Suche:
Tags? RSS?
Wir erklären Ihnen, was das heißt und wie Sie damit immer auf dem neuesten Stand bleiben…
Kommentare:
- Martin zu:»Semantic Web einfach erklärt«
- Andreas Kuckartz zu:»Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit ist online«
- Kim Denise Heidebrecht zu:»»Waiting« – das barrierefreie Musikvideo jetzt bei YouTube & Vimeo«
- BR zu:»»Waiting« – das barrierefreie Musikvideo jetzt bei YouTube & Vimeo«
- Kim Denise Heidebrecht zu:»»Waiting« – das barrierefreie Musikvideo jetzt bei YouTube & Vimeo«
Themen:
- AJAX
- ATAG
- Ausbildung
- Barrierefreiheit
- Barrieren
- Best Practice
- BIENE
- BITV
- Blogs
- Browser
- CMS
- CSS
- Design
- DGS
- eCommerce
- EfATagung
- eGovernment
- eLearning
- Flash
- Gesetze
- Hausmitteilung
- Hilfsmittel
- Hörbehinderung
- HTML
- i18n
- JavaScript
- Leichte Sprache
- Lernbehinderung
- Linux
- Literatur
- Mac
- Microformats
- Mobile Web
- Motorische Behinderung
- Multimedia
- Navigation
- Österreich
- Podcast
- Schweiz
- Sehbehinderung
- Testen
- Typografie
- UAAG
- Usability
- Veranstaltung
- Veranstaltungen
- W3C
- WAI-ARIA
- WCAG
- Web 2.0
- Web-2.0
- Webstandards
- Werkzeuge
- Windows
- Zertifizierung
Lesenswertes:
Twitter Einzeiler:
- Neue Einträge bei Events: http://einfachfueralle.de/blog/id/2584 #a11y
[ vor 17 Tagen ] - Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit ist online: http://einfachfueralle.de/blog/id/2583
[ vor 37 Tagen ] - 224 Webseiten wollen eine BIENE / Mehr komplexe als einfache Angebote: http://einfachfueralle.de/blog/id/2582
[ vor 39 Tagen ] - »Waiting« – das barrierefreie Musikvideo: http://einfachfueralle.de/blog/id/2581 #dgs #a11y
[ vor 42 Tagen ] - Neue Einträge beim Events-Kalender im EfA AccessBlog:
http://einfachfueralle.de/blog/id/2580
[ vor 42 Tagen ] - Endspurt bei der BIENE 2010 – Bewerben bis zum 15. Juli: http://einfachfueralle.de/blog/id/2579 #biene10 #a11y
[ vor 58 Tagen ] - BIENE sucht Vorbilder – Testverfahren veröffentlicht / Teilnahme bis 15. Juli möglich: http://einfachfueralle.de/blog/id/2578 #biene10 #a11y
[ vor 84 Tagen ] - Blinde im Mitmach-Web: http://bit.ly/aYQnuE – dritter Teil der Serie von Domingos de Oliveira zum Thema ›Wie Blinde Websites erkunden‹ #a11y
[ vor 107 Tagen ] - ›Multimedia für Blinde‹ – zweiter Teil der Serie ›Wie Blinde Websites erkunden‹: http://einfachfueralle.de/blog/id/2576 #a11y
[ vor 107 Tagen ] - Biene-Wettbewerb erhöht Mindestanforderungen: http://bit.ly/bfT3S2 (♻ @kobinetev)
[ vor 116 Tagen ]
News mit tag »W3C«
04 Nov 2009
WCAG spricht Deutsch: Übersetzung der Richtlinien für barrierefreie Webinhalte veröffentlicht
Von der Aktion Mensch ins Leben gerufene Arbeitsgruppe erstellt autorisierte deutsche Fassung der Web Content Accessibility Guidelines 2.0
Seit 2008 gelten neue internationale Richtlinien für barrierefreie Webinhalte, die Web Content Accessibility Guidelines in der Version 2.0 (WCAG 2.0). Eine von der Aktion Mensch ins Leben gerufene Arbeitsgruppe hat nun erstmals eine deutsche Übersetzung der Richtlinien vorgelegt. Das oberste Gremium zur Standardisierung von Webtechniken, das World Wide Web Consortium (W3C) hat diese Übersetzung autorisiert und offiziell unter w3.org/Translations/WCAG20-de veröffentlicht.
Für Menschen mit Behinderungen im deutschsprachigen Raum ist die Übersetzung nach Einschätzung der Aktion Mensch ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zu einem barrierefreien Internet. »Die WCAG 2.0 sind der Standard der Zukunft. Eine autorisierte Übersetzung hilft, diese Standards weiter bekannt zu machen, und ermöglicht es Agenturen und Anbietern Webangebote auf Grundlage der Richtlinien zu testen und entsprechend der Bedürfnisse von Nutzern mit Behinderungen weiterzuentwickeln«
, erklärt Christian Schmitz, stellvertretender Pressesprecher der Aktion Mensch, die sich mit der Initiative ›Einfach für Alle‹ schon seit dem Jahr 2000 für ein barrierefreies Internet einsetzt.
Nächste Meilensteine: BITV 2.0 und EU-weite Harmonisierung
Die deutsche Übersetzung ist auch ein wichtiger Schritt mit Blick auf die gesetzlichen Vorgaben in Deutschland. Bei der laufenden Überarbeitung der seit 2002 geltende »Barrierefreie Informationstechnik Verordnung« (BITV) orientiert sich das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ausdrücklich an den Empfehlungen des W3C.
