News mit tag »W3C«

04 Nov 2009

Von der Aktion Mensch ins Leben gerufene Arbeitsgruppe erstellt autorisierte deutsche Fassung der Web Content Accessibility Guidelines 2.0

Seit 2008 gelten neue internationale Richtlinien für barrierefreie Webinhalte, die Web Content Accessibility Guidelines in der Version 2.0 (WCAG 2.0). Eine von der Aktion Mensch ins Leben gerufene Arbeitsgruppe hat nun erstmals eine deutsche Übersetzung der Richtlinien vorgelegt. Das oberste Gremium zur Standardisierung von Webtechniken, das World Wide Web Consortium (W3C) hat diese Übersetzung autorisiert und offiziell unter w3.org/Translations/WCAG20-de veröffentlicht.

Für Menschen mit Behinderungen im deutschsprachigen Raum ist die Übersetzung nach Einschätzung der Aktion Mensch ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zu einem barrierefreien Internet. »Die WCAG 2.0 sind der Standard der Zukunft. Eine autorisierte Übersetzung hilft, diese Standards weiter bekannt zu machen, und ermöglicht es Agenturen und Anbietern Webangebote auf Grundlage der Richtlinien zu testen und entsprechend der Bedürfnisse von Nutzern mit Behinderungen weiterzuentwickeln«, erklärt Christian Schmitz, stellvertretender Pressesprecher der Aktion Mensch, die sich mit der Initiative ›Einfach für Alle‹ schon seit dem Jahr 2000 für ein barrierefreies Internet einsetzt.

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Nächste Meilensteine: BITV 2.0 und EU-weite Harmonisierung

Die deutsche Übersetzung ist auch ein wichtiger Schritt mit Blick auf die gesetzlichen Vorgaben in Deutschland. Bei der laufenden Überarbeitung der seit 2002 geltende »Barrierefreie Informationstechnik Verordnung« (BITV) orientiert sich das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ausdrücklich an den Empfehlungen des W3C.

Darüber hinaus leistet die deutsche Übersetzung einen Beitrag zu der Harmonisierung der Richtlinien innerhalb der EU. So setzte sich Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien in einer Rede Anfang Oktober, für einen gemeinsamen »European Disability Act« ein, der die WCAG 2.0 als verbindlichen Standard festlegt und betonte dabei die Vorteile für Nutzer und Anbieter: »Die Informationsgesellschaft ist eine entscheidende Voraussetzung, um ein wettbewerbsfähiges, nachhaltiges und sozial integrierendes Europa zu schaffen.« Dabei könne es für Unternehmen jedoch sehr teuer werden, wenn sie sich an unterschiedliche nationale Normen anpassen müssten. Die Orientierung an den Standards der WCAG 2.0 verschafft Unternehmen daher auch Wettbewerbsvorteile.

Arbeitsgruppe mit Mitgliedern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

In der Arbeitsgruppe, die seit April dieses Jahres die Übersetzung der WCAG 2.0 vorangetrieben hat, haben sich insgesamt fast 30 Unternehmen, Hochschulen, Behörden und Initiativen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt. Nach der Veröffentlichung eines Entwurfs der Übersetzung im August konnte die Öffentlichkeit Vorschläge zur Verbesserung einsenden, die durch die Arbeitsgruppe eingearbeitet wurden. Der nächste Schritt ist nun die Übersetzung der Programmier- und Gestaltungstechniken zur WCAG 2.0 und weiterer erläuternder Dokumente.

Diese Pressemitteilung als PDF: Aktion_Mensch_WCAG2_091104.pdf

18 Sep 2009

In­ternatio­nales Eröffnungs­event des deutsch-öst­errei­chi­schen W3C-Büros am neuen Stand­ort in Potsdam

Was muss »mei­ne Community« über das Web wis­sen? Ist Wis­sen über die Ar­chitektur des Web so wichtig wie Wis­sen über XML und Tech­no­logi­en des Se­mantic Web, oder können wir erwar­ten, dass früher oder spä­ter alle Details hin­ter schönen Benutzerin­terfaces ver­borgen wer­den?

Das Eröffnungs­event des deutsch-öst­errei­chi­schen W3C-Büros an sei­nem neuen Stand­ort, der Fachhoch­schule Potsdam, wird Men­schen zu­sammenbrin­gen, die sich norma­lerweise nicht treffen: Ent­wick­ler von Webtech­no­logie und Benutzer aus ei­ner gan­zen Reihe von Communities. Der Zweck ist, Ziele der Aus­bildung über das Web zu diskutie­ren und wie man si­cher­stellt, dass das Web dort nach­haltig ei­nen Platz fin­den wird wo es am wichtigs­ten ist – in den Köpfen und Her­zen.

