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Aktuelles zum Thema Barrierefreies Webdesign.

Die Älteren unter unseren Lesern werden sich vielleicht noch an die Zeiten erinnern, als man noch Fonts in Webseiten einbetten konnte. Browserkrieg-typisch natürlich gleich zweimal, einmal für den IE und einmal für Netscape. Immer schön inkompatibel zueinander, und die Programme dafür stürzten meistens ab, bevor man mit der Arbeit fertig war.

Jahrelang war's ruhig um dieses Thema und in Ermangelung von Alternativen griffen Designer auf diverse Image-Replacement-Techniken zurück, um wenigstens einen Ansatz von typografischer Kontrolle zu behalten. Das könnte sich demnächst ändern, wenn immer mehr Browser die @font-face-Regeln von CSS2 beherzigen. Nach Vorreiter Opera beherrschen nun auch die Nightly Builds genannten Testversionen von Safari die nötige Technik zur Einbettung von TrueType-Fonts.

Wie das genau geht beschreibt CSS-Miterfinder Håkon Wium Lie in einem Artikel bei A List Apart: »CSS @ Ten: The Next Big Thing«. Bleibt das Problem, dass die weitaus meisten Lizenzen von kommerziellen Fonts (diese wewrden rechtlich wie Software behandelt) genau das nicht erlauben. Bleibt nur der legale Umweg über freie Schriften. Es müssen ja nicht gleich die schlimmsten sein, die man im Netz so findet, es gibt ja bekanntlich auch eine ganze Reihe sehr ordentlich gemachter freie Schriften.

Wo wir gerade bim Thema sind: Herr van Aaken veröffentlicht die besten Antworten auf sein »Sollte man ..?«-Gewinnspiel auf praegnanz.de. Diesmal: »Sollte man Serifenschriften im Lauftext verwenden?«.