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News mit dem Tag »Flash«

04 Mai 2011

Eine der wichtigsten Neuerungen der WCAG 2.0 gegenüber der Vorgängerversion ist, dass auch Formate als barrierefrei angesehen werden, die ausserhalb der Kontrolle des W3C liegen. Das gilt natürlich nur unter dem Vorbehalt, dass diese Inhalte auch in Hinblick auf die Barrierefreiheit entwickelt wurden, aber die gleiche Einschränkung lässt sich ja auch auf Formate wie HTML & CSS anwenden. Daher ist es ausgesprochen erfreulich, dass der Hersteller Adobe die Techniken dokumentiert hat, mit denen man Flash-basierte Inhalte so umsetzen kann, dass sie auch für Menschen mit Behinderung zugänglich sind (wichtige Einschränkungen sind in den Flash-Technik-Anmerkungen dokumentiert). Was es bei der Erstellung von barrierefreiem Flash zu beachten gilt wird in den folgenden WCAG-Techniken erklärt:

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Allgemeine Techniken

Flash & Medienalternativen

Navigation und Bedienung in Flash

Flash & Formulare

17 Mai 2010

Obwohl das Web nach wie vor ein textbasiertes Medium ist, kommt kaum eine Website heute ohne multimediale Angebote aus. Vor allem im Bildungsbereich spielen Podcasts, Videos und Präsentationen eine immer größere Rolle.

Podcasts – hören statt sehen

Podcasts können mit geringem Aufwand produziert und angeboten werden und erfreuen sich großer Beliebtheit, weil sie problemlos mobil genutzt werden können. Für Blinde liegt der Vorteil von Podcasts darin, dass sie rein akkustisch sind, zumeist als Download angeboten werden und problemlos auf dem PC oder anderen Geräten angehört werden können.

Auch Blinde schauen Videos

Viele Leute scheinen zu glauben, Blinde würden sich keine Videos anschauen. Allerdings dürfte es kaum jemanden überraschen, dass auch Blinde oft einen Fernseher zuhause stehen haben. Videos haben einen sehr hohen sprachlichen Anteil. Viele Vorträge, Vorlesungen, Interviews oder Ausschnitte aus aktuellen Fernsehsendungen werden als Video bereit gestellt. Das Einbinden und Verweisen auf Videos gehört zum Alltag im Web 2.0.

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Flash als Barriere

Das Kernproblem bei der Zugänglichkeit der Videos besteht im verbreiteten Einsatz des Flash-Player. Videos auf YouTube lassen sich über Tastatur weder starten noch stoppen. Für Blinde wäre es besonders wichtig, die Lautstärke von Videos zu steuern, da sie bei zu lauten Videos ihre Sprachausgabe nicht mehr verstehen können.

Wie es anders geht, zeigen die Anwendungen EasyYouTube oder Accessible Interface to YouTube. Diese Anwendungen sind über den Screenreader steuerbar. Für den Browser Firefox gibt es verschiedene Erweiterungen, die das Herunterladen und bequeme Steuern der Videos zulassen. Der Online-Dienst Video2mp3 erlaubt das Konvertieren von Videos in mp3. Die Nachteile solcher Anwendungen sind aber offensichtlich:

  • Es ist nicht klar, ob diese Anwendungen mit den Benutzungsbedingungen der Anbieter und dem Urheberrecht harmonieren.
  • Diese Anwendungen sind oft auf bestimmte Plattformen zugeschnitten. Wenn man zum Beispiel Videostreams der eigenen Universität ansehen möchte, dann funktionieren auf YouTube zugeschnittene Programme nicht. Die Website Podcampus bietet Vorträge verschiedener Universitäten im Flash-Format an, ist aber von Haus aus nicht zugänglich.
  • Zudem entgehen dem Nutzer viele Informationen und Funktionen der Ursprungs-Website, mehr oder weniger nützliche Kommentare und Anmerkungen, die Anzeige verwandter Inhalte oder erweiterte Suchfunktionen mit Filtermöglichkeiten.

Bedenklich ist auch die Tendenz, Präsentationen als Flash-Animation wie auf SlideShare bereit zu stellen. Präsentationen enthalten normalerweise keine Audio-Kommentierung und die Texte der Präsentationen sind für den Screenreader nicht lesbar. Besser sind die Screencasts, dabei werden Präsentationen und Vorlesungstext parallel aufgesprochen. Davon können auch Sehbehinderte profitieren, die an ihrem eigenen Bildschirm der Präsentation wesentlich besser folgen können als einer Leinwand-Projektion. Die Screencasts werden aber zumeist ebenfalls im Flash-Format angeboten und sind damit für Blinde nicht zugänglich.

