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- Martin zu:»Semantic Web einfach erklärt«
- Andreas Kuckartz zu:»Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit ist online«
- Kim Denise Heidebrecht zu:»»Waiting« – das barrierefreie Musikvideo jetzt bei YouTube & Vimeo«
- BR zu:»»Waiting« – das barrierefreie Musikvideo jetzt bei YouTube & Vimeo«
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Lesenswertes:
Twitter Einzeiler:
- Neue Einträge bei Events: http://einfachfueralle.de/blog/id/2584 #a11y
[ vor 17 Tagen ] - Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit ist online: http://einfachfueralle.de/blog/id/2583
[ vor 37 Tagen ] - 224 Webseiten wollen eine BIENE / Mehr komplexe als einfache Angebote: http://einfachfueralle.de/blog/id/2582
[ vor 39 Tagen ] - »Waiting« – das barrierefreie Musikvideo: http://einfachfueralle.de/blog/id/2581 #dgs #a11y
[ vor 42 Tagen ] - Neue Einträge beim Events-Kalender im EfA AccessBlog:
http://einfachfueralle.de/blog/id/2580
[ vor 42 Tagen ] - Endspurt bei der BIENE 2010 – Bewerben bis zum 15. Juli: http://einfachfueralle.de/blog/id/2579 #biene10 #a11y
[ vor 58 Tagen ] - BIENE sucht Vorbilder – Testverfahren veröffentlicht / Teilnahme bis 15. Juli möglich: http://einfachfueralle.de/blog/id/2578 #biene10 #a11y
[ vor 84 Tagen ] - Blinde im Mitmach-Web: http://bit.ly/aYQnuE – dritter Teil der Serie von Domingos de Oliveira zum Thema ›Wie Blinde Websites erkunden‹ #a11y
[ vor 107 Tagen ] - ›Multimedia für Blinde‹ – zweiter Teil der Serie ›Wie Blinde Websites erkunden‹: http://einfachfueralle.de/blog/id/2576 #a11y
[ vor 107 Tagen ] - Biene-Wettbewerb erhöht Mindestanforderungen: http://bit.ly/bfT3S2 (♻ @kobinetev)
[ vor 116 Tagen ]
News mit tags »Web 2.0«, »Web-2.0«
19 Mai 2010
Blinde im Mitmach-Web
Das Web 2.0 ist eine Einladung zum Mitmachen: Leser werden zu Schreibern, Hinschauer werden zu Fotografen, Menschen schließen sich zu Communities zusammen.
Große Teile des Mitmach-Web sind textbasiert. Für das Blogging und Mikro-Blogging gibt es netzbasierte Lösungen wie Wordpress oder AccessibleTwitter. Der blinde Heiko Kunert benutzt einige der Web-2.0-Tools wie Wordpress, Twitter oder Friendfeed, um unter anderem über die alltäglichen Schwierigkeiten Blinder zu berichten. Der ebenfalls blinde Programm-Entwickler Marco Zehe berichtet in seinem Weblog über seine Beteiligung an der Entwicklung des Firefox-Browsers und Aspekte der Barrierefreiheit. Der blinde Hörfunk-Journalist Marko Schlichting produziert »Markos Medienpodcast«, in dem er kritisch über die Medienkultur berichtet.
Mapping für Blinde
Die Routenplanungen für Fußgänger von GoogleMaps oder BingMaps erlauben Blinden, eine zu laufende Route bezüglich Entfernung und Namen der Straßen abzuschätzen und leistet damit einen Beitrag zur selbstständigen Mobilität. Noch weiter geht das freie Karten-Projekt OpenStreetMap. Hier haben alle Beteiligten die Möglichkeit, mit einem GPS-Tracker Material zu freien Karten beizusteuern. Die Nutzer werden auch dazu angehalten, für Blinde wichtige Punkte wie Haltestellen exakt zu kennzeichnen. Auch Blinde sind dazu eingeladen, Tracks zu spenden, schließlich wissen sie am besten, welche Orte für sie wichtig sind.
