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Wir erklären Ihnen, was das heißt und wie Sie damit immer auf dem neuesten Stand bleiben…
Kommentare:
- Markus Lemcke zu:»Barrierefreies Webdesign - Praxishandbuch für Web-Gestaltung und grafische Programmoberflächen«
- Der Caspers zu:»Einfache Tests zur Barrierefreiheit von Webseiten«
- Klaus zu:»Einfache Tests zur Barrierefreiheit von Webseiten«
- Klaus zu:»Einfache Tests zur Barrierefreiheit von Webseiten«
- H[AGE] zu:»HTML5 von den Profis lernen«
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Lesenswertes:
- Grafiken barrierefrei einsetzen Teil 3 – funktionale Grafiken
- Grafiken barrierefrei einsetzen Teil 2 – inhaltliche Bilder und Informationsgrafiken
- Grafiken barrierefrei einsetzen Teil 1 – Platzhalter- und Dekorationsgrafiken
- Reine Formsache: Barrierefreie Formulare mit HTML, CSS & JavaScript
- Vorsprung durch Techniques: die Umsetzung der WCAG 2.0
- Wie Sie Ihre Website von WCAG 1.0 auf WCAG 2.0 aktualisieren
- Kontrolle ist gut, Verstehen ist besser
- Barrieren fallen weiter
- Blinde im Mitmach-Web
- WCAG spricht Deutsch: Übersetzung der Richtlinien für barrierefreie Webinhalte veröffentlicht
Twitter Einzeiler:
- Liebe Follower, dieser Twitter-Account ist eingestellt. Infos rund im
die Aktion Mensch gibt es jetzt nur noch bei @aktion_mensch .
[ vor 26 Tagen ] - Erstes WAI-ACT Open Meeting, 14. Februar in Brüssel: http://t.co/KsfDDbZ8
[ vor 28 Tagen ] - WCAG Techniques Updated - Learn about the informative guidance: http://t.co/GEFarQmI
[ vor 34 Tagen ] - WCAG 2.0 Techniques for PDF / Adobe Accessibility
http://t.co/UhtKOzkD
[ vor 34 Tagen ] - Updated Techniques for Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0: http://t.co/oxw1to37
[ vor 34 Tagen ] - RT @Multimediatreff: Einer der faszinierendsten Vorträge beim #mmt28 zur Barrierefreiheit. Standing Ovation for @MarcoZehe ! http://t.co ...
[ vor 50 Tagen ] - Schnelltest zur Barrierefreiheit: http://t.co/mKkfLbJh
[ vor 54 Tagen ] - Social networks and accessibility: A rather sad picture
http://t.co/Ok2Mbvb3
[ vor 60 Tagen ] - BIENE-Wettbewerb: Schneller auf neue Entwicklungen reagieren -
http://t.co/q53av3nn
[ vor 62 Tagen ] - RT @vodafonedev: #Vodafone Foundation Smart Accessibility Awards 2011 winners announcement and video http://t.co/5GNOK9lX #vsa2011 #vfdev
[ vor 62 Tagen ]
News mit tag »Veranstaltungen«
12 Okt 2011
HTML5 von den Profis lernen
HTML5 ist die Zukunft und macht das Web anwendungsfähig: als Plattform für Webanwendungen hat HTML5 die Aufmerksamkeit von Entwicklern und Anwendungsanbietern. Auf Initiative der Browserhersteller Opera, Mozilla, Apple und Google gründete sich 2004 eine Gruppe, die sich zum Ziel gesetzt hatte, das Web einen großen Schritt voran zu bringen. 2006 nahm das World Wide Web Consortium (W3C) die Entwicklung unter seine Fittiche. Microsoft hat sich ebenfalls HTML5 verpflichtet und stellt einen der Vorsitzenden der HTML-Arbeitsgruppe des W3C. Mit großer öffentlicher Unterstützung wird die Entwicklung von HTML5 vorangetrieben.
Alle größeren Hersteller implementieren diesen neuen Standard, der rein formal noch gar keiner ist, schon während seiner Entstehung in ihren Browsern und stellen so Web-Entwicklern die neuen Möglichkeiten bereit. Viele Werkzeuge und Bibliotheken schlagen die Brücke zu älteren Browsern. Als Web-Entwickler kommt man also bereits heute kaum noch an HTML5 vorbei.
Das W3C-Büro Deutschland und Österreich veranstaltet nun zum Thema HTML5 ein ganztägiges Tutorial. Am 23. November werden im THESEUS Innovation Center in Berlin-Tiergarten die Grundlagen und fortgeschrittene Themen aus HTML5, CSS3 und diversen APIs behandelt. Das Tutorial vermittelt Wissen über Hintergrund und Zielsetzung von HTML5, technische Grundlagen, HTML5 und Web-Architektur, Vorstellung der Neuerungen, Demonstrationen und Beispiele, die den Stand der Entwicklung in den unterschiedlichen Browsern zeigen und Strategien für das Entwickeln von Webseiten.
Aus dem Inhalt:
- Evolution von HTML5
- Ziele, Prinzipien und Technologien in HTML5
- HTML5 und heutige Browser
- Neuerungen beim HTML5-Markup
- Markup Syntax
- Strukturelle Elemente
- HTML5 Formulare
- HTML5 User Interaction (Edit, Drag'n’Drop), Local Storage
- HTML5 Media
- Integration anderer Sprachen (z.B. SVG)
- HTML5 Präsentationsschicht (d.h. CSS3)
- HTML5 Pixels: Canvas
- HTML5 in der heutigen Praxis
Zu allen Themen gibt es aussagekräftige, praxisnahe Beispiele, deren Code im Detail erläutert wird.
Ort, Zeit und Teilnahme
Das Tutorial findet am 23.11.2011 von 9:30 bis 17:00 Uhr im THESEUS Innovation Center, Salzufer 6, 10587 Berlin-Tiergarten statt. Der Teilnehmerbeitrag ist 95,20€ incl. Mehrwertsteuer (80€ + MWSt). Die Teilnehmerzahl ist auf 50 begrenzt, Anmeldeschluss ist der 16.11.2011. Die Zulassung erfolgt nach Reihenfolge der Anmeldung und Zahlungseingang des Teilnehmerbeitrags. Weitere Informationen unter ict-media.de/HTML5Tutorial/announcement…
14 Sep 2011
Fortbildung für Web-Arbeiter
Wir haben uns wieder mal die Mühe gemacht, eine ganze Reihe neuer Konferenzen und Workshops auf der Übersichtsseite bei einfach-fuer-alle.de/events einzutragen (›Mühe‹ deshalb, weil die manuelle Einpflege von Microformats nun wirklich keinen Spaß macht, aber dafür können Sie dann alle Einträge als Kalenderdatei für Outlook oder iCal herunterladen). Falls Sie also im Herbst noch nichts vorhaben – dort finden Sie sicher eine ganze Reihe interessanter Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum, aber auch im angrenzenden Ausland.
Besonders interessant erscheinen uns die ›beyond tellerrand‹-Konferenz am 20. – 22. November in Düsseldorf, die Fronteers-Konferenz am 06. – 07. Oktober in Amsterdam sowie der Accessibility Summit, der als reine Online-Konferenz konzipiert und durchgeführt wird. Auf der Fronteers gibt es die einmalige Chance, von internationalen Accessibility-Experten wie z.B. Derek Featherstone in einem Workshop zu lernen – Teilnehmer nehmen automatisch an der Verlosung von zwei Tickets für den Accessibility Summit teil.
