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News mit dem Tag »Flash«

Nun ist es offiziell: beim Kölner Barcamp sind auch Frauen eingeladen. Die Zahl der angemeldeten Teilnehmer nähert sich schon bedrohlich dem zugelassenen Maximum von 150 an. Falls Sie noch teilnehmen wollen, sollten Sie sich schleunigst im Wiki eintragen.

Weit weg von Köln findet am 19. und 20. November in Düsseldorf die Flashforum Konferenz 2006 statt. Bei Frau Hoffmann gibt gab es zwei Eintrittskarten zu gewinnen, weitere Infos zu Programm, Themen und Referenten bei flashforum.de.

Vermischtes zu vorhandenen und kommenden Browsern:

Gehobener Lesestoff, falls Sie am Wochenende noch nichts vorhaben:

Bei WebAxe gibt es ein hörenswertes Interview mit Jared Smith, Associate Director von WebAIM und Mitglied der WaSP Accessibility Task Force. Themen sind die WCAG 2.0 und 1.0 und deren mögliche Überarbeitung durch die WCAG Samurai.

Ein sehenswertes Interview mit dem Usability-Experten Steve Krug gibt es bei usarchy.com zu sehen: »Steve Krug: A morning a month, that's all we ask«.

Ian Forrester hat dankenswerterweise die Vortäge der d.construct-Konferenz aufgezeichnet und die Videos veröffentlicht:

Beim achtzehnten Kölner Multimediatreff geht es am Samstag, den 7. Oktober 2006 um das aktuelle Trendthema Rich Internet Applications. Zitat: Dieser Multimediatreff richtet sich an alle Webentwickler und Konzepter, die mehr als eine handelsübliche Website erstellen wollen. Mit desktopähnlichen Komponenten, dynamischen Inhalten, benutzerfreundlichen Frontends und leicht anpassbaren Backends. Details zum Programm und Anmeldung bei multimediatreff.de.

Das Heidelberger Projekt WEB for ALL führt am Donnerstag, den 5. Oktober 2006 von 11 – 15 Uhr eine Schulung für Einsteiger in das Thema »Barrierefreiheit im Internet« in Stuttgart durch. Weitere Infos und Anmeldung bei land-ohne-barrieren.de.

Heute mal monothematisch zu Flash, das neulich seinen zehnten Geburtstag gefeiert hat (wir berichteten). In der Szene kocht gerade wieder eine Debatte hoch, die aus Zeiten stammt als der Kanzler noch Kohl hiess: wie bettet man Flash in HTML-Seiten ein?

Flash und Sehbehinderung

Ein altes Problem mit Flash ist, daß sich die Inhalte nicht anpassen, wenn der Benutzer z. B. unter Windows benutzerdefinierte Farben oder einen der Kontrastmodi eingestellt hat. Auch die neueste Version des Flash Player 8 ignoriert diese Einstellungen immer noch, aber Tinic Uro, Programmierer bei Adobe, hat etwas ausgetüftelt, mit dem man zumindest in der Anwendung selbst auf einen Kontrastmodus umschalten kann: »Using Flash Player 8 filters for good«. Ein praktisches Beispiel liefert er gleich mit.

Neben dem WWW (wir berichteten) gab es in dieser Woche noch ein paar weitere Geburtstage zu feiern. Beim morgendlichen Kaffee stolperten wir über einen Bericht in der Lokalzeitung zu 25 Jahren IBM PC, Gratulation auch von Ehrensenf.

Hintergründiges zu Entwicklung und Zukunft des Webs kann man auch in einem Interview mit XML-Miterfinder Tim Bray bei ZDNet hören.

Der nächste Geburtstagsgruß geht an Flash, das in dieser Woche 10 wurde. Erinnerungen an die Anfänge bei John Dowdell: »Flash true confessions« und bei den verdrahteten Nachrichten: »Flash Turns 10«.

Wenn Sie Flash auf Ihren Seiten einsetzen, dann haben Sie doch sicher auch schon auf das letzte Sicherheits-Update des Internet Explorers reagiert und den Code entsprechend angepasst, oder? Falls Sie das noch nicht gemacht haben, dann sollten Sie das demnächst nachholen. Was zu tun ist wird auf der Macrodobia Active Content Developer-Website en détail erklärt.

Jetzt kommt noch ein weiterer Grund hinzu: wie Andrew Kirkpatrick berichtet gibt es in der neuesten Version des Screenreader JAWS einen ganze Reihe Bugs, die den Zugang zu Flash-basierten Inhalten unmöglich machen. Kirkpatrick beschreibt zwei Lösungsmöglichkeiten – eine bedeutet, dass die Nutzer ihren Screenreader umkonfigurieren müssen (worauf man sich nicht verlassen sollte); die andere Lösung ist die oben beschriebene Änderung in der Einbettung. Mehr dazu im Adobe Accessibility Blog: »IE Security, JAWS, and Flash Issues«.

Adobe Flash Player 9 ist fertig (Download, Packungsbeilage).

Safari bekommt einen eigenen JavaScript-Debugger. Erstmal nur in den Nightly Builds von Webkit, dafür aber zu 90% in HTML und JavaScript (!) geschrieben.

Wie man sich eigene Firefox-Erweiterungen selbst basteln kann beschreibt Paul Adams bei webmonkey: »Your First Firefox Extension«

Keine Ahnung ob das nur ein Gerücht ist, aber angeblich wird die finale Version 7 des Internet Explorer wohl am 6. Dezember veröffentlicht werden.

