BIENE-Award 2004 - Die Prüfkriterien im Detail

Der BIENE-Award wird für die besten deutschsprachigen barrierefreien Websites verliehen. Die Wettbewerbsbeiträge durchlaufen ein dreistufiges Verfahren und werden anschließend von einer Jury gekürt. Die erste Stufe bildet ein Ausschlusstest, in dem Basisanforderungen der Barrierefreiheit geprüft werden.

Wettbewerbsbeiträge, die aus diesem Verfahren mit guten Werten hervorgegangen sind, werden anschließend im Feintest detailliert weiter untersucht. Ein Praxistest mit Betroffenen bildet die dritte Stufe des Verfahrens. Die Basis des Prüfverfahrens sind die im Folgenden genannten Kriterien. Jedes dieser Kriterien wird anhand verschiedener Prüfschritte untersucht. Die Prüfschritte werden gemäß einer Skala bewertet und sind unterschiedlich gewichtet. Prüfschritte, die für einen Beitrag nicht relevant und nicht anwendbar sind, gehen nicht in die Bewertung ein.

Alternativ steht Ihnen diese Liste auch als PDF-Dokument oder als RTF-Dokument zur Verfügung.

Variable Präsentation

  1. Jedem Bild, jeder Animation und jeder graphischen Repräsentation von Text ist eine angemessene textuelle Beschreibung unmittelbar zugeordnet.
    [Prüfschritte]
  2. Signifikante Geräusche, Klänge oder akustische Signale sind mit textuellen Beschreibungen versehen.
    [Prüfschritte]
  3. Vorder- und Hintergrundgeräusche sind in Bezug auf Kontraste auch bei reduzierter Hörfähigkeit deutlich unterscheidbar.
    [Prüfschritte]
  4. Es wird keine Information ausschließlich durch Farbwechsel dargestellt
    [Prüfschritte]
  5. Vorder- und Hintergrund sind in Bezug auf Kontraste auch bei reduzierter Farbwahrnehmung in der Default-Ansicht deutlich unterscheidbar und sind ggf. bei deaktivierten Style Sheets änderbar.
    [Prüfschritte]
  6. Eine Skalierbarkeit der Schrift über Browser ist bei aktivierten Style Sheets oder innerhalb der Anwendung möglich.
    [Prüfschritte]
  7. Eine logische linearisierte Lesefolge ist möglich.
    [Prüfschritte]
  8. Layout-Tabellen sind linearisierbar und verwenden keine strukturellen Tabellen-Elemente.
    [Prüfschritte]
  9. Es gibt eine eindeutige Zuordnungsmöglichkeit von Beschriftungen zu den Kontrollelementen (z.B. Radio-Buttons) und zu Formulareingabefeldern.
    [Prüfschritte]
  10. Zeitgesteuerte Änderungen werden vermieden oder sind durch die Nutzerin/ den Nutzer kontrollierbar.
    [Prüfschritte]

Navigation

  1. Jegliche Funktion der Seite ist auch über die alleinige Verwendung der Tastatur in einer schlüssigen Reihenfolge zu erreichen, wobei die jeweils ausgewählte Funktion in der Default-Ansicht gut sichtbar ist.
    [Prüfschritte]
  2. Wenn Shortcuts/ Accesskeys angeboten werden, werden sie sinnvoll und konsistent eingesetzt.
    [Prüfschritte]
  3. Alle Elemente der Navigation sind mit verständlichen Begriffen, Bezeichnungen oder Abkürzungen versehen.
    [Prüfschritte]
  4. Unterschiedliche Navigationsmöglichkeiten sind bei entsprechender Tiefe und Breite der Site-Struktur vorhanden.
    [Prüfschritte]
  5. Die Navigationsmechanismen sind schlüssig und nachvollziehbar.
    [Prüfschritte]
  6. Inhaltlich zusammenhängende Links sind zu logischen Einheiten gruppiert und können übersprungen werden.
    [Prüfschritte]
  7. Links sind in ihrer Darstellung eindeutig und verfügen über sprechende Bezeichnungen, die Aufschluss über ihr Ziel geben.
    [Prüfschritte]
  8. Fenstertitel und Seitentitel sind eindeutig und erklärend, und sie beziehen sich aufeinander.
    [Prüfschritte]
  9. Konventionen (Benutzungskonzepte, gängige Features), die die Nutzerin/ der Nutzer erwartet, werden eingehalten. Insbesondere im Bereich der Navigation wird auf unübliche Konzepte verzichtet.
    [Prüfschritte]
  10. Zur Darstellung von Listen und Listenelementen werden die hierfür vorgesehenen Elemente der verwendeten Markup-Sprache verwendet.
    [Prüfschritte]
  11. Erweiterte Suchfunktionen sind vorhanden, und umfangreiche Trefferlisten sind komfortabel nutzbar.
    [Prüfschritte]
  12. Eine Sitemap / Inhaltsübersicht ist vorhanden, wenn sie in Bezug auf Tiefe und Breite des Angebots eine geeignete Orientierungshilfe darstellt.
    [Prüfschritte]

