News mit tag »WCAG«

26 Apr 2010

Die ›Education and Outreach Working Group‹ der W3C-WAI hat einige Dokumente über­arbeitet, für die wir bereits erste Über­setzungs­ent­würfe ver­öffent­licht hatten. Die Änder­ungen haben wir nach­gear­beitet und die geänderten Doku­mente stehen zur Kommen­tierung bereit:

Wie immer freuen wir uns über Ver­besserungs­vor­schläge zur Übersetzung; Links zu den Kommentaren und die englischen Originale sind zu Beginn der Dokumente verlinkt.

07 Apr 2010

Der neueste Übersetzungs-Ent­wurf dreht sich um die Vor­teile einer mög­lichst früh­zeitigen Ein­bindung von potenziellen Nutzern mit Behin­derung in ein Web-Projekt:

» Die Einbeziehung von Menschen mit Behin­derungen zu Beginn eines Projektes hilft Ihnen, Probleme der Barriere­frei­heit besser zu ver­stehen und effek­tivere Lösungen zur Barriere­frei­heit zu imple­mentieren … «

Wie immer freuen wir uns über Ver­besserungs­vor­schläge zur Übersetzung in den Kommentaren; das englische Original ist zum Vergleich zu Beginn des Dokuments verlinkt:
»Benutzer in Webprojekte einbeziehen für eine bessere und einfachere Barrierefreiheit«.

Bitte beachten Sie, dass die Links zurzeit noch auf die eng­lischen Ori­ginal-Techniken zeigen; diese werden erst nach und nach übersetzt.

31 Mär 2010

Nach den zwei einleitenden Texten vom Diens­tag haben auch die fol­genden Doku­mente den kom­pletten Prozeß der öffentlichen Kommen­tierung durchlaufen. Die Anre­gungen aus der Community sind bereits einge­arbeitet; somit ist dieser Block der WCAG-Über­setzungen nun abge­schlossen und die Texte wurden jetzt zur Ver­öffent­lichung an das W3C übergeben:

  1. »Schnelle Tipps zur Barrierefreiheit im Web«
  2. »WCAG 2 – Häufig gestellte Fragen (FAQ

Eventu­ell noch vorhan­dene Fehler können Sie gerne weiterhin per Kommen­tar melden, ent­sprechende Formulare sind von den jewei­ligen Doku­menten aus verlinkt.

30 Mär 2010

Zwei weitere Dokumente haben den kompletten Prozeß der Kommen­tierung durch­laufen und wären somit aus unserer Sicht fertig:

  1. »Einführung in die Barrierefreiheit im Web«
  2. »Warum eine Harmonisierung von Standards für das Web unentbehrlich ist«

Eventu­ell noch vorhan­dene Fehler können Sie gerne weiterhin per Kommen­tar melden, ent­sprechende Formulare sind von den jewei­ligen Doku­menten aus verlinkt.

29 Mär 2010

Die Übersetzung der Web Content Accessi­bility Guidelines (WCAG 2.0) durch eine international besetzte und von der Aktion Mensch ins Leben gerufene Arbeits­gruppe war im vergangenen Jahr nur der erste Schritt; die für viele Teil-Ziel­gruppen ebenso wichtigen beglei­tenden und erläuternden Dokumente wurden und werden weiter­hin übersetzt, um dadurch das Verständ­nis der Richt­linien und ihre Umsetz­bar­keit im deutsch­sprachigen Raum zu fördern.

Auch diese Dokumente durchlaufen – wie schon bei den Richtlinien – alle eine Phase der öffentlichen Kommentierung, die nun für eine ganze Reihe von Übersetzungen abgeschlossen ist. In den letzten Tagen haben wir die bisher aufge­laufenen Kommen­tare gesichtet und inten­siv diskutiert; viele sinn­volle Änder­ungs­vor­schläge haben wir gerne über­nommen und in die Über­setzung eingearbeitet.

