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Aktuelles zum Thema Barrierefreies Webdesign.

Multimediale Inhalte sollen, so steht es in den Richt­linien, mit alternativen In­halten wie Untertiteln und Audio­deskrip­tionen, aber auch mit Übersetzungen in Gebärden­sprache versehen werden, und wenn's geht, dann bitte­schön synchron. Dass dies oft nicht gemacht wird liegt nicht nur am mangelnden Problem­bewusstsein, sondern auch an den hohen technischen Hürden und dem damit zwangs­läufig verbundenen hohen Aufwand. Mittler­weile haben große Video-Portale aber die Zeichen der Zeit erkannt und bieten Ihren Nutzern die Möglich­keit, selbst Unter­titel zu hinterlegen. Wie hier: »Google Video with Multi-Lingual Closed Captions« zu lesen war sogar mehrsprachig und unter Web2.0-mäßiger reger Beteiligung durch die Nutzer. Sevenload et al., bitte nachmachen.

Die Werkzeuge dazu sind mittler­weile auch viel einfacher geworden und in der Regel kostenlos erhältlich. So zum Beispiel die Windows-Freeware Subtitle Workshop oder das Browser-basierte Overstream (ein schönes Anwendungs­beispiel für dringend benötigte Unter­titel ist der Trapattoni-Was-erlaube-Strunz-Klassiker). Nach wie vor gibt es natürlich noch MAGpie, für das Pat Ramsey eine gute Doku­mentation verfasst hat: »Captioning Multimedia with MAGpie 2«

Auch bei der Gebärdens­prache tut sich was: so ist bei der britischen BBC ein Online-Angebot namens iPlayer in den halb­öffentlichen Beta-Test gegangen, bei dem ein Gebärden­dol­metscher einge­blendet wird (wie im richtigen Fernseher, d.h. nur sofern vorhanden). In Groß­britannien gab es bisher das selbe Problem wie hierzulande: Sendungen mit Gebärden-Dolmi gibt es vorzugs­weise auf irgend­welchen obskuren Sende­plätzen mitten in der Nacht - das ändert sich nun (Breit­band­anschluß vorausgesetzt). Weitere Infos dazu im Access2.0-Blog der BBC: »BSL comes to the iPlayer«.