BIENE 2006 - Pressemitteilungen

Goldene BIENEN fliegen auf Barmer, Pfizer und HELP-Österreich

Stiftung Digitale Chancen und Aktion Mensch zeichnen die 19 besten barrierefreien Internetangebote aus

08.12.2006

Bei der vierten Auflage des Wettbewerbs für die besten deutschsprachigen barrierefreien Internetseiten der Aktion Mensch und der Stiftung Digitale Chancen waren die komplexen Angebote die großen Gewinner. Die Preise in Gold gingen heute Abend in Berlin im Rahmen einer feierlichen Gala an die Internetauftritte der Barmer Ersatzkasse, des Pharmaunternehmens Pfizer sowie an das Bürgerportal des österreichischen Bundeskanzleramtes HELP.

Franz Thönnes

Ministerium für Arbeit und Soziales bündelt Kompetenzen der Bundesregierung zum Thema barrierefreies Internet

Als Festredner begrüßte Franz Thönnes, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, die rund 400 Gäste. Mit der Erklärung, dass die Zuständigkeit für die Barrierefreie Informationstechnikverordnung (BITV) künftig in seinem Ministerium gebündelt würde, kündigte er an, die Weiterentwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen voranzutreiben.

»Wir wollen den Kreis derjenigen, die von der BITV profitieren, erweitern und die Verordnung an die technische und inhaltliche Entwicklung des Internet anpassen.« Weil die BITV weit über die Behörden hinaus wirksam sei, seien auch Zielvereinbarungen nach dem Behindertengleichstellungsgesetzes ein sehr gutes Instrument, das künftig besser genutzt werden müsse. Dabei komme der BIENE eine wichtige Rolle zu, so Thönnes weiter: »Die BIENE motiviert und stimuliert. Und Politik und Unternehmen brauchen genau diese Stimulation.« (Die Rede von Franz Thönnes, MdB, im Volltext)

Martin Stehle

Ein Unternehmen, dass diese Impulse bereits aufgenommen und umgesetzt hat ist Pfizer. »Pfizer zeigt, dass Zielvereinbarungen möglich sind und wirken«, sagte Martin Stehle, Vertreter des Fachlichen Beirats in der Jury des Wettbewerbs. »Als Mensch mit Behinderung freut mich die Auszeichnung sehr. Auch die anderen Gewinner zeigen: die BIENE ist ein Ansporn und steht für Qualität.«

Diese Qualität beschäftigte auch die prominent besetzte Jury des Wettbewerbs. »Die Jury hatte die Qual der Wahl«, freut sich Iris Cornelssen, BIENE-Projektleiterin bei der Aktion Mensch. »Die Qualität der Angebote war noch nie so hoch wie in diesem Jahr«. Alle Gewinner hätten bewiesen, dass Barrierefreiheit im Internet weit mehr ist als das Abarbeiten von Checklisten. Die ausgezeichneten Angebote überzeugten durch saubere Programmierung gepaart mit innovativen Ideen und unkonventionellen Lösungen.

Dass in diesem Jahr erstmals ausschließlich die großen Angebote Bestnoten erhielten, ist für Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen, Anzeichen für einen Trend: »Gerade für große Anbieter ist Barrierefreiheit ein integraler Bestandteil eines umfassenden Qualitätsmanagements. Das beginnt bei der Konzeption, geht über die Programmierung und Gestaltung bis hin zur nachhaltigen Pflege. Das hat zum einen handfeste wirtschaftliche Vorteile, vor allem aber hilft es den Nutzerinnen und Nutzern.«

Johnny Haeusler

Aus Sicht der Web-Community schilderte Johnny Haeusler, Gründer des Weblogs Spreeblick und einer der bekanntesten deutschen Blogger, die Chancen, die das Internet bietet und den fundamentalen Wandel, der aus der weltweiten Vernetzung erwächst: »In der realen Welt steht fast immer die Frage im Mittelpunkt, was wir tun müssen, um Menschen mit Behinderung zu integrieren. Im Internet müssen wir umdenken und fragen, was wir tun müssen, um niemanden auszuschließen – und dabei spielt die Barrierefreiheit eine zentrale Rolle.« (Die Rede von Johnny Haeusler im Volltext)

Seit 2003 schreiben die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen die BIENE aus. Insgesamt haben sich in den vergangenen Jahren mehr als tausend Unternehmen, Organisationen, Behörden und Ministerien um den einzigen Preis, der die Barrierefreiheit von Internetseiten in den Mittelpunkt stellt, beworben.