Multimedia dient nicht nur der Unterhaltung, sondern wird zunehmend auch in den Bereichen Bildung und E-Learning eingesetzt. Daher wird es für Blinde immer wichtiger, dass auch solche Angebote zugänglich sind.

01 Jul 2008

Wie man zugängliche Werbebanner erstellt wird im Web Access Centre Blog des RNIB erklärt: »Accessible banner adverts« für statische Banner und »Accessible Flash banner ad guidelines« für die interaktive Variante. (via)

Jede Menge Accessibility-Tipps gibt es in mundgerechte Häppchen verpackt bei Mike Davies unter accessibilitytips.com.

Wenn dann noch Appetit auf mehr herrscht, dann empfehlen wir das »Accessibility Tutorial« bei webucator.com, einer überarbeiteten Version des Tutorials von Accessibility-Urgestein Jim Thatcher. Die Grundlagen sind zwar auf den amerikanischen Markt und die §508 zugeschnitten, aber die praktische Umsetzung ist ja dieselbe.

Ebenfalls brauchbar:

Damit keiner mehr sagen kann es gäbe keine brauchbaren Anleitungen …

23 Jun 2008

Die wöchentliche Accessibility-Debatte.

Teil 1 – die Theorie:

Teil 2 – die Praxis:

18 Jan 2008

Dass man mit Flash mehr als nur bunte Bildchen und sinnbefreite Animationen machen kann müsste sich seit der letzen Biene eigentlich herumgesprochen haben. Andererseits stellt sich schon die Frage, wo denn all die zugänglichen Flash-Anwendungen sind?

Was dran liegen könnte, dass die Flasher aus der barrierefreien Ecke immer nur zu hören gekriegt haben, dass ihre Arbeit sowieso unzugänglich und deswegen böse ist. Auch wenn sich die Zeiten ändern und mittlerweile auf beiden Seiten des Zauns ein gesteigertes Interesse für die Arbeit der jeweils anderen zu beobachten ist. Und wenn mittlerweile sogar das britische Royal National Institute of Blind People Anleitungen für barrierefreie Flash-Banner veröffentlicht, dann ist das ein erster wichtiger Schritt aufeinander zu.

Zumal auch die HTML-, CSS & JavaScript-Fraktion durchaus etwas von den Flashern lernen kann, wie auch Khoi Vinh von der New York Times richtig beobachtet:

»… not enough Web standards-minded designers are thinking narratively in the way that our Flash-fluent colleagues are. The vast majority of practitioners of XHTML, CSS and JavaScript are almost exclusively dedicated to behavioral work — interfaces and templates. There’s very little narrative design being done with these tools, and that’s a shame.«

Das gleiche aus der Ecke derjenigen, deren wichtigstes Nutzungsszenario ein Roboter ist: Suchmaschinen und Flash waren lange Zeit ein großes No Go, aber mittlerweile lässt sich auch das Problem beheben. Muss halt nur gemacht werden. Zumal Google schon seit längerem Flash im Index hat und neuerdings dem Vernehmen nach das Flash-Search Engine SDK einsetzt.

Diskussionen, ob das denn nun ein offenes Format ist oder nicht interessieren dabei nicht die Bohne, zumal die Alternativen entweder ebensowenig frei sind oder meilenweit zurückliegen.

31 Okt 2007

Natürlich gibt es sie noch, die JavaScript-Abschalter, die das Web ausschließlich mit Lynx benutzen. Aber genauso gibt es ein Netz, in dem Inhalte eine wesentliche Rolle spielen, die weit über reinen Text hinausgehen. Und genau bei diesen multimedialen Inhalten müssen wir aufpassen, dass nicht wieder neue Barrieren aufgebaut werden:
ein gehörloser Nutzer kann mit einem Podcast herzlich wenig anfangen, wenn es keine Mitschrift gibt;
einem blinden Nutzer gehen unter Umständen wesentliche Informationen in einem Video verloren, wenn keine Audiodeskriptionen hinterlegt sind.