Darüber hinaus leistet die deutsche Übersetzung einen Beitrag zu der Harmonisierung der Richtlinien innerhalb der EU. So setzte sich Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien in einer Rede Anfang Oktober, für einen gemeinsamen »European Disability Act« ein, der die WCAG 2.0 als verbindlichen Standard festlegt und betonte dabei die Vorteile für Nutzer und Anbieter: »Die Informationsgesellschaft ist eine entscheidende Voraussetzung, um ein wettbewerbsfähiges, nachhaltiges und sozial integrierendes Europa zu schaffen.«
Dabei könne es für Unternehmen jedoch sehr teuer werden, wenn sie sich an unterschiedliche nationale Normen anpassen müssten. Die Orientierung an den Standards der WCAG 2.0 verschafft Unternehmen daher auch Wettbewerbsvorteile.
Arbeitsgruppe mit Mitgliedern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
In der Arbeitsgruppe, die seit April dieses Jahres die Übersetzung der WCAG 2.0 vorangetrieben hat, haben sich insgesamt fast 30 Unternehmen, Hochschulen, Behörden und Initiativen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt. Nach der Veröffentlichung eines Entwurfs der Übersetzung im August konnte die Öffentlichkeit Vorschläge zur Verbesserung einsenden, die durch die Arbeitsgruppe eingearbeitet wurden. Der nächste Schritt ist nun die Übersetzung der Programmier- und Gestaltungstechniken zur WCAG 2.0 und weiterer erläuternder Dokumente.
Diese Pressemitteilung als PDF: Aktion_Mensch_WCAG2_091104.pdf
18 Sep 2009
Teaching the Web
Internationales Eröffnungsevent des deutsch-österreichischen W3C-Büros am neuen Standort in Potsdam
Was muss »meine Community« über das Web wissen? Ist Wissen über die Architektur des Web so wichtig wie Wissen über XML und Technologien des Semantic Web, oder können wir erwarten, dass früher oder später alle Details hinter schönen Benutzerinterfaces verborgen werden?
Das Eröffnungsevent des deutsch-österreichischen W3C-Büros an seinem neuen Standort, der Fachhochschule Potsdam, wird Menschen zusammenbringen, die sich normalerweise nicht treffen: Entwickler von Webtechnologie und Benutzer aus einer ganzen Reihe von Communities. Der Zweck ist, Ziele der Ausbildung über das Web zu diskutieren und wie man sicherstellt, dass das Web dort nachhaltig einen Platz finden wird wo es am wichtigsten ist – in den Köpfen und Herzen.
Die Veranstaltung findet am 15. Oktober, ab 10.00 Uhr im Hauptgebäude der Fachhochschule Potsdam, Campus Pappelallee statt und umfasst Vorträge sowohl in englischer als auch in deutscher Sprache. Zusammenfassungen werden in beiden Sprachen gegeben.
Sprecher sind:
- Klaus Birkenbihl (W3C)
- Lambert Heller (TIB/UB Hannover)
- Patrick H. Lauke (Opera Software)
- Jens Meiert (Google)
- Petra Rauschenbach (Bundesarchiv)
- Henry S. Thompson (W3C)
- Andrew Vande Moere (University of Sydney)
- Erik Wilde (University of California Berkeley)
Weitere Informationen unter www.w3c.de; die Teilnahme ist frei, aber eine Anmeldung ist erforderlich.
15 Sep 2009
Ende der öffentlichen Kommentierung
Am letzten Wochenende ist die Frist zur Kommentierung der deutschen Übersetzung der WCAG 2.0 abgelaufen und wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die von der Möglichkeit zur Beteiligung regen Gebrauch gemacht haben. Übermäßig viele Anmerkungen waren es nicht unbedingt, aber was an Verbesserungsvorschlägen über die öffentliche Mailingliste reinkam, war durchweg sehr gut und sinnvoll.
Wir werden ab sofort die Kommentare zusammenstellen und bewerten und das meiste davon ganz sicher in den Entwurf einarbeiten können. Danach wird der dann hoffentlich finale Stand erneut der Gruppe der Stakeholder zur Begutachtung vorgelegt. Wenn diese in der Mehrzahl ihre Zustimmung signalisieren, kann die fertige Übersetzung zur Veröffentlichung ans W3C übergeben werden. Bis dahin bitten wir noch um etwas Geduld.
Nachtrag 16.09.:
Zurzeit sind bereits ¾ der Kommentare abgearbeitet.
Nachtrag 17.09.:
Die bis zum Ablauf der Kommentierungsfrist aufgelaufenen Kommentare haben wir nun gesichtet, bewertet und in die Übersetzung eingearbeitet. Vielen Dank nochmal an alle, die sich an der öffentlichen Kommentierung beteiligt haben – der weitaus überwiegende Teil der Vorschläge war sehr sinnvoll und hat zu einer deutlichen Verbesserung des Textes geführt.
Die aktuelle Fassung finden Sie unter: wcag2.0-blog.de/2009-09-16/; eine Version mit markierten Änderungen (per INS und DEL) finden Sie hier: wcag2.0-blog.de/2009-09-16/diff-marked-version.html.
11 Sep 2009
Erinnerung
Heute früh im Kalender:
28 Aug 2009
Neuer HTML 5-Entwurf
Die HTML-Arbeitsguppe des W3C hat einen neuen Entwurf von HTML 5 veröffentlicht. In HTML 5 werden eine ganze Reihe neuer Features eingeführt, die bei der Entwicklung von Web-basierten Applikationen helfen; neue Elemente werden auf Basis von aktuellen Praktiken in der Web-Entwicklung definiert, und besonderer Augenmerk liegt auf klaren Kriterien für die Implementierung in Browsern, um die Interoperabilität zu verbessern. Auch das Dokument HTML 5 differences from HTML 4 liegt in einer aktualisierten Fassung vor. Es beschreibt die Unterschiede zwischen dem aktuellen HTML 4 und dem kommenden HTML 5 und zeigt die Gründe für die Änderungen auf.