Die BIENE 2006 haben gewonnen:

Informations- und Kommunikationsangebote (komplex):

Informations- und Kommunikationsangebote (einfach):

Einkaufs- und Transaktionsangebote (komplex):

Einkaufs- und Transaktionsangebote (einfach):

Nicht besetzt

Recherche- und Serviceangebote (komplex):

Recherche- und Serviceangebote (einfach):

Tagesaktuelle Informations- und Kommunikationsangebote

Nachwuchspreis

Grußwort zur BIENE 2006

Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesministerium des Inneren

28.11.2006

Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei der Verleihung des diesjährigen BIENE-Awards übermittele ich meine besten Grüße und Wünsche.

Mit der Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik hat die Bundesregierung im Jahr 2002 festgelegt, welche Anforderungen die Internetauftritte der Bundesbehörden erfüllen müssen, damit auch behinderte Menschen sie gut nutzen können. Seither hat es erhebliche Fortschritte gegeben. Ich freue mich, dass nicht nur bei den Internetauftritten der Bundesverwaltung die Barrieren wesentlich abgebaut worden sind.

An dieser Entwicklung haben Initiativen wie der BIENE-Award entscheidenden Anteil. Das Internet, welches unserem Zeitalter inzwischen seinen Namen gibt, wird so für noch mehr Menschen nutzbar.

Dieser Erfolg zeigt, dass für wirklich nachhaltige Veränderungen eine aktive Beteiligung der Menschen mindestens ebenso wichtig ist wie der gesetzliche Rahmen. Projekte wie der BIENE-Award zeigen in vorbildlicher Weise, wie Demokratie durch Mitgestaltung gelebt werden kann. Und sie sind ein verlässlicher Indikator für das Zusammenspiel der gesellschaftlichen Kräfte in unserem Land. Ich danke allen Teilnehmern am Wettbewerb für Ihren wertvollen Beitrag und wünsche ihnen viel Glück.

BIENE mit Spreeblick und Ehrensenf

Prominente Unterstützung bei der Preisverleihung des Wettbewerbs für die besten barrierefreien Webseiten

28.11.2006

Die Spannung steigt. Morgen, am 8. Dezember, verleihen die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen die BIENE 2006 an die besten deutschsprachigen barrierefreien Webseiten. Zur feierlichen Preisverleihung im ewerk in Berlin haben sich die Veranstalter prominente Unterstützung gesichert.

Als Festredner werden Franz Thönnes, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, und Johnny Haeusler von Spreeblick die knapp 400 Gäste begrüßen.

Für bestes Infotainment sorgt die Kölner Filmproduktion ravenrocker, die auch für das erfolgreiche Internet-Fernsehen Ehrensenf verantwortlich ist. Für die BIENE haben sich Moderatorin Katrin Bauerfeind und das ravenrocker-Team ins BIENE-Kostüm geworfen und Kurzfilme zum Wettbewerb und den einzelnen Kategorien entwickelt.

Berlin, Berlin, wir fliegen nach Berlin!

Die Finalteilnehmer der BIENE 2006 stehen fest.

28.11.2006

Der Fachliche Beirat hat 25 Webseiten für die Endrunde des Wettbewerbs für die besten barrierefreien deutschsprachigen Internet-Angebote nominiert. Welche davon tatsächlich eine der begehrten BIENEN bekommen, entscheidet am 7. Dezember eine prominente Jury. Am Abend des 8. Dezember zeichnen die Veranstalter im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung die Menschen aus, die hinter den besten barrierefreien Internet-Seiten stehen.

