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News mit dem Tag »PDF«

03 Mai 2012

Glaubt man unseren Statistiken, so ist das Thema »Barrierefreie PDF« einer der Suchbegriffe, der mit den meisten Traffic auf dieses Angebot und die bereitgestellten Anleitungen bringt. Was nicht weiter verwunderlich ist, angesichts der schieren Masse an PDFs, die täglich im Web veröffentlicht werden. Hinzu kommt, dass die Produktion barrierefreier PDF nicht gerade einfach ist, wenn man die falschen Werkzeuge benutzt oder keinen geeigneten Workflow beachtet. Und selbst mit den geeigneten Werkzeugen ist die Bearbeitung oftmals wenig intuitiv und die Programme sind nicht unbedingt frei von Bugs (so kann Acrobat Professional auch in der neuesten Version immer noch kein Undo für viele Operationen).

Grund genug, sich mal die PDF-Techniken anzusehen, die Adobe als Ergänzung zu den Web Content Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG2) beigesteuert hat und die Autoren helfen sollen ihre Inhalte auch jenseits von HTML & CSS barrierefreier zu machen. Anfang diesen Jahres wurden diese auf den Seiten der Web Accessibility Initiative des W3C veröffentlicht und wir haben diese nun ins Deutsche übersetzt.

Den Anfang macht heute die Einleitung zu den PDF-Techniken; die eigentlichen Techniken (insgesamt 23 an der Zahl) folgen dann in loser Folge. Die Aktualisierung und Erweiterung dieser unterstützenden WCAG-Dokumente ist ein laufender Prozess und wir freuen uns über Ihre Beiträge und Verbesserungsvorschläge in den Kommentaren.

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Möglichkeiten zur Beteiligung

Ein Wort zu den Techniken

Anders als die BITV 2 fälschlicherweise verordnet sind ausschließlich die Erfolgskriterien aus den WCAG 2.0 die Grundlage für die Feststellung der Konformität zu diesem Standard – nicht die Techniken. Das Techniken-Dokument stellt eine Handlungsempfehlung zur Verfügung, die »informativ« ist – Sie müssen diese Techniken nicht benutzen, um die WCAG zu erfüllen! Web-Inhalte können andere Methoden benutzen, um die WCAG-Erfolgskriterien zu erfüllen. Web-Inhalte könnten sogar bei einem bestimmten Techniken-Test durchfallen und trotzdem noch die WCAG 2 auf eine andere Art erfüllen. Außerdem erfüllen Inhalte, die die veröffentlichten Techniken benutzen, nicht notwendigerweise alle WCAG-Erfolgskriterien.

PDF und die WCAG-Erfolgskriterien

WCAG 2.0-Erfolgskriterien und anwendbare Techniken für PDF
ErfolgskriterienStufeTechniken
1.1.1 Nicht-Text-Inhalte (non-text content)A
1.2.1 Reine Audio- und Videoinhalte (aufgezeichnet)A
1.2.2 Untertitel (aufgezeichnet)A
1.2.3 Audiodeskription oder Medienalternative (aufgezeichnet)A
1.2.4 Untertitel (Live)AA
1.2.5 Audiodeskription (aufgezeichnet)AA
1.3.1 Info und BeziehungenA
1.3.2 Bedeutungstragende ReihenfolgeA
1.3.3 Sensorische EigenschaftenA
1.4.1 Benutzung von FarbeA
1.4.2 Audio-SteuerelementA
1.4.3 Kontrast (Minimum)AA
1.4.4 Textgröße ändernAA
1.4.5 Bilder eines TextesAA
2.1.1 TastaturA
2.1.2 Keine TastaturfalleA
2.2.1 Zeiteinteilung anpassbarA
2.2.2 Pausieren, beenden, ausblendenA
2.3.1 Grenzwert von dreimaligem Blinken oder wenigerA
2.4.1 Blöcke umgehenA
2.4.2 Seite mit Titel versehenA
2.4.3 Fokus-ReihenfolgeA
2.4.4 Linkzweck (im Kontext)A
2.4.5 Verschiedene MethodenAA
2.4.6 Überschriften und LabelsAA
2.4.7 Fokus sichtbarAA
3.1.1 Sprache der SeiteA
3.1.2 Sprache von TeilenAA
3.2.1 Bei FokusA
3.2.2 Bei EingabeA
3.2.3 Konsistente NavigationAA
3.2.4 Konsistente ErkennungAA
3.3.1 FehlererkennungA
3.3.2 Beschriftungen (Labels) oder AnweisungenA
3.3.3 FehlerempfehlungAA
3.3.4 Fehlervermeidung (rechtliche, finanzielle, Daten)AA
4.1.1 SyntaxanalyseA
  • Nicht zutreffend: PDF wird nicht durch die Benutzung von Auszeichnungssprachen implementiert
4.1.2 Name, Rolle, WertA

