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Aktuelles zum Thema Barrierefreies Webdesign.

11 Aug 2010

A-Tag ’10 in Wien

Die österreichweite Plattform accessible media veranstaltet im Herbst zum fünften Mal den A-Tag, eine Veranstaltung zum Thema Web Accessibility. Das Internet ist in unserer Informationsgesellschaft ein fixer Bestandteil des Alltags, ob nun Tageszeitungen, Nachschlagewerke, Behördenwege, Bankgeschäfte, Einkäufe oder Anwendungen für soziale Netzwerke. Oft genug gibt es zu Internet-Angeboten keine Alternativen – daher ist ein für alle Menschen gut zugängliches Internet eine wesentliche Voraussetzung der gesellschaftlichen Teilhabe.

Der diesjährige A-Tag präsentiert sich in der gewohnten Vielfalt: Untertitelung von Videos und anderer Multimedia-Inhalte, barrierefreies Theme für ein CMS, HTML5 und WAI ARIA sind ebenso Thema wie die ökonomische Planung von Accessibility und – nicht zu vergessen – Informationen darüber, wie man sich das nötige Wissen aneignet.

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Merken Sie sich also den 5. November vor. Informationen zur Anmeldung sowie Details zu Referentinnen und Referenten und den Vorträgen erfolgen in Kürze unter atag.accessiblemedia.at/2010. Dank einer Förderung des Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend ist auch dieses Jahr der Eintritt frei.

Freitag, 05. November, TechGate Vienna, Donau-City-Straße 1, A-1220 Wien, weitere Infos demnächst unter atag.accessiblemedia.at/2010.

Kongress ›Bildung durch Gebärdensprache‹ in Saarbrücken

Aus eigener Erfahrung wissen viele Gehörlose, dass Bildungsdefizite Rückstände verursachen und dass sie gleiche Entwicklungschancen hätten, wenn ihnen angemessene Bildungsangebote zur Verfügung stehen würden. Information und Bildung sind der Schlüssel zur aktiven Mitbestimmung und Teilhabe an der Gesellschaft. Bildung heißt auch für gehörlose Menschen: Lebenslanges Lernen für Jung und Alt.

Deshalb veranstaltet der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. den 1. internationalen Kongress zum Thema »Bildung durch Gebärdensprache«. Er findet vom 26. bis 28. August 2010 in Saarbrücken statt.

Internationale Fachleute werden dort gemeinsam mit allen Teilnehmern Ideen, Konzepte und vorbildliche Beispiele diskutieren. So soll ein nationales Bildungskonzept für Gehörlose entwickelt werden. Die Vorträge werden in Deutscher Gebärdensprache oder International Sign gehalten. Der Kongress soll ein Auftakt sein, gehörlosen Menschen künftig einen besseren Zugang zu verschiedenen Bildungsangeboten zu garantieren. Alle Bereiche werden in Saarbrücken angesprochen: Lernen im Vorschulalter, Schulbildung, Berufsausbildung, Studium und berufliche Weiterbildung. Mehr Visualisierung und mehr Gebärdensprache in allen Bildungseinrichtungen stehen dabei im Mittelpunkt.

Damit der Kongress ein Erfolg wird, sollen viele Meinungen, Ideen und Vorschläge gebündelt werden. Deshalb ist es wichtig, dass viele Gehörlose und Hörende aus den unterschiedlichsten Teilen der Gesellschaft und den verschiedensten Berufszweigen an den Diskussionen teilnehmen. Das Informationsvideo von Rudolf Sailer, Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bunds, gibt es auch auf Youtube unter: www.youtube.com/watch?v=Ru6GaSBZLIE; weitere Informationen zum Programm und zu organisatorischen Fragen unter: www.gehoerlosen-bund.de.

26. - 28. August, Congress Centrum Saar, Hafenstraße 12, 66111 Saarbrücken.