Wenn Sie eine Veranstaltung zum Thema Webdesign im Allgemeinen oder Barrierefreies Internet im Speziellen kennen, die dort noch nicht aufgelistet ist, würden wir uns wie üblich über eine kurze Nachricht per Kommentar oder über das Kontaktformular freuen.
13 Jul 2011
Das Web für Alle – W3C-Tag zu Barrierefreiheit und Sprachtechnologie im Web
»Leichte Sprache« ist ein wichtiger Aspekt im Bereich der Barrierefreiheit im Web. Bisher gibt es wenig Forschung und Erkenntnisse als Grundlage für konkrete Anforderungen. Der diesjährige W3C-Tag beschäftigt sich mit leichter Sprache im Web, und möchte dabei Brücken schlagen: zwischen leichter Sprache aus der Sicht von Barrierefreiheit, und den Entwicklern von Sprachtechnologien.
Der W3C-Tag 2011 möchte diskutieren, welche Ansätze für leichte Sprache aus Sicht der Barrierefreiheit wichtig sein können, was davon im Web relevant ist und wie weit Aspekte leichter Sprache objektiv überprüfbar sind. Ziel der Diskussion soll die Entwicklung von Standardisierungs- und Projektthemen sein, bei denen auch die Projektteilnehmer Grenzen überschreiten. Diskutieren Sie auf dem W3C-Tag 2011 mit, wie Sprachtechnologie helfen kann Barrieren für und zwischen Menschen zu überwinden.
W3C-Tag: Das Web für Alle entsteht jetzt
Das Deutsch-Österreichische W3C-Büro mit Sitz am DFKI Projektbüro in Berlin setzt seine erfolgreiche Kooperation mit den Xinnovations in Form eines öffentlichen W3C-Thementages fort und lädt zum W3C-Tag 2011 »Barrierefreiheit / Accessibility und Sprachtechnologie im Web« am 19. September ein in der
Humboldt-Universität zu Berlin
Seminargebäude am Hegelplatz
Dorotheenstr. 24
10117 Berlin
www.xinnovations.de/w3c-tag
Zentral für den Erfolg dieser Diskussion sind die Teilnehmer. Der W3C-Tag versammelt
- führende Experten aus dem Bereich Web-Accessibility des W3C;
- Vorkämpfer für Barrierefreiheit aus verschiedenen Forschungsinstituten und Communities, welche Anforderungen an leichte Sprache formulieren;
- sprachtechnologische Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die Lösungen zu diesen Anforderungen beitragen können;
- große Industrieunternehmen, deren Nutzung solcher Lösungen letztlich eine Voraussetzung für ihren Erfolg ist.
Die große Bandbreite der Teilnehmer macht deutlich, dass der W3C-Tag selbst in diesem Jahr vor einer Herausforderung steht: Brücken zwischen Gruppen bauen, die bisher kaum miteinander zu tun hatten. Das Ziel wird sein, dem Motto der gastgebenden Xinnovations über Sprach-, Länder- und Community-Grenzen hinweg gerecht zu werden: »Better by Networking«. Weitere Informationen: www.xinnovations.de
14 Dez 2010
Videos & Presseschau zur BIENE 2010
Die Videos zur Preisverleihung sind online. Unter www.aktion-mensch.de/presse/medien können Sie die Videos anschauen und als QuickTime-Film herunterladen.
Wir haben für jeden Preisträger eine individualisierte Videonachricht erstellt, die diese gerne in Ihre Seite einbinden oder beispielsweise an ein lokales oder regionales Portal weitergeben können. Selbstverständlich können Sie die Filme auch z.B. bei YouTube einstellen und so weiter verbreiten. Die QuickTime-Filme haben jeweils eine Dateigröße von ca. 100 MB und sollten bei einer schnellen Verbindung in knapp 5 Minuten heruntergeladen sein. Viel Spaß damit wünschen die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen.
Ein Hinweis für Redaktionen: Bildmaterial zur Preisverleihung und eine Bilderserie »Preisträger Biene 2010« finden Sie im Pressezentrum der Aktion Mensch zum Download.
Weitere Berichterstattung
- Deutschlandfunk: »Barrierefreiheit als Geschäftsmodell« (Beitrag zum Hören als mp3)
- Nationalpark Harz: »Silberne BIENE für den Internetauftritt des Nationalparks Harz«
- nnz: »›Biene‹ für ›Park‹-Seiten«
- heise online: »BIENE-Auszeichnungen für barrierefreie Websites«
- SWR.de: »Silberne BIENE 2010 für SWR.de«
- Materna: »BIENE in Gold geht an Web-Portal www.einfach-teilhaben.de«
- Deutsches Institut für Menschenrechte: »Silberne BIENE 2010 für ich-kenne-meine-rechte.de«
- kobinet: »BIENE 2010 vergeben«
- LaBlog: »Eine goldene Biene für den Labbé Onlineshop«
- Bundesagentur für Arbeit: »›Goldene BIENE‹ für die JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit«
- … und wie üblich bei Twitter unter dem Hashtag #biene10 sowie bei lanyrd.com/2010/biene.
11 Nov 2010
Barrierefreier Video-Player
Nicht länger zur Falle werden Flash-basierte Inhalte für Tastaturnutzer, denn nun gibt es ein barrierefreies Video-Player-Framework. Die Stadt Wien hat das unter der GNU General Public License veröffentlichte Framework auf dem A-Tag 2010 in der österreichischen Hauptstadt Anfang November vorgestellt.
Bislang war der Schwachpunkt für Tastaturnutzer, dass sie in einen Film hineintabben, aber nicht mehr aus dem Video heraustabben konnten, ohne die Seite neu laden zu müssen. Die gesamte Filmsteuerung (also Abspielen/Pause, Stop, Vor- und Zurückspulen, Untertitel und Audiodeskription, Lautstärke etc.) aus dem verbreiteteten JW Player können die Anbieter nun auslagern und in HTML nachbilden. Damit ist die Steuerung unter allen denkbaren Szenarien barrierefrei nutzbar.
Darüber hinaus können Film-Beiträge mit Untertiteln versehen werden (z.B. mit dem Editor Subtitle Horse); eine weitere Audiospur kann hinterlegt werden um Inhalte im Film besser verständlich zu machen. Zudem gibt es die Möglichkeit zur Integration von Gebärdensprachvideos. Transkripte können auf- und zugeklappt werden und Videos können in einer höheren Qualität und größer betrachtet werden.
Das unter der GNU General Public License veröffentlichte Framework basiert auf dem Open-Source JavaScript-Framework jQuery, auf jQuery-Erweiterungen wie Colorbox und auf dem teilweise offen zur Verfügung stehenden JW Player. Für User Agents ohne Flash (z.B. iPhone/iPad/iPod) wird mittels HTML5 das gleiche Video ausgeliefert wie für ›normale‹ Browser. Um die Videos auch auf diesen mobilen User Agents verfügbar zu machen, ist speziell auf das Format und auf den Codec des Videos (mp4/h264) zu achten. Der Player spielt mit einer einfachen Konfigurationsänderung auch bei YouTube gelagerte Videos.
Zu sehen ist der Player auf einer Testseite bei accessibility.at oder im Live-Einsatz bei www.wien.at/tv, Beispiele für Gebärdenvideos findet man unter www.wien.at/multimedia/oegs. Lauffähig ist der Player auf allen halbwegs modernen Browsern, er ist aber abwärts-kompatibel bis hin zu IE6 (wenn auch mit kleineren Einschränkungen).