19 Sep 2011

PDF-Dokumente sind der Quasi-Standard für plattformunabhängige, digitale Dokumente. Vor allem für Blinde und Sehbehinderte sind sie aber eher schwierig zu benutzen. PDF-Dateien sind so gut wie nie barrierefrei. Das liegt daran, dass die meisten kostenlosen oder kostenpflichtigen Programme zur Erzeugung von PDF-Dateien die Barrierefreiheit nicht unterstützen. Broschüren oder Bücher nachträglich barrierefrei zu machen ist ein aufwendiger Prozess.

Die Grundlage für barrierefreie PDFs sind Tags. Ähnlich wie in HTML wird durch Tags eine Struktur über das Dokument gelegt, so dass es wie eine Webseite navigiert werden kann.

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Barrierefreiheit versus Benutzbarkeit

Viele PDF-Dateien sind grundsätzlich benutzbar, auch wenn sie nicht barrierefrei sind. Für Blinde erscheint dann der Text als Fließtext ohne Überschriften, Listen oder sonstige Strukturen. Doch es gibt auch genügend Dokumente, die gar nicht benutzbar sind. Die häufigsten Probleme sind:

  • Das Dokument besteht aus einer Rastergrafik und nicht aus Text.
  • Das Dokument ist gegen die Entnahme von Text kopiergeschützt.
  • Das Dokument ist mehrspaltig oder enthält einen unbekannten Zeichensatz.

Beim Lesen solcher PDFs können die seltsamsten Störungen auftreten. Bei einem PDF wird nach jedem Wort ein Punkt statt einem Leerzeichen eingefügt, bei einem mehrspaltigen Text werden die Zeilen falsch zusammengesetzt, bei einem anderen Dokument steht jedes Wort in einer eigenen Zeile. Bei geschützten Dokumenten oder Rastergrafiken hingegen hat der Screenreader schlicht keine Möglichkeit, auf den Inhalt zuzugreifen.

Ob ihr nicht-barrierefreies PDF problematisch ist können Sie ganz leicht selber testen: Versuchen Sie, Ihr PDF-Dokument als Text zu speichern. In den meisten Leseprogrammen finden Sie eine entsprechende Möglichkeit im Datei-Menü. Wenn die Option ausgegraut oder nicht aufrufbar ist, ist Ihre Datei geschützt. Wenn die resultierende Text-Datei leer ist, handelt es sich vermutlich um eine Rastergrafik. Und wenn Sie einen unlesbaren Text erhalten stimmt etwas mit Ihrem Spalten- oder Zeichensatz nicht.

Unstrukturierter Text ist kein Ersatz für PDF, sondern ein schlechtes Provisorium. Eine Tabelle zum Beispiel ist in einer Textdatei vollkommen unbrauchbar.

An welcher Stelle sollte man ein PDF einsetzen?