Vermischtes zur Barrierefreiheit im Allgemeinen und zu den WCAG 2 im Speziellen:

Passend dazu das Zitat der Woche: If all we have to work with are old guidelines that are understandable but out of date, or new ones that are supposedly up to date but not understandable, how can we push accessiblity forward?

Auch noch interessant:

Um einen aktuellen Zustand von Browsertabitis zu beheben hier eine Reihe von Links zum Thema Designtheorie und -praxis:

  • Weil die Verbreitung von Flash 7 mittlerweile irgendwo im 90%-Bereich rangiert macht sich Mike Davidson Gedanken um die gewünschten Features der geplanten Version 3 von Scalable Inman Flash Replacement (sIFR):
    »sIFR 3: A Request for Requests«. Roger Johansson hat auch gleich ein paar Vorschläge zur Verbesserung; falls Ihnen auch noch was einfällt können Sie Ihre Ideen in den Kommentaren abgeben.
  • Cameron Moll und Brian Fling haben nun endlich den dritten Teil ihrer Serie zum Design für mobile Endgeräte fertiggestellt:
    »Mobile Web Design: Tips & Techniques«
  • Björn Seibert lässt sich von Nürnberger Lebkuchen und Dresdner Stollen im Supermarkt täuschen und fängt sehr früh mit einem Ausblick auf's kommende Jahr an:
    »Topics 06+« (unsere für das aktuelle Jahr ist ja auch noch immer nicht ganz abgearbeitet…)
  • Weil wir auf der RehaCare mehrfach danach gefragt wurden haben wir nochmal ein bisschen recherchiert und beim RNIB den folgenden Artikel gefunden, in dem Probleme und Lösungen der barrierearmen Aufbereitung von GIS-Daten (Landkarten u.ä.) diskutiert werden:
    »GIS and accessibility«
  • Peter Krantz hat sich diesmal die Seiten der neuseeländischen Regierung vorgenommen und auf die Einhaltung der selbst verordneten Standards untersucht:
    »Government Web Standards Usage: New Zealand« (Interessante Parallele ?1: die Frist zur Erfüllung der Richtlinien läuft zum Jahreswechsel ab. Interessante Parallele ?2: gerade mal 5,7% der untersuchten Websites halten sich daran.)

Bobby van der Sluis hat mit Unobtrusive Flash Objects (UFO) v1.0 eine neue Methode ausgetüftelt, um Flash-Filme standard-konform einzubetten. So richtig gefallen will uns die Methode dann aber doch wieder nicht, alleine schon weil hier JavaScript mal wieder eingesetzt wird, um unterschiedliche oder fehlerhafte Implementierungen in den diversen Browsern (bzw. in diesem einen speziellen Browser) auszubügeln. Da scheint uns die Methode, die Angie Radtke bereits letztes Jahr bei CSS-Technik.de vorgestellt hat immer noch sinnvoller: »Flash standardkonform und barrierearm in XHTML einbinden«.

Eine andere ähnliche ist FlashObjects von Geoff Stearns, wo die Kommentare zum ursprünglichen Posting zu der verbesserten Methode FlashObject: Javascript Flash detection and embed script geführt haben.

Übrigens: bevor Sie jetzt wieder Iiiih, Flash, das können die Suchmaschinen doch nicht und die Screenreader schon gar nicht rufen - beides stimmt schon lange nicht mehr. Halbwegs aktuelle Screenreader kommen mit sauber umgesetztem Flash ganz hervorragend klar und auch Google kann Texte in Flash-Dateien indexieren. Ersteres können Sie beim Spiel zum BIENE-Award testen, das in den letzten Wochen kontinuierlich weiterentwickelt und gerade in Sachen Barrierefreiheit auch für Screenreader weiter optimiert wurde. Letzteres kann man bei Google in der Liste der durchsuchten Dateien nachlesen (oder einfach mal nach Skip Intro googlen :-).

Der amerikanische Hersteller HiSoftware, der schon mehrfach durch ganz brauchbare Accessibility-Testwerkzeuge aufgefallen war, hat eine neues (kostenloses!) Prüfwerkzeug veröffentlicht, mit dem man Flash-Dateien auf ihre Zugänglichkeit hin abklopfen kann. Mehr dazu in der Pressemitteilung »HiSoftware Makes Available Flash Accessibility Tools«, Download und weitere Infos von den Produktseiten: »AccRepair for use with Macromedia Flash MX 2004«.

Die wöchtentliche AJAX-Linkschleuder kommt diesmal vom überaus interessanten JPSPAN-Projekt: »XMLHttpRequest Introduction«.

Das Qualitätssicherungsteam des W3C schreibt bei A List Apart über Sinn und Unsinn, eigene Document Type Definitions (DTD) zu hacken, nur damit eine Seite validiert: »More About Custom DTDs«.

Andy Clarke startet ein interessantes Experiment, bei dem 30 Designer gemeinsam an einem Style Sheet arbeiten, das aus genau 30 Regeln besteht: »Imagine what it would be like to work with 29 other people on the same CSS file«.

Bei Access Matters gibt es Tonschnipsel davon, wie diverse Screenreader mit Alternativtexten umgehen und welche Notation man am besten für Bilder ohne echte Funktion benutzt: »Speaking ALT Text«.

Claus Wahlers hat irgendwas gebastelt, womit SVG auf allem läuft, wo Flash installiert ist. Wie das genau funktioniert haben wir noch nicht verstanden, aber es scheint immerhin zu funktionieren: »Display SVG in 97% of all Web Browsers«.
(Update: Claus Wahlers hat das in einem Kommentar so erklärt, dass wir es jetzt auch verstanden haben. Danke!)