HTML 5 wird irgendwann HTML 4.01 ersetzen, die zuzeit noch dominierende Sprache, mit der Webseiten gebaut werden. An den Details wird natürlich noch gefeilt und niemand kann ernsthaft erwarten, dass der Entwurf über Experimente hinaus schon in der Praxis eingesetzt werden kann. Dafür ist der Entwurf noch zu unstabil und die Menge der Elemente, die gerade drinnen oder draussen sind, zu groß.
HTML 5 ist zwar noch lange nicht fertig, aber auch kein Luftschloß (wie so viele andere W3C-Entwürfe) – dafür ist die Unterstützung durch die großen und kleinen Browser-Hersteller einfach zu groß. Viele der Änderungen sind bereits in modernen Browsern implementiert und versuchen so, ihre Praxistauglichkeit zu beweisen.
Neben neuen, dringend benötigten Strukturelementen zur Auszeichnung von Seitenbereichen (welche das sein werden ist aktuell noch in der Diskussion) sind wohl die Elemente für direkte Audio- und Video-Einbettung am spannendsten, da sie mit bisherigen PlugIn-Techniken wie Flash und Silverlight in direkter Konkurrenz stehen.
Weiterführende Literatur
Hier ein Überblick über lesenswerte Artikel zu HTML 5, die uns in letzter Zeit aufgefallen sind:
- Wendy Chisholm: »HTML 5–What I’m Watching
- Bruce Lawson: »Yes, You Can Use HTML 5 Today!
- Bruce Lawson: »HTML5 Doctor, helping you implement HTML 5 today
- Eric Eggert: »Wer heute schon HTML5 einsetzen sollte
- Heni Swan: »HTML5 Tips: structral elements, Doctype and ARIA
- Steve Faulkner: »Notes on accessibility of text replacement using HTML5 canvas
- Molly Holzschlag: »HTML5 Features at a Glance
- Mark Pilgrim: »Dive Into HTML 5«
- Jeff Starr: »The Power of HTML 5 and CSS 3
- HTML5 Gallery: »A showcase of sites using HTML 5 markup
- Simon Pieters: »Quality Assurance tools for HTML5
- Jeffrey Zeldman: »HTML 5 is a mess. Now what?
- Enrique Ramirez: »Coding A HTML 5 Layout From Scratch
- Alexander Farkas: »Meinung zu HTML5: Semantik noch Flop, progressive enhancement Top
24 Aug 2009
Jeder darf Kommentare senden
Im Dezember 2008 wurden die neuen Richtlinien für barrierefreie Webinhalte (WCAG 2.0) veröffentlicht – allerdings wie üblich in Englisch. Derzeit wird an einer autorisierten deutschen Übersetzung gearbeitet, die nun bis zum 12. September kommentiert werden kann. Martin Ladstätter von BIZEPS-INFO führte ein Interview zum Stand der Arbeiten mit Eric Eggert, einem in Wien lebenden Experten für barrierefreies Webdesign:
- BIZEPS-INFO: Was genau ist mit Kommentarphase gemeint? Sind die Richtlinien noch nicht fertig?
- Eric Eggert: Doch, die Richtlinien sind ja seit letztem Dezember bereits veröffentlicht. Wir übersetzen sie nun nur 1:1 ins Deutsche. Dabei muss man sich über Begrifflichkeiten abstimmen, nun hat jeder die Möglichkeit seine Kommentare zur Übersetzung abzugeben.
- BIZEPS: Sie nehmen für die österreichische Plattform accessible-media an dem Übersetzungsprozess teil. Was genau ist Ihre Aufgabe und wo liegen die Herausforderungen?
- Eggert: Die Aktion Mensch aus Deutschland hat die Übersetzung federführend übernommen. Die Aufgabe der anderen Stakeholder (zu denen auch accessible media gehört) war eine erste interne Kommentierung des Übersetzungsentwurfs. Der Prozess hat sich eigentlich ziemlich reibungslos gestaltet, der größte Stolperstein war sicher die Übersetzung des Glossars um ein Fundament für die Übersetzung zu haben.
Wer soll kommentieren?
- BIZEPS: Die Übersetzung befindet sich bis 12. September 2009 in der Kommentierungsphase. Was bedeutet dies und wer soll kommentieren?
- Eggert: Das W3C hat jetzt die Öffentlichkeit dazu aufgerufen Kommentare zum Entwurf abzugeben, das heißt jeder, der sich mit der Materie auskennt, darf sich den Entwurf nicht nur durchlesen sondern auch mit dem Original vergleichen und seine Kommentare an die Mailingliste zu senden.
- BIZEPS: Wie geht es dann im Übersetzungsprozess weiter?
- Eggert: Nach dem 12. September 2009 werden die Kommentare ausgewertet und beantwortet und dann in den Übersetzungsentwurf eingearbeitet. Dann wird auch entschieden, ob es eine weitere Kommentarphase geben sollte oder nicht.
Wann wird die Übersetzung fertig sein?
- BIZEPS: Können Sie schön abschätzen, wann eine autorisierten deutschen Übersetzung vorliegt?
- Eggert: Das hängt von einigen Faktoren ab. Falls es keine zweite Kommentarphase mehr gibt muss das W3C entscheiden ob das Dokument autorisiert werden kann, danach wird es auf der W3C-Seite veröffentlicht. Im Moment sieht es so aus, als wenn wir spätestens bis zum ersten Geburtstag der Richtlinien fertig sein könnten. Danach fängt die Arbeit aber erst richtig an, schließlich sollen auch noch die Zusatzdokumente übersetzt werden.
Wer braucht eine deutsche Übersetzung?
- BIZEPS: Warum besteht Ihrer Meinung nach der Bedarf nach einer deutschen Übersetzung der WCAG?