PDF ist tatsächlich sinnvoll, wenn es um große Mengen an Informationen geht, die gestaltet sein sollen. Die aktuellen Webstandards erlauben nur eingeschränkten Einfluss auf Farbgestaltung oder Typographie, vor allem, wenn das Dokument mit allen Browsern auf allen Plattformen gleich aussehen soll. Oftmals werden PDF aber eingesetzt, weil es für den Redakteur gerade bequemer ist.

Wenn ein Text viele Seiten umfasst, keine unmittelbar wichtigen Informationen enthält, das Layout wichtig ist und der Text nicht ständig aktualisiert werden muss, kann man ihn als PDF anbieten. In allen anderen Fällen sollte immer eine HTML-Version bevorzugt werden.

Wenn Sie einige Regeln beachten, können Sie die Nutzung von PDF-Dokumenten wesentlich erleichtern.

Das PDF soll zugänglich sein

Die kostenlosen Produktivitätsprogramme OpenOffice bzw. LibreOffice können von Haus aus barrierefreie PDF erstellen. Auch Microsoft Office kann ab der Version 2007 getaggte PDF erstellen. Dazu müssen die in der Textverarbeitung vorhandenen Formatvorlagen für Überschriften und Listen verwendet werden; es können auch Alternativtexte für Bilder vergeben werden.

Für komplexere Dokumente wie etwa Flyer oder Broschüren müssen allerdings die Produkte von Adobe eingesetzt werden. Wenn es aus finanziellen oder technischen Gründen nicht möglich ist, ein strukturiertes PDF bereit zu stellen, sollten Sie zumindest – wie oben beschrieben – auf die Benutzbarkeit achten.

Das PDF soll sprechend benannt werden

Viele Nutzer sammeln PDF-Dokumente zur späteren Lektüre. Wenn die Dokumente nicht sprechend benannt sind, müssen sie geöffnet werden, um zu erfahren, um welches Dokument es sich handelt.

Vor allem Blinde mögen es nicht, PDF-Dateien im Browser zu öffnen. Die Browseranzeige ist nicht barrierefrei, zudem kann die komplette Tastatursteuerung über den Browser verloren gehen, so dass der Browser neu gestartet werden muss. Blinde ziehen es deshalb vor, PDFs zu speichern und mit dem Leseprogramm zu öffnen.

Aus diesem Grund sollten Sie auch immer ankündigen, wenn sich hinter einem Link ein PDF verbirgt. Überraschungen dieser Art sind nicht nur bei Blinden unbeliebt.

Das PDF soll klein sein

Die 50 MB große PDF-Datei ist, DSL hin, DSL her, sehr langsam beim Download. Das mag bei Druckvorlagen angemessen sein, die eine hohe Auflösung und Bildqualität von 300 dpi oder höher haben sollen. Für das Internet ist diese Datei zu groß, es dauert lange, sie zu öffnen und mit ihr zu arbeiten. Achten Sie vor allem darauf, die Bilder internetgerecht zu komprimieren.

Das PDF soll keine Informationen enthalten, die nicht auf der Website stehen

Aus der Sicht der Benutzerfreundlichkeit ist es sinnvoll, wichtige Informationen immer so einfach wie möglich zugänglich zu machen. Das heißt, die Informationen sollen auf der Webseite stehen, wenn sie wichtig sind. Es spricht nichts dagegen, sie ergänzend in ein PDF zu packen, aber das sollte keine Priorität haben.

Der große Vorteil von Webseiten besteht darin, dass sie leichter barrierefrei zu machen sind als PDF. HTML wird von den meisten Hilfstechniken gut unterstützt, was man von PDF nicht behaupten kann.

Das PDF soll nicht geschützt sein

Wenn das PDF nicht barrierefrei gemacht werden kann, sollte es zumindest nicht vor dem Kopieren von Text geschützt werden. Für Blinde ist es ansonsten nicht möglich, auf den Text zuzugreifen. Aber auch andere Nutzer werden dadurch gestört, wenn sie etwa Text für ein Zitat kopieren möchten.