Die Ver­an­stal­tung findet am 15. Oktober, ab 10.00 Uhr im Hauptgebäude der Fachhoch­schule Potsdam, Campus Pappel­allee statt und umfasst Vor­träge sowohl in eng­li­scher als auch in deut­scher Spra­che. Zu­sammen­fassun­gen wer­den in bei­den Spra­chen gege­ben.

Spre­cher sind:

  • Klaus Birkenbihl (W3C)
  • Lambert Hel­ler (TIB/UB Hannover)
  • Patrick H. Lauke (Ope­ra Soft­ware)
  • Jens Meiert (Goog­le)
  • Pe­tra Rau­schenbach (Bundes­ar­chiv)
  • Henry S. Thompson (W3C)
  • And­rew Van­de Moe­re (University of Sydney)
  • Er­ik Wil­de (University of California Berkeley)

Weite­re In­formationen un­ter www.w3c.de; die Teilnah­me ist frei, aber ei­ne An­meldung ist erforderlich.

15 Sep 2009

Am letzten Wochenende ist die Frist zur Kommentierung der deutschen Übersetzung der WCAG 2.0 abgelaufen und wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die von der Möglichkeit zur Beteiligung regen Gebrauch gemacht haben. Übermäßig viele An­merkungen waren es nicht unbe­dingt, aber was an Ver­besserungs­vor­schlägen über die öffentliche Mailingliste reinkam, war durchweg sehr gut und sinnvoll.

Wir werden ab sofort die Kommen­tare zusammenstellen und bewerten und das meiste davon ganz sicher in den Entwurf einarbeiten können. Danach wird der dann hoffent­lich finale Stand erneut der Gruppe der Stakeholder zur Begut­achtung vorgelegt. Wenn diese in der Mehr­zahl ihre Zustimmung signalisieren, kann die fertige Übersetzung zur Veröffent­lichung ans W3C übergeben werden. Bis dahin bitten wir noch um etwas Geduld.

Nachtrag 16.09.:
Zurzeit sind bereits ¾ der Kommentare abgearbeitet.

Nachtrag 17.09.:
Die bis zum Ablauf der Kommentierungsfrist aufgelaufenen Kommentare haben wir nun gesichtet, bewertet und in die Übersetzung eingearbeitet. Vielen Dank nochmal an alle, die sich an der öffentlichen Kommentierung beteiligt haben – der weitaus überwiegende Teil der Vorschläge war sehr sinnvoll und hat zu einer deutlichen Verbesserung des Textes geführt.

Die aktuelle Fassung finden Sie unter: wcag2.0-blog.de/2009-09-16/; eine Version mit markierten Änderungen (per INS und DEL) finden Sie hier: wcag2.0-blog.de/2009-09-16/diff-marked-version.html.

11 Sep 2009

Heute früh im Kalender:

Screenshot eines Kalender-Alerts: Morgen Ende Kommentierungsfrist WCAG20-Übersetzung

28 Aug 2009

Die HTML-Arbeitsguppe des W3C hat einen neuen Entwurf von HTML 5 veröffentlicht. In HTML 5 werden eine ganze Reihe neuer Features eingeführt, die bei der Entwicklung von Web-basierten Applikationen helfen; neue Elemente werden auf Basis von aktuellen Praktiken in der Web-Entwicklung definiert, und besonderer Augenmerk liegt auf klaren Kriterien für die Implementierung in Browsern, um die Interoperabilität zu verbessern. Auch das Dokument HTML 5 differences from HTML 4 liegt in einer aktualisierten Fassung vor. Es beschreibt die Unterschiede zwischen dem aktuellen HTML 4 und dem kommenden HTML 5 und zeigt die Gründe für die Änderungen auf.

HTML 5 wird irgendwann HTML 4.01 ersetzen, die zuzeit noch dominierende Sprache, mit der Webseiten gebaut werden. An den Details wird natürlich noch gefeilt und niemand kann ernsthaft erwarten, dass der Entwurf über Experimente hinaus schon in der Praxis eingesetzt werden kann. Dafür ist der Entwurf noch zu unstabil und die Menge der Elemente, die gerade drinnen oder draussen sind, zu groß.

HTML 5 ist zwar noch lange nicht fertig, aber auch kein Luftschloß (wie so viele andere W3C-Entwürfe) – dafür ist die Unterstützung durch die großen und kleinen Browser-Hersteller einfach zu groß. Viele der Änderungen sind bereits in modernen Browsern implementiert und versuchen so, ihre Praxistauglichkeit zu beweisen.

Neben neuen, dringend benötigten Strukturelementen zur Auszeichnung von Seitenbereichen (welche das sein werden ist aktuell noch in der Diskussion) sind wohl die Elemente für direkte Audio- und Video-Einbettung am spannendsten, da sie mit bisherigen PlugIn-Techniken wie Flash und Silverlight in direkter Konkurrenz stehen.