»Die Qualität der Beiträge ist insgesamt nochmals gestiegen«, freut sich Iris Cornelssen, Projektleiterin für die BIENE bei der Aktion Mensch und erklärt: »Das zeigt sich unter anderem daran, dass trotz der neuen Kategorien und der überarbeiteten Kriterien der BIENE, die nun über die Anforderungen der Verordnung über die Barrierefreie Informationstechnik (BITV) deutlich hinausgehen, wieder so viele Angebote das Finale erreicht haben.«

Zur Erinnerung: die Veranstalter hatten die BIENE in diesem Jahr nicht mehr nach inhaltlichen Kategorien ausgeschrieben, sondern sich an der Funktionalität der Angebote orientiert, also an der Frage, wozu Menschen eine Webseite nutzen. Ebenfalls neu ist die Unterscheidung der Wettbewerbsbeiträge nach Komplexitätsstufen. Dadurch stellen die Veranstalter sicher, dass der inhaltliche und technische Aufwand, der hinter den Webseiten steht, bei der Bewertung angemessen berücksichtigt wird.

»Die Veränderungen haben sich bewährt«, fasst Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen zusammen. »Dank des überarbeiteten Testverfahrens haben wir differenziertere Ergebnisse erhalten und so konnte der Fachliche Beirat die Webseiten noch einmal gründlicher beurteilen. In allen Kategorien haben es aussichtsreiche Kandidaten bis ins Finale geschafft und nun sind wir gespannt, wie die Jury entscheidet.«

Wer im Finale steht lesen Sie in der Shortlist….

Die Augen und Ohren der BIENE 2006

International besetzte Jury entscheidet über Gewinner /
Feierliche Preisverleihung am 8. Dezember in Berlin

20.11.2006

Während die Biene Bilder mit ihren Facettenaugen wahrnimmt und statt zu hören, den Schall der Töne spürt, vertraut die BIENE 2006 auf die Augen und Ohren ihrer Jury, um die besten barrierefreien Webseiten zu prämieren. Mit Martin Ladstätter vom Behindertenberatungszentrum BIZEPS in Wien und dem Internet-Entwickler Jeremy Keith aus Brighton, ist die Jury in diesem Jahr erstmals international besetzt. Bereits seit der ersten BIENE im Jahr 2003 sind der Behördenspiegel, die Deutsche UNESCO-Kommission, AOL und stern.de vertreten. Die Deutsche Telekom AG wirkt in diesem Jahr zum ersten Mal in der Jury mit. Außerdem sind das Computermagazin c't, Microsoft, die Netzeitung, die Agentur Playframe und Wikimedia Deutschland dabei. Zwei Mitglieder des Fachlichen Beirats des Wettbewerbs komplettieren die Jury.

»In der Jury beurteilen Menschen aus ganz verschiedenen Bereichen die Wettbewerbsteilnehmer aus ihrer jeweiligen professionellen und persönlichen Perspektive. Dabei steht bewusst nicht Barrierefreiheit an erster Stelle«, erklärt Iris Cornelssen, Projektleiterin für die BIENE bei der Aktion Mensch. »Unser Ziel ist, dass Webseiten, die mit einer BIENE ausgezeichnet werden, darüber hinaus für alle Nutzerinnen und Nutzer interessant und attraktiv sind.« Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen, ergänzt: »Die reine Barrierefreiheit überprüfen wir durch unser Testverfahren. So stellen wir sicher, dass die Finalteilnehmer die formalen Kriterien des Wettbewerbs erfüllen. Darüber hinaus entsendet der Fachliche Beirat zwei seiner Mitglieder in die Jury. Damit ermöglichen wir einen Dialog unter den Jurymitgliedern, der den Gedanken der Barrierefreiheit weiter trägt und allen Beteiligten neue Perspektiven bietet – ganz in unserem Sinne, denn BIENE bedeutet schließlich: Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten.«

Die Gewinner zeichnen die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 8. Dezember 2006 im ewerk in Berlin aus.

Die Mitglieder der Jury der BIENE 2006 sind:

sowie Anna Courtpozanis und Martin Stehle als Vertreter des Fachlichen Beirats des Wettbewerbs.

BIENE 2006: Ein Drittel fliegt weiter mit

127 von 376 Webseiten haben sich für die Feintests der BIENE 2006 qualifiziert.

