accessBlog

News mit dem Tag »Testen«

In diversen Artikeln und Tutorials hatten wir immer wieder auf die großartige Web Accessibility Toolbar 2.0 für den Internet Explorer hingewiesen, die bisher nur als englischsprachige Version zu haben war. Benjamin Griessmann von Web For All und Martin Kliehm haben das jetzt geändert und das Werkzeug ins Deutsche übersetzt: Web Accessibility Toolbar DE - Version 2.0 (1,3 MB große .exe).

Ebenfalls empfehlenswert ist die Kombination aus Firefox Accessibility-Erweiterung zusammen mit dem Functional Web Accessibility Evaluator (FAE) der Universität von Illinois. Während die meisten Prüf-Tools nur den einmal vom Server geladenen HTML-Code überprüfen können, so kann man mit der o.g. Kombo auch dynamische Web-Applikationen testen. Mit der Accessibility-Extension kann man neuerdings auch den aktuellen Zustand des Dokumentes testen, wenn dieses von Skripten verändert wurde. Dazu wird von der Erweiterung ein jeweils aktueller Schnappschuss des Document Object Models an den FAE zur weiteren Analyse gesendet.

Schon seit der Version 0.8 ist der W3C-Validator nicht mehr ganz so designfrei und viel benutz­barer. Seitdem sind hinter den Kulissen weitere Verbesserungen hinzugekommen und auch die neueste Version 0.8.2 hat wieder ein paar Bugs weniger. Ein Bugfix ist insbesondere für Screenreader-Nutzer von Bedeutung: ab sofort sind die versteckten Optionen (More Options) auch tatsächlich versteckt und man muss sich nicht mehr durch eine ellenlange Liste von For­mular­ele­menten durchtabben, wenn man sie nicht braucht. (via)

Nachtrag: Validator S.A.C. (Stand Alone Complex) ist eine Version des W3C-Markup-Validators in Form einer eigenständigen Applikation für Mac OS X (Download, Packungsbeilage). Alternativ kann man das ganze auch unter dem lokalen Apachen laufen lassen und im hausinternen Netz als Dienst zur Verfügung stellen. (via)

In den letzten Folgen hatten wir viel über die theoretischen Grundlagen und die Verteilung der Zuständigkeiten gesprochen und wie man die Ideen der Barrierefreiheit in die Abläufe von Projektteams integriert. Heute schauen wir uns an, wie man die Qualität in solchen Projekten sicherstellt und geben ein paar Tipps zum Testen von Websites

Zum Mithören:

Podcast vom 12. Okt.
(.mp3, 21′16″, 19,6 MB)

Zum Mitlesen:

Die Mitschrift des Podcasts

Zum Abonnieren:

Der Podcast im iTunes Music Store

Ein gewisser Michael Sync schreibt an einer mehrteiligen Erklärung der genialen Firefox-Erweiterung Firebug von Joe Hewitt:

(via)

Wo wir gerade beim Thema Qualitätssicherung sind: »Setting media type headers on your Web site« vom W3C Q&A Weblog.

Vor ungefähr einem Jahr wurde der IE 7 für Windows XP veröffentlicht. Wohl auch um die Verbereitung zu fördern hat Microsoft nun eine Version veröffentlicht, die nicht mehr nach Hause telefoniert: »IEBlog : Internet Explorer 7 Update«. Die einzige weitere erkennbare Änderung ist, dass die Menüleisten in der Werkseinstellung wieder angezeigt werden.

Wo wir gerade beim Thema Browser sind: die heutige Linkschleuder im Smashing Magazine dreht sich um »Browser Tests, Services and Compatibility Test Suites«.