Die folgenden Dokumente haben den Prozeß nun voll­ständig durch­laufen und werden an das W3C zur Ver­öffent­lich­ung übergeben. Es handelt sich hier um drei grund­legende Texte, die einen schnellen Über­blick über die Struktur der gesamten Richt­linien geben und Unter­schiede zur Vor­gänger-Version WCAG 1.0 erklären:

  1. »Übersicht zu den Richtlinien für barrierefreie Webinhalte (WCAG
  2. »Die WCAG 2.0-Dokumente«
  3. »Wie sich die WCAG 2.0 von den WCAG 1.0 unterscheiden«

Eventu­ell noch vorhan­dene Fehler können Sie gerne weiterhin per Kommen­tar melden; ent­sprechende Formulare sind von den jewei­ligen Doku­menten aus verlinkt. Wir möchten uns nochmals ganz herzlich bei den zahlreichen Mitstreitern aus der Accessibility-Community bedanken, deren Verbesserungsvorschläge uns sehr geholfen haben.

26 Mär 2010

Nach den eher kurzen Dokumenten der letzten Tage gibt es heute zur Abwechslung nochmal eine richtig lange Übersetzung: »Wie man WCAG 2.0 erfüllt« (im englischen Original »How to Meet WCAG 2.0«) ist eine anpassbare Schnell­referenz, mit der sich vor allem Webent­wickler die für ihren jewei­ligen Arbeits­bereich (z.B. CSS oder Scripting) Aspekte ganz einfach zusammen­klicken können.

Dieses Dokument ist somit ein ganz zen­traler Bau­stein für die Richt­linien zur Barriere­freiheit, da von allen Bedingungen und Erfolgs­kri­terien aus die vom W3C bisher ent­wickelten und empfohlenen Techniken ver­linkt sind. So können sich Ein­steiger einen schnellen Über­blick verschaffen, und selbst Fach­leute lernen noch etwas dazu.

Wie immer freuen wir uns über Ver­besserungs­vor­schläge zur Übersetzung in den Kommentaren. Bitte beachten Sie, dass die Links zurzeit noch auf die eng­lischen Ori­ginal-Techniken zeigen; diese werden erst nach und nach übersetzt.

24 Mär 2010

Richt­linien bilden immer nur einen Teil der Realität im Web ab; um heraus­zu­fin­den ob ein Angebot wirk­lich zugänglich ist muss man mit echten Nutzern testen. Die Evalu­ation durch Nutzer mit Behin­derungen und durch ältere Benutzer lässt Usability-Probleme er­kennen, die durch eine reine Evalu­ation der Konfor­mität zu den Richt­linien nicht entdeckt werden.

Daher gibt es heute den ersten Entwurf der Über­setzung eines Textes, der An­bietern von Webin­halten helfen soll, solche Tests durch­zuführen:
»Benutzer in die Evaluation der Barrierefreiheit im Web einbeziehen«
Wie immer freuen wir uns über Ver­besserungs­vor­schläge zur Übersetzung in den Kommentaren; das englische Original ist zum Vergleich zu Beginn des Dokuments verlinkt.

23 Mär 2010

Heute gibt es die Über­setzung eines Textes zur Qualitäts­sicherung der Richt­linien; dieses Doku­ment erklärt, wie man sich an der Verbesserung der WCAG selbst, den Techniken und den anderen begleitenden Dokumenten beteiligen kann:
»Anleitung zur Kommentierung von WCAG 2.0-Dokumenten«
Wie immer freuen wir uns über Ver­besserungs­vor­schläge in den Kommentaren.

01 Feb 2010

Gute Nachrichten für Internetnutzer in der Schweiz. Das Land hat seine Richtlinien für die Gestaltung von barrierefreien Internetangeboten auf Grundlage der Web Content Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG 2.0) aktualisiert. Der Informatikrat des Bundes (IRB) hat am 26. Januar 2010 einstimmig die Änderungen des Standards P028 Version 2.0 angenommen. Bestehende Webseiten des Bundes müssen demnach bis zum 31.12.2010 den Bedingungen der WCAG 2.0 entsprechen und mindestens die Konformitätsstufe AA erreichen. Neue Websites müssen ab sofort diese Richtlinien einhalten.

Damit ist die Schweiz das erste deutschsprachige Land, das der offiziellen und vom W3C autorisierten deutschen Übersetzung der Richtlinien faktisch Gesetzesrang verliehen hat. Diese Übersetzung hat eine von der Aktion Mensch im Rahmen der Initiative ›Einfach für Alle‹ ins Leben gerufene Arbeitsgruppe im vergangenen Jahr erstellt. Derzeit werden unter Federführung der Aktion Mensch die Programmier- und Gestaltungstechniken zur WCAG 2.0 und weiterer erläuternder Dokumente übersetzt.