W3C-Tag 2010

»Lücken im Web schließen – wie sich das Web der Daten und das Web der Menschen langsam, aber stetig annähern« Auch in diesem Jahr setzt das Deutsch-Österreichische W3C-Büro seine Kooperation mit den Xinnovations, der Konferenz für netzbasierte Systeme, in Form eines öffentlichen Thementages fort. Auf dem W3C-Tag 2009 wurde unter dem Motto »Das Web der Daten und das Web der Menschen« die Spannung zwischen aktuellen Technologieentwicklungen thematisiert: Semantic Web einerseits und HTML andererseits. Diese Spannung besteht nach wie vor, aber in den letzten Monaten wurden große Anstrengungen unternommen, die Lücke zu schließen:

  • RDFa ist eine Schlüsseltechnologie, um Semantic-Web-basierte Informationen in HTML zu integrieren. Seit diesem Jahr hat das W3C begonnen, die Nutzung von RDFa in HTML5 in einer eigenen Arbeitsgruppe zu standardisieren. Der W3C-Tag 2010 wird einen Zwischenbericht zu diesem wichtigen Verbindungsglied für die beiden Bereiche des Web geben.
  • Obwohl es noch kein fertiger Standard ist, hat HTML5 bereits einen Siegeszug ohnegleichen angetreten. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Entwicklung durch Implementationen in aktuellen Browsern vorangetrieben wird. Auf dem W3C-Tag werden deshalb Browserentwickler zu Wort kommen und Einsichten in den aktuellen Stand bieten.
  • Nicht nur zwischen HTML5 und dem Semantic Web gilt es Lücken zu schließen – auch eine Annäherung von Nutzern des Web zu Web-Standardisierung hat beim W3C eine wachsende Priorität. Deshalb werden beim W3C-Tag 2010 in einem besonderen Maße die Stimmen der Web-Entwickler ein Podium erhalten, die selten direkt am Standardisierungsprozess beteiligt sind.

Mittwoch, 15. September, Humboldt-Universität zu Berlin, Hegelplatz, weitere Infos unter xinnovations.de/w3c-tag.html.

Barrierefreiheit 2.0 - Wissen für alle

Für Menschen mit Behinderungen baut das Web 2.0 – als eines der Schlagwörter der Gegenwart – vor allem soziale Barrieren ab. Das war eine der Kernaussagen aus den einleitenden Expertengesprächen der ersten Studie zur Nutzung des Web 2.0 durch Menschen mit Behinderung. Konkrete Ansätze für die »Barrierefreiheit 2.0« existieren bereits, auch wenn die Normen neu aufgestellt werden. Trotzdem ist die Komplexität und Qualität der Webangebote in letzter Zeit deutlich gestiegen.

Charakteristisch für das Web 2.0 ist dabei die Nutzbarmachung »kollektiver Intelligenz«. Der Nutzer ist nicht mehr nur Informationskonsument, sondern auch aktiver Informationslieferant. So entstehen und verbreiten sich Informationen [Blogs, Communities, Foren, …] in bisher nicht gekannter Geschwindigkeit. Selbst Unternehmen können es sich heute nicht mehr leisten, nicht zuzuhören, über was und wie sich bestehende und potenzielle Kunden über sie und ihre Wettbewerber austauschen. Gleichzeitig hat das Web 2.0 aber auch Folgen für das Lernen: Wissensmanagement erfolgt in Netzwerkkommunikation, z.B. In Wikis, Webcasts oder in E-Learning-Szenarien. Schließlich schaffen semantische Technologien weitere Möglichkeiten der Wissensgenerierung.

Wo liegen dabei die Grenzen für Menschen mit Behinderung? Oder auch die Chancen? Hierum geht es auf dem Workshop. Diskutiert wird, welche Chancen und Probleme für Menschen mit Behinderungen mit dem Web 2.0 verbunden sind.

Mittwoch, 22. September, Schenck Technologie- und Industriepark, Landwehrstrasse 55, Darmstadt, Kooperationspartner: WEB for ALL, weitere Infos unter exousia-management.de/workshops/barrierefreiheit-220910.

Web Accessibility London Unconference 2010

The Web Accessibility London 2010 Unconference is a one day event being organised on a voluntary basis. The unconference will focus on areas of motor impairment, but will also consider issues of cognitive impairment and the wider disability population. The format will include presentations, workshops and a demonstration fair where attendees can try out existing and new assistive technology. The event is directed at end-users, web designers/developers, accessibility specialists and universities, charities and companies. For more information please email a11yLDN@googlemail.com or follow on twitter.com/a11yLDN.

Dienstag, 21. September, City University London,
Northampton Square, 
EC1V 0HB, London
(UK), weitere Infos unter a11yldn.eventbrite.com/.

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