieren

07. April 2011

Die Umsetzung der Ende 2008 veröffentlichten WCAG 2.0-Richtlinien ist natürlich wesentlich einfacher, wenn man das Thema Barrierefreiheit bereits fest in den Arbeitsabläufen verankert hat. Das kann zum Beispiel durch die Beachtung der Vorgänger-Version WCAG 1.0 bzw. BITV 1.0 in der Entwicklung eines schon länger bestehenden Web-Angebots geschehen.

Die gute Nachricht: viele Websites, die bereits die WCAG 1.0 erfüllen, benötigen wenige oder gar keine Änderungen, um die WCAG 2.0 zu erfüllen. Das folgende Dokument gibt eine detaillierte Handlungsempfehlung für Designer, Entwickler und Projektleiter, die Websites von den WCAG 1.0 auf die WCAG 2.0 aktualisieren wollen: Wie Sie Ihre Website von WCAG 1.0 auf WCAG 2.0 aktualisieren.

Vergleich der WCAG 1.0-Checkpunkte mit den WCAG 2.0

Bei der Umstellung auf die aktuelle Version der Richtlinien ist es dann hilfreich, ein Mapping zur Hand zu haben, aus dem sich die Unterschiede und Gemeinsamkeiten ablesen lassen. Die folgenden Tabellen zeigen, wie die WCAG 1.0-Checkpunkte mit den Erfolgskriterien der WCAG 2.0 in Zusammenhang stehen:

Neu in den WCAG 2.0 hinzu gekommenen Anforderungen, die in den vergleichenden Tabellen nicht erwähnt werden, sind jeweils in einem separaten Abschnitt aufgelistet.

Kontrolle ist gut, Verstehen ist besser

Deutsche Übersetzung von »Understanding WCAG 2.0«

03. Februar 2011

Ab sofort veröffentlichen wir das nächste große Übersetzungsprojekt: »WCAG 2.0 verstehen« (im englischen Original: »Understanding WCAG 2.0«). »WCAG 2.0 verstehen« ist ein Leitfaden zum Verständnis und zum Gebrauch der von uns ins Deutsche übersetzten offiziellen Richtlinien für barrierefreie Webinhalte (WCAG) 2.0. Dieses Dokument stellt einen erweiterten Kommentar zu jeder Richtlinie und jedem Erfolgskriterium bereit. Damit wird der Zusammenhang zwischen den Richtlinien und Erfolgskriterien deutlich. Die neue Serie ergänzt die Dokumente, die Anbieter und Entwickler von Websites bei der Implementierung der WCAG 2.0 unterstützen.

Worum geht es?

Die WCAG 2.0 legen Erfolgskriterien fest, um die Konformität zu den Richtlinien zu definieren. Ein Erfolgskriterium ist eine testbares Aussage, die entweder wahr oder falsch ist, wenn man sie auf konkrete Webinhalte anwendet. »WCAG 2.0 verstehen« stellt nun detaillierte Informationen zu jedem Erfolgskriterium zur Verfügung; die Informationen beinhalten den Zweck des Erfolgskriteriums, die im Erfolgskriterium benutzen Schlüsselbegriffe und Informationen dazu, wie das Erfolgskriterium in den WCAG 2.0 Menschen mit unterschiedlichen Arten von Behinderungen hilft.

In den Texten finden sich außerdem Beispiele von Webinhalten, die das Erfolgskriterium erfüllen, indem verschiedene Webtechniken benutzt werden (zum Beispiel HTML oder CSS), aber auch häufig anzutreffende Beispiele von Webinhalten, die das Erfolgskriterium nicht erfüllen und somit fehlerhaft sind.

Bitte beachten Sie, dass der Inhalt dieses Dokumentes informativ ist, also nur Orientierungshilfen bereitstellt und nicht normativ ist; d.h. es werden keine Anforderungen zur Konformität zu den WCAG 2.0 festgelegt. Unter Übersicht zu den Richtlinien für barrierefreie Webinhalte finden Sie eine Einführung in die WCAG und Links zu weiteren Materialien; eine Übersicht der bereits ins Deutsche übersetzten Dokumente finden Sie hier bei ›Einfach für Alle‹ unter dem Menüpunkt WCAG 2.

Die Übersetzungen

Den Anfang macht die Einleitung mit einer Zusammenfassung, Informationen zum Status des Dokuments und einer Einführung in »WCAG 2.0 verstehen«. Danach folgt eine Erklärung der vier Prinzipien der Barrierefreiheit sowie der Ebenen der Anleitung. Diesen einleitenden Texten folgen in den kommenden Wochen die Erläuterungen zu den einzelnen Richtlinien (z.B. zu Richtlinie 1.1 – Textalternativen) und Erfolgskriterien (z.B. zu Erfolgskriterium 1.1.1 – Nicht-Text-Inhalt).