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Weiterführende Literatur

Hier ein Überblick über lesenswerte Artikel zu HTML 5, die uns in letzter Zeit aufgefallen sind:

24 Aug 2009

Im Dezember 2008 wurden die neuen Richtlinien für barrierefreie Webinhalte (WCAG 2.0) veröffentlicht – allerdings wie üblich in Englisch. Derzeit wird an einer autorisierten deutschen Übersetzung gearbeitet, die nun bis zum 12. September kommentiert werden kann. Martin Ladstätter von BIZEPS-INFO führte ein Interview zum Stand der Arbeiten mit Eric Eggert, einem in Wien lebenden Experten für barrierefreies Webdesign:

BIZEPS-INFO: Was genau ist mit Kommentarphase gemeint? Sind die Richtlinien noch nicht fertig?
Eric Eggert: Doch, die Richtlinien sind ja seit letztem Dezember bereits veröffentlicht. Wir übersetzen sie nun nur 1:1 ins Deutsche. Dabei muss man sich über Begrifflichkeiten abstimmen, nun hat jeder die Möglichkeit seine Kommentare zur Übersetzung abzugeben.
BIZEPS: Sie nehmen für die österreichische Plattform accessible-media an dem Übersetzungsprozess teil. Was genau ist Ihre Aufgabe und wo liegen die Herausforderungen?
Eggert: Die Aktion Mensch aus Deutschland hat die Übersetzung federführend übernommen. Die Aufgabe der anderen Stakeholder (zu denen auch accessible media gehört) war eine erste interne Kommentierung des Übersetzungsentwurfs. Der Prozess hat sich eigentlich ziemlich reibungslos gestaltet, der größte Stolperstein war sicher die Übersetzung des Glossars um ein Fundament für die Übersetzung zu haben.

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Wer soll kommentieren?

BIZEPS: Die Übersetzung befindet sich bis 12. September 2009 in der Kommentierungsphase. Was bedeutet dies und wer soll kommentieren?
Eggert: Das W3C hat jetzt die Öffentlichkeit dazu aufgerufen Kommentare zum Entwurf abzugeben, das heißt jeder, der sich mit der Materie auskennt, darf sich den Entwurf nicht nur durchlesen sondern auch mit dem Original vergleichen und seine Kommentare an die Mailingliste zu senden.
BIZEPS: Wie geht es dann im Übersetzungsprozess weiter?
Eggert: Nach dem 12. September 2009 werden die Kommentare ausgewertet und beantwortet und dann in den Übersetzungsentwurf eingearbeitet. Dann wird auch entschieden, ob es eine weitere Kommentarphase geben sollte oder nicht.

Wann wird die Übersetzung fertig sein?

BIZEPS: Können Sie schön abschätzen, wann eine autorisierten deutschen Übersetzung vorliegt?
Eggert: Das hängt von einigen Faktoren ab. Falls es keine zweite Kommentarphase mehr gibt muss das W3C entscheiden ob das Dokument autorisiert werden kann, danach wird es auf der W3C-Seite veröffentlicht. Im Moment sieht es so aus, als wenn wir spätestens bis zum ersten Geburtstag der Richtlinien fertig sein könnten. Danach fängt die Arbeit aber erst richtig an, schließlich sollen auch noch die Zusatzdokumente übersetzt werden.

Wer braucht eine deutsche Übersetzung?

BIZEPS: Warum besteht Ihrer Meinung nach der Bedarf nach einer deutschen Übersetzung der WCAG?
Eggert: Die WCAG 2.0 sind in Österreich, in der Schweiz und in Deutschland die Grundlage für die Gesetzgebung. In Österreich sind sie sogar direkt referenziert. Die Entwicklung der WCAG 2.0 hat lange gedauert und es sind sehr gute Richtlinien herausgekommen, die nun natürlich so vielen Menschen wie möglich zugänglich gemacht werden sollen. Zudem haben wir festgestellt, dass viele professionelle Webdesigner und -entwickler sich eher mit solchen Dokumenten auseinander setzen, wenn sie in ihrer Muttersprache vorliegen. Falls es später mal zu einheitlichen europäischen Richtlinien kommt sind viele Übersetzungen auch ein Argument nicht das Rad neu zu erfinden und keine europäische Sonderlösung zu suchen.
BIZEPS: Wir danken für das Interview.

(via BIZEPS-INFO)

21 Aug 2009

Da die Sommerferien nun in vielen Bundesländern nicht nur meteorologisch, sondern auch tatsächlich zu Ende gegangen sind möchten wir gerne nochmals in Erinnerung rufen, dass die Phase zur öffentlichen Kommentierung der WCAG 2.0-Übersetzung bereits läuft. Bis zum 12. September haben Fachleute noch die Gelegenheit, die sog. Candidate Authorized Translation (CAT) unter wcag2.0-blog.de/2009-07-28 zu überprüfen und Vorschläge zur Verbesserung einzusenden.