Wer die Weiterentwicklung um HTML5 verfolgt wird sicher die Diskussionen um den zukünftigen Code für Daten­tabellen mitbekommen haben. Falls nicht: die HTML-Arbeitsgruppe streitet, ob die Zuordnung von Daten­zellen zu ihren Über­schriften­zellen über die explizite Zu­ordnung per headers & id tatsäch­lich benötigt wird, oder ob das scope-Attri­but für TH und TD nicht völlig ausreicht. In der HTML4.01-Empfeh­lung werden diese beiden Metho­den als gleich­wertig beschrieben, nur verur­sacht letztere wesent­lich weniger Auf­wand. In der ein­schlägigen Litera­tur findet man ver­einzelt Hin­weise, dass die Methode mit scope in verbreiteten Screenreadern nicht oder nur unzu­reichend unter­stützt wird (und in diesem Zusammen­hang geht es ausnahms­weise mal aus­schließ­lich um den ganz speziellen Code für nicht-visuelle Zugangs­formen wie eben Screenreader).

Da wir zufälliger­weise gerade an einem Tutorial für barriere­freie Daten­tabellen arbeiten, stellen wir uns die selbe Frage: was wird von gängigen Screenreadern unter­stützt? Wenn beide Metho­den funktionieren, dann könnte man in der Tat auf eine der beiden verzichten; falls eine von beiden nicht oder nur unzu­verlässig funktio­niert, bietet die jeweils andere Methode dann eine brauchbare Alter­native? Via Jens Meiert wurden wir auf ein paar Videos aufmerksam, in der das irische Centre For Inclusive Technology zeigt, dass headers und id in einer aktuellen Version von JAWS sehr gut funktio­nieren – nur fehlt uns dabei der Gegen­beweis, dass eine alternative Aus­zeichnung der getesteten Tabellen mit scope nicht funktioniert.

Im Rahmen der geplanten Tabellen-Serie haben wir eine ganze Reihe Beispiel­dateien gebaut und würden gerne von Screenreader-Nutzern wissen, was geht und was nicht. Auf der Übersichts­seite finden Sie Links zu zwei verschiedenen Arten von Tabellen unterschiedlicher Komplexi­tät mit insgesamt sechs Beispiel­dateien. Wie diese aufge­baut sind ist jeweils auf der betreffenden Seite kurz beschrieben. Test­ergeb­nisse bitte per Mail an die Redaktion oder wie üblich in den Kommentaren. Vielen Dank schonmal für die Mithilfe.

Nicht nur im Fußball geht jede Serie mal zu Ende, auch beim großen Bundesligatest der Webkrauts ist Abpfiff und die Abschlußtabelle nun veröffentlicht. Überraschungssieger Mainz '05 schließt den Test mit deutlichem Vorsprung vor Vizemeister Alemannia Aachen ab; über das was in der Tabelle danach kommt möchte man lieber den Mantel des Vergessens decken. Aber in den Profiligen gibt's ja bekanntlich im Winter nochmal eine Transferperiode, in der Vereine aufrüsten können – vielleicht können die Verantwortlichen die Halbzeitpause nutzen, um bei den Websites nochmal eine Schüppe nachzulegen. Genug Luft nach oben ist auf jeden Fall vorhanden …

Aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen geht zurzeit jede Woche ein neues Werkzeug zur Messung von Farb- und Helligkeitskontrasten an den Start (wir berichteten). Der neu vorgestellte Colour Contrast Visualiser geht allerdings den umgedrehten Weg: die bisher bekannten Tools konnte man immer erst im Nachhinein zum Testen einsetzen und musste im Falle des Scheiterns wieder zurück auf Los. Die Flash-basierte Applikation zeigt hingegen bereits im Designprozeß bzw. bei der Auswahl von Farbschemata, welche Vordergrundfarbe für die gewählte Hintergrundfarbe (und andersrum) zulässig ist, um innerhalb der Grenzen des Erlaubten zu bleiben. (via)

Das gigantisch gutes Bookmarklet zur CSS-Analyse namens XRAY liegt nun auch als Variante für den Internet Explorer vor: XRAY for IE beta.