Soziale Netzwerke
Die großen sozialen Netzwerke gelten bisher als eher unzugänglich. Die Websites sind sehr komplex aufgebaut. Außerdem werden oft CAPTCHAs verwendet, das sind in Bildern versteckte Zeichen, die der menschliche Leser eingeben muss, um zum Beispiel Freunde oder Anwendungen zu seinem Profil hinzuzufügen. Die im ersten Beitrag erwähnten Mailinglisten können ähnliche Aufgaben wie die sozialen Netzwerke Erfüllen.
Offen und zugänglich – ein Web für Alle
Die Beiträge zeigen nur einen Bruchteil der Möglichkeiten und Anwendungen im Internet. Blinde Programmierer sind unter anderem an der Entwicklung der im ersten Teil genannten freien Screenreader oder an der freien Handy-Navigation Loadstone GPS beteiligt und verwenden dazu Anwendungen zur Zusammenarbeit im Netz wie Wikis.
Jeder Blinde im Besonderen und Behinderte im Allgemeinen entwickelt seine eigenen Strategien, um mit dem Netz zurecht zu kommen. Ein häufiges Argument, Anwendungen nicht barrierefrei zu machen lautet, dass diese sowieso nicht von Behinderten verwendet würden. Eine selbst erfüllende Prophezeiung.
Barrierefreiheit ist nicht nur für Blinde und Sehbehinderte wichtig. Auch Menschen mit Lernschwäche, motorischen Einschränkungen oder ältere Menschen stoßen auf mehr oder weniger große Schwierigkeiten bei der Nutzung des Web. Deswegen gehören selbstverständlich auch Bilder, Videos oder Animationen zur barrierefreien Webgestaltung.
Im Mitmach-Web muss Barrierefreiheit weiter gedacht werden:
- Die Websites vieler freier Redaktionssysteme sind oft schon barrierefrei. Behinderte sind aber nicht nur Konsumenten von Inhalten, sondern wollen selbst Inhalte bereit stellen. Deshalb sollte auch das Backend von Redaktionssystemen barrierefrei zugänglich sein.
- Die Frage sollte nicht lauten, ob Behinderte eine bestimmte Anwendung einsetzen werden. Eine Anwendung sollte möglichst für alle zugänglich sein. Im Rahmen des E-Goverment und von Open Data wird das Web nicht nur gesellschaftlich, sondern auch für die politische Teilnahme entscheidend an Bedeutung gewinnen. Das E-Goverment soll Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung online bereit stellen, im Rahmen von Open Data sollen Daten öffentlicher und wissenschaftlicher Einrichtungen bereit gestellt werden.
- Entscheidend für Anwendungen wie Easy YouTube oder AccessibleTwitter sind die Programmschnittstellen, die viele der großen Web-2.0-Anwendungen anbieten. Diese Application Programming Interfaces (APIs) erlauben den Zugriff auf Daten und Funktionen der Webanwendungen. APIs sind allerdings kein Ersatz, sondern eine Ergänzung barrierefreier Angebote. Sie erlauben alternative Zugriffswege und Darstellungsformen.
- Zu einem guten Web-Angebot gehören auch multimediale Inhalte und auch diese Inhalte müssen möglichst für alle zugänglich sein.
Das Internet macht es zum ersten Mal möglich, dass sich Behinderte und Nicht-Behinderte ohne große Berührungsängste untereinander austauschen. Dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen und die Zugänglichkeit der Plattformen ist die wichtigste Voraussetzung.
27 Jun 2008
Web Accessibility 2.0
Bei der diesjährigen ICCHP-Konferenz in Linz/Oberösterreich ist für den 10. Juli ein Barcamp zu Themen rund um Web 2.0 & Accessibility geplant:
»An informal get-together to discuss topics around the theme of accessibility in the so-called ›Web 2.0‹. Leaning towards the concept of BarCamp, anyone is welcome to give a short presentation about something they are currently working, have heard of, or are interested in learning more about. Questions and discussion is welcome, it should be an interactive session to promote the exchange between the participants.«
Das ganze geht von 14.00 - 17.00 Uhr, die Teilnahme ist frei, weitere Infos unter: icchp.org.