Und wie so oft liegt es nicht an den Werkzeugen, sondern am Problembewußtsein und am Willen des Anbieters. Die Tools ermöglichen es schon seit geraumer Zeit, multimediale Inhalte mit Text-Alternativen zu hinterlegen – man muss es halt nur machen. Deswegen haben wir mal ein paar empfehlenswerte Beispiele rausgekramt:

Der Online Subtitle Creator ist, wie der Name schon sagt, ein Online-Werkzeug, um vorhandene Flash Video-Dateien (FLV) mit Untertiteln zu versehen. Das gute daran: es lassen sich verschiedene vorhandene Formate importieren, Zwischenstände speichern und das Ergebnis lässt sich wieder in verschiedene Richtungen exportieren (u. a. Google Video, das schon seit geraumer Zeit untertitelte Videos unterstützt). Wie das Tool funktioniert lässt sich am besten in der Demo ansehen.

Falls Sie gute Beispiele für zugängliche Online-Videos suchen: Blinkx ist eine neue Suchmaschine für Video- und Audio-Inhalte. Das clevere daran: durchsucht werden auch die Untertitel. Ähnlich funktioniert auch Project readOn, aber wie üblich sind die Inhalte meist in Englisch.

Passend zum Thema:

Nachtrag: »Screencast: Adding Closed Captioning to video using Silverlight, ASP.NET AJAX, WCF and an external data source«

01 Okt 2007

Adobe hat eine neue Vorabversion von Flash Player 9 veröffentlicht (Download für Windows, MacOS X und Linux; Packungsbeilage; die üblichen Warnhinweise: nur unter Aufsicht von Erwachsenen ausprobieren). Neben einer Reihe von Bugfixes und der Unterstützung der H.264/MPEG-4-Video- und AAC-Audio-Kompression gibt's noch was interessantes zu berichten: Flash unterstützt nun die Microsoft Active Accessibility-Schnittstelle (MSAA) auch in Plug-In-basierten Browsern (also alle anderen ausser IE) unter Windows vollständig.

28 Sep 2007

Was mit JavaScript, AJAX und Flash:

12 Sep 2007

Ach ja, und Web Montag ist natürlich auch mal wieder irgendwo in unserem Sende­gebiet: so z. B. am 17. September in Bielefeld, Hannover, Düsseldorf, Kiel und München.

24 Aug 2007

Die Nachricht der Woche kam definitiv von Adobe: Flash Player 9 Update 3 Beta 2 unterstützt nun in allen Windows-Browsern, die Plug-Ins verstehen, die MSAA-Schnittstelle (Microsoft Active Accessibility – hierüber werden Hilfsmittel wie Screenreader, Lupenprogramme usw. mit den nötigen Informationen versorgt). Die MSAA-Unterstützung im Internet Explorer funktionierte ja bekanntlich schon seit der Version 6 des Flash Players, nun kommen endlich Opera, Firefox und auch der neue Safari 3 hinzu. Beispiele finden sich in der ActionScript 3.0 Language and Components Reference unter AccessibilityProperties.

Weitere Nachrichten zum Thema:

09 Jul 2007

Um das Thema ›Untertitel für Flash‹ geht es in einem Online-Seminar am morgigen Dienstag, den 10. Juli. Andrew Kirkpatrick von Adobe erklärt, warum Untertitel für gehörlose oder schwerhörige Nutzer wichtig sind und wie man diese auf einfache Art in Adobe Flash CS3 integrieren kann. Weitere Infos und Anmeldung im Adobe Accessibility Blog. (Zur Info: 11:00 a.m. PDT entspricht 20:00 Uhr unserer Zeit)

30 Mär 2007

Wenn wir uns nicht verzählt haben, dann müsste die neu veröffentlichte Version Adobe Flash CS3 nach herkömmlicher Zählweise v.9 entsprechen. Was es alles neues gibt erklärt Frank Puscher bei Dr. Web: »Flash CS3: Das sind die Neuheiten«.

Zur Erinnerung dass man Flash und Barrierefrei durchaus zusammen in einem Satz erwähnen kann hier noch ein paar Links zu Vorträgen von Bob Regan und Eileen O'Brien von Macromedia Adobe:

Passend zum Thema auch die Texte von James Ward: »How I Overcame My Fear of Flash« und Dan Mall: »Semantic Flash: Slippery When Wet«.

20 Mär 2007

Internetangebote müssen auch dann nutzbar sein, wenn der verwendete Benutzeragent neuere Technologien nicht unterstützt oder diese deaktiviert sind – so steht es in Anforderung 6 der BITV. Was das genau heißt und wie die nachfolgenden Bedingungen nach dem aktuellen Stand der Technik zu interpretieren sind erklären wir in Teil 6 der überarbeiteten BITV-Serie: Anforderung 6 - Nutzbarkeit ohne neuere Techniken.