Dass der empfehlenswerte Contrast Analyser des Web Accessibility Tools Consortiums (WAT-C) zur Messung ausreichender Farb- und Helligkeitskontraste in der Version 2.0 und auch als Variante für Apple Macintosh erschienen ist hatten wir neulich bereits vermeldet. Neu hinzugekommen ist nun die deutsche Übersetzung des Programms, an der wir nicht ganz unschuldig sind :-)

Das ganze ist zwar noch als Beta deklariert, läuft aber nach unseren Tests superstabil. Zum Herunterladen: CCA for Mac beta (379 kb .dmg, Universal Binary ab Mac OS X 10.4.6; Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Schwedisch). Bitteschön!

Falls Sie in den letzten Tagen mal ein paar Webseiten validiert haben, dann werden sie es sicher schon bemerkt haben: der HTML-Validator des W3C ist in der Version 0.8.0 erschienen und kann eine ganze Menge Sachen mehr, die im W3C Q&A Weblog erklärt werden: »Validator 0.8.0 upgrade notes«. (Falls Sie das noch nicht bemerkt haben sollten, dann wäre das jetzt die Gelegen­heit, mal Ihre Seiten zu validieren :-)

XRAY ist ein gigantisch gutes Bookmarklet von John Allsopp das, einmal in der Lesezeichen-Leiste installiert, umfassende Infor­mationen über den CSS-Aufbau einer Seite verrät: »Introducing XRAY for your browser«

Wer es gerne noch etwas luxoriöser und komfor­tabler mag: Xyle scope ist in der Version 1.2.1 erschienen (Download, Packungs­beilage)

Die Internet Explorer Developer Toolbar ist nun auch in der finalen 1.0-Version erschienen. Hilft zwar nicht gegen die zahllosen IE-Bugs, aber zumindest findet man sie damit leichter. (Download, Packungs­beilage)

Wie man die Screenreader JAWS und Window Eyes auf dem Mac zum Laufen bekommt beschreibt Jared Smith im WebAIM-Blog: »Jaws, Window Eyes, Parallels, and Boot Camp«.

In der Apple Developer Connection gibt es neuerdings Richtlinien zur Entwicklung für das neu vorgestellte iPhone. Eine eigene Entwicklungsumgebung gibt es nicht, denn bekanntlich laufen Anwendungen von Drittanbietern in einem ganz normalen Webbrowser (Safari) und sind somit auch ganz normale Webseiten – ein einfacher Texteditor reicht also. Der Browser wiederum versteht schon die sog. Media Queries aus CSS3, sodass Sie ihren Seiten oder Anwendungen mit <link media="only screen and (max-device-width: 480px)" href="iPhone.css" type="text/css" rel="stylesheet"> ein eigenes, spezielles Style Sheet beilegen können.

Zur Fehlersuche in Anwendungen für das iPhone bietet sich dann das neue Firebug for iPhone von Joe Hewitt (der mit dem Firebug) an.

Bei der Fehlersuche im ganz normalen (Desktop-) Safari wiederum hilft der komplett überarbeitete Web Inspector in den Nightly Builds für Mac und Windows.

Die Version 2.0 des Contrast Analyser zur Bestimmung ausreichender Farbkontraste ist jetzt auch als Version für Apple Macintosh erhältlich (Download, Packungsbeilage).

Bei der Veröffentlichung des IE7 bestand die eigentliche Nachricht aus Sicht eines Webentwicklers darin, dass man nun mit drei Browsern testen muss: IE6, IE7 und der Rest. Ebendieser Rest kann mittlerweile schon fast über einen Kamm geschoren werden, da die Unterschiede nur noch in esoterischen Details auszumachen sind. Glaubt man den Statistiken, so scheint es sich bei deren Nutzern um ein ausgesprochen update-freudiges Völkchen zu handeln, sodaß man auch nur noch die allerneueste Version (und eventuell deren Vorgänger) auf dem Rechner zu haben braucht.