Deutsche Richtlinien sind veraltet

In Deutschland lässt dagegen die Neufassung der »Barrierefreie Informationstechnik Verordnung« (BITV) weiter auf sich warten. Das zuständige Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat zwar wiederholt erklärt, sich bei der Überarbeitung der BITV auch an den Empfehlungen der WCAG 2.0 zu orientieren, hat aber bislang keine verbindlichen Termine genannt.

Die gesetzlichen Vorgaben zur Barrierefreiheit der Internetangebote der Behörden der Bundesverwaltung in Deutschland beruhen damit faktisch auf den technischen Standards der 1999 erstmals veröffentlichten WCAG 1.0. Wesentliche technische Entwicklungen der vergangenen 10 Jahre sind also nicht berücksichtigt. Gleiches gilt auch für die entsprechenden Verordnungen auf Landesebene und bei nachgeordneten Behörden, die sich an der BITV orientieren. Außerdem beeinflusst die Verzögerung die Umsetzung sogenannter Zielvereinbarungen zur Barrierefreiheit von Internetangeboten, die zwischen Unternehmen und Behindertenverbänden geschlossen werden können.

Schweiz setzt auf Kontrolle und Transparenz

Auch bei der Frage nach Möglichkeiten einer kontinuierlichen Fortschreibung entsprechender Richtlinien lohnt sich deshalb ein Blick in die Schweiz. Als sogenannte Prozessvorgabe schreibt die Schweizer Regelung fest, dass sich innerhalb von drei Monaten nach Erscheinen neuer Richtlinien der Web Accessibility Initiative (WAI) die Fachgruppe »Zugänglichkeit/Accessibility« trifft, um die Erneuerungen der Richtlinie des Bundes in die Wege zu leiten. Darüber hinaus wird die Bundeskanzlei – eine Behörde vergleichbar dem deutschen Bundeskanzleramt – ab 2011 jährlich überprüfen, ob die Standards eingehalten werden. Besonders bemerkenswert: Die Ergebnisse dieser Überprüfung sollen im Internet veröffentlicht werden.

22 Dez 2009

Heute gibt es die Über­setzung eines Textes, der sich weniger um die Richt­linien selbst dreht; dieses Doku­ment erläutert die Schlüssel­rolle, welche die inter­nationale Harmo­nisierung von Stan­dards im Web für Menschen mit Behin­derungen spielt:
»Warum eine Harmoni­sierung von Standards für das Web unent­behrlich ist«
Wie immer freuen wir uns über Ver­besserungs­vor­schläge in den Kommentaren.

WCAG in weiteren Sprachen

Zum Thema internationale Harmonisierung passt, dass auch die Kollegen in Europa fleißig waren – seit gestern gibt es nun eine offizielle Übersetzung der WCAG 2.0 auf Italienisch: »Linee guida per l'accessibilità dei contenuti Web (WCAG) 2.0«; bereits in der vergangenen Woche wurde der finale Entwurf der offiziellen spanischen Übersetzung veröffentlicht: »Pautas de Accesibilidad para el Contenido Web (WCAG) 2.0«.

21 Dez 2009

Hier nochmal ein grund­legender Text, der erklärt was Barriere­frei­heit im Web ist, warum Barriere­frei­heit im Web wichtig ist und wie man am besten damit anfängt:
»Einführung in die Barriere­frei­heit im Web«
Wie immer freuen wir uns über Ver­besserungs­vor­schläge in den Kommentaren.

18 Dez 2009

Heute gibt es den Über­setzungs-Entwurf eines Doku­ments der WAI, in dem die wichtigsten Unter­schiede zwischen den alten und den neuen Richt­linien erklärt werden:
»Wie sich die WCAG 2.0 von den WCAG 1.0 unterscheiden«
Wie immer freuen wir uns über Ver­besserungs­vor­schläge in den Kommentaren.