11.09.2006

Die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen, die den Wettbewerb bereits zum vierten Mal veranstalten, sind mit dem Zwischenergebnis des Wettbewerbs für die besten deutschsprachigen barrierefreien Webseiten sehr zufrieden. 127 von 376 Webseiten haben sich für die Feintests der BIENE 2006 qualifiziert. Die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen, die den Wettbewerb bereits zum vierten Mal veranstalten, sind mit dem Zwischenergebnis des Wettbewerbs für die besten deutschsprachigen barrierefreien Webseiten sehr zufrieden. »Die neuen Wettbewerbskategorien haben sich bewährt«, bestätigt Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen. »Eines unserer Ziele ist es, die Vergleichbarkeit der Wettbewerbsbeiträge zu verbessern. Das gelingt durch die neuen Kategorien. Die eher kleinen Angebote müssen nicht mehr mit komplexen Webseiten konkurrieren, und in allen Bereichen sind vielversprechende Kandidaten dabei.«

Auch die Qualität der Beiträge ist nach Angaben der Veranstalter deutlich gestiegen. »Vielen Einreichern geht es nicht mehr nur darum, die formalen Kriterien der Barrierefreiheit zu erfüllen, sondern, diese gut und kreativ umzusetzen«, lobt Iris Cornelssen, Projektleiterin für die BIENE bei der Aktion Mensch, die diesjährigen Einreichungen. Dadurch werde auch deutlich, dass einige Anbieter sich intensiver mit dem Thema Barrierefreiheit auseinandersetzen als andere, so Cornelssen weiter. »Eine positive Tendenz sehen wir bei Behörden und öffentlichen Auftraggebern. Insbesondere Anbieter, die die Gestaltungsspielräume der BITV im Sinne der Nutzerinnen und Nutzer interpretieren und nicht nur eine Checkliste abhaken, haben in der ersten Runde gute Testergebnisse erreicht«, würdigt Cornelssen die kreative Auseinandersetzung mit dem Thema und den gesetzlichen Vorgaben. Kritisch sehen die Veranstalter die relativ geringe Beteiligung größerer Unternehmen. Vor allem bei den komplexeren Angeboten hätten sie sich mehr Teilnehmer gewünscht.

Summa summarum: 376 wollen eine BIENE

Rekordbeteiligung beim Wettbewerb für barrierefreie Webgestaltung / Mehrstufiges Testverfahren bis zur Preisverleihung im Dezember

26.07.2006

Eine erneute Rekordbeteiligung verzeichnen die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen bei der BIENE 2006. Insgesamt 376 Teilnehmer, gut 15 Prozent mehr als im Vorjahr, stehen im Wettbewerb um die Auszeichnung für die besten deutschsprachigen barrierefreien Webseiten.

Um den zum zweiten Mal ausgeschriebenen Nachwuchspreis haben sich 27 Webdesigner in Ausbildung oder im Studium beworben. Auch außerhalb Deutschlands ist die BIENE mittlerweile bekannt: 20 Webseiten aus Österreich, sechs aus der Schweiz und jeweils eine aus Estland, Finnland, Griechenland und Großbritannien sorgen für internationales Flair.

»Die enorme Beteiligung zeigt uns, dass das Thema Barrierefreiheit weiter relevant ist «, kommentiert Iris Cornelssen, Projektleiterin bei der Aktion Mensch, die nochmals gestiegene Teilnehmerzahl.» Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung des Prüfverfahrens ist die BIENE nach wie vor ein echter Referenzpunkt für Agenturen und Anbieter. Vor allem, weil die Arbeit auf politischer Ebene nicht mit der technischen Entwicklung des Internet in den vergangenen Jahre Schritt gehalten hat.«

Breites Teilnehmerfeld und hohe Beteiligung der Nutzer

Auch Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen, sieht in der permanenten Weiterentwicklung der BIENE eine wesentliche Stärke. »Unsere Idee, in diesem Jahr erstmals Nutzerinnen und Nutzer mit und ohne Behinderung über ein Vorschlagsverfahren einzubeziehen, ist gut angekommen«, freut sich Croll über insgesamt 104 Vorschläge und betont: »Die Themen der eingereichten Webseiten gehen deutlich über Angebote für Menschen mit Behinderung hinaus. Daran zeigt sich, dass sich mittlerweile viele Anbieter mit dem Thema Barrierefreiheit beschäftigen und nicht nur diejenigen, deren Angebot sich spezifisch an Menschen mit Behinderung richtet oder die gesetzlich dazu verpflichtet sind.«