28 Mai 2008
Gesammelte Werke
Grundlegende konzeptionelle & gestalterische Erwägungen, um dies hier zu verhindern:
- Markus Angermeier: »Sprecht miteinander! Designmuster im Web 2.0«
- Joshua Porter: »Designing for the Social Web: The Usage Lifecycle«
- PhysOrg: »Too many choices -- good or bad -- can be mentally exhausting«
- Jared M. Spool: »3 Important Usability Challenges for Designing Web Apps« und »Two More Usability Challenges for Designing Web Apps«
- Mike Padilla: »User Interface Implementations of Faceted Browsing«
- Dave Shea: »The Web Beyond the Desktop«
- George Oates: »Community: From Little Things, Big Things Grow«
- Joshua Clanton: »6 Web Design Tips from Leonardo da Vinci«
- Jessica Enders: »Zebra Striping: Does it Really Help?«
- Wilson Miner: »Accessible Data Visualization with Web Standards«
- Luke Wroblewski: »Sign Up Forms Must Die«
25 Feb 2008
Veranstaltungshinweise
War schon:
Wenn nicht nur die üblichen Verdächtigen, sondern sogar schon ›Die Welt‹ über Barcamps berichtet, dann sind die Un-Konferenzen ganz sicher im Mainstream angekommen. So machte der Troß der Konferenz-Reisenden am vergangenen Wochenende in Hannover halt – glaubt man der Nachberichterstattung muss es wohl mal wieder gut gewesen sein. Weitere anstehende Termine bei Henning Krieg.
Ebenfalls gut war wohl dem Vernehmen nach die Techshare India-Konferenz, bei der es zwei Tage lang nur um Behinderung und Technologie ging: India's First Two Day Accessibility Event Techshare India 2008 Concludes Successfully.
Kommt noch:
- Accessible Media Stammtisch Februar 08, 25. Februar 2008, Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen, Jägerstraße 36, A-1200 Wien;
- Using Virtual Worlds and Emerging Technologies for People with Disabilities, 29. Februar 2008, Second Life (slurl)
- BarCamp Alsace 5, 1. März 2008, 40 rue Marc Seguin, F-68060 Mulhouse;
- Informatiktage 2008, 14. bis 15. März 2008, Dahlmannstraße 2, D-53113 Bonn;
- A European Perspective On Web 2.0 - Plugg, 19. März 2008, Le Plaza, Boulevard Adolphe Max 118-126, Brüssel;
- Accessibility 2.0: a million flowers bloom, 25. April 2008, City University, Northampton Square, London, UK;
- Einfach für Alle-Fachtagung: Zukunftsbilder und Konzepte für ein barrierefreies Internet, 6. Mai 2008, Wissenschaftspark, Munscheidstr. 14, D-45886 Gelsenkirchen;
- SightCity Frankfurt 2008, 7. bis 9. Mai 2008, Sheraton Airport, Hugo-Eckener-Ring 15, D-60549 Frankfurt / Main;
- Accessibility Day, 11. Juni 2008, Auditorium Credit Suisse, Üetlibergstrasse 231, CH-8070 Zürich;
- Webkongress Erlangen - Web 2.0 - Die Zukunft der Webtechnologien, 4. – 5. September 2008, RRZE Erlangen (weitere Infos);
- Le Salon de l'Art Accessible Genève, 1. - bis 13. September 2008, 3 Rue du Léopard, CH-1227 Carouge (GE).
Bleibt noch die Feststellung, dass wir in diesem Jahr wieder nicht zur SxSW reisen werden. Wir wünschen der deutschen Delegation natürlich trotzdem viel Spaß beim ›Spring Break for Geeks‹, aber wie Eric Meyer das treffend beschreibt: es ist uns da einfach zu voll.
31 Jan 2008
Am Aschermittwoch ist alles vorbei
Online-Umfrage der Aktion Mensch zur Nutzung des Web 2.0 durch Menschen mit Behinderung endet am 6. Februar
Noch bis zum 6. Februar können Menschen mit Behinderung auf der Webseite der Initiative ›Einfach für Alle‹ an einer Online-Umfrage der Aktion Mensch teilnehmen. Ziel der Umfrage ist es, erstmals zu ermitteln, wie Menschen mit Behinderung das so genannte Web 2.0 nutzen. Bereits jetzt haben mehr als 500 Teilnehmer den Online-Fragebogen ausgefüllt.