Weitere Infos
- Anleitung bei accessibility.at
- Download der Version 0.9 (ca. 2 MB)
- Die Folien der Präsentation vom A-Tag
Das Player-Framework soll in nächster Zeit weiterentwickelt werden: geplant sind zurzeit die Darstellung von mehreren Videos auf einer Seite (eine Beta dafür ist bereits in Arbeit) und die Integration in Module für Open-Source CMS-Systeme wie Drupal, Typo3, Wordpress etc. Das Projekt sucht auch noch besseren Namen – falls jemand Ideen zur Benennung hat, werden sich die Initiatoren sicher freuen.
A-Tag 2010
Weitere Berichterstattung von der Veranstaltung via Lanyrd oder via Twitter.
11 Aug 2010
Neue Einträge bei Events
A-Tag ’10 in Wien
Die österreichweite Plattform accessible media veranstaltet im Herbst zum fünften Mal den A-Tag, eine Veranstaltung zum Thema Web Accessibility. Das Internet ist in unserer Informationsgesellschaft ein fixer Bestandteil des Alltags, ob nun Tageszeitungen, Nachschlagewerke, Behördenwege, Bankgeschäfte, Einkäufe oder Anwendungen für soziale Netzwerke. Oft genug gibt es zu Internet-Angeboten keine Alternativen – daher ist ein für alle Menschen gut zugängliches Internet eine wesentliche Voraussetzung der gesellschaftlichen Teilhabe.
Der diesjährige A-Tag präsentiert sich in der gewohnten Vielfalt: Untertitelung von Videos und anderer Multimedia-Inhalte, barrierefreies Theme für ein CMS, HTML5 und WAI ARIA sind ebenso Thema wie die ökonomische Planung von Accessibility und – nicht zu vergessen – Informationen darüber, wie man sich das nötige Wissen aneignet.
Merken Sie sich also den 5. November vor. Informationen zur Anmeldung sowie Details zu Referentinnen und Referenten und den Vorträgen erfolgen in Kürze unter atag.accessiblemedia.at/2010. Dank einer Förderung des Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend ist auch dieses Jahr der Eintritt frei.
Freitag, 05. November, TechGate Vienna, Donau-City-Straße 1, A-1220 Wien, weitere Infos demnächst unter atag.accessiblemedia.at/2010.
Kongress ›Bildung durch Gebärdensprache‹ in Saarbrücken
Aus eigener Erfahrung wissen viele Gehörlose, dass Bildungsdefizite Rückstände verursachen und dass sie gleiche Entwicklungschancen hätten, wenn ihnen angemessene Bildungsangebote zur Verfügung stehen würden. Information und Bildung sind der Schlüssel zur aktiven Mitbestimmung und Teilhabe an der Gesellschaft. Bildung heißt auch für gehörlose Menschen: Lebenslanges Lernen für Jung und Alt.
Deshalb veranstaltet der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. den 1. internationalen Kongress zum Thema »Bildung durch Gebärdensprache«. Er findet vom 26. bis 28. August 2010 in Saarbrücken statt.
Internationale Fachleute werden dort gemeinsam mit allen Teilnehmern Ideen, Konzepte und vorbildliche Beispiele diskutieren. So soll ein nationales Bildungskonzept für Gehörlose entwickelt werden. Die Vorträge werden in Deutscher Gebärdensprache oder International Sign gehalten. Der Kongress soll ein Auftakt sein, gehörlosen Menschen künftig einen besseren Zugang zu verschiedenen Bildungsangeboten zu garantieren. Alle Bereiche werden in Saarbrücken angesprochen: Lernen im Vorschulalter, Schulbildung, Berufsausbildung, Studium und berufliche Weiterbildung. Mehr Visualisierung und mehr Gebärdensprache in allen Bildungseinrichtungen stehen dabei im Mittelpunkt.
Damit der Kongress ein Erfolg wird, sollen viele Meinungen, Ideen und Vorschläge gebündelt werden. Deshalb ist es wichtig, dass viele Gehörlose und Hörende aus den unterschiedlichsten Teilen der Gesellschaft und den verschiedensten Berufszweigen an den Diskussionen teilnehmen. Das Informationsvideo von Rudolf Sailer, Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bunds, gibt es auch auf Youtube unter: www.youtube.com/watch?v=Ru6GaSBZLIE; weitere Informationen zum Programm und zu organisatorischen Fragen unter: www.gehoerlosen-bund.de.
26. - 28. August, Congress Centrum Saar, Hafenstraße 12, 66111 Saarbrücken.
W3C-Tag 2010
»Lücken im Web schließen – wie sich das Web der Daten und das Web der Menschen langsam, aber stetig annähern« Auch in diesem Jahr setzt das Deutsch-Österreichische W3C-Büro seine Kooperation mit den Xinnovations, der Konferenz für netzbasierte Systeme, in Form eines öffentlichen Thementages fort. Auf dem W3C-Tag 2009 wurde unter dem Motto »Das Web der Daten und das Web der Menschen« die Spannung zwischen aktuellen Technologieentwicklungen thematisiert: Semantic Web einerseits und HTML andererseits. Diese Spannung besteht nach wie vor, aber in den letzten Monaten wurden große Anstrengungen unternommen, die Lücke zu schließen:
- RDFa ist eine Schlüsseltechnologie, um Semantic-Web-basierte Informationen in HTML zu integrieren. Seit diesem Jahr hat das W3C begonnen, die Nutzung von RDFa in HTML5 in einer eigenen Arbeitsgruppe zu standardisieren. Der W3C-Tag 2010 wird einen Zwischenbericht zu diesem wichtigen Verbindungsglied für die beiden Bereiche des Web geben.
- Obwohl es noch kein fertiger Standard ist, hat HTML5 bereits einen Siegeszug ohnegleichen angetreten. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Entwicklung durch Implementationen in aktuellen Browsern vorangetrieben wird. Auf dem W3C-Tag werden deshalb Browserentwickler zu Wort kommen und Einsichten in den aktuellen Stand bieten.
- Nicht nur zwischen HTML5 und dem Semantic Web gilt es Lücken zu schließen – auch eine Annäherung von Nutzern des Web zu Web-Standardisierung hat beim W3C eine wachsende Priorität. Deshalb werden beim W3C-Tag 2010 in einem besonderen Maße die Stimmen der Web-Entwickler ein Podium erhalten, die selten direkt am Standardisierungsprozess beteiligt sind.
Mittwoch, 15. September, Humboldt-Universität zu Berlin, Hegelplatz, weitere Infos unter xinnovations.de/w3c-tag.html.
Barrierefreiheit 2.0 - Wissen für alle
Für Menschen mit Behinderungen baut das Web 2.0 – als eines der Schlagwörter der Gegenwart – vor allem soziale Barrieren ab. Das war eine der Kernaussagen aus den einleitenden Expertengesprächen der ersten Studie zur Nutzung des Web 2.0 durch Menschen mit Behinderung. Konkrete Ansätze für die »Barrierefreiheit 2.0« existieren bereits, auch wenn die Normen neu aufgestellt werden. Trotzdem ist die Komplexität und Qualität der Webangebote in letzter Zeit deutlich gestiegen.
Charakteristisch für das Web 2.0 ist dabei die Nutzbarmachung »kollektiver Intelligenz«. Der Nutzer ist nicht mehr nur Informationskonsument, sondern auch aktiver Informationslieferant. So entstehen und verbreiten sich Informationen [Blogs, Communities, Foren, …] in bisher nicht gekannter Geschwindigkeit. Selbst Unternehmen können es sich heute nicht mehr leisten, nicht zuzuhören, über was und wie sich bestehende und potenzielle Kunden über sie und ihre Wettbewerber austauschen. Gleichzeitig hat das Web 2.0 aber auch Folgen für das Lernen: Wissensmanagement erfolgt in Netzwerkkommunikation, z.B. In Wikis, Webcasts oder in E-Learning-Szenarien. Schließlich schaffen semantische Technologien weitere Möglichkeiten der Wissensgenerierung.