- Eggert: Die WCAG 2.0 sind in Österreich, in der Schweiz und in Deutschland die Grundlage für die Gesetzgebung. In Österreich sind sie sogar direkt referenziert. Die Entwicklung der WCAG 2.0 hat lange gedauert und es sind sehr gute Richtlinien herausgekommen, die nun natürlich so vielen Menschen wie möglich zugänglich gemacht werden sollen. Zudem haben wir festgestellt, dass viele professionelle Webdesigner und -entwickler sich eher mit solchen Dokumenten auseinander setzen, wenn sie in ihrer Muttersprache vorliegen. Falls es später mal zu einheitlichen europäischen Richtlinien kommt sind viele Übersetzungen auch ein Argument nicht das Rad neu zu erfinden und keine europäische Sonderlösung zu suchen.
- BIZEPS: Wir danken für das Interview.
(via BIZEPS-INFO)
21 Aug 2009
Aufruf zur Beteiligung
Da die Sommerferien nun in vielen Bundesländern nicht nur meteorologisch, sondern auch tatsächlich zu Ende gegangen sind möchten wir gerne nochmals in Erinnerung rufen, dass die Phase zur öffentlichen Kommentierung der WCAG 2.0-Übersetzung bereits läuft. Bis zum 12. September haben Fachleute noch die Gelegenheit, die sog. Candidate Authorized Translation (CAT) unter wcag2.0-blog.de/2009-07-28 zu überprüfen und Vorschläge zur Verbesserung einzusenden.
Die Übersetzung soll als gleichwertige, ebenfalls normative Version neben dem englischen Original veröffentlicht werden. Daher wäre es wichtig, dass möglichst viele der von den Richtlinien Betroffenen den aktuellen Entwurf Korrektur lesen, mit dem englischen Original abgleichen und ggf. Verbesserungen vorschlagen – seien es Designer, Texter, Konzepter, Front- & Backend-Entwickler, aber natürlich auch Anbieter von Websites und Software-Häuser, die z.B. Redaktionssysteme herstellen.
Weitere Infos darüber wie eine Beteiligung möglich ist finden Sie in der Meldung vom 4. August: Entwurf der WCAG 2.0-Übersetzung veröffentlicht.
19 Aug 2009
Das Web der Daten und das Web der Menschen
Motto des öffentlichen Thementages des W3C im Rahmen der Xinnovations 2009 am 14. September in der Humboldt-Universität zu Berlin
Auch in diesem Jahr setzt das Deutsch-Österreichische W3C-Büro seine Kooperation mit den Xinnovations in Form eines öffentlichen Thementages fort und bietet damit eine Plattform für den Dialog von W3C-Mitgliedern und interessierter Fachöffentlichkeit über Webtechnolgien und Standardisierung.
Hinter dem diesjährigen Motto des W3C-Thementages »Das Web der Daten und das Web der Menschen« verbergen sich drei zentrale Fragen:
- Wie bringe ich meine Daten »ans Web« und verknüpfe sie mit anderen Daten?
- Wie integriere ich sie in das »Web für menschliche Nutzer«?
- Wie konstruiere ich mit den Daten interaktive und für alle Menschen zugängliche Anwendungen?
Das W3C hat in diesem Jahr grundlegende Technologien vorangetrieben, die bei der Beantwortung dieser Fragen helfen. Auf dem W3C-Tag 2009 werden entsprechende Neuentwicklungen vorgestellt:
- Technologien des Semantic Web kommen vermehrt zum Einsatz, um Daten an das Web zu bringen. Die ›Web Ontology Language‹ (OWL) dient dazu, Eigenschaften der Daten als ›Ontologien‹ zu modellieren. OWL wurde in der Version 1.0 lange Zeit erfolgreich genutzt. Inzwischen ist OWL 2.0 in Arbeit. Das ›Rule Interchange Format‹ (RIF) baut u.a. auf OWL auf und dient dem Austausch von Business-Regeln.
- Ein zentrales Format um Daten an das Web zu bringen ist das ›Simple Knowledge Organization System‹ (SKOS). SKOS hat dieses Jahr den Status eines Standards, d.h. einer ›W3C Recommendation‹ erreicht. Es wird bereits für verschiedenste Daten eingesetzt, von der Bibliotheksklassifikation bis zum Thesaurus einer Fachdatenbank.
- Zweck von der ›XML Pipeline Language‹ XProc ist die Beschreibung von XML-Datenflüssen. Die XML-Daten werden anhand von XProc-Beschreibungen validiert, abgefragt, oder transformiert für verschiedene Konsumenten, z.B. Mensch oder Maschine. Auf diese Weise kann XProc als Verbindung zwischen dem ›Web der Daten‹ und dem ›Web der Menschen‹ dienen.
- Das menschliche Web präsentiert den Nutzern Daten in einer zunehmend interaktiven Weise. HTML ist die Grundlage für die Entwicklung entsprechender Webapplikationen. Mit der Entscheidung des W3C, die Entwicklung von XHTML 2 einzustellen, liegt der Fokus nun gänzlich auf HTML 5.
- Multimediale Daten (Audio, Bilder, Video) sind noch nicht ohne weiteres mit anderen Informationen im Web verknüpfbar, da ihr Inhalt nur schwer automatisch zu interpretieren ist. Was ist zum Beispiel das Thema eines Liedes / Fotos / Films? Metadaten sind ein wichtiges Mittel um dieses Problem zu lösen. Das W3C arbeitet deshalb in der Media Annotations Working Group an der Interoperabilität zwischen verschiedenen Metadatenformaten.