Das ist ein sehr guter Zwischenstand
, freut sich Iris Cornelssen von der Aktion Mensch aber wir wünschen uns noch mehr Beteiligung. Denn je mehr Menschen mit Behinderung unsere Fragen beantworten, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse.
Die Resultate der Umfrage stellt die Aktion Mensch im Mai im Rahmen eines Fachkongresses vor.
Gesammelte Werke
Praktisches und theoretisches zum Thema Web Accessibility:
- Michael Gampe: »Automatisieren der Auszeichnung von Abkürzungen und Sprachwechseln«
- Marco Zehe: »The future of mobile accessibility, a hopeful lookout«
- George Ornbo: »Using Flickr to help users with Intellectual Disabilities«
- AbilityNet: »State of the eNation Reports – Social networking sites lock out disabled users«
- Triona Carey: »Hearing things on Skype«
- Sean Bell: »Are we asking the right questions?«
- Iain Thomson: »Online retailers breaking disability laws«
- Jonas Klink: »New [Google] Toolbar adds accessible features«
- Andrew Faulkner: »Accessible Can Be Beautiful«
18 Jan 2008
Luftbildaufnahmen von Klein-Bloggersdorf
Die Hierarchie der deutschsprachigen Blogosphähre [sic!]
27 Dez 2007
Gesammelte Werke
Accessibility in der Web 2.0-Welt:
- Todd Kloots: »Using WAI-ARIA Roles and States with the YUI Menu Control«
- T.V. Raman: »Accessibility mashups: AxsJAX fun with XKCD Comics«
- Stichting Bartiméus: »Accessible Implementation of Video and Audio on Websites (conformant with the Web Content Accessibility Guidelines)« (Nederlands)
- Jeroen Wijering: »Making Video Accessible«
- Nate Koechley: »CNET Announces closed-captioning«
- Mike Davies: »The fallacy of too much accessibility«
- Jon Whiting: »When ›inaccessible‹ isn’t«
- Joe Clark: »Squashing a persistent myth«
14 Dez 2007
Wochenendbeilage
Heute nochmal eine Reihe absolut Feuilleton-tauglicher Betrachtungen und Untersuchungen zum Thema Web > 1.0:
- Annette Hexelschneider: »Web 2.0 - Dynamische Webinhalte und Barrierefreiheit?«
- Tina Guenther: »Ende der digitalen Kluft??«
- Tina Guenther, Jan Schmidt: »Wissenstypen im ›Web 2.0‹ – eine wissenssoziologische Deutung von Prodnutzung im Internet« (PDF)
- Dirk Frank: »Web 2.0 - das neue Mitmach-Web?«
- Forschungssgruppe Kooperationssysteme an der Münchner Bundeswehr-Universität: »Umfrage ›Private Nutzung Social-Networking-Services in Deutschland‹«
- faberNovel: »Research Paper - Social network websites« (PDF)
- Thibault: »The future of web accessibility«
07 Dez 2007
Wochenendbeilage
Heute mal ganz pauschal zum Thema Behinderung und Technologie:
- Christiane Link: »Barrierefreiheit – Die Mission des blinden Google-Ingenieurs«
- Joe Clark: »Google can’t code«
- BBC Backstage Podcast: »Accessibility in a Web 2.0 world?«
- Access-for-all-Blog: »Word-Dokumente werden mit dem DAISY-Format barrierefrei«
- Thomas Reid: »Is technology an aid or hindrance to the transition into blindness?«
- Jon Hicks: »What colour is that?«
- John Nash: »Video: ›Doctors say colour blind aren't disabled‹«
- Proud Geek: »Yahoo Mail re-designed to work with screenreaders«
- NCTI: »AOL, Google, Microsoft, Yahoo! Unite to Advance Online Media Captioning«
- Christopher Phillips: »Icons, Symbols and Cognitive Disabilities«
- Sally Whittle: »Social networking: Not as inclusive as you might think«
- Lawrie Phipps: »Towards digital exclusion?«
- We Can Do: »Opinion: One Laptop Per Child—But Is It Inclusive?«
30 Nov 2007
Noch 'ne Umfrage
Bis zum 10. Dezember läuft eine Umfrage der britischen Organisation AbilityNet, in der die Nutzung von sozialen Online-Netzwerken (was ist das?) durch Menschen mit Behinderungen untersucht werden: »Your views on Social Networking websites«. Abgefragt werden Barrieren bei der Registrierung und Nutzung von webzweinulligen Angeboten, auf die Ergebnisse sind wir also aus den bekannten Gründen mehr als gespannt.