Sitestruktur /-aufbau

  1. Zur Trennung von Layout und Inhalt werden Style Sheets eingesetzt.
    [Prüfschritte]
  2. Frames werden ausschließlich barrierefrei eingesetzt.
    [Prüfschritte]
  3. Eine Überladung der Startseite wird vermieden, und die Anzahl der Funktionen ist auch für Ungeübte überschaubar.
    [Prüfschritte]
  4. Alternativ-Versionen werden nur für eingegrenzte Bereiche verwendet und sind leicht bedienbar.
    [Prüfschritte]

Lesbarkeit / inhaltliche Erschließung

  1. Für (Fließ-)Texte werden Zusammenfassungen angeboten.
    [Prüfschritte]
  2. Die Wortwahl im Inhalt bezüglich der Verwendung von Fachbegriffen, Fremdwörtern, Abkürzungen ist angemessen.
    [Prüfschritte]
  3. Ein Glossar ist vorhanden, wenn es für die Erschliessung des Inhalts einer Site hilfreich ist.
    [Prüfschritte]
  4. Die Lesbarkeit wird durch einen klaren Satzbau und eine klare Textgliederung unterstützt.
    [Prüfschritte]
  5. Die Lesbarkeit wird durch die Textformatierung unterstützt.
    [Prüfschritte]
  6. Die Angaben zum Anbieter und zum Zweck einer Site sind leicht auffindbar und verständlich.
    [Prüfschritte]

Kompatibilität

  1. Eine Validierung von Dokumenten, die durch Markup-Sprachen erstellt wurden, ist gegen veröffentlichte formale W3C-Grammatiken möglich.  
    [Prüfschritte]
  2. Als Graphikformate werden PNG, JPG, SVG oder GIF verwendet.
    [Prüfschritte]
  3. Die für die Inhalte der Site verwendete Hauptsprache der HTML-Dokumente ist gekennzeichnet, und Sprachwechsel sind gekennzeichnet.  
    [Prüfschritte]
  4. Programmierte Elemente (insbesondere Scripts und Applets) sind zugänglich für assistive Technologien.
    [Prüfschritte]
  5. Der Inhalt ist bei deaktivierten Style Sheets zugänglich.
    [Prüfschritte]
  6. Die Site ist auch bei deaktivierten programmierten Elementen und Applets zugänglich.
    [Prüfschritte]
  7. Die Darstellung der Site ist mit gängigen Browsern vollständig.  
    [Prüfschritte]

Fehlerhandling und Hilfe in Formularen

  1. Eine unaufdringliche Unterstützung bei der Daten-Eingabe in Formularen wird angeboten.
    [Prüfschritte]
  2. Fehlermeldungen werden unmittelbar, konsistent und leicht verständlich gegeben.
    [Prüfschritte]
  3. Selbstöffnende Pop-Ups und andere Fenster mit Hilfs- und Fehlermeldungen werden angemessen verwendet und sind über die gängigen Mechanismen leicht schliessbar.
    [Prüfschritte]
  4. Leicht zugängliche Hilfen zur inhaltlichen Vorgehensweise werden angeboten.
    [Prüfschritte]
  5. Werden Hilfen/ Zusatzoptionen aktiviert, bleiben diese angezeigt, bis sie deaktiviert werden (z.B. Hilfen bei hoher inhaltlicher Komplexität von Formularen, Vorgehensbeschreibungen).
    [Prüfschritte]

Hilfe und Support

  1. Bei komplexen Dienstleistungen besteht ein Support-Angebot (z.B. User-Help-Desk, Call-Center).
    [Prüfschritte]
  2. Es werden geographische Informationen gegeben, die zur Nutzung der angebotenen Dienstleistung hilfreich sind (z.B. Wegbeschreibung, Gebäudeplan).
    [Prüfschritte]