Wo liegen dabei die Grenzen für Menschen mit Behinderung? Oder auch die Chancen? Hierum geht es auf dem Workshop. Diskutiert wird, welche Chancen und Probleme für Menschen mit Behinderungen mit dem Web 2.0 verbunden sind.
Mittwoch, 22. September, Schenck Technologie- und Industriepark, Landwehrstrasse 55, Darmstadt, Kooperationspartner: WEB for ALL, weitere Infos unter exousia-management.de/workshops/barrierefreiheit-220910.
Web Accessibility London Unconference 2010
The Web Accessibility London 2010 Unconference is a one day event being organised on a voluntary basis. The unconference will focus on areas of motor impairment, but will also consider issues of cognitive impairment and the wider disability population. The format will include presentations, workshops and a demonstration fair where attendees can try out existing and new assistive technology. The event is directed at end-users, web designers/developers, accessibility specialists and universities, charities and companies. For more information please email a11yLDN@googlemail.com or follow on twitter.com/a11yLDN.
Dienstag, 21. September, City University London, Northampton Square, EC1V 0HB, London (UK), weitere Infos unter a11yldn.eventbrite.com/.
22 Jul 2010
Neue Einträge bei Events
Wir haben uns mal die Mühe gemacht, eine ganze Reihe neuer Konferenzen, Seminare und Workshops auf der Übersichtsseite bei einfach-fuer-alle.de/events einzutragen (›Mühe‹ deshalb, weil die manuelle Einpflege von Microformats nun wirklich keinen Spaß macht). Falls Sie also im zweiten Halbjahr noch nichts vorhatten – dort finden Sie sicher eine ganze Reihe interessanter Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum, aber auch im französisch- oder englischsprachigen Ausland.
Wenn Sie eine Veranstaltung zum Thema Webdesign im Allgemeinen oder Barrierefreies Internet im Speziellen kennen, die dort noch nicht aufgelistet ist, würden wir uns wie üblich über eine kurze Nachricht per Kommentar oder Kontaktformular freuen.
01 Mär 2010
Cebit und Inklusion
Das Institut für Inklusion fördert als sozial-digitales Kompetenzzentrum die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am öffentlichen Leben und in der Arbeitswelt. Hierfür sollen in Kooperation mit ExpertInnen in eigener Sache, Universitäten und Unternehmen barrierefreie Internetdienste zur sozial-digitalen Teilhabe für Menschen mit spezifischen Anforderungen gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention und der EU-Dienstleistungsrichtlinie entwickelt werden.
Einige spannende Veranstaltungen finden in den nächsten Tagen auf der Cebit am Sonderexponat-Stand E-Inklusion mit barrierefreien ID-Security-Technologien, Halle 9, Stand B60 statt:
- Dienstag, 2.3.
- 9–11h: Karl Finke, Behindertenbeauftragter von Niedersachsen, www.behindertenbeauftragter-niedersachsen.de
- 9–9.30h: Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière
- 9.30–10h: Bundesbeauftragte für IT, Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe
- Mittwoch, 3.3.
- 10.30h: Ottmar Miles-Paul, Landesbeauftragter für die Belange behinderter Menschen in Rheinland-Pfalz, (www.lb.rlp.de) auf dem Rheinland-Pfalz-Stand C39, ebenfalls in Halle 9. An der Diskussion unter dem Motto »Neue Techniken – Zugang für Alle« nehmen auch der Vizepräsident des rheinland-pfälzischen Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung, Detlev Placzek, Wilhelm Lickteig vom Landesblinden- und Sehbehindertenverband Rheinland-Pfalz sowie Melanie Müller und André Necke vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales teil.
- 13–14h: Ottmar Miles Paul zum Gespräch »Informationstechnik ohne Barrieren« beim Institut für Inklusion.
- 15.40–16h: Im Forum: Slot des Instituts für Inklusion: »Sozial-digitale Inklusion sicher und barrierefrei im Web 2.0 mit dem neuen Personalausweis realisieren!«
- Donnerstag, 4.3.
- 10–10.30h: Interview zum Thema »Barrierefreiheit im Web durch Design for all« mit dem Internet-TV-Sender »Live im Netz« – wird live ausgestrahlt.
- Freitag, 5.3.
- 15–15.30h: Hannelore Loskill, Sprecherin des Sprecherrates des Deutschen Behindertenrates, stellvertretenden Bundesvorsitzenden der BAG Selbsthilfe, Diplom-Informatikerin, Anwendungs- und Systemprogrammiererin im Rechenzentrum der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Gespräch über »E-Inklusion mit barrierefreien ID-Security-Technologien.«
- Samstag, 6.3. (Publikumstag)
- 14.–14.20h: Im Forum: Slot des Instituts für Inklusion: »Sozial-digitale Inklusion sicher und barrierefrei im Web 2.0 mit dem neuen Personalausweis realisieren!«
04 Dez 2009
BIENE 2009: Manufactum hat die schönste Blüte
Aktion Mensch und Stiftung Digitale Chancen zeichnen die besten deutschsprachigen barrierefreien Webseiten aus / Insgesamt 17 Preisträger
Die Entscheidung der Jury des BIENE-Wettbewerbs 2009 war eindeutig. Die einzige BIENE in Gold landete beim Internet-Angebot des Warenhauses Manufactum. In der Kategorie Einkaufs- und Transaktionsangebote überzeugten jedoch auch die anderen Finalisten. Das Webangebot der Credit Suisse mit dem nur in der Schweiz verfügbaren Online-Banking konnte eine silberne BIENE in Empfang nehmen. Die Angebote der Deutschen Post DHL und des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) wurden bei der sechsten Auflage des Wettbewerbs für die besten deutschsprachigen barrierefreien Internetseiten der Aktion Mensch und der Stiftung Digitale Chancen mit Bronze ausgezeichnet.
Auch in der Kategorie der tagesaktuellen Recherche- und Serviceangebote waren die beiden für das Finale qualifizierten Angebote erfolgreich. Die Webseite des Südwestrundfunks zeichnete die Jury mit einer BIENE in Silber aus. Das Online-Angebot der Wochenzeitung DIE ZEIT ziert fortan eine BIENE in Bronze. Bei den komplexen Recherche- und Serviceangeboten setzten sich das Verwaltungsportal bund.de und das Patienteninformationsportal Weisse Liste, das von der Bertelsmann-Stiftung gemeinsam mit Selbsthilfe- und Sozialverbänden betrieben wird, durch. Beide Webseiten wurden mit einer BIENE in Silber geehrt ebenso wie der einzige Gewinner in der Kategorie der einfachen Recherche- und Serviceangebote, die Datenbank mobidat – Barrierefrei leben in Berlin.