Die Übersetzung soll als gleichwertige, ebenfalls normative Version neben dem englischen Original veröffentlicht werden. Daher wäre es wichtig, dass möglichst viele der von den Richtlinien Betroffenen den aktuellen Entwurf Korrektur lesen, mit dem englischen Original abgleichen und ggf. Verbesserungen vorschlagen – seien es Designer, Texter, Konzepter, Front- & Backend-Entwickler, aber natürlich auch Anbieter von Websites und Software-Häuser, die z.B. Redaktionssysteme herstellen.

Weitere Infos darüber wie eine Beteiligung möglich ist finden Sie in der Meldung vom 4. August: Entwurf der WCAG 2.0-Übersetzung veröffentlicht.

19 Aug 2009

Motto des öff­entli­chen Thementages des W3C im Rah­men der Xinnovati­ons 2009 am 14. September in der Humboldt-Universität zu Berlin

Auch in diesem Jahr setzt das Deutsch-Öst­errei­chi­sche W3C-Büro sei­ne Koope­rati­on mit den Xinnovati­ons in Form ei­nes öff­entli­chen Thementages fort und bietet damit ei­ne Platt­form für den Dia­log von W3C-Mit­gliedern und in­ter­es­sier­ter Fachöff­entlichkeit über Webtech­nolgi­en und Stan­dardisierung.

Hin­ter dem diesjähr­igen Motto des W3C-Thementages »Das Web der Da­ten und das Web der Men­schen« ver­bergen sich drei zen­trale Fra­gen:

  1. Wie bringe ich mei­ne Da­ten »ans Web« und verknüpfe sie mit an­de­ren Da­ten?
  2. Wie inte­grie­re ich sie in das »Web für menschli­che Nutzer«?
  3. Wie kon­struie­re ich mit den Da­ten in­teraktive und für alle Men­schen zugängli­che Anwendun­gen?

Das W3C hat in diesem Jahr grundlegen­de Tech­no­logi­en vor­angetrie­ben, die bei der Be­antwor­tung die­ser Fra­gen helfen. Auf dem W3C-Tag 2009 wer­den ent­spre­chen­de Neu­entwicklun­gen vor­ge­stellt:

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  • Tech­no­logi­en des Se­mantic Web kommen vermehrt zum Ein­satz, um Da­ten an das Web zu brin­gen. Die ›Web Ontology Language‹ (OWL) dient dazu, Ei­genschaf­ten der Da­ten als ›Onto­logi­en‹ zu modellie­ren. OWL wurde in der Versi­on 1.0 lange Zeit erfolg­reich genutzt. In­zwi­schen ist OWL 2.0 in Arbeit. Das ›Rule In­terchange Format‹ (RIF) baut u.a. auf OWL auf und dient dem Aus­tausch von Business-Regeln.
  • Ein zen­trales Format um Da­ten an das Web zu brin­gen ist das ›Simple Knowledge Or­ganizati­on Sys­tem‹ (SKOS). SKOS hat dieses Jahr den Status ei­nes Stan­dards, d.h. ei­ner W3C Recommendati­on‹ erreicht. Es wird be­reits für ver­schiedenste Da­ten ein­gesetzt, von der Bibliotheks­klas­sifikati­on bis zum The­saurus ei­ner Fachdatenbank.
  • Zweck von der XML Pipe­line Language‹ XProc ist die Beschreibung von XML-Datenflüs­sen. Die XML-Da­ten wer­den anhand von XProc-Beschreibun­gen validiert, abge­fragt, oder trans­formiert für ver­schiede­ne Kon­sumen­ten, z.B. Mensch oder Ma­schine. Auf die­se Weise kann XProc als Ver­bindung zwi­schen dem ›Web der Da­ten‹ und dem ›Web der Men­schen‹ dienen.
  • Das menschli­che Web präsentiert den Nutzern Da­ten in ei­ner zu­nehmend in­teraktiven Weise. HTML ist die Grundla­ge für die Ent­wicklung ent­spre­chen­der Webap­plikationen. Mit der Ent­scheidung des W3C, die Ent­wicklung von XHTML 2 einzu­stel­len, liegt der Fokus nun gänzlich auf HTML 5.
  • Multimedi­ale Da­ten (Au­dio, Bil­der, Video) sind noch nicht ohne weite­res mit an­de­ren In­formationen im Web verknüpfbar, da ihr Inhalt nur schwer automatisch zu in­terpretie­ren ist. Was ist zum Bei­spiel das The­ma ei­nes Liedes / Fotos / Films? Met­ada­ten sind ein wichtiges Mit­tel um dieses Pro­blem zu lösen. Das W3C arbeitet de­shalb in der Media Anno­tati­ons Working Group an der In­ter­o­pe­rabilität zwi­schen ver­schiede­nen Met­adaten­forma­ten.