17 Dez 2009

In unserer kleinen Advents­serie mit Über­setzungen zur WCAG 2.0 gibt es heute ein weiteres wichtiges Doku­ment zum besseren Ver­ständ­nis der Richtlinien:
»WCAG 2 – Häufig gestellte Fragen (FAQ
Wie immer freuen wir uns über Ver­besserungs­vor­schläge in den Kommentaren.

16 Dez 2009

Heute gibt es nochmal einen etwas längeren Text, in dem der Aufbau der WCAG-Richt­linien und der dazu­gehörigen Doku­mente ver­deutlicht wird und die ver­schiedenen Einsatz­zwecke erklärt werden:
»Die WCAG 2.0-Dokumente«.
Wie immer freuen wir uns über Ver­besserungs­vor­schläge in den Kommentaren. Bitte beachten Sie, dass die Links in allen Doku­menten natürlich noch auf die englisch­sprachigen Originale zeigen und einge­bettete Grafiken noch nicht über­setzt wurden. Diese werden erst nach Ab­schluss der Über­setzungen ange­passt, wenn es eine stabile und referenzier­bare URL für jedes Dokument gibt.

15 Dez 2009

Wir hatten ja gestern schon kurz ver­meldet, dass es mit den Über­setzungen nun weiter­geht; hier wäre dann die nächste zu der wir gerne den Input der Community ein­holen würden:
»Schnelle Tipps zur Barriere­freiheit im Web«
– zur Ab­wechslung mal was ganz kurzes. Wenn Sie Vor­schläge haben, wie etwas besser über­setzt werden sollte, können Sie diese gerne hier in den Kommentaren hinterlassen.

14 Dez 2009

Die im November veröffentlichte offizielle deutsche Version der Web Content Accessi­bility Guidelines 2.0 (WCAG 2.0) war erst der Anfang; wie ange­kündigt folgen nun weitere Über­setzungen von Doku­menten der Web Accessi­bility Initiative des W3C, in denen die Richt­linien zur Barriere­frei­heit weiter erklärt werden.

Wir werden erste Entwürfe der Über­setzungen in loser Folge hier im EfA-Blog veröffent­lichen. Bei den Doku­menten handelt es sich um Roh­fassungen und wir würden gerne das Fach­wissen der Community einholen, um die Über­setzungen weiter zu ver­bessern. Wenn Sie also Vor­schläge haben, wie etwas besser über­setzt werden sollte, können Sie diese gerne hier in den Kommentaren hinter­lassen. (Bitte beachten Sie dass die Kommen­tare zurzeit wegen des hohen Spam-Auf­kommens moderiert werden und unter Um­ständen erst nach einiger Zeit auf dieser Seite erscheinen)

Den Anfang macht heute die »Übersicht zu den Richt­linien für barriere­freie Webinhalte (WCAG (die englischen Original­texte sind zum Ver­gleichen jeweils von den Über­setzungen aus verlinkt).

04 Nov 2009

Von der Aktion Mensch ins Leben gerufene Arbeitsgruppe erstellt autorisierte deutsche Fassung der Web Content Accessibility Guidelines 2.0

Seit 2008 gelten neue internationale Richtlinien für barrierefreie Webinhalte, die Web Content Accessibility Guidelines in der Version 2.0 (WCAG 2.0). Eine von der Aktion Mensch ins Leben gerufene Arbeitsgruppe hat nun erstmals eine deutsche Übersetzung der Richtlinien vorgelegt. Das oberste Gremium zur Standardisierung von Webtechniken, das World Wide Web Consortium (W3C) hat diese Übersetzung autorisiert und offiziell unter w3.org/Translations/WCAG20-de veröffentlicht.

Für Menschen mit Behinderungen im deutschsprachigen Raum ist die Übersetzung nach Einschätzung der Aktion Mensch ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zu einem barrierefreien Internet. »Die WCAG 2.0 sind der Standard der Zukunft. Eine autorisierte Übersetzung hilft, diese Standards weiter bekannt zu machen, und ermöglicht es Agenturen und Anbietern Webangebote auf Grundlage der Richtlinien zu testen und entsprechend der Bedürfnisse von Nutzern mit Behinderungen weiterzuentwickeln«, erklärt Christian Schmitz, stellvertretender Pressesprecher der Aktion Mensch, die sich mit der Initiative ›Einfach für Alle‹ schon seit dem Jahr 2000 für ein barrierefreies Internet einsetzt.