Anforderungen der BIENE gestiegen
Dass insgesamt nur ein Angebot mit Gold ausgezeichnet wurde, ist für Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen, ein Zeichen für die gestiegenen Anforderungen des Wettbewerbs. »Um eine BIENE in Gold zu gewinnen, muss eine Webseite sowohl technisch als auch gestalterisch und inhaltlich überzeugen. Die Jury hat am Welttag der Menschen mit Behinderungen konsequent die Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer eingenommen und keine Kompromisse gemacht.«
Weniger Auszeichnungen als in den Vorjahren konnte die Jury an Angebote von Behörden und öffentlichen Auftraggebern vergeben. Eine mögliche Ursache dafür sieht Christian Schmitz, stellvertretender Pressesprecher der Aktion Mensch, in der unklaren Rechtslage: »Die derzeit noch geltende BITV ist veraltet, die fällige Neufassung steht aus. In dieser Situation ist es verständlich, wenn Ministerien und Behörden mit einer Weiterentwicklung ihrer Seiten abwarten.«
Kommunale und lokale Angebote im Kommen
Davon unbeeindruckt setzt sich das Thema Barrierefreiheit zunehmend auf der lokalen Ebene durch. Mit der Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf (BIENE in Silber), der Gemeinde Issum und der Stadt Nettetal (beide Bronze) kommen drei Preisträger in der Kategorie Komplexe Informations- und Kommunikationsangebote aus dem Bereich kommunaler Angebote. Der einzige österreichische Gewinner, die mit Bronze ausgezeichnete Seite des Kuratoriums Fortuna, kommt ebenfalls aus der Kategorie der komplexen Informations- und Kommunikationsangebote.
Die weiteren Preisträger der BIENE 2009 sind die Webseite zum Bürgerhaushalt der Stadt Trier, die Online-Plattform Tauschen ohne Geld und die Naturheilpraxis Käßner aus Berlin. Einen Sonderpreis erhielt die Stadt Bonn für ihren Gebärdensprachservice, bei dem hörgeschädigte und gehörlose Menschen ihre Anfragen per Video in Deutscher Gebärdensprache (DGS) an die Stadtverwaltung richten können.
Wie wichtig der Anschluss an moderne Informationstechnologien und Barrierefreiheit für die Gesellschaft ist, erläuterte der estnische Botschafter in Deutschland, Dr. Mart Laanemäe, in seiner Festrede am Beispiel seines Heimatlandes. Er erklärte: »Mittlerweile ist es ein Grundsatz für die Weiterentwicklung aller Systeme der Informationstechnologie in Estland, dass Menschen mit Sonderbedürfnissen keine Nachteile erfahren sollen.«
Als Dankeschön überreichte Martin Georgi, Vorstand der Aktion Mensch, dem Botschafter dafür eine Ehren-BIENE.
Die Gewinner der BIENE 2009 sind:
In der Kategorie ›Komplexe Einkaufs- und Transaktionsangebote‹:
- BIENE in Gold: Manufactum: www.manufactum.de
- BIENE in Silber: Credit Suisse: www.credit-suisse.com und cs.directnet.com
- BIENE in Bronze: Deutsche Post DHL: www.dhl.de und www.dp-dhl.com/de
- BIENE in Bronze: Hamburger Verkehrsverbund: www.hvv.de
In der Kategorie ›Einfache Recherche- und Serviceangebote‹:
- BIENE in Silber: Mobidat – Barrierefrei leben in Berlin: www.mobidat.net
In der Kategorie ›Komplexe Recherche- und Serviceangebote‹:
- BIENE in Silber: Portal ›bund.de – Verwaltung Online‹: www.bund.de
- BIENE in Silber: Weisse Liste: www.weisse-liste.de
In der Kategorie ›Tagesaktuelle Recherche- und Serviceangebote‹:
- BIENE in Silber: Südwestrundfunk: www.swr.de
- BIENE in Bronze: Zeit Online: www.zeit.de
In der Kategorie ›Einfache Informations- und Kommunikationsangebote‹:
- BIENE in Bronze: Naturheilpraxis Angela Käßner: www.naturheilpraxis-kaessner.de
In der Kategorie ›Komplexe Informations- und Kommunikationsangebote‹:
- BIENE in Bronze: Gemeinde Issum: www.issum.de
- BIENE in Bronze: Kuratorium Fortuna: www.fortuna-swa.at
- BIENE in Bronze: Stadt Nettetal: www.nettetal.de
- BIENE in Silber: Stadtbibliothek Berlin Marzahn-Hellersdorf: www.stb-mh.de
In der Kategorie ›Komplexe Gemeinschafts- und Interaktionsangebote‹:
- BIENE in Bronze: Bürgerhaushalt der Stadt Trier: www.buergerhaushalt-trier.de
- BIENE in Bronze: Tauschen ohne Geld: www.tauschen-ohne-geld.de
Einen Sonderpreis erhält:
- Service für Gehörlose der Stadt Bonn: www.bonn.de/service/kontakt/hilfe/anfragen_gebaerdensprache/
Über die BIENE
Seit 2003 prämieren die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen die besten deutschsprachigen barrierefreien Angebote im Internet mit einer BIENE. BIENE steht für ›Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten‹, aber auch für Kommunikation, gemeinsames Handeln und produktives Miteinander. Weit mehr als 1.400 Unternehmen und Organisationen, Behörden und Ministerien, Städte und Gemeinden sowie Vereine und Verbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol haben sich bislang mit Webseiten am Wettbewerb beteiligt. Mehr als 80 Anbieter – große Namen ebenso wie Betreiber kleinerer Webseiten – haben bisher eine BIENE gewonnen.
Am BIENE-Wettbewerb können Anbieter und Gestalter deutschsprachiger Webangebote teilnehmen. Für Webentwickler in der Ausbildung oder im Studium schreiben die Veranstalter einen Nachwuchspreis aus. Sonderpreise können für Lösungen vergeben werden, die spezifische Bedürfnisse einzelner Nutzergruppen berücksichtigen, etwa Angebote für gehörlose Menschen, die Gebärdensprache verwenden, Angebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder andere herausragende und innovative Entwicklungen. Der Preis ist rein ideeller Natur. Für die Betreiber nicht kommerzieller Webseiten, wie Vereine oder Selbsthilfegruppen mit Angeboten von öffentlichem Interesse, können Förderpreise vergeben werden.
Die Preisverleihung fand am 4. Dezember 2009 in Berlin statt. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.biene-wettbewerb.de oder bei der Pressestelle der Aktion Mensch.
Hinweis für die Redaktionen: Ein aktuelles Foto der Preisverleihung steht im Pressezentrum der Aktion Mensch ab sofort kostenfrei zum Herunterladen bereit. Weitere Bilder aller Preisträger folgen Anfang der Woche.
Diese Pressemitteilung als PDF: Aktion_Mensch_Gewinner-BIENE-2009-12-13.pdf
26 Nov 2009
Das große Wimmeln: 24 wollen eine BIENE
Die BIENE-Finalisten stehen fest: Angebote aus drei Staaten sind in der Endrunde / Preisverleihung am 4. Dezember im Postbahnhof Berlin
24 Webangebote stehen im BIENE-Finale: Aus den über 300 eingegangenen Bewerbungen legten die BIENE-Veranstalter, die Stiftung Digitale Chancen und die Aktion Mensch, gemeinsam mit dem Fachlichen Beirat des BIENE-Wettbewerbs die Finalisten fest. Diese müssen sich einer letzten kritischen Prüfung durch die BIENE-Jury unterziehen. Am 3. Dezember 2009 entscheiden deren Mitglieder dann in ihrer Sitzung, wer sich über eine BIENE freuen darf. Ihre Auszeichnung nehmen die Gewinner im Rahmen einer Galaveranstaltung am 4. Dezember 2009 im Postbahnhof in Berlin entgegen.