P.S.: Falls Sie sich wundern: wir waren mit der Übersetzung schon so gut wie fertig, als das W3C plötzlich eine aktualisierte Fassung des »Understanding«-Dokuments veröffentlicht hat. Die Änderungen darin sind nun alle berücksichtigt, der Text ist also auf dem allerneuesten Stand. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre und viel Erfolg bei der Umsetzung.
Wie das englische Original ist auch diese Übersetzung ein lebendiges Dokument, d.h. wenn Sie Fehler bei der Lektüre finden oder Verbesserungsvorschläge haben, können Sie diese gerne in den Kommentaren hinterlassen.

Barrieren fallen weiter

Die Aktion Mensch präsentiert die deutsche Fassung der technischen Spezifikationen der Web Content Accessibility Guidelines 2.0

27. Oktober 2010

Wie kann eine Webseite barrierefrei programmiert und gestaltet werden? Empfehlungen dazu liefern die sogenannten Web Content Accessibility Guidelines 2.0, kurz: WCAG 2.0. Diese Richtlinien werden durch Techniken der Programmierung und Gestaltung ergänzt, die nun erstmals in deutscher Sprache vorliegen. Die Aktion Mensch hat die Übersetzung der technischen Spezifikationen in enger Kooperation mit dem World Wide Web Consortium (W3C) beauftragt und fertigstellen lassen. Das W3C ist ein internationales Gremium, das Empfehlungen zur Standardisierung des World Wide Web entwickelt.

Mehr als eine Übersetzung

Die deutsche Fassung der technischen Richtlinien der WCAG 2.0 entspricht im Aufbau dem amerikanischen Original: Sie beschreibt konzeptionelle sowie inhaltliche Methoden und thematisiert spezielle Aufgaben der Webseiten-Entwicklung wie Seitenaufbau, Gestaltung oder Interaktivität. Sie richtet sich vor allem an Experten aus den Bereichen Webkonzeption, Webdesign und Programmierung. »Die neue Version ist mehr als eine reine Übersetzung«, sagt Iris Cornelssen, Projektleiterin der BIENE bei der Aktion Mensch. »Sie bietet viele Beispiele und Tipps, welche die Umsetzung barrierefreier Webseiten erheblich erleichtern, ähnlich wie eine Gebrauchsanleitung zur WCAG 2.0.«

Einfach für Alle – ein umfassender Anspruch

Die Aktion Mensch setzt sich mit ihrer Initiative Einfach für Alle bereits seit zehn Jahren für Barrierefreiheit im Internet ein. Darüber hinaus zeichnet sie seit 2003 gemeinsam mit der Stiftung Digitale Chancen im Rahmen des BIENE-Wettbewerbs vorbildliche Praxisbeispiele aus. Am 10. Dezember 2010 wird die begehrte BIENE wieder an die Verantwortlichen von besonders gelungenen barrierefreien Webseiten vergeben.

Weitere Informationen zum Thema barrierefreies Internet finden Sie auf der Webseite der Initiative ›Einfach für Alle‹ unter www.einfach-fuer-alle.de.

Über die Aktion Mensch e.V.

Die Aktion Mensch ist die größte private Förderorganisation im sozialen Bereich und eine der erfolgreichsten gemeinnützigen Organisationen in Deutschland. Sie wurde 1964 als Aktion Sorgenkind gegründet und heißt seit 2000 die Aktion Mensch. Ihr Ziel ist es, die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung, von Menschen mit sozialen Schwierigkeiten sowie von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Die Mitglieder der Aktion Mensch sind das ZDF und die sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege. Ein großer Teil der Erlöse der Aktion Mensch-Lotterie, an der regelmäßig 4,6 Millionen Menschen teilnehmen, fließt in die Förderung gemeinnütziger Projekte. Weitere Informationen: www.aktion-mensch.de.

Pressekontakt

Iris Cornelssen
Projektleiterin BIENE
Heinemannstraße 36
53175 Bonn
Telefon: 0228 2092-377
Telefax: 0228 2092-333
iris.cornelssen@aktion-mensch.de
http://www.aktion-mensch.de

WCAG spricht Deutsch: Übersetzung der Richtlinien für barrierefreie Webinhalte veröffentlicht

29. Oktober 2009

Seit 2008 gelten neue internationale Richtlinien für barrierefreie Webinhalte, die Web Content Accessibility Guidelines in der Version 2.0 (WCAG 2.0). Eine von der Aktion Mensch ins Leben gerufene Arbeitsgruppe hat nun erstmals eine deutsche Übersetzung der Richtlinien vorgelegt. Das oberste Gremium zur Standardisierung von Webtechniken, das World Wide Web Consortium (W3C) hat diese Übersetzung autorisiert und offiziell unter w3.org/Translations/WCAG20-de veröffentlicht.