All die­se Tech­no­logi­en sind nur sinnvoll einsetzbar wenn die Zugänglichkeit des Webs für jeden Nutzer ge­si­chert ist. Zur Un­ter­stützung die­ser übergrei­fen­den Auf­gabe hat das W3C En­de letz­ten Jah­res die ›Web Con­tent Accessibility Guidelines‹ (WCAG) in der Versi­on 2.0 veröff­entlicht. Die deut­sche Community zur Zugänglichkeit des Webs arbeitet mit Hoch­druck an ei­ner deut­schen Fassung der Richtli­ni­en.

Die bes­ten Tech­no­logi­en nut­zen nichts wenn sie nicht bekannt sind. In diesem Sinne wird auf dem W3C-Tag STI Germany‹, der deut­sche Be­stand­teil des ›Se­mantic Tech­nology In­sti­tu­te‹ präsentiert, de­ren Ziel die Ent­wicklung und Nutzung se­manti­scher Tech­no­logi­en ist. Die Vor­stellung von STI auf dem W3C-Tag wird dem Motto der Xinnovati­ons in besonde­rer Weise ge­recht: ›bet­ter by networking‹.

Weite­re Infos zur Xinnovati­ons 2009 und der An­meldung zur Teilnah­me un­ter: www.xinnovati­ons.org.

04 Aug 2009

Die von Aktion Mensch initiierte Übersetzung der Web Content Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG 2.0) ist ab sofort in der Phase der öffentlichen Kommentierung. Seit April arbeitet eine Gruppe von Übersetzern aus Verbänden, Hochschulen und Agenturen an der Übersetzung der internationalen Richtlinien zur Barrierefreiheit von Web-Inhalten. Ziel ist es, eine vom World Wide Web Consortium (W3C) autorisierte Übersetzung der WCAG 2.0 zu erstellen, die gleichrangig zum englischen Original als normatives Dokument veröffentlicht werden kann.

Bis zum 12. September 2009 haben Fachleute nun die Gelegenheit, die sog. Candidate Authorized Translation (CAT) unter http://wcag2.0-blog.de/2009-07-28/ zu überprüfen und Kommentare bzw. Vorschläge zur Verbesserung einzusenden. In Absprache mit dem W3C wurde die Frist bewusst über die vorgeschriebenen 30 Tage hinaus verlängert um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass in Deutschland, Österreich und der Schweiz zurzeit Sommerferien sind.

Wie im offiziellen Prozedere festgelegt hat das W3C bereits eine Mailingliste für die Kommentare eingerichtet. Die E-Mail-Adresse, um Kommentare an die Liste zu schicken, ist public-auth-trans-de@w3.org; die Kommentare werden unter http://lists.w3.org/Archives/Public/public-auth-trans-de/ öffentlich archiviert. Sie können diese Liste abonnieren, indem Sie eine leere E-Mail mit dem Betreff "subscribe" (ohne Gänsefüßchen) an folgende Adresse schicken: public-auth-trans-de-request@w3.org – um Kommentare abgeben zu können, muss diese Liste allerdings nicht zwangsläufig abonniert werden.

Kommentare müssen nicht unbedingt, wie sonst beim W3C üblich, auf Englisch sein, sondern können auch auf Deutsch sein. Das liegt daran, dass Aktion Mensch und die Gruppe der Stakeholder weiterhin für die Sichtung und Einarbeitung der Kommentare zuständig sind, und da wäre es natürlich am sinnvollsten, wenn diese auf Deutsch sind.

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Wenn Sie das erste Mal mit Ihrer E-Mail-Adresse eine Mail an eine der W3C-Listen schicken, müssen Sie wegen der Anti-Spam-Maßnahmen beim W3C zunächst mit einer weiteren Mail bestätigen, dass Sie ein Mensch und kein Spambot sind. Wie gesagt – nur beim ersten Mal, danach ist Ihre E-Mail-Adresse dann für weitere Kommentare freigeschaltet. Weitere Infos werden dann in der Mail stehen, die Sie unmittelbar nach Ihrem ersten Kommentar erhalten werden.

Noch eine Bitte: Den Übersetzern wäre sehr daran gelegen, wenn alle Kommentare sich auf das Wesentliche beschränken würden und insbesondere Vollzitate von Vollzitaten von Vollzitaten (sog. TOFU) vor dem Absenden entfernt werden können. Es bereitet unnötigen Aufwand, exzessive Zitate bei der Sichtung und Zusammenstellung der Kommentare zu löschen, Aufwand, den wir gerne in die Verbesserung der Übersetzung investieren würden.

Was geschah bisher?

Noch ein paar Hintergrund-Informationen zum bisherigen Ablauf: nachdem Aktion Mensch im Frühjahr die Initiative zur Übersetzung übernommen hatte, wurden sogenannte Stakeholder angesprochen – dies sind Vertreter aus Verbänden der Behindertenhilfe & -selbsthilfe, Forschung & Lehre, Industrie, Agenturen und andere Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich beruflich um das Thema Web-Accessibility kümmern. Diese arbeiteten seitdem aktiv an der Übersetzung mit oder lieferten wertvolle Anregungen zur Arbeit der Übersetzer.