All diese Technologien sind nur sinnvoll einsetzbar wenn die Zugänglichkeit des Webs für jeden Nutzer gesichert ist. Zur Unterstützung dieser übergreifenden Aufgabe hat das W3C Ende letzten Jahres die ›Web Content Accessibility Guidelines‹ (WCAG) in der Version 2.0 veröffentlicht. Die deutsche Community zur Zugänglichkeit des Webs arbeitet mit Hochdruck an einer deutschen Fassung der Richtlinien.
Die besten Technologien nutzen nichts wenn sie nicht bekannt sind. In diesem Sinne wird auf dem W3C-Tag ›STI Germany‹, der deutsche Bestandteil des ›Semantic Technology Institute‹ präsentiert, deren Ziel die Entwicklung und Nutzung semantischer Technologien ist. Die Vorstellung von STI auf dem W3C-Tag wird dem Motto der Xinnovations in besonderer Weise gerecht: ›better by networking‹.
Weitere Infos zur Xinnovations 2009 und der Anmeldung zur Teilnahme unter: www.xinnovations.org.
04 Aug 2009
Entwurf der WCAG 2.0-Übersetzung veröffentlicht
Die von Aktion Mensch initiierte Übersetzung der Web Content Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG 2.0) ist ab sofort in der Phase der öffentlichen Kommentierung. Seit April arbeitet eine Gruppe von Übersetzern aus Verbänden, Hochschulen und Agenturen an der Übersetzung der internationalen Richtlinien zur Barrierefreiheit von Web-Inhalten. Ziel ist es, eine vom World Wide Web Consortium (W3C) autorisierte Übersetzung der WCAG 2.0 zu erstellen, die gleichrangig zum englischen Original als normatives Dokument veröffentlicht werden kann.
Bis zum 12. September 2009 haben Fachleute nun die Gelegenheit, die sog. Candidate Authorized Translation (CAT) unter http://wcag2.0-blog.de/2009-07-28/ zu überprüfen und Kommentare bzw. Vorschläge zur Verbesserung einzusenden. In Absprache mit dem W3C wurde die Frist bewusst über die vorgeschriebenen 30 Tage hinaus verlängert um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass in Deutschland, Österreich und der Schweiz zurzeit Sommerferien sind.
Wie im offiziellen Prozedere festgelegt hat das W3C bereits eine Mailingliste für die Kommentare eingerichtet. Die E-Mail-Adresse, um Kommentare an die Liste zu schicken, ist public-auth-trans-de@w3.org; die Kommentare werden unter http://lists.w3.org/Archives/Public/public-auth-trans-de/ öffentlich archiviert. Sie können diese Liste abonnieren, indem Sie eine leere E-Mail mit dem Betreff "subscribe" (ohne Gänsefüßchen) an folgende Adresse schicken: public-auth-trans-de-request@w3.org – um Kommentare abgeben zu können, muss diese Liste allerdings nicht zwangsläufig abonniert werden.
Kommentare müssen nicht unbedingt, wie sonst beim W3C üblich, auf Englisch sein, sondern können auch auf Deutsch sein. Das liegt daran, dass Aktion Mensch und die Gruppe der Stakeholder weiterhin für die Sichtung und Einarbeitung der Kommentare zuständig sind, und da wäre es natürlich am sinnvollsten, wenn diese auf Deutsch sind.
Die Pressemitteilung zum Download:
PM-WCAG_2.0.pdf (PDF, 44 kb)
Wenn Sie das erste Mal mit Ihrer E-Mail-Adresse eine Mail an eine der W3C-Listen schicken, müssen Sie wegen der Anti-Spam-Maßnahmen beim W3C zunächst mit einer weiteren Mail bestätigen, dass Sie ein Mensch und kein Spambot sind. Wie gesagt – nur beim ersten Mal, danach ist Ihre E-Mail-Adresse dann für weitere Kommentare freigeschaltet. Weitere Infos werden dann in der Mail stehen, die Sie unmittelbar nach Ihrem ersten Kommentar erhalten werden.
Noch eine Bitte: Den Übersetzern wäre sehr daran gelegen, wenn alle Kommentare sich auf das Wesentliche beschränken würden und insbesondere Vollzitate von Vollzitaten von Vollzitaten (sog. TOFU) vor dem Absenden entfernt werden können. Es bereitet unnötigen Aufwand, exzessive Zitate bei der Sichtung und Zusammenstellung der Kommentare zu löschen, Aufwand, den wir gerne in die Verbesserung der Übersetzung investieren würden.
Was geschah bisher?
Noch ein paar Hintergrund-Informationen zum bisherigen Ablauf: nachdem Aktion Mensch im Frühjahr die Initiative zur Übersetzung übernommen hatte, wurden sogenannte Stakeholder angesprochen – dies sind Vertreter aus Verbänden der Behindertenhilfe & -selbsthilfe, Forschung & Lehre, Industrie, Agenturen und andere Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich beruflich um das Thema Web-Accessibility kümmern. Diese arbeiteten seitdem aktiv an der Übersetzung mit oder lieferten wertvolle Anregungen zur Arbeit der Übersetzer.
Zunächst wurde die Übersetzung des Glossars vorgezogen, da hier sehr viele wichtige und nicht gerade einfache Definitionen stehen, deren möglichst exakte Formulierung weitreichende Auswirkungen auf die Übersetzung der eigentlichen Richtlinien haben würden. Leider hat man bei dieser Art von 1:1-Übersetzung nicht die literarische Freiheit, den teils hochkomplizierten Text der Richtlinien zu ›verbessern‹, im Gegenteil – bei der Übersetzung müssen wir uns sehr eng an das englische Original halten; der Stil und vor allem der Sinn des Dokumentes darf nicht verändert werden und selbst eventuell noch vorhandene Fehler im Original müssen übernommen werden.