Der stellvertretende Pressesprecher der Aktion Mensch, Christian Schmitz, ist von den BIENE-Finalisten beeindruckt: »Über die Jahre zeigt sich ein deutlicher Trend hin zu sehr komplexen Angeboten großer Absender. Diese Anbieter zählen immer öfter zu denen, die nicht durch den Gesetzgeber zur Barrierefreiheit verpflichtet sind. Sie nutzen zunehmend die Möglichkeiten der Barrierefreiheit, was allen Nutzerinnen und Nutzern Vorteile bringt.«
Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen, freut sich: »Die Nominierten der BIENE 2009 zeigen, dass das Thema der Barrierefreiheit inzwischen auch in den oberen Unternehmensetagen auf der Tagesordnung steht. Jetzt gilt es für die Jury, aus den besten Angeboten dieses Jahrgangs die Preisträger auszuwählen.«
Die Shortlist der BIENE 2009 …
Mehr zum Wettbewerb:
Im Finale der BIENE 2009 stehen:
In der Kategorie »Komplexe Einkaufs- und Transaktionsangebote«:
- Credit Suisse: www.credit-suisse.com und https://cs.directnet.com/dn/c/cls/auth?language=de
- Deutsche Post DHL: www.dhl.de und www.dp-dhl.com/de
- Hamburger Verkehrsverbund: www.hvv.de
- Manufactum: www.manufactum.de
In der Kategorie »Einfache Recherche- und Serviceangebote«:
- Mobidat – Barrierefrei leben in Berlin: www.mobidat.net
In der Kategorie »Komplexe Recherche- und Serviceangebote«:
- Kraftfahrt-Bundesamt: www.kba.de
- Landeshauptstadt Stuttgart: www.stuttgart.de
- Portal bund.de – Verwaltung Online: www.bund.de
- Weisse Liste: www.weisse-liste.de
In der Kategorie »Tagesaktuelle Recherche- und Serviceangebote«:
- Südwestrundfunk (SWR): www.swr.de
- Zeit Online: www.zeit.de
In der Kategorie »Einfache Informations- und Kommunikationsangebote«:
- Augen-wissen.de: www.augen-wissen.de
- Naturheilpraxis Angela Käßner: www.naturheilpraxis-kaessner.de
In der Kategorie »Komplexe Informations- und Kommunikationsangebote«:
- Gemeinde Issum: www.issum.de
- Kuratorium Fortuna: www.fortuna-swa.at
- Stadt Emmerich am Rhein: www.emmerich.de
- Stadt Kevelaer: www.kevelaer.de
- Stadt Nettetal: www.nettetal.de
- Stadtbibliothek Berlin Marzahn-Hellersdorf: www.stb-mh.de
In der Kategorie »Komplexe Gemeinschafts- und Interaktionsangebote«:
- Bürgerhaushalt der Stadt Trier: www.buergerhaushalt-trier.de
- Gesundheitsportal imedo.de: www.imedo.de
- Seniorenportal seniorkom.at: www.seniorkom.at
- Tauschen ohne Geld: www.tauschen-ohne-geld.de
Für einen Sonderpreis nominiert ist:
- Service für Gehörlose der Stadt Bonn: www.bonn.de/service/kontakt/hilfe/anfragen_gebaerdensprache/
18 Nov 2009
Forum Barrierefreiheit
Das Thema »Barrierefreie Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen« gewinnt an Bedeutung: Zum einen erhöht sich durch die zunehmende Alterung unserer Gesellschaft die Nachfrage nach barrierefreien Produkten und Dienstleistungen. Zum anderen wird Barrierefreiheit bald ein wichtiges Vergabekriterium in Ausschreibungen der öffentlichen Hand sein. Die EU-Kommission hat ein Mandat an die europäischen Normungsinstitute vergeben, dazu die grundsätzlichen Regeln zu setzen.
Nur wenige Unternehmen kennen bislang die Anforderungen, die sich daraus ergeben können. Die meisten Anbieter haben sich noch nicht mit den möglichen weit reichenden Konsequenzen auseinandergesetzt. Aus diesem Grund möchte der Arbeitskreis Barrierefreiheit des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) mit einem öffentlichen Forum Unternehmen und Interessierten die Möglichkeit bieten, sich umfassend über aktuelle und kommende Regulierungen und Standardisierungen zu informieren. Dazu werden neben Vertretern von namhaften Unternehmen auch Repräsentanten der Bundesregierung und der Europäischen Kommission als Referenten zu Wort kommen.
Die gemeinsame Informationsveranstaltung der Verbände BDI, BITKOM, DKE und ZVEI richtet sich sowohl an die Management-Ebene sowie an die Designer von Produkten und Dienstleistungen. Die Darstellung von Barrieren in unserer Gesellschaft, eine Übersicht über die aktuellen und geplanten Gesetze und relevanten Normen sowie zahlreiche Praxisbeispiele sollen den Teilnehmern die Bedeutung des Themas näher bringen.
10. Februar 2010; Hotel Aquino Tagungszentrum, Hannoversche Straße 5b, 10115 Berlin. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, weitere Infos und Anmeldung beim BITKOM.
13 Nov 2009
einfach-teilhaben! Das Portal für Menschen mit Behinderungen - kennenlernen und weiterentwickeln
Das Portal www.einfach-teilhaben.de wurde im Juli 2009 eröffnet und möchte Menschen mit Behinderungen sowie deren Angehörige, aber auch Verwaltungen und Arbeitgeber über Angebote zur Unterstützung informieren und bei der Inanspruchnahme von Leistungen beraten. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und die Stiftung Digitale Chancen laden am 16. Dezember 2009 von 10.30 Uhr bis 17.30 Uhr ein zu der Veranstaltung ›einfach teilhaben!‹.
Die Teilnehmer sind aufgefordert, in verschiedenen Workshops gemeinsam Ideen zur Nutzung und Weiterentwicklung des Portals zu erarbeiten. Die Zahl der Veranstaltungsteilnehmer ist begrenzt, eine Anmeldung ist nur auf Einladung möglich. Wenn Sie bereits eine schriftliche Einladung erhalten haben, registrieren Sie sich bitte über das Anmeldeformular. Wenn Sie an der Teilnahme interessiert sind und noch keine Einladung erhalten haben, senden Sie bitte eine E-Mail an sbernsmann@digitale-chancen.de.
Datum: 16.12.09, 10:30 bis 17:30 Uhr; Veranstaltungsort: Neue Mälzerei, Friedenstr. 91, 10249 Berlin
12 Nov 2009
Expertenkonferenz in der Tradition des Bauhauses
An der Bauhaus-Universität Weimar beginnen heute Beratungen einer nationalen Expertenkonferenz über die Entwicklung von einfachen, verständlichen und international wettbewerbsfähigen Produkten. Es geht um das Design der Zukunft.
Industrieunternehmen, Dienstleister, Designer und Politiker haben das Problem erkannt und fordern ein Design für alle, ein ›universal design‹. Dabei ist es nicht so, dass auf diesem Feld bisher überhaupt nichts geschehen würde: Türen, die sich wie von Geisterhand öffnen, Busse, die sich dem einsteigenden Fahrgast entgegen neigen – praktisch für jedermann, für den Bücher beladenen Studenten ebenso wie für die 70-jährige Rentnerin, die junge Mutter mit Kinderwagen oder den Rollstuhlfahrer.
Eine stark alternde Gesellschaft braucht leicht bedienbare und verständliche Produkte und Dienstleistungen. An den beiden Konferenztagen kommen Vertreter des universal design zusammen, um Strategien zu finden, wie Politik und Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert werden können.
»Deutschland hat eine lange Tradition in der Entwicklung demographiefester Produkte, Architekturen und Dienstleistungen«
, unterstreicht Wolfgang Sattler, Professor für Produkt-Design an der Bauhaus-Universität Weimar. Dabei bezieht er sich unter anderem auf die Bauhaus-Bewegung, die bereits vor 90 Jahren Universalität von Architektur und Design forderte. »Diese Potentiale in wirtschaftlich sinnvolle und ergebnisorientierte Strategien umzusetzen, ist uns aber bisher noch nicht ausreichend gelungen«
, so Sattler.