15 Nov 2007
AJAX mit Zugang
Charles L. Chen, bekannt durch die Firefox-Erweiterung Fire Vox und mittlerweile bei Google angestellt (wie alle Entwickler, die nicht bei Yahoo! arbeiten), hat eine JavaScript-Bibliothek namens AxsJAX vorgestellt, mit der sich die Accessibility-Features von WAI-ARIA in Web-basierten Applikationen nutzen lassen.
T.V. Raman, bekannt durch Emacspeak und mittlerweile auch bei Google angestellt (wie alle Entwickler, die nicht bei Yahoo! arbeiten), erklärt im Google Code Blog die Hintergründe: »Introducing AxsJAX -- Access-Enabling AJAX«.
ARIA steht für Accessible Rich Internet Applications und ist vom W3C als Interimslösung gedacht, um Hilfsmitteln den Zugang zu Interface-Elementen zu geben, die bisher im HTML-Standard nicht vorgesehen sind. Dazu gehören echte Menüstrukturen, erweiterte Bedienelemente wie z. B. Schieberegler, aber auch Methoden um Nutzer auf Änderungen in einer Seite Applikation hinzuweisen (sog. Live Regions).
Benötigt wird ein halbwegs moderner Web-Browser wie Firefox ab 1.5 (besser noch 2.0) und aktuelle Versionen von Hilfsmitteln (bei Screenreadern sind dies z. B. Window Eyes ab Version 5.5 und JAWS ab Version 7.1). Eine Übersicht, welche ARIA-Rollen (engl.: roles) bzw. Eigenschaften (engl.: properties) aktuell mit welcher Hilfsmittel-Browser-Kombination funktionieren finden Sie bei developer.mozilla.org: »Supported roles«.
Installiert wird AxsJAX entweder als Bookmarklet (einfach in die Lesezeichen-Leiste ziehen) oder über die Greasemonkey-Erweiterung in Firefox. Testen kann man auch ohne Screenreader mit der bereits erwähnten Fire Vox-Erweiterung.
Ob man allerdings einen Standard implementieren sollte, der noch in der Entwicklung ist (und sich daher noch grundlegend ändern kann), muss jeder für sich selbst entscheiden. Neben vielen anderen Baustellen kann sich die HTML-Arbeitsgruppe zurzeit ja noch nicht mal entschliessen, ob es aria:, aria- oder aria_ heissen soll. Die Chancen liegen also bei 66%, dass man sich als Entwickler für das Falsche entscheidet und dann hinterher alles wieder ändern muss.
Nachtrag: eine gute Erklärung gibt es jetzt auch bei Gez Lemon: »The AxsJAX Framework for ARIA«
Gesammelte Werke
Wo wir gerade beim Thema JavaScript sind:
- Alex Russell: »Dojo 1.0«
- Christian Heilmann: »The seven rules of Unobtrusive JavaScript«
- Rey Bango: »Unobtrusive JavaScript - Rules to work by«
- Jan Wolter: »JavaScript Madness: Keyboard Events«
- John Gruber: »JavaScript Bookmarklet Builder«
- Robert Scoble: »New browser war brewing over JavaScript?«
- David Andersson: »Linkdump on ECMAScript 3/4«
26 Okt 2007
Wochenendbeilage
Die allwöchentliche Linkschleuder in die Welt des modernen Scripting. Falls Sie schon immer wissen wollten, was dieses AJAX-Dings eigentlich ist – hier werden Sie geholfen: »How AJAX Works«.