Die möglichst genaue Beschreibung komplexer Sachverhalte bedingt eine sprachliche Präzision, die den Anforderungen an leicht verständliche Formulierungen scheinbar entgegenstehen. Allerdings war die sprachliche Unschärfe ein häufiger Kritikpunkt an der Vorgängerversion WCAG 1.0 und der davon abgeleiteten BITV. Die aktuellen Richtlinien versuchen dem zu begegnen, indem sie sehr genau formulieren, was erfüllt sein muss, um zu einem testbaren Ergebnis zu kommen, das einer Belastung durch die Praxis standhält.
Wie geht es weiter?
Nach Ablauf der Kommentierungsphase werden die Beiträge gesichtet und in die Übersetzung eingearbeitet. Als letztes muss dann dem W3C gegenüber nachgewiesen werden, dass die Stakeholder die Übersetzung der Richtlinien gegengelesen und für gut befunden haben, bevor die Übersetzung als gleichrangige, normative deutschsprachige Version der WCAG 2.0 veröffentlicht wird.
Nach der Übersetzung der Richtlinien werden wir noch, wie angekündigt, die Techniken übersetzen, da diese der für Web-Entwickler eigentlich interessante Teil der WCAG sind. Die Techniken sind im Gegensatz zum Glossar nicht normativ und im Original schon verständlicher geschrieben. Dort haben wir dann die Möglichkeit, diese so zu formulieren, dass sie von den jeweiligen Zielgruppen leichter zu verstehen sind und eventuelle Unklarheiten aus den Richtlinien zu beseitigen.
Nachtrag:
Falls Sie die WCAG 2.0 lieber auf Französisch lesen möchten – die sind schon fertig: Règles pour l'accessibilité des contenus Web (WCAG) 2.0. Ebenso wie:
- Recomendações de Acessibilidade para Conteúdo Web (WCAG) 2.0
- Brasilianisches Portugiesisch
- Web Akadálymentesítési Útmutató 2.0
- Ungarisch
- 웹 콘텐츠 접근성 지침 2.0
- Koreanisch
- Directrizes de Acessibilidade para o Conteúdo da Web (WCAG) 2.0
- Portugiesisch
- Pautas de Accesibilidad de Contenido Web 2.0
- Spanisch
27 Jul 2009
UAAG aktualisiert
Die Web Accessibility Initiative des W3C hat einen aktualisierten Entwurf der User Agent Accessibility Guidelines (UAAG) 2.0 veröffentlicht. Die UAAG definieren, wie Browser, Media Player und andere sog. ›User Agents‹ die barrierefreie Nutzung von Webinhalten durch Menschen mit Behinderungen ermöglichen sollen. Die Arbeitsgruppe bittet Interessierte darum, den Entwurf zu lesen und bei Bedarf bis zum 9. September 2009 zu kommentieren. Weitere Infos dazu im Call for Review, mehr Details zur Richtlinie bei UAAG Overview.
23 Mär 2009
beta.w3.org
Das World Wide Web Consortium (W3C) bittet um Meinungen zur neuen Website, die Ende letzter Woche als Beta-Version online gegangen ist. Das neue Site-Design ist nun weitestgehend harmonisiert, die Informationsarchitektur wurde vereinfacht, die sog. ›Technical Reports‹ (vulgo: Web-Standards) haben ein neues Aussehen; dazu gibt es neue Inhalte wie einen Kalender und aggregierte Blogs der W3C-Mitarbeiter.
Weitere Informationen zum Redesign sieht und hört man in einem 10-minütigen Screencast sowie als ausführlichen Text auf der Seite About the W3C Site Redesign, wo die Ziele, Features, Einschränkungen und die zukünftige Weiterentwicklung beschrieben werden. Falls jemand Vorschläge zur Verbesserung hat oder Fehler findet kann man diese an site-comments@w3.org schicken.
13 Mär 2009
Vague, but exciting
Ein Vorschlag von Tim Berners-Lee, wie man verteilte Informationen auf unterschiedlichen Rechnern besser miteinander verknüpfen könnte: als Diagramm und als Text, zufälligerweise heute vor 20 Jahren. Wir gratulieren!
12 Mär 2009
Lesefutter für Standardversteher
Wenn man mal über die vollständige Abwesenheit jeglicher gestalterischer Ansätze hinweg ist, dann ist die neue Übersetzungs-Suchmaschine des W3C ein wahrer Quell der Freuden für alle, die technische Spezifikationen lieber in ihrer Mutterprache lesen wollen: Advanced Search for W3C Translations. Neben der Suche nach z.B. Deutsch lässt sich die Suche auch auf Fachgebiete wie zum Beispiel Accessibility eingrenzen. Gutes Ding.
Dann gibt es vom W3C noch einen aktualisierten Entwurf der User Agent Accessibility Guidelines (UAAG) 2.0 zu vermelden. UAAG definiert, wie Browser, Media Player und andere sog. ›User Agents‹ die barrierefreie Nutzung durch Menschen mit Behinderung unterstützen und mit assistiven Techniken zusammenarbeiten. Kommentare zum Entwurf können bis zum 22. April abgegeben werden; weitere Infos im Call for Review.
Ebenfalls neu ist ein aktualisierter Entwurf der Authoring Tool Accessibility Guidelines (ATAG) 2.0, die nun mit den WCAG 2.0 in Einklang gebracht wurden. In diesen Richtlinien geht es einerseits um den barrierefreien Output von Autorenwerkzeugen (also Editoren, CMSe etc.), andererseits aber auch um die barrierefreie Bedienung solcher Anwendungen. Kommentare können bis zum 16. März abgegeben werden; weitere Infos im Call for Review.
Ein eher strategisches Papier ist der W3C Working Draft vom 10. März 2009 mit dem klangvollen Namen »Improving Access to Government through Better Use of the Web«, in dem die Vorteile offener Standards und offener Daten für die offene Partizipation der Bürger erklärt werden.