Zunächst wurde die Übersetzung des Glossars vorgezogen, da hier sehr viele wichtige und nicht gerade einfache Definitionen stehen, deren möglichst exakte Formulierung weitreichende Auswirkungen auf die Übersetzung der eigentlichen Richtlinien haben würden. Leider hat man bei dieser Art von 1:1-Übersetzung nicht die literarische Freiheit, den teils hochkomplizierten Text der Richtlinien zu ›verbessern‹, im Gegenteil – bei der Übersetzung müssen wir uns sehr eng an das englische Original halten; der Stil und vor allem der Sinn des Dokumentes darf nicht verändert werden und selbst eventuell noch vorhandene Fehler im Original müssen übernommen werden.

Die möglichst genaue Beschreibung komplexer Sachverhalte bedingt eine sprachliche Präzision, die den Anforderungen an leicht verständliche Formulierungen scheinbar entgegenstehen. Allerdings war die sprachliche Unschärfe ein häufiger Kritikpunkt an der Vorgängerversion WCAG 1.0 und der davon abgeleiteten BITV. Die aktuellen Richtlinien versuchen dem zu begegnen, indem sie sehr genau formulieren, was erfüllt sein muss, um zu einem testbaren Ergebnis zu kommen, das einer Belastung durch die Praxis standhält.

Wie geht es weiter?

Nach Ablauf der Kommentierungsphase werden die Beiträge gesichtet und in die Übersetzung eingearbeitet. Als letztes muss dann dem W3C gegenüber nachgewiesen werden, dass die Stakeholder die Übersetzung der Richtlinien gegengelesen und für gut befunden haben, bevor die Übersetzung als gleichrangige, normative deutschsprachige Version der WCAG 2.0 veröffentlicht wird.

Nach der Übersetzung der Richtlinien werden wir noch, wie angekündigt, die Techniken übersetzen, da diese der für Web-Entwickler eigentlich interessante Teil der WCAG sind. Die Techniken sind im Gegensatz zum Glossar nicht normativ und im Original schon verständlicher geschrieben. Dort haben wir dann die Möglichkeit, diese so zu formulieren, dass sie von den jeweiligen Zielgruppen leichter zu verstehen sind und eventuelle Unklarheiten aus den Richtlinien zu beseitigen.

Nachtrag:

Falls Sie die WCAG 2.0 lieber auf Französisch lesen möchten – die sind schon fertig: Règles pour l'accessibilité des contenus Web (WCAG) 2.0. Ebenso wie:

Recomendações de Acessibilidade para Conteúdo Web (WCAG) 2.0
Brasilianisches Portugiesisch
Web Akadálymentesítési Útmutató 2.0
Ungarisch
웹 콘텐츠 접근성 지침 2.0
Koreanisch
Directrizes de Acessibilidade para o Conteúdo da Web (WCAG) 2.0
Portugiesisch
Pautas de Accesibilidad de Contenido Web 2.0
Spanisch

27 Jul 2009

Die Web Accessibility Initiative des W3C hat einen aktualisierten Entwurf der User Agent Accessibility Guidelines (UAAG) 2.0 veröffentlicht. Die UAAG definieren, wie Browser, Media Player und andere sog. ›User Agents‹ die barrierefreie Nutzung von Webinhalten durch Menschen mit Behinderungen ermöglichen sollen. Die Arbeitsgruppe bittet Interessierte darum, den Entwurf zu lesen und bei Bedarf bis zum 9. September 2009 zu kommentieren. Weitere Infos dazu im Call for Review, mehr Details zur Richtlinie bei UAAG Overview.

23 Mär 2009

Das World Wide Web Consortium (W3C) bittet um Meinungen zur neuen Website, die Ende letzter Woche als Beta-Version online gegangen ist. Das neue Site-Design ist nun weitestgehend harmonisiert, die Informationsarchitektur wurde vereinfacht, die sog. ›Technical Reports‹ (vulgo: Web-Standards) haben ein neues Aussehen; dazu gibt es neue Inhalte wie einen Kalender und aggregierte Blogs der W3C-Mitarbeiter.

Weitere Informationen zum Redesign sieht und hört man in einem 10-minütigen Screencast sowie als ausführlichen Text auf der Seite About the W3C Site Redesign, wo die Ziele, Features, Einschränkungen und die zukünftige Weiterentwicklung beschrieben werden. Falls jemand Vorschläge zur Verbesserung hat oder Fehler findet kann man diese an site-comments@w3.org schicken.

13 Mär 2009

Ein Vorschlag von Tim Berners-Lee, wie man verteilte Informationen auf unterschiedlichen Rechnern besser miteinander verknüpfen könnte: als Diagramm und als Text, zufälligerweise heute vor 20 Jahren. Wir gratulieren!