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Nächste Meilensteine: BITV 2.0 und EU-weite Harmonisierung

Die deutsche Übersetzung ist auch ein wichtiger Schritt mit Blick auf die gesetzlichen Vorgaben in Deutschland. Bei der laufenden Überarbeitung der seit 2002 geltende »Barrierefreie Informationstechnik Verordnung« (BITV) orientiert sich das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ausdrücklich an den Empfehlungen des W3C.

Darüber hinaus leistet die deutsche Übersetzung einen Beitrag zu der Harmonisierung der Richtlinien innerhalb der EU. So setzte sich Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien in einer Rede Anfang Oktober, für einen gemeinsamen »European Disability Act« ein, der die WCAG 2.0 als verbindlichen Standard festlegt und betonte dabei die Vorteile für Nutzer und Anbieter: »Die Informationsgesellschaft ist eine entscheidende Voraussetzung, um ein wettbewerbsfähiges, nachhaltiges und sozial integrierendes Europa zu schaffen.« Dabei könne es für Unternehmen jedoch sehr teuer werden, wenn sie sich an unterschiedliche nationale Normen anpassen müssten. Die Orientierung an den Standards der WCAG 2.0 verschafft Unternehmen daher auch Wettbewerbsvorteile.

Arbeitsgruppe mit Mitgliedern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

In der Arbeitsgruppe, die seit April dieses Jahres die Übersetzung der WCAG 2.0 vorangetrieben hat, haben sich insgesamt fast 30 Unternehmen, Hochschulen, Behörden und Initiativen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt. Nach der Veröffentlichung eines Entwurfs der Übersetzung im August konnte die Öffentlichkeit Vorschläge zur Verbesserung einsenden, die durch die Arbeitsgruppe eingearbeitet wurden. Der nächste Schritt ist nun die Übersetzung der Programmier- und Gestaltungstechniken zur WCAG 2.0 und weiterer erläuternder Dokumente.

Diese Pressemitteilung als PDF: Aktion_Mensch_WCAG2_091104.pdf

29 Okt 2009

Prozess abgeschlossen / Dokumente an W3C übergeben

Die in der Phase der öffentlichen Kommentierung der deutschen WCAG 2.0-Übersetzung eingegangenen Anmerkungen und Vorschläge wurden gesichtet und in die Übersetzung eingearbeitet. Nach Ablauf der Kommentierungsfrist wurden die Stakeholder und die Kommentatoren gebeten, den überarbeiteten Entwurf zu prüfen und ihre Zustimmung zu signalisieren. Die qualifizierte Mehrheit (29 ja, 0 nein, 4 ohne Rückmeldung) äusserte ihre Zustimmung zur vorliegenden finalen Fassung.

Somit ist der Übersetzungsprozess im Einklang mit Punkt 5. der Policy for Authorized W3C Translations von unserer Seite aus abgeschlossen und die Übersetzung wurde heute vom W3C unter www.w3.org/Translations/WCAG20-de/ veröffentlicht.

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Zusammenfassung der öffentlichen Kommentare

Während der Phase der öffentlichen Kommentierung des Übersetzungsentwurfes gab es einige Anregungen zur weiteren Übersetzung der noch in Englisch vorliegenden Linktexte. Diese wurden nun vollständig übersetzt und mit dem Zusatz (englisch) sowie dem hreflang-Attribut versehen um zu verdeutlichen, dass es sich um Links auf englischsprachige Dokumente handelt.

Es gab weiterhin eine Reihe Anregungen zur Verbesserung des Satzbaus und der Lesbarkeit; diese wurden umgesetzt, da sie nicht sinnverändernd waren. Es gab Hinweise auf Interpunktions-Fehler, die ebenfalls korrigiert wurden.

Einige Vorschläge z.B. zur Übersetzung des Copyright-Vermerks wurden nicht umgesetzt, da diese nach den Regeln des W3C in unveränderter Form übernommen werden müssen. Als Kompromiss wurde ein zusätzlicher Absatz mit der Übersetzung eingefügt.

Während der Übersetzung stellte sich heraus, dass einige Passagen oder Formulierungen des englischen Originals aufgrund grammatikalischer Unterschiede nicht ohne Weiteres ins Deutsche zu übertragen sind. Ein Beispiel hierfür ist die Aufzählung bei der Definition von Gebärdensprache – hier wurde in Absprache mit Vertretern der Hörbehinderten ein akzeptabler Kompromiss gefunden.