Bei der ISO gibt es ebenfalls neue Standards zu Webdesign und Accessibility; leider sind diese kostenpflichtig, daher wissen wir nicht, was da drin steht:
- ISO 9241-20:2008 – Accessibility guidelines for information/communication technology (ICT) equipment and services
- ISO 9241-171:2008 – Guidance on software accessibility
- ISO 9241-151:2008 – Guidance on World Wide Web user interfaces
Warum die englische Übersetzung allerdings beim DIN knapp 300 € kostet (die deutsche Version schlägt mit 174,20 € zu Buche), während sie beim britischen BSI für schlanke 20 £ (umgerechnet 22 €) zu haben ist, will uns nicht in den Kopf.
09 Feb 2009
Hörtipp: CRE107 - Barrierefreiheit im Web
Im Chaosradio Express №107 unterhalten sich Tim Pritlove, Jan Eric Hellbusch und Tomas Caspers fast zwei Stunden lang über Grundsätzliches und Aktuelles aus dem Bereich Barrierefreiheit im Web – Was man bedenken sollte, wenn man Websites plant und gestaltet (Kommentare, Mitmachseite, Direkter Download der Mediendatei, ca. 80 MB).
Unter anderem geht es um folgende Themen: The Web Standards Project; Auswirkung der Farbwahl in Webseiten für Farbfehlsichtige; Bedeutung der Struktur und semantischem Markup für blinde Nutzer; Vorteile von barrierefreiem Design für nicht-behinderte Nutzer; Screenreader-Programme und vergleichbare Funktionalitäten in Betriebssystemen; Aspekte der Gebärdensprache; Aufbau, Anwendung und Testbarkeit der Web Content Accessibility Guidelines der W3C und WAI-ARIA; Gesetzliche Vorgaben und Verpflichtung zur Barrierefreiheit für Behörden und öffentliche Körperschaften und Accessibility für Podcasts.
25 Jun 2008
ARIA: barrierefreieres Web2.0?
Wer schon mal Web-Applikationen mit einem Screenreader getestet hat, der kennt das Problem: bei asynchronen Änderungen (vulgo: AJAX) ist noch lange nicht garantiert, dass die Änderungen tatsächlich an den Screenreader weitergereicht und von diesem entsprechend vorgelesen werden. Viel öfter passiert es, dass ein veralteter Zustand der Seite aus dem Lautsprecher kommt, der nicht mehr dem aktuellen Inhalt entspricht, so wie er auf dem Bildschirm zu sehen wäre.
Kommt die Änderung hingegen durch ein synchrones Update des DOM zu Stande (z.B. indem der Screenreader-Nutzer ein Formular per Button absendet), so wird der Speicher des Screenreaders korrekt aktualisiert. Nur dann wird der richtige Inhalte vorgelesen. In Zeiten von AJAX und den kurz vor fertigen WCAG 2 hilft das aber auch nichts: Web-Applikationen müssen ganz old-school-mäßig ohne, aber eben auch mit JavaScript funktionieren und zugänglich sein. Zumal sich jede einzelne Nutzeraktion auf diese Weise mit einen Eintrag im Browser-Verlauf verewigt – was je nach Applikation auch nicht unbedingt erwünscht ist.
Und wie so oft liegt das Problem mal wieder am Browser. Genauer gesagt (Sie konnten es sich bestimmt schon denken) am Internet Explorer inklusive der aktuellen Version 7, der solche asynchonen Änderungen nicht über die entsprechende Schnittstelle nach aussen kommuniziert. Auch wenn verbreitete Screenreader wie JAWS ab Version 7.1 mittlerweile eigene Methoden haben, um Änderungen im DOM einer Seite zu beobachten und wiederzugeben, so ist die Freude darüber verfrüht: es betrifft nur einen Screenreader mit einem speziellen Browser; das Verhalten ist (wie vieles in Hilfsmitteln) undokumentiert und entspricht keinem formellen Standard – also sollte man sich besser nicht darauf verlassen.
Auftritt ARIA:
Jetzt wo selbst der kommende IE 8 den zukünftigen WAI-ARIA-Standard unterstützen wird, zeichnet sich ein wenig Entspannung ab (Firefox ab 1.5, Opera ab 9.5 und zuletzt auch Safari hatten bekanntlich hier schon vorgelegt). Also könnte man sich als Anbieter von Web-basierten Applikationen ruhig schon mal mit ARIA beschäftigen.
Mama, der Hixie hat mir das X weggenommen!
Wenn, ja wenn da nicht eine ziemliche Spaßbremse wäre – denn ob der Standard, der ja ursprünglich mal nur als temporäre Zwischenlösung gedacht war, in absehbarer Zeit fertig werden wird steht auf einem anderen Blatt Papier. Mal ganz im Vertrauen und unter uns: die HTML-Arbeitsgruppe des W3C macht im Augenblick nicht den Eindruck, als könne man sich auf den korrekten Belag einer Wurschtsemmel einigen.