Denken Sie an mobile Endgeräte

Immer mehr Menschen sind überwiegend mit kleinen und nicht sehr leistungsfähigen Endgeräten im Internet unterwegs. PDFs werden von diesen Geräten nur eingeschränkt dargestellt, weil die Grafik nicht leistungsfähig genug ist. PDF ist ein Format für große Displays. Die wenigsten Menschen werden ein mehrseitiges PDF auf ihrem Smartphone lesen. Das ist ein weiterer Grund, wichtige Informationen direkt auf der Webseite bereit zu stellen.

26 Jan 2011

Im Internet finden sich viele Dokumente wie Jahresberichte, Broschüren, Verträge, Berichte und Zeitschriften. Um eine geräteunabhängige Layout-Darstellung zu garantieren wird hierfür oft das PDF-Format verwendet. Dieses Format hat für sehende Menschen einige Vorteile: die Software für die Anzeige ist kostenlos erhältlich und das Layout der Dokumente bleibt erhalten. Blinde und sehbehinderte Menschen stehen dem PDF-Format immer noch sehr kritisch gegenüber. PDF-Dokumente sind in unbearbeitetem Status oft gar nicht lesbar; ein Word-Dokument hingegen ist zwar meistens auch nicht barrierefrei, aber doch zumindest meist teilweise lesbar.

Im Netz gibt es sehr viele schlechte und nur wenige gute strukturierte Word-Dokumente; dasselbe gilt auch für schlechte beziehungsweise korrekte barrierefreie PDF-Dokumente. Die Tester der schweizerischen Stiftung »Zugang für alle« kennen die Vor- und Nachteile der beiden Formate. Dies ermöglicht ihnen, die gemachten Erfahrungen mit barrierefreien Word- und PDF-Dokumenten einander gegenüberzustellen. Die häufig zu hörende Meinung »PDF-Dokumente sind schlecht« soll durch einen Test mit Fakten hinterfragt werden.

Anhand von 20 Accessibility-Prüfkriterien hat die Stiftung einen Vergleich der beiden Formate mit dem Screenreader JAWS durchgeführt. Untersucht wurden 20 JAWS-Befehle, die für die Benutzung von Dokumenten für blinde und sehbehinderte Menschen am wichtigsten sind. Der Vergleich zeigt, dass bei 11 von 20 untersuchten Kriterien das PDF-Format von JAWS deutlich besser unterstützt wird. In Word werden lediglich zwei Funktionen besser vom verwendeten Screenreader unterstützt als im vergleichbaren PDF-Dokument.

Die kompletten Ergebnisse des Tests sind unter »Zugänglichkeit von Word- vs. PDF-Dokumenten mit JAWS«.

19 Mär 2010

Die Stiftung »Zugang für alle« aus der Schweiz veröffentlicht heute das erste Gratis-Programm zum Testen der Barriere­freiheit von PDF-Dokumenten. PACPDF Accessibility Checker – führt auto­matisch Prüfungen durch und erstellt einen Bericht mit den gefundenen Fehlern. PAC ermöglicht zudem eine Vorschau eines PDF-Dokuments. Diese Vorschau zeigt auf, wie das Dokument von einem blinden Menschen mit Screenreader (Bild­schirm­lese­programm) inter­pretiert und gelesen wird.

Barrierefreie PDF sind Dokumente, die von allen – auch von Menschen mit Behinderungen – gelesen werden können. So können beispiels­weise Blinde auf ein barriere­freies PDF-Dokument über ein Bild­schirm­lese-Programm (Screenreader) zugreifen; der Screenreader liest das Doku­ment vor. Damit das aber funktio­niert, sind – ähnlich wie in HTML – Struktur­infor­mationen (sog. Tags) notwendig. Erst bei korrektem Einsatz dieser Tags ist es möglich, dass viele Menschen mit Behin­derungen ein PDF lesen, benutzen und bedienen können.