Einige weitere Anregungen wurden nach Diskussion im Übersetzer-Team nicht übernommen, da sie sinnentstellend und somit keine korrekte Übersetzung gewesen wären.

Eine Zusammenfassung der eingegangenen Kommentare und die Antworten der Übersetzer darauf finden Sie unter lists.w3.org/Archives/Public/public-auth-trans-de/2009Oct/0029.html (deutsch und englisch); die ausführliche Dokumentation der öffentlichen Kommentare finden Sie unter www.einfach-fuer-alle.de/wcag2.0/versionen/2009-09-16/kommentare.html (deutsch); die vollständige Dokumentation sämtlicher Kommentare der Partner im Übersetzungsprozess (sog. Stakeholder) zu den vorhergehenden Entwürfen finden sie unter www.einfach-fuer-alle.de/wcag2.0/versionen/ (deutsch).

Zustimmung der Stakeholder

Nach Ablauf der Kommentierungsfrist wurden die Stakeholder und die Kommentatoren gebeten, den überarbeiteten Entwurf zu prüfen und ihre Zustimmung zu signalisieren (siehe lists.w3.org/Archives/Public/public-auth-trans-de/2009Sep/0009.html). Die qualifizierte Mehrheit (29 ja, 0 nein, 4 bis dato keine Rückmeldung) äusserte ihre Zustimmung zur vorliegenden finalen Fassung.

Anmerkungen der Übersetzer

Geschlechterneutralität

In der Übersetzung wurde durchgängig das Maskulinum in seiner generischen Funktion verwendet. Das Dokument spricht somit sowohl das weibliche als auch das männliche Geschlecht an. Auf ein Gendering wurde zugunsten der Lesbarkeit verzichtet.

Glossar

In der Definition von Jargon heisst es:

»Beispiel: Bei dem Wort StickyKeys handelt es sich um Jargon aus dem Bereich der assistierenden Technik/Barrierefreiheit.«

Im Deutschen gibt es keine geeignete Übersetzung von StickyKeys, die der Definition von Jargon entsprechen würde. Hier wird z.B. von Einrastfunktion bzw. Einfingerbedienung gesprochen.

In der Definition von Audiodeskription heisst es:

»Anmerkung 4: Wird auch „Videodeskription“ und „deskriptive Erzählung“ genannt.«

Diese Begriffe werden im englischen Sprachraum benutzt; im deutschen Sprachgebrauch wird der Begriff Hörfilm für einen mit Audiodeskriptionen versehenen Film verwendet.

Die Übersetzung der WCAG 2.0-Dokumente ist ein kontinuierlicher Prozess, der mit dem Kern der Dokumente – den Richtlinien selbst – begonnen hat und noch nicht abgeschlossen ist. Daher führen die meisten Links zurzeit noch auf englischsprachige Dokumente; diese sind entsprechend mit (englisch) im Linktext gekennzeichnet.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit und zur Vermeidung von Redundanzen haben wir uns jedoch dafür entschieden, die zahlreichen Links zur Schnellreferenz und zu weiteren Dokumenten (z.B. 1.2.4 erfüllen | 1.2.4 verstehen) in den Richtlinien selbst nicht gesondert zu kennzeichnen. Diese Links zeigen zurzeit ebenfalls noch auf englischsprachige Dokumente, werden aber nach und nach übersetzt.

Errata

Die bis zum 22.10.2009 unter www.w3.org/WAI/WCAG20/errata dokumentierten Fehler sind in der Übersetzung bereits behoben.

Zusätzlich behebt die Übersetzung einen weiteren Fehler in den WCAG 2.0. Dort heisst es im letzten Absatz von WCAG 2.0 Layers of Guidance:

»… particularly in the cognitive language and learning areas.«

Hier fehlt zwischen cognitive und language ein Komma, wodurch der Sinn des Satzes entgegen der Intention verändert wird. Die WCAG-Arbeitsgruppe wurde hiervon in Kenntnis gesetzt, der Fehler ist in der Übersetzung bereits korrigiert.