Insgesamt sei das Teilnehmerfeld deutlich breiter geworden, sagt Croll: »Nachdem sich in den vergangenen Jahren viele Bundesbehörden um die BIENE beworben haben, sind diesmal mehr Kandidaten aus den Ländern dabei. Außerdem haben viele Städte und Gemeinden ihre Angebote eingereicht. Vielleicht zeigen hier bereits die Landesgleichstellungsgesetze Wirkung.«

Für Iris Cornelssen ist das breite Spektrum der Teilnehmer auch ein Zeichen für verändertes Bewusstsein auf Seiten der Anbieter: »Dass sich neben öffentlichen Auftraggebern, die per Gesetz verpflichtet sind, ihr Angebot barrierefrei zu gestalten, auch immer mehr Unternehmen an der BIENE beteiligen, zeigt, dass sich Barrierefreiheit als Qualitätskriterium etabliert hat. So haben neben verschiedenen Krankenkassen in diesem Jahr auch eine ganze Reihe namhafter Unternehmen sowie Versorgungs- und Verkehrsbetriebe ihre Webseiten eingereicht, und wir sind gespannt auf die Ergebnisse«, so Cornelssen weiter.

Mehrstufiges Testverfahren

Darüber, welche Anbieter oder Gestalter tatsächlich eine BIENE mit nach Hause nehmen dürfen, entscheiden der Fachliche Beirat und eine prominent besetzte Jury. Im Fachlichen Beirat des Wettbewerbs haben Menschen mit und ohne Behinderung die Grundlagen für das umfangreiche, mehrstufige Testverfahren erarbeitet, das die Angebote durchlaufen. An dessen Ende steht ein Praxistest durch Menschen mit Behinderungen. Angebote, die die Kriterien dieses Verfahrens erfüllen, qualifizieren sich für das Finale und gehören damit bereits zu den besten barrierefreien Webseiten im deutschsprachigen Raum.

Die Prüfschritte der Kriterien zur BIENE 2006 als PDF-Dokument.

Eine BIENE erhalten schließlich die Webseiten, die über die reine Barrierefreiheit hinaus für Menschen mit und ohne Behinderung interessant und gut gestaltet sind. Wie in den Vorjahren entscheidet darüber eine prominente Jury, zu der auch Mitglieder des Fachlichen Beirats gehören. Außerdem können die Veranstalter Sonderpreise für herausragende und innovative Entwicklungen oder Lösungen vergeben, die spezifische Bedürfnisse einzelner Nutzergruppen berücksichtigen. Alle Gewinner werden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 8. Dezember in Berlin ausgezeichnet.

Über die BIENE

Seit 2003 prämieren die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen die besten barrierefreien Angebote im Internet mit einer BIENE. BIENE steht für »Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten«, aber auch für Kommunikation, gemeinsames Handeln und produktives Miteinander. Mehr als 700 Unternehmen, bundesweit arbeitende Organisationen sowie Behörden und Ministerien haben sich bislang am Wettbewerb beteiligt.

Teilnehmen können Betreiber und Gestalter deutschsprachiger Webangebote. Für Webentwicklerinnen und -entwickler in der Ausbildung oder im Studium schreiben die Veranstalter einen Nachwuchspreis aus. Sonderpreise können für Lösungen vergeben werden, die spezifische Bedürfnisse einzelner Nutzergruppen berücksichtigen. Das können sein: Angebote für gehörlose Menschen, die Gebärdensprache verwenden, Angebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder andere herausragende und innovative Entwicklungen.

Der Preis ist rein ideeller Natur. Für die Betreiber nicht kommerzieller Webseiten, wie Vereine oder Selbsthilfegruppen mit Angeboten von öffentlichem Interesse, können Förderpreise vergeben werden.

Die Ausschreibungsfrist hatte am 5. Mai 2006 begonnen. Einsendeschluss war der 21. Juli 2006. Die Preisverleihung findet am 8. Dezember in Berlin statt. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.biene-award.de; mehr zu den Änderungen im Verfahren finden sie auch in unserem Podcast vom 8. Juli: »accessCast – Die Sendung mit der BIENE«