Im Internet werden immer mehr PDF-Dokumente publiziert. Leider sind diese Dokumente ohne spezielle Bear­beitung nicht zugäng­lich und viele Menschen mit Behin­derungen können die Infor­mationen in diesen Dateien nicht oder nur teil­weise lesen. Auch der grösste Teil der PDF-Dokumente von Behörden, welche aufgrund des Behin­derten­gleich­stellungs­gesetzes zugänglich sein müssten, sind nicht barriere­frei und somit nicht lesbar für Menschen mit Behinderungen.

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Werkzeug überprüft Barrierefreiheit übersichtlich

Das kostenlose Programm PAC ist ein sehr nützliches Hilfs­mittel für alle die testen möchten, ob ihre PDF-Dokumente auch für Menschen mit Behinderungen geeignet sind. PAC führt bei einem PDF-Dokument oder PDF-Formular die folgenden 12 Prüfschritte durch:

PDF Accessibility Checker
  1. Dokument als getaggt markiert
  2. Dokumenttitel vorhanden
  3. Dokumentsprache definiert
  4. Zulässige Sicherheitseinstellung
  5. Tab folgt Dokumentstruktur
  6. Dokument konsistent gegliedert
  7. Lesezeichen vorhanden
  8. Zugängliche Zeichencodierungen
  9. Inhalt vollständig getaggt
  10. Logische Lesereihenfolge
  11. Alternativtexte vorhanden
  12. Korrekte Syntax von Tags/Rollen

PAC bietet weiter die Möglichkeit, eine Vorschau des struktur­ierten PDF-Dokuments in einem Browser anzu­zeigen. Diese Vor­schau zeigt auf, welche Tags im PDF-Dokument ent­halten sind. Somit kann einfach erkannt werden, welche Elemente von assis­tierenden Programmen (z.B. einem Screenreader) inter­pretiert und ausge­geben werden können. Die Vorschau ist eine Accessibility-Preview des Dokuments.

Vorschau PDF im Browser

Im PAC-Prüfungs­bericht wird zu den einzelnen Check­punkten der Status mit den ent­sprechenden Meldungen ausgegeben. Über die Links kann innerhalb des Prüfberichts navi­giert werden. Beim Aktivieren der Links mit den Fehler­meldungen wird das PDF-Dokument im Webbrowser geöffnet und die Position von möglichen Fehlern wird angezeigt.

Feedback

PAC steht kosten­los und ohne Ein­schränkungen als sog. Freeware zur Ver­fügung. Feedback, Fehler­meldungen oder Vor­schläge für weitere Funktionen sind will­kommen. Bitte Feedback per E-Mail an pac@access-for-all.ch.

Download und weitere Informationen

Hier geht es zum kosten­losen Download des PDF Accessibility Checker PAC.

Folgende System-Anforderungen müssen erfüllt sein:

  • Windows XP, Vista oder 7
  • Adobe Reader Version 8 oder neuer
  • Mozilla Firefox 3 oder neuer, Interner Explorer 8 oder neuer oder Google Chrome
  • Microsoft .NET Framework 2.0 SP2 oder neuer

02 Jul 2007

Heute gibt's eine kurze Einführung in die Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente, damit diese für eine Vielzahl von Nutzergruppen zugänglich aufbereitet werden können. Eine Anleitung zur Erstellung barrierefreier PDF hatten wir vor einiger Zeit in Form einer Checkliste veröffentlicht. Hier gibt's die Tipps nochmals zum nachhören, ergänzt durch ein paar weitere Infos zum Thema.