12 Mär 2009

Wenn man mal über die vollständige Abwesenheit jeglicher gestalterischer Ansätze hinweg ist, dann ist die neue Übersetzungs-Suchmaschine des W3C ein wahrer Quell der Freuden für alle, die technische Spezifikationen lieber in ihrer Mutterprache lesen wollen: Advanced Search for W3C Translations. Neben der Suche nach z.B. Deutsch lässt sich die Suche auch auf Fachgebiete wie zum Beispiel Accessibility eingrenzen. Gutes Ding.

Dann gibt es vom W3C noch einen aktualisierten Entwurf der User Agent Accessibility Guidelines (UAAG) 2.0 zu vermelden. UAAG definiert, wie Browser, Media Player und andere sog. ›User Agents‹ die barrierefreie Nutzung durch Menschen mit Behinderung unterstützen und mit assistiven Techniken zusammenarbeiten. Kommentare zum Entwurf können bis zum 22. April abgegeben werden; weitere Infos im Call for Review.

Ebenfalls neu ist ein aktualisierter Entwurf der Authoring Tool Accessibility Guidelines (ATAG) 2.0, die nun mit den WCAG 2.0 in Einklang gebracht wurden. In diesen Richtlinien geht es einerseits um den barrierefreien Output von Autorenwerkzeugen (also Editoren, CMSe etc.), andererseits aber auch um die barrierefreie Bedienung solcher Anwendungen. Kommentare können bis zum 16. März abgegeben werden; weitere Infos im Call for Review.

Ein eher strategisches Papier ist der W3C Working Draft vom 10. März 2009 mit dem klangvollen Namen »Improving Access to Government through Better Use of the Web«, in dem die Vorteile offener Standards und offener Daten für die offene Partizipation der Bürger erklärt werden.

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Bei der ISO gibt es ebenfalls neue Standards zu Webdesign und Accessibility; leider sind diese kostenpflichtig, daher wissen wir nicht, was da drin steht:

  • ISO 9241-20:2008 – Accessibility guidelines for information/communication technology (ICT) equipment and services
  • ISO 9241-171:2008 – Guidance on software accessibility
  • ISO 9241-151:2008 – Guidance on World Wide Web user interfaces

Warum die englische Übersetzung allerdings beim DIN knapp 300 € kostet (die deutsche Version schlägt mit 174,20 € zu Buche), während sie beim britischen BSI für schlanke 20 £ (umgerechnet 22 €) zu haben ist, will uns nicht in den Kopf.

09 Feb 2009

Im Chaosradio Express №107 unterhalten sich Tim Pritlove, Jan Eric Hellbusch und Tomas Caspers fast zwei Stunden lang über Grundsätzliches und Aktuelles aus dem Bereich Barrierefreiheit im Web – Was man bedenken sollte, wenn man Websites plant und gestaltet (Kommentare, Mitmachseite, Direkter Download der Mediendatei, ca. 80 MB).

Unter anderem geht es um folgende Themen: The Web Standards Project; Auswirkung der Farbwahl in Webseiten für Farbfehlsichtige; Bedeutung der Struktur und semantischem Markup für blinde Nutzer; Vorteile von barrierefreiem Design für nicht-behinderte Nutzer; Screenreader-Programme und vergleichbare Funktionalitäten in Betriebssystemen; Aspekte der Gebärdensprache; Aufbau, Anwendung und Testbarkeit der Web Content Accessibility Guidelines der W3C und WAI-ARIA; Gesetzliche Vorgaben und Verpflichtung zur Barrierefreiheit für Behörden und öffentliche Körperschaften und Accessibility für Podcasts.

25 Jun 2008

Wer schon mal Web-Applikationen mit einem Screenreader getestet hat, der kennt das Problem: bei asynchronen Änderungen (vulgo: AJAX) ist noch lange nicht garantiert, dass die Änderungen tatsächlich an den Screenreader weitergereicht und von diesem entsprechend vorgelesen werden. Viel öfter passiert es, dass ein veralteter Zustand der Seite aus dem Lautsprecher kommt, der nicht mehr dem aktuellen Inhalt entspricht, so wie er auf dem Bildschirm zu sehen wäre.

Kommt die Änderung hingegen durch ein synchrones Update des DOM zu Stande (z.B. indem der Screenreader-Nutzer ein Formular per Button absendet), so wird der Speicher des Screenreaders korrekt aktualisiert. Nur dann wird der richtige Inhalte vorgelesen. In Zeiten von AJAX und den kurz vor fertigen WCAG 2 hilft das aber auch nichts: Web-Applikationen müssen ganz old-school-mäßig ohne, aber eben auch mit JavaScript funktionieren und zugänglich sein. Zumal sich jede einzelne Nutzeraktion auf diese Weise mit einen Eintrag im Browser-Verlauf verewigt – was je nach Applikation auch nicht unbedingt erwünscht ist.