- Christian Heilmann: »Progressively enhancing autocomplete« und »Hacking Flickr the JSON way«
- Aza Raskin: »Undo Made Easy with Ajax (Part 1)«, »Undo Made Easy with Ajax (Part 1.5)« und »Undo Made Easy with Ajax (Part 2): Time-Sensitive Actions«
- N.N.: »Dynamically loading an external JavaScript or CSS file«
Auch gut: Präsentation von Peter Paul Koch (vulgo: ppk) bei der Voices that Matter-Konferenz zum Thema »Advanced Design Techniques: JavaScript to the Rescue« (PDF, 400 kb).
19 Okt 2007
Neues vom W3C
Die Protocols and Formats-Arbeitsgruppe des W3C hat aktualisierte Entwürfe von WAI-ARIA Roadmap, WAI-ARIA Roles und WAI-ARIA States and Properties veröffentlicht.
Die WAI-ARIA-Reihe soll die Barrierefreiheit von dynamischen Web-Inhalten (also das, was gemeinhin unter AJAX läuft) für Menschen mit Behinderungen sicherstellen. WAI-ARIA beinhaltet Techniken, um interaktive Regionen, Kontrollelemente und Events in Web-basierten Applikationen so abzubilden, dass sie von den Accessibility-APIs (MSAA, ATK etc.) der Betriebssysteme entsprechend verarbeitet werden können und damit in Hilfsmitteln zugänglich sind.
WAI-ARIA beschreibt darüber hinaus neue Techniken, um gängige Strukturen wie Menüs, primäre und sekundäre Inhalte, Banner und andere typische Webinhalte auszuzeichnen. Die Implementierung von WAI-ARIA in Markup-Sprachen wie HTML 4, HTML 5 und XHTML ist zurzeit in vollem Gange, weitere Infos im »Accessible Rich Internet Applications (WAI-ARIA) Suite Overview«.
Sonst noch von Interesse:
- Cascading Style Sheets (CSS) Snapshot 2007, W3C Working Draft vom 19. Oktober 2007.
- CSS Mobile Profile 2.0, W3C Last Call Working Draft vom 19. Oktober 2007.
- Behavioral Extensions to CSS, W3C Working Draft vom 19. Oktober 2007.
- Selectors API, W3C Working Draft vom 19. Oktober 2007.
- Widgets 1.0, W3C Working Draft vom 13. Oktober 2007.
Wochenendbeilage
Passend zum obigen Thema ›Rich Internet Applications‹ noch ein paar vermischte Links:
- Hans S. Tømmerholt: »Introduction to JavaScript toolkits« und »jQuery: Write less, do more«
- Nathan Smith: »jQuery Crash Course«
- Uche Ogbuji: »jQuery and XML«
- Roger Johansson: »Autopopulating text input fields with JavaScript«
Nachtrag: »JavaScript-Bibliotheken und die jüngere JavaScript-Geschichte – Wie Bibliotheken neue Voraussetzungen für das Vermitteln von JavaScript schaffen« von Mathias ›molily‹ Schäfer.
17 Okt 2007
Gesammelte Werke
Der EfA-Surfberater empfiehlt heute mal wieder was zu Web > 1.0 und AJAX:
- Emad Khawari: »Will Web 2.0 = More Accessibility?« (← Lesebefehl!)