Komplexe Formulare

  1. Alle Elemente eines komplexen Formulars sind mit verständlichen Begriffen, Bezeichnungen oder Abkürzungen versehen.
    [Prüfschritte]
  2. Für komplexe Formulare wird eine Alternative zur elektronischen Formularbearbeitung angeboten
    [Prüfschritte]
  3. In komplexen Formularen sind die inhaltlichen Bereiche gruppiert und als solche für alle leicht erkennbar.
    [Prüfschritte]
  4. Innerhalb von komplexen Formularen sind Zeitbegrenzungen beim Lesen, bei Interaktionen, Eingaben und Antworten großzügig bemessen, von der Nutzerin/ vom Nutzer frei einstellbar oder ausschaltbar.
    [Prüfschritte]
  5. In komplexen Formularen auf einer Bildschirmseite sind die Bearbeitungsschritte ohne großen Aufwand hinsichtlich der Positionierbewegungen und des Auffindens möglich.
    [Prüfschritte]
  6. Wiederkehrende Eingaben, z.B. im Rahmen eines One-Stop-eGovernment-Angebots in komplexen Formularen, können einfach abgespeichert und beim erneuten Aufruf des Formulars genutzt werden.
    [Prüfschritte]
  7. Vor- und Zurückspringen zwischen Formularseiten ist möglich, ohne dass eingetragene Daten verloren gehen.
    [Prüfschritte]

Komplexe Transaktionen

  1. Vor der Ausführung von Befehlen mit großer Tragweite wird zunächst eine Bestätigungsanfrage gestellt (z.B. beim Abschicken eines Formulars, durch das ein externer Prozess gestartet wird).
    [Prüfschritte]
  2. Bei Bestellvorgängen werden unterschiedliche Bezahlfunktionen angeboten
    [Prüfschritte]
  3. Accessibility-APIs werden unterstützt, wenn sie vorhanden sind. Accessibility-Features werden genutzt.
    [Prüfschritte]
  4. Wenn digitale Signaturen eingesetzt werden, wird der Nutzerin / dem Nutzer Support (z.B. User-Help-Desk, Call-Center) bei der Installation von Hard- und Software angeboten.
    [Prüfschritte]
  5. Wenn digitale Signaturen eingesetzt werden, sind alle Dialoge auch für Screenreader zugänglich.
    [Prüfschritte]
  6. Bei Wartezeiten wird ein barrierefreies Feedback über den Zustand des Systems gegeben.
    [Prüfschritte]
  7. Meta-Informationen weisen auf besondere oder unübliche Funktionalitäten hin
    [Prüfschritte]

Shop und Warenkorb- und Bezahlfunktion

  1. Wiederkehrende Eingaben in einer Shopanwendung, z.B. Kundenprofil, können einfach abgespeichert und beim erneuten Aufruf genutzt werden.
    [Prüfschritte]
  2. Das Online-Angebot bietet transparente Preisinformationen.
    [Prüfschritte]
  3. Bei Bestellvorgängen werden unterschiedliche Bezahlfunktionen angeboten.
    [Prüfschritte]
  4. Zugängliche und leicht auffindbare Informationen zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen werden angeboten, wenn diese gesetzlich gefordert werden.
    [Prüfschritte]
  5. Das Online-Angebot gibt transparente, zugängliche und leicht auffindbare Informationen zum Widerspruchsrecht.
    [Prüfschritte]
  6. Vor der Ausführung von Befehlen mit großer Tragweite wird zunächst eine Bestätigungsanfrage gestellt (z.B. beim Abschicken einer Bestellung).
    [Prüfschritte]
  7. Bei Wartezeiten wird ein barrierefreies Feedback über den Zustand des Systems gegeben.
    [Prüfschritte]

Datenschutz

  1. Wenn persönliche Daten übermittelt werden, liegen die notwendigen Informationen zum Datenschutz zugänglich und leicht auffindbar vor.
    [Prüfschritte]

Werbung

  1. Es ist erkennbar, dass es sich um Werbung handelt, und jedes graphische Element verfügt über eine angemessene textuelle Beschreibung.
    [Prüfschritte]
  2. Selbstöffnende Pop-Ups und andere Fenster werden sinnvoll verwendet und sind über die gängigen Mechanismen leicht schließbar.
    [Prüfschritte]

Downloads und Formularserver

  1. Ein einfacher und barrierefreier Umgang mit Downloads ist möglich.
    [Prüfschritte]
  2. Das Angebot eines Formularservers kann einfach und barrierefrei genutzt werden.
    [Prüfschritte]