Da ist es nur konsequent, dass der Support für Firefox 1.5 Mitte Mai eingestellt wird (wenn wir uns nicht verrechnet haben wäre das ungefähr heute) und es keine weiteren Sicherheits-Updates geben wird. Nutzer werden gebeten, die bereits im vergangenen Oktober erschienen Version 2 zu installieren.

Beim Internet Explorer 7 wiederum geht es nicht ganz so schnell: der Browser, der bei dem Start sehr schnell auf 30% Marktanteil hochschoß, pendelt sich nun knapp über dieser Marke ein, Tendenz schwach steigend. Allerdings wird er uns auch noch eine ganze Zeit erhalten bleiben, denn anders als ursprünglich geplant wird es nun doch keine neuen Zwischenversion des IE7 geben. Dafür soll die Version 8 dem Vernehmen nach noch mal ein gutes Stück näher an die Empfehlungen W3C rücken.

Um bis dahin testen zu können, was der IE 7 da eigentlich macht gibt's zum Glück die Internet Explorer Developer Toolbar, die nun in der finalen Version 1.0 erschienen ist. (via)

Neues bei der EfA-Frühlings-Contentoffensive: eine kurze Einführung in die Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente mit Tipps für verbesserte Arbeitsabläufe von Jan Eric Hellbusch. Behandelt werden typische Fälle von PDF-Dateien und wie diese für eine Vielzahl von Nutzergruppen zugänglich aufbereitet werden können.

Diese Anleitung ist auch als barrierefreie PDF-Version zum Download erhältlich: Checkliste-Barrierefreies-PDF.pdf.

Aktuelles aus der wunderbaren Welt der Webbrowser:

Zum Schluss noch ein Tipp zum Testen: Microsoft hat in der vergangenen Woche eine neue Version von Virtual PC 2007 veröffentlicht. Dazu gehört auch eine Festplattenabbildung mit vorinstalliertem IE 6 mit der sich Webseiten trotz installiertem IE 7 auch mit der Vorgängerversion zuverlässig testen lassen (ausreichend freier Arbeitsspeicher und Festplattenplatz vorausgesetzt).

Falls Sie noch das Verhalten von älteren Browsern wie dem IE 5.5 testen müssen, dann können Sie den 6er kurzerhand in den Quirks-Modus versetzen – dann rendert dieser Browser in etwa so wie seine Vorgänger.

Wir kämpfen hier gerade mal wieder mit den Tücken des PDF-Formats bzw. der Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente. Wie so oft gilt auch hier die alte Regel Müll rein – Müll raus – wenn das Ausgangsdokument optimal ist, dann gibt's in der Regel auch keine Probleme bei der Konvertierung in ein barrierefreies PDF. Wenn das ursprüngliche Dokument aber eine Katastrophe ist, dann, na ja, Sie können es sich denken…

Neben der üblichen Kombination aus MS Word und Acrobat Professional kann man mittlerweile auch die OpenSource-Alternative OpenOffice (bzw. NeoOffice für Mac OS) ruhigen Gewissens empfehlen. Der Output des PDF-Exports ist hiermit auch ohne kostspielige Zusatz-Software zur Nachbearbeitung recht ordentlich. Vorausgesetzt natürlich, daß das ursprüngliche Dokument schon in Ordnung war.

Überprüfen kann man die ursprünglichen Dokumente neuerdings mit dem Open Document Format (ODF) Accessibility Evaluator (gefunden via). Das Werkzeug der University of Illinois kann bis zu 2 MB große ODF-Dokumente auf ihre Zugänglichkeit überprüfen. Einfach hochladen und schon bekommt man einen Bericht, ob Überschriften korrekt benutzt wurden und Alternativtexte für Bilder vorhanden sind. Mehr zur Entwicklung barrierefreien Nutzung des OpenDocument-Formats auch bei heise.