Für Menschen mit Behinderungen im deutschsprachigen Raum ist die Übersetzung nach Einschätzung der Aktion Mensch ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zu einem barrierefreien Internet. »Die WCAG 2.0 sind der Standard der Zukunft. Eine autorisierte Übersetzung hilft, diese Standards weiter bekannt zu machen, und ermöglicht es Agenturen und Anbietern Webangebote auf Grundlage der Richtlinien zu testen und entsprechend der Bedürfnisse von Nutzern mit Behinderungen weiterzuentwickeln«, erklärt Christian Schmitz, stellvertretender Pressesprecher der Aktion Mensch, die sich mit der Initiative ›Einfach für Alle‹ schon seit dem Jahr 2000 für ein barrierefreies Internet einsetzt.

Nächste Meilensteine: BITV 2.0 und EU-weite Harmonisierung

Die deutsche Übersetzung ist auch ein wichtiger Schritt mit Blick auf die gesetzlichen Vorgaben in Deutschland. Bei der laufenden Überarbeitung der seit 2002 geltende »Barrierefreie Informationstechnik Verordnung« (BITV) orientiert sich das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ausdrücklich an den Empfehlungen des W3C.

Darüber hinaus leistet die deutsche Übersetzung einen Beitrag zu der Harmonisierung der Richtlinien innerhalb der EU. So setzte sich Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien in einer Rede Anfang Oktober, für einen gemeinsamen »European Disability Act« ein, der die WCAG 2.0 als verbindlichen Standard festlegt und betonte dabei die Vorteile für Nutzer und Anbieter: »Die Informationsgesellschaft ist eine entscheidende Voraussetzung, um ein wettbewerbsfähiges, nachhaltiges und sozial integrierendes Europa zu schaffen.« Dabei könne es für Unternehmen jedoch sehr teuer werden, wenn sie sich an unterschiedliche nationale Normen anpassen müssten. Die Orientierung an den Standards der WCAG 2.0 verschafft Unternehmen daher auch Wettbewerbsvorteile.

Arbeitsgruppe mit Mitgliedern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

In der Arbeitsgruppe, die seit April 2009 die Übersetzung der WCAG 2.0 vorangetrieben hat, haben sich insgesamt fast 30 Unternehmen, Hochschulen, Behörden und Initiativen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt. Nach der Veröffentlichung eines Entwurfs der Übersetzung im August konnte die Öffentlichkeit Vorschläge zur Verbesserung einsenden, die durch die Arbeitsgruppe eingearbeitet wurden. Der nächste Schritt ist nun die Übersetzung der Programmier- und Gestaltungstechniken zur WCAG 2.0 und weiterer erläuternder Dokumente.

Wie kam es dazu? Infos zum Verfahren:

Prozeß abgeschlossen / Dokumente an W3C übergeben

Die in der Phase der öffentlichen Kommentierung der deutschen WCAG 2.0-Übersetzung eingegangenen Anmerkungen und Vorschläge wurden gesichtet und in die Übersetzung eingearbeitet. Nach Ablauf der Kommentierungsfrist wurden die Stakeholder und die Kommentatoren gebeten, den überarbeiteten Entwurf zu prüfen und ihre Zustimmung zu signalisieren. Die qualifizierte Mehrheit (29 ja, 0 nein, 4 ohne Rückmeldung) äusserte ihre Zustimmung zur vorliegenden finalen Fassung.

Somit war der Übersetzungsprozess im Einklang mit Punkt 5. der Policy for Authorized W3C Translations abgeschlossen und die Übersetzung wurde an das W3C übergeben. Die weltweit zweite autorisierte Übersetzung der WCAG 2.0 wurde am 29. Oktober 2009 unter www.w3.org/Translations/WCAG20-de/ veröffentlicht.

Zusammenfassung der öffentlichen Kommentare

Während der Phase der öffentlichen Kommentierung des Übersetzungsentwurfes gab es einige Anregungen zur weiteren Übersetzung der noch in Englisch vorliegenden Linktexte. Diese wurden daraufhin vollständig übersetzt und mit dem Zusatz (englisch) sowie dem hreflang-Attribut versehen um zu verdeutlichen, dass es sich um Links auf englischsprachige Dokumente handelt.

Es gab weiterhin eine Reihe Anregungen zur Verbesserung des Satzbaus und der Lesbarkeit; diese wurden umgesetzt, da sie nicht sinnverändernd waren. Es gab Hinweise auf Interpunktions-Fehler, die ebenfalls korrigiert wurden.

Einige Vorschläge z.B. zur Übersetzung des Copyright-Vermerks wurden nicht umgesetzt, da diese nach den Regeln des W3C in unveränderter Form übernommen werden müssen. Als Kompromiss wurde ein zusätzlicher Absatz mit der Übersetzung eingefügt.