Newsletter / Antwort-E-Mails

  1. Für Newsletter-E-Mails werden Standards genutzt, die in Bezug auf Barrierefreiheit anerkannt sind, oder sie werden im Nur-Text-Format verschickt.
    [Prüfschritte]
  2. E-Mails werden im Nur-Text-Format verschickt.
    [Prüfschritte]

Statistiken / Datentabellen

  1. Für komplexe Datentabellen werden Zusammenfassungen angeboten.
    [Prüfschritte]
  2. Eine logische linearisierte Lesefolge der Datentabellen ist möglich.
    [Prüfschritte]
  3. Zu Datentabellen wird zusätzlich eine graphische Darstellung angeboten, wenn dies das Verständnis des Inhalts erleichtert.
    [Prüfschritte]

Komplexe Dokumente

  1. Ein leichter Umgang mit inhaltlich zusammenhängenden Dokumenten ist möglich.
    [Prüfschritte]
  2. Die Textgestaltung bzgl. Layout, Gliederung, Aussagekraft ermöglicht eine leichte Orientierung innerhalb komplexer Dokumente.
    [Prüfschritte]

Multimedia / Spiele / Videos / Animationen

  1. Zu komplexen Animationen ist eine Beschreibung vorhanden. Die Ausführlichkeit richtet sich nach Zweck und Bedeutung der Animation auf der Seite.
    [Prüfschritte]
  2. Die äquivalente zu dynamisch generierten Animationen werden bei jeder Änderung aktualisiert, soweit sinnvoll.
    [Prüfschritte]
  3. Wichtige Funktionen sind nicht auf animierte Objekte gelegt, es sei denn, es gibt hierzu eine leicht zugängliche Alternative.
    [Prüfschritte]
  4. Bei Einsatz von Video zur Übermittlung von Informationen wird eine nicht visuelle Alternative bereitgestellt.
    [Prüfschritte]
  5. Bei Einsatz von Audio zur Übermittlung von Informationen wird eine nicht auditive Alternative bereitgestellt.
    [Prüfschritte]
  6. Für Multimedia-Präsentationen werden geeignete Protokolle verwendet, die Untertitelung ermöglichen.
    [Prüfschritte]
  7. Wenn für begrenzte Bereiche innerhalb der Site programmierte Einheiten eingesetzt werden, werden Accessibility APIs unterstützt und Accessibility-Features genutzt.
    [Prüfschritte]
  8. Meta-Informationen weisen auf besondere oder unübliche Funktionalitäten leicht verständlich hin.
    [Prüfschritte]

Gebärdensprach-Filme

  1. Gebärdensprach-Filme sind technisch so aufbereitet, dass eine einwandfreie visuelle Wahrnehmung gegeben ist.
    [Prüfschritte]
  2. Die Präsentation der Gebärdensprache in Gebärdensprach-Filmen erfolgt so, dass eine hohe Verständlichkeit gewährleistet ist.
    [Prüfschritte]
  3. Die Gebärdensprach-Filme werden leicht auffindbar und durch deutliche Kennzeichnung in das Angebot integriert.
    [Prüfschritte]
  4. Der Inhalt der Gebärdensprach-Filme wird aus dem Angebot der Website deutlich.
    [Prüfschritte]
  5. Für die Unterstützung der Gebärdensprache in Form von Text und Vertonung werden geeignete Protokolle eingesetzt.
    [Prüfschritte]
  6. Die Gebärdensprach-Filme werden in den allgemein üblichen Formaten angeboten.
    [Prüfschritte]

Leichte Sprache

  1. Versionen in Leichter Sprache werden zielgruppenspezifisch eingesetzt.
    [Prüfschritte]
  2. Die Wortwahl bzgl. der Verwendung von Fachbegriffen, Fremdwörtern, Abkürzungen ist so einfach, wie es der Zielgruppe angemessen ist.
    [Prüfschritte]
  3. Der Satzbau ist so einfach, wie es der Zielgruppe angemessen ist.
    [Prüfschritte]
  4. Graphisch dargestellte Metaphern und Symbole sind angemessen erklärt.
    [Prüfschritte]
  5. Bilder, Illustrationen, Videos, Audio, Symbole und Symbolsprachen werden eingesetzt, um Inhalte zu veranschaulichen.
    [Prüfschritte]
  6. Es werden praktische Beispiele gegeben, um schwierige Inhalte zu verdeutlichen.
    [Prüfschritte]
  7. Es werden vielfältige Erschließungsmöglichkeiten des Inhalts angeboten.
    [Prüfschritte]