Und wie so oft liegt das Problem mal wieder am Browser. Genauer gesagt (Sie konnten es sich bestimmt schon denken) am Internet Explorer inklusive der aktuellen Version 7, der solche asynchonen Änderungen nicht über die entsprechende Schnittstelle nach aussen kommuniziert. Auch wenn verbreitete Screenreader wie JAWS ab Version 7.1 mittlerweile eigene Methoden haben, um Änderungen im DOM einer Seite zu beobachten und wiederzugeben, so ist die Freude darüber verfrüht: es betrifft nur einen Screenreader mit einem speziellen Browser; das Verhalten ist (wie vieles in Hilfsmitteln) undokumentiert und entspricht keinem formellen Standard – also sollte man sich besser nicht darauf verlassen.

Auftritt ARIA:

Jetzt wo selbst der kommende IE 8 den zukünftigen WAI-ARIA-Standard unterstützen wird, zeichnet sich ein wenig Entspannung ab (Firefox ab 1.5, Opera ab 9.5 und zuletzt auch Safari hatten bekanntlich hier schon vorgelegt). Also könnte man sich als Anbieter von Web-basierten Applikationen ruhig schon mal mit ARIA beschäftigen.

Mama, der Hixie hat mir das X weggenommen!

Wenn, ja wenn da nicht eine ziemliche Spaßbremse wäre – denn ob der Standard, der ja ursprünglich mal nur als temporäre Zwischenlösung gedacht war, in absehbarer Zeit fertig werden wird steht auf einem anderen Blatt Papier. Mal ganz im Vertrauen und unter uns: die HTML-Arbeitsgruppe des W3C macht im Augenblick nicht den Eindruck, als könne man sich auf den korrekten Belag einer Wurschtsemmel einigen.

Aber was soll's, eigentlich wollten wir nur eine Linkschleuder zum Thema ARIA loswerden, jetzt ist die Einleitung halt was länger geworden. In diesem Sinne:

10 Jun 2008

Die HTML Working Group des W3C hat drei neue Dokumente zu HTML 5 veröffentlicht:

06 Jun 2008

Jack Pickard mit einer hervorragenden Bewertung der aktuellen WCAG 2.0 Candidate Recommendation vom 30. April 2008:

Lachlan Hunt (Opera) und Steve Faulkner (Paciello Group) unterhalten sich über die fast fertige WCAG 2. Besonders lehrreich fanden wir, dass es neben der britischen und der amerikanischen Aussprache von Wickäg und Wuckäg auch noch eine australisch-englische Version gibt: »Steve Faulkner on WCAG 2.0« (YouTube-Video).

Ein weiterer Australier, Roger Hudson, hat einen ausgezeichneten Migrations-Leitfaden für Angebote erstellt, die bereits die Version 1 der WCAG erfüllen: »Migrating from WCAG 1.0 to WCAG 2.0«

»This document has been prepared to help HTML developers and others who are familiar with the Web Content Accessibility Guidelines Version 1.0 (WCAG 1.0) to map their current knowledge and practices with the WCAG 2.0 W3C Candidate Recommendation of 30 April 2008.«

(Gilt natürlich auch für die BITV)

26 Mai 2008

14 Mai 2008

Was zu offenen und nicht ganz so offenen Standards und wie sie zustande kommen:

08 Mai 2008

Liebe Moderatoren, Experten und Teilnehmer der ›Einfach für Alle‹-Tagung, liebe Zuschauer draussen an den Empfangsgeräten,

wir möchten uns ganz herzlich für Ihre Unterstützung in Gelsenkirchen bedanken. Ihrem Interesse und Engagement verdanken wir, dass die Teilnehmer vor Ort und im Netz viele Impulse mit nach Hause nehmen konnten, um die Zukunft des Internets und damit der Barrierefreiheit mitzugestalten. Denn das ist ein wesentliches Fazit, dass wir anlässlich der Tagung gezogen haben: Barrierefreiheit ist ein Meilenstein für die zukünftige Entwicklung des Internets.

In den kommenden Tagen veröffentlichen wir die Thesen & Ergebnisse aus den 16 Workshops und auch die Video-Mitschnitte auf der Tagungs-Website.

Ein Ergebnis, das insbesondere für die Teilnehmenden aus Behörden und Verwaltung interessant sein dürfte, wollen wir Ihnen schon heute verraten: Mit Blick auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen forderten die Experten im Workshop »Verordnete (Barriere-) Freiheit« die BITV mit den Empfehlungen der kommenden Web Content Accessibility Guidelines (WCAG 2.0) zu harmonisieren.

Wir sind gespannt, wie die Diskussionsteilnehmer, zu denen neben vielen Vertretern aus Bund, Ländern und Kommunen auch Shadi Abou-Zahra vom W3C, Andreas Schlüter aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie Franz-Josef Hanke von Arbeitskreis Barrierefreies Internet gehörten, diese Forderung in der Praxis umsetzen.