Aber was soll's, eigentlich wollten wir nur eine Linkschleuder zum Thema ARIA loswerden, jetzt ist die Einleitung halt was länger geworden. In diesem Sinne:
- Marco Zehe:
»Einfaches ARIA Tip #1: Das Attribut
aria-required«, »Easy ARIA tip #2:aria-labelledbyandaria-describedby«, »Are Ajax and Accessibility mutually exclusive?« - Hans Hillen: »ARIA Slider, Part 1«, »ARIA Slider, Part 2«, »ARIA Slider, Part 3«
- Steve Faulkner: »AJAX and Screen Readers - Content Access Issues«, »WAI-ARIA It's EASY«, »ARIA Toggle Button and Tri-state Checkbox examples«, »Making Twitter Tweet - Using the TPG Notifier«
- John Resig: »Ajax Accessibility«
- Steven Clark: »Why Hijax (or Ajax) on Forms is No Good«
- Chris Heilmann: »Oh look, using Ajax in a stupid way is not a good idea?«
- Mike Davies: »Ajax and Accessibility talk at AbilityNet's Rich Media workshop«
- Peter Thiessen: »Overview of ARIA Live Regions«
- T.V. Raman: »ARIA For Google Reader: In praise of timely information access«
- Usability HQ: »Internet Explorer 8.0 is going to be a big win for Accessibility«
- msdn: »What's New for Accessibility in Internet Explorer 8«
10 Jun 2008
Neues vom W3C
Die HTML Working Group des W3C hat drei neue Dokumente zu HTML 5 veröffentlicht:
- HTML 5 Publication Notes, W3C Working Group Note vom 10. Juni 2008, ist eine Übersicht, was im aktuellen Stand der HTML 5-Spezifikation hinzugefügt, entfernt oder geändert wurde.
- HTML 5 differences from HTML 4, W3C Working Draft vom 10. Juni 2008, zeigt was sich in HTML zwischen den Versionen 4 und 5 ändert.
- HTML 5, A vocabulary and associated APIs for HTML and XHTML, W3C Working Draft vom 10. Juni 2008.
- Offline Web Applications, W3C Note vom 30. Mai 2008.
06 Jun 2008
Wochenendbeilage: WCAG-Probefahrt
Jack Pickard mit einer hervorragenden Bewertung der aktuellen WCAG 2.0 Candidate Recommendation vom 30. April 2008:
- WCAG 2.0 Release Candidate Part 1 of 5: Intro«
- WCAG 2.0 Release Candidate Part 2 of 5: Level A«
- WCAG 2.0 Release Candidate Part 3 of 5: Level AA«
- WCAG 2.0 Release Candidate Part 4 of 5: Level AAA«
- WCAG 2.0 Release Candidate Part 5 of 5: Summary«
Lachlan Hunt (Opera) und Steve Faulkner (Paciello Group) unterhalten sich über die fast fertige WCAG 2. Besonders lehrreich fanden wir, dass es neben der britischen und der amerikanischen Aussprache von Wickäg und Wuckäg auch noch eine australisch-englische Version gibt: »Steve Faulkner on WCAG 2.0« (YouTube-Video).
Ein weiterer Australier, Roger Hudson, hat einen ausgezeichneten Migrations-Leitfaden für Angebote erstellt, die bereits die Version 1 der WCAG erfüllen: »Migrating from WCAG 1.0 to WCAG 2.0«
»This document has been prepared to help HTML developers and others who are familiar with the Web Content Accessibility Guidelines Version 1.0 (WCAG 1.0) to map their current knowledge and practices with the WCAG 2.0 W3C Candidate Recommendation of 30 April 2008.«
(Gilt natürlich auch für die BITV)
Kommentare: 0, Permalink
: BITV, W3C, WCAG
26 Mai 2008
Neues vom W3C
- XHTML Access Module, Last Call Working Draft vom 26. Mai 2008, Kommentare bitte bis zum 16. Juni abgeben.
- Cascading Style Sheets (CSS) Snapshot 2007, Last Call Working Draft vom 16. Mai 2008, Kommentare bitte bis zum 09. Juni abgeben.
Kommentare: 0, Permalink
: CSS, HTML, W3C, Webstandards
14 Mai 2008
Gesammelte Werke
Was zu offenen und nicht ganz so offenen Standards und wie sie zustande kommen:
- Karl Dubost: »Open Standards Interoperability«
- Arnaud Le Hors: »A Standards Quality Case Study: W3C«
- Roger Hudson: »The Evolving Web – A Pace Layering view of the development of the Web and the W3C«
- Karl Dubost: »W3C, Process and Perception«
- Karl Dubost: »HTML WG members working together«
- John Dowdell: »A perversion of standards«
08 Mai 2008
EfA sagt Danke
Liebe Moderatoren, Experten und Teilnehmer der ›Einfach für Alle‹-Tagung, liebe Zuschauer draussen an den Empfangsgeräten,
wir möchten uns ganz herzlich für Ihre Unterstützung in Gelsenkirchen bedanken. Ihrem Interesse und Engagement verdanken wir, dass die Teilnehmer vor Ort und im Netz viele Impulse mit nach Hause nehmen konnten, um die Zukunft des Internets und damit der Barrierefreiheit mitzugestalten. Denn das ist ein wesentliches Fazit, dass wir anlässlich der Tagung gezogen haben: Barrierefreiheit ist ein Meilenstein für die zukünftige Entwicklung des Internets.
In den kommenden Tagen veröffentlichen wir die Thesen & Ergebnisse aus den 16 Workshops und auch die Video-Mitschnitte auf der Tagungs-Website.
Ein Ergebnis, das insbesondere für die Teilnehmenden aus Behörden und Verwaltung interessant sein dürfte, wollen wir Ihnen schon heute verraten: Mit Blick auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen forderten die Experten im Workshop »Verordnete (Barriere-) Freiheit« die BITV mit den Empfehlungen der kommenden Web Content Accessibility Guidelines (WCAG 2.0) zu harmonisieren.
Wir sind gespannt, wie die Diskussionsteilnehmer, zu denen neben vielen Vertretern aus Bund, Ländern und Kommunen auch Shadi Abou-Zahra vom W3C, Andreas Schlüter aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie Franz-Josef Hanke von Arbeitskreis Barrierefreies Internet gehörten, diese Forderung in der Praxis umsetzen.
- Impressum |
- Kontakt |
- Rechte |
- Datenschutz