Am Samstag öffnet sich die Konferenz mit einer Veranstaltung für das Publikum. In Gesprächsrunden kann sich dann jeder in das Thema einbringen, der das möchte. Wer mehr darüber erfahren möchte, findet das Programm dieses Tages auf der Internetseite der Bauhaus-Universität.
(bei kobinet abgeschrieben)
02 Nov 2009
BIENE 2009: Elf Profis in der Jury
Die Mischung macht's: Unternehmen aus IT, Design und Medien, Verbände, nationale und internationale Organisationen in der BIENE-Jury vertreten / Preisverleihung am 4. Dezember im Postbahnhof Berlin
Elf Jurymitglieder sind in diesem Jahr das Zünglein an der Waage. Sie entscheiden, welche barrierefreien Webangebote nach Abschluss des mehrstufigen Testverfahrens im November eine begehrte BIENE mit nach Hause nehmen dürfen. So vielfältig die Bewerbungen sind, so unterschiedlich ist die berufliche Heimat der einzelnen Jurymitglieder. Die BIENE-Initiatoren, die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen, haben erneut Profis aus Unternehmen, Verbänden, Medien, nationalen und internationalen Organisationen für die Jury gewonnen. Damit stellen die Veranstalter sicher, dass die BIENE-Gewinner barrierefrei und zugleich attraktiv für alle Nutzerinnen und Nutzer sind.
Mitglieder der BIENE-Jury sind:
- Herbert Braun, Redakteur c't
- Luzia Hafen, Lead Accessibility ELCA
- Steffi Klein, Media & Communications Senior Manager des International Paralympic Committee
- Holger Lösch, Mitglied der Geschäftsführung und Leiter Kommunikation und Marketing des BDI
- Dr. Verena Metze-Mangold, Vizepräsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission
- Uwe Proll, Chefredakteur Behördenspiegel
- Matthias Schultze, Vorsitzender Web Excellence Forum
- Dr. Silke Springensguth, Geschäftsführerin DuMont Net GmbH
- Felix Schrader, Chefredakteur Create or Die
- Prof. Dr. h.c. Erik Spiekermann, Vorstandsvorsitzender der Edenspiekermann AG
- Anja zum Hingst, Leiterin Kommunikation des Spiegel-Verlags
- sowie zwei Mitglieder aus dem Fachlichen Beirat des Wettbewerbs.
Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen, freut sich über den breit gefächerten beruflichen Hintergrund der Jury: »Alle Mitglieder sind aufgefordert, die Finalisten aus ihrer jeweiligen professionellen Perspektive heraus zu bewerten. Dabei geht es beispielsweise um die angemessene Ansprache der Zielgruppe, ein inhaltlich stimmiges Bild oder die gestalterische Umsetzung der Webangebote«
.
Welche Finalisten aus mehr als 300 Wettbewerbsbeiträgen die Jurorinnen und Juroren überzeugen, entscheiden sie auf ihrer Sitzung am 3. Dezember 2009. Der stellvertretende Pressesprecher der Aktion Mensch, Christian Schmitz, ist gespannt: »Unsere Jury hat es nicht einfach. In allen Kategorien gibt es große und kleine Webangebote, die technisch höchst anspruchsvoll sind und die komplette Bandbreite der aktuellen Möglichkeiten im Internet abdecken.«
Die glücklichen Gewinner werden bei einer feierlichen Abendveranstaltung am 4. Dezember 2009 im Berliner Postbahnhof bekannt gegeben.
Diese Pressemitteilung als PDF: Aktion_Mensch_Jury_BIENE09_091102.pdf
26 Okt 2009
Opera auf Uni-Tournee
Der norwegische Browser-Hersteller Opera war schon immer für Innovationen bekannt, die irgendwann ihren Weg in die anderen Browser fanden. Damit das weiter so bleibt, will Opera die nächste Generation von Führungskräften in der IT-Industrie erreichen und hält dazu Seminare an Hochschulen auf der ganzen Welt. Dabei geht es um die Geschichte und die Zukunft des Webs, die Browser-Industrie, offene Web-Standards, Web-Anwendungen und die Rolle der Webs und der mobilen Nutzung insbesondere in den Entwicklungsländern.
Studenten können so neue Perspektiven auf Technologie-Trends gewinnen, in Podiumsdiskussionen direkte Fragen an Operas Software-Entwickler und Produktmanager stellen und sich mit Führungskräften der IT-Branche vernetzen. Nach über 80 Seminaren in 10 Ländern gibt die Opera University Tour nun ihr Gastspiel in Deutschland.
Termine
| Universität | Datum | Uhrzeit | Raum |
|---|---|---|---|
| FU Berlin | 03.11.09 | 12-14h | Takustraße 9 HS Auditorium |
| Uni Furtwangen | 05.11.09 | 16-18h | Campus Furtwangen, Gebäude I, Raum I017 |
| FH Augsburg | 06.11.09 | ||
| Leibniz-Rechenzentrum München | 09.11.09 | 14-16h | Boltzmannstraße 1, Garching |
| Uni Hamburg | 10.11.09 | 12-18h | |
| Uni Münster | 11.11.09 | 10-12h | Raum M1, Einsteinstraße 62 |
| FH Münster | 11.11.09 | 16-18h | |
| FH Düsseldorf | 12.11.09 | 16-17h | |
| TU Dortmund | 13.11.09 | 14-16h | Raum HS 113 Gebäude V, Campus Süd |
08 Okt 2009
Wettbewerb um den WebFish 2010
Der Wettstreit um das beste christliche Internetangebot 2010 ist eröffnet. Zum vierzehnten Mal schreibt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) den »WebFish« aus, teilte die EKD heute in Hannover mit. Besonders berücksichtigt werden Angebote, die barrierefrei sind.
Mit dem WebFish prämieren die EKD und das Gemeinschaftswerk der evangelischen Publizistik gemeinsam die besten Online-Angebote in deutscher oder englischer Sprache, die den christlichen Glauben aktuell und kreativ umsetzen. Anbieter solcher Seiten können ihre Bewerbungen bis zum 31. Dezember online einreichen.
Im Januar 2010 werden unter den Bewerbungen zehn Angebote ausgewählt. Auswahlkriterien sind das Design, der Informationsgehalt, die technische Realisierung und die Möglichkeit der Interaktion. Besonders berücksichtigt werden Angebote, die barrierefrei sind und somit allen Menschen Zugang zu Informationen bieten. Ab Februar können die Internet-Nutzer unter den so nominierten Angeboten in einer Online-Abstimmung ihren persönlichen Favoriten auswählen und so mitbestimmen, wer die Gewinner sind.
Der Erstplatzierte erhält neben dem Goldenen WebFish einen Geldpreis in Höhe von 1.500 Euro. Der zweite Gewinner bekommt einen Silbernen WebFish und 1.000 Euro und für den dritten Sieger gibt es den Bronzenen WebFish und eine Siegerprämie von 500 Euro.
(bei kobinet abgeschrieben)
18 Sep 2009
Teaching the Web
Internationales Eröffnungsevent des deutsch-österreichischen W3C-Büros am neuen Standort in Potsdam
Was muss »meine Community« über das Web wissen? Ist Wissen über die Architektur des Web so wichtig wie Wissen über XML und Technologien des Semantic Web, oder können wir erwarten, dass früher oder später alle Details hinter schönen Benutzerinterfaces verborgen werden?