Zum Mithören:

Podcast vom 02. Juli
(.mp3, 15′45″, 14,5 MB)

Zum Mitlesen:

Die Mitschrift des Podcasts

Zum Abonnieren:

Der Podcast im iTunes Music Store

20 Jun 2007

Die aktuelle Wasserstandsmeldung zu normativen Standards und de-fakto-Standards:

16 Apr 2007

Wie schon öfter an dieser Stelle erwähnt kann Barrierefreiheit nur funktionieren, wenn alle ihr Scherflein dazu beitragen. Und wie bei der klassichen Web-Kombo aus HTML + CSS + JavaScript gilt auch bei PDF-Dokumenten: die Software zur Erstellung muss es ermöglichen und die Software des Benutzers muss es unterstützen, sonst erreicht man maximal ein Drittel des Möglichen. Was es bei der Nutzung von PDF-Dokumenten in gängigen Screenreadern alles zu beachten gibt, beschreibt ein Artikel im Web Access Centre Blog des britischen Royal National Institute of the Blind: »Accessing PDF using JAWS: a users guide«.

Neben dem üblichen Adobe Reader bzw. den in Betriebssystemen wie Mac OS X direkt eingebauten PDF-Anzeigeprogrammen gibt es mittlerweile auch Anwendungen zur Verarbeitung von PDF, die auf die Bedürfnisse von Nutzern mit Behinderung zugeschnitten sind. Eines davon ist das Programm PDF Equalizer, das nicht nur die Wahrnehmung von PDF-Dokumenten anpassbar macht, sondern auch eine Reihe Zusatzfeatures zur Nutzung und zum Verständnis der Inhalte bietet, wie eingebaute Wörterbücher, Übersetzungsfunktionen und die Konvertierung in mp3-Dateien. Mehr dazu bei A-Tech Review: »The Importance of PDF Equalizer«.

Auch auf der Seite der Erstellung gibt es durchaus ernstzunehmende Alternativen (insbesondere da der Umgang mit Acrobat Professional nach wie vor, vorsichtig ausgedrückt, katastrophal ist). CommonLook Section 508 for Adobe Acrobat ist zwar vom Namen her auf die entsprechende amerikanische Verordnung zugeschnitten, hilft aber genau so gut bei der Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente nach BITV. Eine Rezension der Software findet man bei WebAIM. Allerdings bezieht sich der Text auf eine ältere Version, dem Vernehmen nach wurden viele der dort angesprochenen Mängel in den folgenden Versionen beseitigt.

02 Apr 2007

Neues bei der EfA-Frühlings-Contentoffensive: eine kurze Einführung in die Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente mit Tipps für verbesserte Arbeitsabläufe von Jan Eric Hellbusch. Behandelt werden typische Fälle von PDF-Dateien und wie diese für eine Vielzahl von Nutzergruppen zugänglich aufbereitet werden können.

Diese Anleitung ist auch als barrierefreie PDF-Version zum Download erhältlich: Checkliste-Barrierefreies-PDF.pdf.

05 Mär 2007

Wir kämpfen hier gerade mal wieder mit den Tücken des PDF-Formats bzw. der Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente. Wie so oft gilt auch hier die alte Regel Müll rein – Müll raus – wenn das Ausgangsdokument optimal ist, dann gibt's in der Regel auch keine Probleme bei der Konvertierung in ein barrierefreies PDF. Wenn das ursprüngliche Dokument aber eine Katastrophe ist, dann, na ja, Sie können es sich denken…

Neben der üblichen Kombination aus MS Word und Acrobat Professional kann man mittlerweile auch die OpenSource-Alternative OpenOffice (bzw. NeoOffice für Mac OS) ruhigen Gewissens empfehlen. Der Output des PDF-Exports ist hiermit auch ohne kostspielige Zusatz-Software zur Nachbearbeitung recht ordentlich. Vorausgesetzt natürlich, daß das ursprüngliche Dokument schon in Ordnung war.

Überprüfen kann man die ursprünglichen Dokumente neuerdings mit dem Open Document Format (ODF) Accessibility Evaluator (gefunden via). Das Werkzeug der University of Illinois kann bis zu 2 MB große ODF-Dokumente auf ihre Zugänglichkeit überprüfen. Einfach hochladen und schon bekommt man einen Bericht, ob Überschriften korrekt benutzt wurden und Alternativtexte für Bilder vorhanden sind. Mehr zur Entwicklung barrierefreien Nutzung des OpenDocument-Formats auch bei heise.