Weitere Fehler sind zurzeit nicht bekannt. Eventuelle Fehler in dieser Übersetzung werden bei www.einfach-fuer-alle.de/wcag2.0/errata/ dokumentiert werden.

05 Okt 2009

Viviane Reding, EU-Kommi­ssarin für Infor­mations­gesell­schaft und Medien fordert, die Rege­lungen zur Barriere­frei­heit europa­weit zu verein­heit­lichen. Nach einem Bericht von ZDNet sagte Sie in einer Rede vom 1. Oktober in Brüssel: »Jeder Mitglied­sstaat beschreitet beim barriere­freien Web seinen eigenen Weg. Wir müssen bedenken, dass das für die Unter­nehmen sehr teuer werden kann, weil sie sich an viele unter­schied­liche nationale Normen anpassen müssen. Außer­dem können sich die An­wender so nicht auf einen einheitlichen Qualitäts­standard bei den Webdiensten verlassen« (gefunden via @w3c).

Nach Auffassung von Reding sollte es einen gemeinsamen »European Disability Act« geben, der im Bereich des barriere­freien Internets die Web Content Accessi­bility Guidelines 2.0 des W3C (WCAG2.0) als verbindlichen Standard festlegt und damit einer weiteren Fragmentierung entgegenwirkt und zueinander nicht kompatible Regelungen der EU-Mitglieds­staaten verhindert.

In Deutschland regeln das Behinderten­gleich­stellungs­gesetz (BGG) und die allgemein als veraltet anerkannte Barriere­freie Infor­mations­technik-Ver­ordnung (BITV) den Aufbau von Websites des Bundes und der Länder, ohne dass sie Aus­wirkungen auf die Ange­bote der Privat­wirtschaft hätten. Wie Jens Grochtdreis in einem Blog-Beitrag zum Thema feststellt »… feiert die WCAG2 bald ihren ersten Geburts­tag und es sieht nicht danach aus, als bekämen wir vorher eine BITV2. Damit ist niemandem geholfen«. Dem können wir uns nur anschließen. Um nochmal Viviane Reding zu zitieren:

»Die Informations­gesellschaft ist eine entscheidende Voraus­setzung für die Verwirk­lichung des Lissabonner Ziels, ein wettbewerbs­fähiges, nach­haltiges und sozial inte­grierendes Europa zu schaffen, in dem jeder - unabhängig von seinem Gesund­heits­zustand, Einkommen oder Wohnort - sein Potenzial ausschöpfen kann …«

Mehr zum Thema:

15 Sep 2009

Am letzten Wochenende ist die Frist zur Kommentierung der deutschen Übersetzung der WCAG 2.0 abgelaufen und wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die von der Möglichkeit zur Beteiligung regen Gebrauch gemacht haben. Übermäßig viele An­merkungen waren es nicht unbe­dingt, aber was an Ver­besserungs­vor­schlägen über die öffentliche Mailingliste reinkam, war durchweg sehr gut und sinnvoll.

Wir werden ab sofort die Kommen­tare zusammenstellen und bewerten und das meiste davon ganz sicher in den Entwurf einarbeiten können. Danach wird der dann hoffent­lich finale Stand erneut der Gruppe der Stakeholder zur Begut­achtung vorgelegt. Wenn diese in der Mehr­zahl ihre Zustimmung signalisieren, kann die fertige Übersetzung zur Veröffent­lichung ans W3C übergeben werden. Bis dahin bitten wir noch um etwas Geduld.

Nachtrag 16.09.:
Zurzeit sind bereits ¾ der Kommentare abgearbeitet.

Nachtrag 17.09.:
Die bis zum Ablauf der Kommentierungsfrist aufgelaufenen Kommentare haben wir nun gesichtet, bewertet und in die Übersetzung eingearbeitet. Vielen Dank nochmal an alle, die sich an der öffentlichen Kommentierung beteiligt haben – der weitaus überwiegende Teil der Vorschläge war sehr sinnvoll und hat zu einer deutlichen Verbesserung des Textes geführt.

Die aktuelle Fassung finden Sie unter: wcag2.0-blog.de/2009-09-16/; eine Version mit markierten Änderungen (per INS und DEL) finden Sie hier: wcag2.0-blog.de/2009-09-16/diff-marked-version.html.