- Brian Dillard: »Accessibility and Ajax: Progressive enhancement vs. side-by-side UIs«
- Henny Swan: »AJAX, accessibility and the user«
- Joe Dolson: »Accessibility and Usability issues with AJAX«
- Richard MacManus: »Fear of Web 2.0«
08 Okt 2007
Veranstaltungshinweise
Nachberichterstattung zu abgelaufenen Konferenzen, Un-Konferenzen und sonstigen Veranstaltungen:
- Eric Eggert: »BarCamp Vienna #3«
- Gerrit van Aaken: »Webmontag FFM #10« sowie »Multimediatreff XXI in Kölle«
- Sylvia Egger: »BOA Symposium: die Knackpunkte«, »BOA Symposium: die Verpflegung« sowie »BOA Symposium: zur Terminologie«
Ausblick auf Kommendes:
- Contentmanager.days, 09.-10.10. in Leipzig
- 4. Kongress Semantic Web und Wissenstechnologien, 18.10. in Darmstadt
- <A-Tag>07: Barrierefreie Medien, 19.10. in Wien
- D21-Jahreskongress: Aktiv gestalten statt passiv verhalten, 30.10. in Dresden
- BarCampBerlin2, 02.-03.11. in Berlin
- Web2Open, 05.-08.11. in Berlin
- Alles was Recht ist im Web 2.0 – Herausforderungen für die Medienkompetenz, 16.10. in Schwerte
02 Okt 2007
Barrierefreiheit 2.0: Wie sozial ist das Netz?
Für Menschen mit Behinderungen baut das Web 2.0 vor allem soziale Barrieren ab. Das ist eine der Kernaussagen aus den einleitenden Expertengesprächen der ersten Studie zur Nutzung des Web 2.0 durch Menschen mit Behinderung. In den vergangenen Wochen haben die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen dazu insgesamt zehn Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Behindertenhilfe und -selbsthilfe sowie -forschung befragt.
Konkrete Ansätze für die Barrierefreiheit 2.0 werden die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen im kommenden Jahr vorstellen. Am 5. Mai 2008, dem europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, wollen sie die Studienergebnisse im Rahmen eines Fachkongresses präsentieren. Dort fällt dann auch der Startschuss für den BIENE-Wettbewerb 2008. Bevor es soweit ist, werden bis Ende 2007 die Ergebnisse der Expertengespräche in Gruppeninterviews mit Internet erfahrenen behinderten Nutzerinnen und Nutzern vertieft. Auf dieser Grundlage entwickeln die Projektpartner anschließend eine Nutzerbefragung, an der sich möglichst viele Menschen mit Behinderung beteiligen sollen.
Die Expertengespräche bestätigen uns, dass wir den richtigen Ansatz gewählt haben, um herauszufinden, wie Menschen mit Behinderungen mit dem Web 2.0 umgehen und wie sie davon profitieren können
, sagt Iris Cornelssen, die bei der Aktion Mensch für die Studie verantwortlich ist. Außerdem wird deutlich, dass Barrierefreiheit eine zentrale Zukunftsaufgabe ist, um das so genannte soziale Web auch wirklich für alle zu öffnen. Wie das möglich ist, wollen wir nun mit Hilfe der weiteren Untersuchungen zeigen
, unterstreicht Cornelssen den Anspruch der Studie.
Von der digitalen zur realen Veränderung
Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen, betont vor allem die Chancen, die sich aus den neuen Internettechniken für Menschen mit Behinderungen ergeben: Ein ganz entscheidender Vorteil der digitalen Kommunikation ist, dass die individuellen Interessen im Mittelpunkt stehen und beispielsweise nicht eine sichtbare Behinderung. Das Internet an sich baut hier bereits Barrieren ab. Und die erweiterten Interaktionsmöglichkeiten der Web 2.0-Angebote können auch die soziale Realität verändern: Der Freundeskreis erweitert sich individuell und Kontakte bleiben nicht mehr nur auf Verbände oder Selbsthilfegruppen beschränkt.
Spezifische Angebote gewünscht
Ausdruck des Wunsches nach Beteiligung und einer stärkeren Individualisierung ist nach Einschätzung der Experten auch, dass Nutzerinnen und Nutzer zunehmend nach Angeboten suchten, die sowohl barrierefrei als auch spezifisch auf die jeweilige Behinderungsart zugeschnitten sind. So seien beispielsweise gehörlose und hörgeschädigte Menschen sehr an einer verbesserten Infrastruktur mit höheren Upload-Raten interessiert, um die Kommunikation mit Gebärdensprachvideos oder Videokonferenzen zu erleichtern. Bei Menschen mit motorischen Behinderungen seien unter anderem leicht zugängliche Alternativen zur ausschließlichen Tastatur- bzw. Mausbedienung besonders gefragt, während blinde und sehbehinderte Menschen vor allem von klar strukturierten Seiten und Inhalten profitierten. Gemeinsame Basis – da sind sich die Experten einig – müssten jedoch Angebote sein, die zunächst grundsätzlich barrierefrei sind, bevor sie die Interessen spezifischer Nutzergruppen bedienten. Genau solche Angebote gäbe es aber noch viel zu selten, weil viele Anbieter die technischen Möglichkeiten des Mitmachwebs
noch nicht nutzten, um ihre Internetseiten auch für Menschen mit Behinderung attraktiv zu machen.