05 Feb 2007

PDFs haben sich schon seit geraumer Zeit als de-fakto-Standard für die Verteilung elektronischer Dokumente etabliert. Nun kommt noch ein richtiger de-jure-Standard hinzu: der Hersteller Adobe hat angekündigt, dass man die komplette Spezifikation von PDF 1.7 veröffentlichen und bei der ISO zur Standardisierung einreichen wird. Bereits standardisiert sind die Unterformate PDF/A zur Archivierung (als ISO 19005) und PDF/X für den Austausch von Dokumenten in der Druckbranche (als ISO 15930), in der Entwicklung befinden sich zurzeit noch weitere Standards wie PDF/UA (engl. für: Universally Accessible).

Mehr zum Thema bei den üblichen Verdächtigen:

06 Dez 2006

Nachdem die Version 8 der Werkzeuge zur Erstellung von PDF-Dateien im letzten Monat in der Version 8 veröffentlicht wurden hat nun auch der kostenlose Adobe Reader den Sprung auf die neue Versionsnummer geschafft (Download für Windows und Mac OS X, Packungsbeilage).

Wichtige Infos zum Thema Barrierefreiheit finden Sie nach der Installation in der Hilfe unter den Stichwörtern Ein-/Ausgabehilfe-Werkzeuge sowie im Menübefehl Setup-Assistent für Ein-/Ausgabehilfe.

Wenn Sie wissen wollen wie man zugängliche PDF-Dokumente erstellt – Greg Pisocky von Adobe beschreibt auf 128 Seiten, wie dies mit der Vorgängerversion geht: »Creating Accessible PDFs using Adobe Acrobat 7.0 Professional« (PDF-Version bzw. HTML-Version). Eine gute Einführung in das Thema gibt es auch bei bei Bruce Lawson: »Making and generating accessible PDFs« und natürlich in unserem EfA-Special: »Barrierefreie PDF-Dokumente«.

24 Okt 2006

OpenOffice.org (OOo) ist eine kostenloses Open Source-Officepaket, das mittlerweile den Vergleich mit der kommerziellen Konkurrenz nicht mehr zu scheuen braucht. Obwohl noch nicht so bekannt wie die Bezahl-Angebote, findet es doch verstärkt Verbreitung in Unternehmen, Behörden und auch bei Heimanwendern.

Bei WebAIM gibt es eine neue Serie zum Thema: »OpenOffice.org and Accessibility« – in Teil №1 geht es um die Textverarbeitung Writer und wie man mit dieser strukturierte Dokumente erzeugt, die sich dann auch als Tagged PDF oder einigermaßen zugängliches HTML speichern lassen.

Mehr zur barrierefreien Benutzung der Anwendung selbst in den Video-Mitschnitten von der OpenOffice.org-Konferenz.

01 Mär 2006

Im Zuge des Relaunches haben wir nun auch unsere Download-Seite renoviert: neu hinzugekommen ist ein Archiv zum Herunterladen mit einigen beispielhaften HTML-Dateien und einer kommentierten Fassung sämtlicher Style Sheets. Abschreiben ist wie immer ausdrücklich erwünscht.

Ebenfalls neu am Start ist ein weiterer Artikel zum Thema »Gestaltung barrierefreier PDF-Dokumente« von Jan Hellbusch, der zuerst im Sonderheft »Barrierefreiheit im Internet« der Zeitschrift »Information - Wissenschaft & Praxis« erschienen ist. Diesen Artikel gibt es auch als Audioversion, die uns freundlicherweise vom DVBS zur Verfügung gestellt wurde: PDF-barrierefrei.mp3 (MP3-Datei, ca. 6,4 MB)