Das Eröffnungsevent des deutsch-österreichischen W3C-Büros an seinem neuen Standort, der Fachhochschule Potsdam, wird Menschen zusammenbringen, die sich normalerweise nicht treffen: Entwickler von Webtechnologie und Benutzer aus einer ganzen Reihe von Communities. Der Zweck ist, Ziele der Ausbildung über das Web zu diskutieren und wie man sicherstellt, dass das Web dort nachhaltig einen Platz finden wird wo es am wichtigsten ist – in den Köpfen und Herzen.
Die Veranstaltung findet am 15. Oktober, ab 10.00 Uhr im Hauptgebäude der Fachhochschule Potsdam, Campus Pappelallee statt und umfasst Vorträge sowohl in englischer als auch in deutscher Sprache. Zusammenfassungen werden in beiden Sprachen gegeben.
Sprecher sind:
- Klaus Birkenbihl (W3C)
- Lambert Heller (TIB/UB Hannover)
- Patrick H. Lauke (Opera Software)
- Jens Meiert (Google)
- Petra Rauschenbach (Bundesarchiv)
- Henry S. Thompson (W3C)
- Andrew Vande Moere (University of Sydney)
- Erik Wilde (University of California Berkeley)
Weitere Informationen unter www.w3c.de; die Teilnahme ist frei, aber eine Anmeldung ist erforderlich.
31 Aug 2009
A-Tag ’09 – Interaktiv Barrierefrei
Bereits zum vierten Mal lädt accessible media zur österreichischen Web-Accessibility-Konferenz »A-Tag« nach Wien. Mit hochklassigen Referentinnen und Referenten aus dem In- & Ausland will der Verein ein Bewusstsein für neue barrierefreie Techniken schaffen. Am Wochenende wurde nun das Programm veröffentlicht und die kostenlose Anmeldung freigeschaltet.
»A-Tag ’09 – Interaktiv Barrierefrei – Fachkonferenz Barrierefreies Internet«; Freitag, 16. Oktober 2009, 9:00 Uhr im TechGate Vienna, Donau-City-Straße, Wien; weitere Infos unter atag.accessiblemedia.at.
21 Aug 2009
ISPA Forum ›Barrierefreies Web - WCAG 2.0‹
Menschen mit Behinderung, aber auch viele ältere Menschen sind im Internet mit zahlreichen Barrieren konfrontiert; Barrierefreiheit im Web ist auch in Österreich gesetzlich verankert. Die Referenten Eva Papst, Obfrau von Accessible Media und Wolfram Huber, ISPA-Vorstand/web-tech coaching informieren bei einem Workshop über die Grundlagen der Accessibility, die neuen WCAG 2.0-Richtlinien und die Evaluierung von Webseiten auf Barrierefreiheit.
Der Workshop richtet sich an Content- und Services-Anbieter, Betreiber und Entwickler von Webseiten sowie an alle interessierten Mitglieder der Internet Service Providers Austria (ISPA).
Termin: 02.09.2009 15:00 - 18:00 Uhr; 1090 Wien, Währingerstrasse 3/18; weitere Infos und Anmeldung bei www.ispa.at
19 Aug 2009
Das Web der Daten und das Web der Menschen
Motto des öffentlichen Thementages des W3C im Rahmen der Xinnovations 2009 am 14. September in der Humboldt-Universität zu Berlin
Auch in diesem Jahr setzt das Deutsch-Österreichische W3C-Büro seine Kooperation mit den Xinnovations in Form eines öffentlichen Thementages fort und bietet damit eine Plattform für den Dialog von W3C-Mitgliedern und interessierter Fachöffentlichkeit über Webtechnolgien und Standardisierung.
Hinter dem diesjährigen Motto des W3C-Thementages »Das Web der Daten und das Web der Menschen« verbergen sich drei zentrale Fragen:
- Wie bringe ich meine Daten »ans Web« und verknüpfe sie mit anderen Daten?
- Wie integriere ich sie in das »Web für menschliche Nutzer«?
- Wie konstruiere ich mit den Daten interaktive und für alle Menschen zugängliche Anwendungen?
Das W3C hat in diesem Jahr grundlegende Technologien vorangetrieben, die bei der Beantwortung dieser Fragen helfen. Auf dem W3C-Tag 2009 werden entsprechende Neuentwicklungen vorgestellt:
- Technologien des Semantic Web kommen vermehrt zum Einsatz, um Daten an das Web zu bringen. Die ›Web Ontology Language‹ (OWL) dient dazu, Eigenschaften der Daten als ›Ontologien‹ zu modellieren. OWL wurde in der Version 1.0 lange Zeit erfolgreich genutzt. Inzwischen ist OWL 2.0 in Arbeit. Das ›Rule Interchange Format‹ (RIF) baut u.a. auf OWL auf und dient dem Austausch von Business-Regeln.
- Ein zentrales Format um Daten an das Web zu bringen ist das ›Simple Knowledge Organization System‹ (SKOS). SKOS hat dieses Jahr den Status eines Standards, d.h. einer ›W3C Recommendation‹ erreicht. Es wird bereits für verschiedenste Daten eingesetzt, von der Bibliotheksklassifikation bis zum Thesaurus einer Fachdatenbank.
- Zweck von der ›XML Pipeline Language‹ XProc ist die Beschreibung von XML-Datenflüssen. Die XML-Daten werden anhand von XProc-Beschreibungen validiert, abgefragt, oder transformiert für verschiedene Konsumenten, z.B. Mensch oder Maschine. Auf diese Weise kann XProc als Verbindung zwischen dem ›Web der Daten‹ und dem ›Web der Menschen‹ dienen.
- Das menschliche Web präsentiert den Nutzern Daten in einer zunehmend interaktiven Weise. HTML ist die Grundlage für die Entwicklung entsprechender Webapplikationen. Mit der Entscheidung des W3C, die Entwicklung von XHTML 2 einzustellen, liegt der Fokus nun gänzlich auf HTML 5.
- Multimediale Daten (Audio, Bilder, Video) sind noch nicht ohne weiteres mit anderen Informationen im Web verknüpfbar, da ihr Inhalt nur schwer automatisch zu interpretieren ist. Was ist zum Beispiel das Thema eines Liedes / Fotos / Films? Metadaten sind ein wichtiges Mittel um dieses Problem zu lösen. Das W3C arbeitet deshalb in der Media Annotations Working Group an der Interoperabilität zwischen verschiedenen Metadatenformaten.
All diese Technologien sind nur sinnvoll einsetzbar wenn die Zugänglichkeit des Webs für jeden Nutzer gesichert ist. Zur Unterstützung dieser übergreifenden Aufgabe hat das W3C Ende letzten Jahres die ›Web Content Accessibility Guidelines‹ (WCAG) in der Version 2.0 veröffentlicht. Die deutsche Community zur Zugänglichkeit des Webs arbeitet mit Hochdruck an einer deutschen Fassung der Richtlinien.
Die besten Technologien nutzen nichts wenn sie nicht bekannt sind. In diesem Sinne wird auf dem W3C-Tag ›STI Germany‹, der deutsche Bestandteil des ›Semantic Technology Institute‹ präsentiert, deren Ziel die Entwicklung und Nutzung semantischer Technologien ist. Die Vorstellung von STI auf dem W3C-Tag wird dem Motto der Xinnovations in besonderer Weise gerecht: ›better by networking‹.
Weitere Infos zur Xinnovations 2009 und der Anmeldung zur Teilnahme unter: www.xinnovations.org.