Barrierefreiheit als Zeichen der Kundenorientierung
Für Iris Cornelssen ist es angesichts der rund 8 bis 10 Millionen Menschen in Deutschland, die mit einer oder mehreren Behinderungen leben, nicht nur eine Frage der gesetzlichen Verpflichtung, sondern der Wirtschaftlichkeit und Kundenorientierung, ein Web-Angebot barrierefrei zu gestalten: Die meisten erfolgreichen Internetangebote zeichnen sich dadurch aus, dass sie für die Anwender leicht bedienbar sind. Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs können es sich Unternehmen gar nicht leisten, bestimmte Nutzergruppen auszuschließen.
Über den wirtschaftlichen Bereich hinaus ergeben sich vor allem auch im politischen Bereich neue Schnittstellen und entsprechende Chancen
, unterstreicht Jutta Croll die Bedeutung des barrierefreien Zugangs zu Web 2.0-Angeboten. Das beginnt bei
digitalen Behördengängen
, geht über politische Diskussionsforen und Portale bis hin zu einer deutlich aktiveren Bürgerbeteiligung, wenn Bund, Länder und Kommunen bei ihren Entscheidungen sowohl das Verfahren als auch die entsprechenden Dokumente vollumfänglich und barrierefrei publizieren. Das Ziel im Web 2.0 muss daher Barrierefreiheit 2.0 heißen.
18 Sep 2007
Multimedia-Wochen bei EfA
Multimediale Inhalte sollen, so steht es in den Richtlinien, mit alternativen Inhalten wie Untertiteln und Audiodeskriptionen, aber auch mit Übersetzungen in Gebärdensprache versehen werden, und wenn's geht, dann bitteschön synchron. Dass dies oft nicht gemacht wird liegt nicht nur am mangelnden Problembewusstsein, sondern auch an den hohen technischen Hürden und dem damit zwangsläufig verbundenen hohen Aufwand. Mittlerweile haben große Video-Portale aber die Zeichen der Zeit erkannt und bieten Ihren Nutzern die Möglichkeit, selbst Untertitel zu hinterlegen. Wie hier: »Google Video with Multi-Lingual Closed Captions« zu lesen war sogar mehrsprachig und unter Web2.0-mäßiger reger Beteiligung durch die Nutzer. Sevenload et al., bitte nachmachen.
Die Werkzeuge dazu sind mittlerweile auch viel einfacher geworden und in der Regel kostenlos erhältlich. So zum Beispiel die Windows-Freeware Subtitle Workshop oder das Browser-basierte Overstream (ein schönes Anwendungsbeispiel für dringend benötigte Untertitel ist der Trapattoni-Was-erlaube-Strunz-Klassiker). Nach wie vor gibt es natürlich noch MAGpie, für das Pat Ramsey eine gute Dokumentation verfasst hat: »Captioning Multimedia with MAGpie 2«
Auch bei der Gebärdensprache tut sich was: so ist bei der britischen BBC ein Online-Angebot namens iPlayer in den halböffentlichen Beta-Test gegangen, bei dem ein Gebärdendolmetscher eingeblendet wird (wie im richtigen Fernseher, d.h. nur sofern vorhanden). In Großbritannien gab es bisher das selbe Problem wie hierzulande: Sendungen mit Gebärden-Dolmi gibt es vorzugsweise auf irgendwelchen obskuren Sendeplätzen mitten in der Nacht - das ändert sich nun (Breitbandanschluß vorausgesetzt). Weitere Infos dazu im Access2.0-Blog der BBC: »BSL comes to the iPlayer«.
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