Im ebenfalls fertiggestellten Teil 7 geht es um die Erkenntnis, daß das Web mehr ist als nur eine Sammlung strukturierter statischer Texte: Anforderung 7 - Dynamik und Bewegung.

08 Feb 2007

Das Einbetten von Flash sollte ja eigentlich nicht soooo schwierig sein. Ist es aber leider doch. Besonders wenn das Ergebnis ein weiterhin valides Dokument sein soll, das auch für Screenreader & Co. zugänglich ist. Und trotz der weitestgehenden Abstraktion gibt es immer noch einige Unterschiede zwischen den Plattformen, auch wenn das jeweils neueste Plug-In für Windows, MacOS oder Linux (ja, Linux) vorhanden sein sollte.

Das könnte sich bald ändern: Bobby van der Sluis (der mit dem UFO) hat sich mit Geoff Stearns (der mit dem SWFObject) zusammengetan, um eine gemeinsame JavaScript-Bibliothek namens SWFfix zur Einbettung von Flash-Inhalten zu entwickeln. Van der Sluis hat zu diesem Thema auch einen Artikel bei A List Apart veröffentlicht: »Flash Embedding Cage Match«; zusätzlich gibt es bei swffix.org noch eine komplette Testsuite, in der sämtliche bekannten Methoden der Einbettung getestet und die Resultate miteinander verglichen werden. Fleißkärtchen!

29 Jan 2007

Aktuelle Podcasts und Videos zum Thema »So macht man Webseiten in 2007«. Da werden Sie nicht dümmer von:

30 Nov 2006

23 Nov 2006

Nonvisual Desktop Access (NVDA) ist ein neuer (Open Source-) Screenreader für Windows XP, der dem Vernehmen nach SAPI 4 & 5 und ViaVoice unterstützt und wohl auch mit Mozilla, Internet Explorer, Office, Outlook und den meisten Windows-Anwendungen zusammenarbeitet.

Peter Korn gratuliert dem GNOME Accessibility Project zum sechsten Geburtstag und listet eine ganze Reihe von assistiven Anwendungen an, die für die Linux und Solaris zur Verfügung stehen: »Happy (belated) birthday: GNOME accessibility turns 6 years old«.

Bei »How to Stop Flash Sound in FireFox« findet man die Beschreibung eines wirkungsvollen Tricks, wie man Flash im Firefox zum Schweigen bringt, ohne gleich das ganze PlugIn zu deaktivieren. Dem Browser fehlt ja leider nach wie vor die Option, mit der man soetwas per Knopfdruck erledigen könnte. Gerade für Screenreader-Nutzer kann das ausgesprochen störend sein, wenn sich die Sprachausgabe und der Flash-Film um die Vorherrschaft im Lautsprecher zanken.

R.I.P. IBM Home Page Reader

Wo wir gerade beim Thema sind: dem Vernehmen nach hat IBM die Weiterentwicklung und den Vertrieb des Home Page Reader eingestellt und konzentriert sich nun auf Open Source-Screenreader wie Orca (siehe oben). Der HPR war in den 90er Jahren aus einem der ersten Screenreader hervorgegangen und eines der ersten Programme, das blinden und stark sehbehinderten Menschen den Zugang zum World Wide Web ermöglichte (via BBC Access 2.0, die wir neu in unserer Blogroll begrüssen dürfen).

22 Nov 2006

Beim amerikanischen National Center on Disability & Access to Education (NCDAE) gibt es einen hörenswerten Webcast zum Thema »Web Captioning in Education« (inklusive Mitschrift). Diskutiert werden Möglichkeiten und Grenzen der Untertitelung bei Web-basierten Lernangeboten, die benötigten Werkzeuge und mögliche zukünftige Entwicklungen.

Für Flasher, die ihren Filmen Untertitel mitgeben wollen gibt's bei Adobe eine ganze Reihe neuer Skins zum Herunterladen. Geeignet sind diese für Untertitel, die mit der Captionate Flash Video captioning solution erstellt wurden. Mehr dazu bei Andrew Kirkpatrick: »Accessibility: FLVPlayback skins with Captionate captioning support«

Google Video unterstützt neuerdings auch Untertitel: »Finally, Caption Playback«; eine Auswahl von untertitelten Videos findet man hier; eine entsprechende Anleitung findet sich im Google Video Help Center: »How do I enter captions or subtitles for my video?« Nicht so einfach wie mit Magpie, aber es ist zumindest schonmal ein Anfang.