Während der Übersetzung stellte sich heraus, dass einige Passagen oder Formulierungen des englischen Originals aufgrund grammatikalischer Unterschiede nicht ohne Weiteres ins Deutsche zu übertragen sind. Ein Beispiel hierfür ist die Aufzählung bei der Definition von Gebärdensprache – hier wurde in Absprache mit Vertretern der Hörbehinderten ein akzeptabler Kompromiss gefunden.

Einige weitere Anregungen wurden nach Diskussion im Übersetzer-Team nicht übernommen, da sie sinnentstellend und somit keine korrekte Übersetzung gewesen wären.

Eine Zusammenfassung der eingegangenen Kommentare und die Antworten der Übersetzer darauf finden Sie unter lists.w3.org/Archives/Public/public-auth-trans-de/2009Oct/0029.html (deutsch und englisch); die ausführliche Dokumentation der öffentlichen Kommentare finden Sie unter www.einfach-fuer-alle.de/wcag2.0/versionen/2009-09-16/kommentare.html (deutsch); die vollständige Dokumentation sämtlicher Kommentare der Partner im Übersetzungsprozess (sog. Stakeholder) zu den vorhergehenden Entwürfen finden sie unter www.einfach-fuer-alle.de/wcag2.0/versionen/ (deutsch).

Zustimmung der Stakeholder

Nach Ablauf der Kommentierungsfrist wurden die Stakeholder und die Kommentatoren gebeten, den überarbeiteten Entwurf zu prüfen und ihre Zustimmung zu signalisieren (siehe lists.w3.org/Archives/Public/public-auth-trans-de/2009Sep/0009.html). Die qualifizierte Mehrheit (29 ja, 0 nein, 4 bis dato keine Rückmeldung) äusserte ihre Zustimmung zur vorliegenden finalen Fassung.

Anmerkungen der Übersetzer

Geschlechterneutralität

In der Übersetzung wurde durchgängig das Maskulinum in seiner generischen Funktion verwendet. Das Dokument spricht somit sowohl das weibliche als auch das männliche Geschlecht an. Auf ein Gendering wurde zugunsten der Lesbarkeit verzichtet.

Glossar

In der Definition von Jargon heisst es:

»Beispiel: Bei dem Wort StickyKeys handelt es sich um Jargon aus dem Bereich der assistierenden Technik/Barrierefreiheit.«

Im Deutschen gibt es keine geeignete Übersetzung von StickyKeys, die der Definition von Jargon entsprechen würde. Hier wird z.B. von Einrastfunktion bzw. Einfingerbedienung gesprochen.

In der Definition von Audiodeskription heisst es:

»Anmerkung 4: Wird auch „Videodeskription“ und „deskriptive Erzählung“ genannt.«

Diese Begriffe werden im englischen Sprachraum benutzt; im deutschen Sprachgebrauch wird der Begriff Hörfilm für einen mit Audiodeskriptionen versehenen Film verwendet.

Die Übersetzung der WCAG 2.0-Dokumente ist ein kontinuierlicher Prozess, der mit dem Kern der Dokumente – den Richtlinien selbst – begonnen hat und noch nicht abgeschlossen ist. Daher führen die meisten Links zurzeit noch auf englischsprachige Dokumente; diese sind entsprechend mit (englisch) im Linktext gekennzeichnet.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit und zur Vermeidung von Redundanzen haben wir uns jedoch dafür entschieden, die zahlreichen Links zur Schnellreferenz und zu weiteren Dokumenten (z.B. 1.2.4 erfüllen | 1.2.4 verstehen) in den Richtlinien selbst nicht gesondert zu kennzeichnen. Diese Links zeigen zurzeit ebenfalls noch auf englischsprachige Dokumente, werden aber nach und nach übersetzt.

Errata

Die bis zum 22.10.2009 unter www.w3.org/WAI/WCAG20/errata dokumentierten Fehler sind in der Übersetzung bereits behoben.

Zusätzlich behebt die Übersetzung einen weiteren Fehler in den WCAG 2.0. Dort heisst es im letzten Absatz von WCAG 2.0 Layers of Guidance:

»… particularly in the cognitive language and learning areas.«

Hier fehlt zwischen cognitive und language ein Komma, wodurch der Sinn des Satzes entgegen der Intention verändert wird. Die WCAG-Arbeitsgruppe wurde hiervon in Kenntnis gesetzt, der Fehler ist in der Übersetzung bereits korrigiert.

Weitere Fehler sind zurzeit nicht bekannt. Eventuelle Fehler in dieser Übersetzung werden bei www.einfach-fuer-alle.de/wcag2.0/errata/ dokumentiert werden.