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News mit dem Tag »Sehbehinderung«

11 Mär 2008

Barrierefreiheit jenseits des Browsers:

22 Feb 2008

…und jetzt auch zum mitlesen: den ausgesprochen lehrreichen Film »Wie bedient ein seh­behin­derter oder ein blinder Mensch das Web?« des Instituts für Medi­zinische Lehre der Uni Bern gibt es jetzt auch mit Unter­titeln und Audio­des­kription. Damit ist das Video auch für Blinde als Hörfilm, für Gehörlose, sowie für alle Menschen, die die Schweizer Umgangs­sprache nicht verstehen, dank der Unter­titel zugänglich. Eine Auswahl der verschiedenen Varianten findet sich auf den Seiten des Usability-Labors der Uni Bern.

In dem Film zeigen Thomas Lanter, sehbehinderter Accessibility-Spezialist bei der Stiftung ›Zugang für alle‹ mit der Lupen-Software ZoomText und Jürg Cathomas, blinder IT-Spezialist des Schweizerischen Blinden- und Seh­behin­derten­verbands mit dem Screenreader JAWS, wie barriere­frei nutzbare Web-Angebote aufgebaut sein sollten.

13 Feb 2008

28 Jan 2008

Bekanntlich haben ca. 8 Prozent aller Männer auf diesem Planeten die eine oder andere Form der Farbfehlsichtigkeit, weswegen die BITV hierzu gleich zwei Bedingungen (2.2 und 2.3) hat. Nun gibt es für den Firefox-Browser eine Erweiterung, die Farben von Texten und Bildern so verändert, dass die für bestimmte Formen der Fehlsichtigkeit problematischen Farben besser wahrgenommen bzw. differenziert werden können: ColorBlindExt Firefox Add-on. Das ganze benötigt neben satt RAM zusätzlich auch noch Java für die Filterfunktionen und tut's nur unter Windows.

07 Dez 2007

Heute mal ganz pauschal zum Thema Behinderung und Technologie:

05 Dez 2007

Unbedingt ansehen: »Wie bedient ein sehbehinderter oder ein blinder Mensch das Web?«. Ein Film zur Weiterbildung von Dozenten und Lehrern der pädagogischen Hochschule Zentralschweiz mit dem Lerninhalt »Usability und Accessibility«, produziert vom Usability Lab des Instituts für Medizinische Lehre an der Uni Bern. Darin zeigen Thomas Lanter, sehbehinderter Accessibility-Spezialist bei der Stiftung ›Zugang für alle‹ und Jürg Cathomas, blinder IT-Spezialist des Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverbands, wie barrierefrei nutzbare Web-Angebote aufgebaut sein sollten.

Länge des Films: 17:24 Minuten, für Windows Media Player ( .wmv, 160 MB) oder als MPEG für alle anderen Abspielprogramme (.mpg, 207 MB).

02 Nov 2007

Die brücken­tags­taugliche Kurz­über­sicht, diesmal zum aktuellen Zustand der Hilfs­mittel-Branche mit besonderem Augen­merk auf Screenreader:

31 Okt 2007

Natürlich gibt es sie noch, die JavaScript-Abschalter, die das Web ausschließlich mit Lynx benutzen. Aber genauso gibt es ein Netz, in dem Inhalte eine wesentliche Rolle spielen, die weit über reinen Text hinausgehen. Und genau bei diesen multimedialen Inhalten müssen wir aufpassen, dass nicht wieder neue Barrieren aufgebaut werden:
ein gehörloser Nutzer kann mit einem Podcast herzlich wenig anfangen, wenn es keine Mitschrift gibt;
einem blinden Nutzer gehen unter Umständen wesentliche Informationen in einem Video verloren, wenn keine Audiodeskriptionen hinterlegt sind.

Und wie so oft liegt es nicht an den Werkzeugen, sondern am Problembewußtsein und am Willen des Anbieters. Die Tools ermöglichen es schon seit geraumer Zeit, multimediale Inhalte mit Text-Alternativen zu hinterlegen – man muss es halt nur machen. Deswegen haben wir mal ein paar empfehlenswerte Beispiele rausgekramt:

Der Online Subtitle Creator ist, wie der Name schon sagt, ein Online-Werkzeug, um vorhandene Flash Video-Dateien (FLV) mit Untertiteln zu versehen. Das gute daran: es lassen sich verschiedene vorhandene Formate importieren, Zwischenstände speichern und das Ergebnis lässt sich wieder in verschiedene Richtungen exportieren (u. a. Google Video, das schon seit geraumer Zeit untertitelte Videos unterstützt). Wie das Tool funktioniert lässt sich am besten in der Demo ansehen.

Falls Sie gute Beispiele für zugängliche Online-Videos suchen: Blinkx ist eine neue Suchmaschine für Video- und Audio-Inhalte. Das clevere daran: durchsucht werden auch die Untertitel. Ähnlich funktioniert auch Project readOn, aber wie üblich sind die Inhalte meist in Englisch.

Passend zum Thema:

Nachtrag: »Screencast: Adding Closed Captioning to video using Silverlight, ASP.NET AJAX, WCF and an external data source«

29 Okt 2007

Nachdem nun alle schon mal über das neu erschienene MacOS X 10.5 Leopard gebloggt haben wollen wir auch mal. Selbst ausprobiert haben wir es noch nicht, aber was man so im Netz über die Verbesserungen im Bereich barrierefreie Nutzung liest hört sich schon gut an.

So lässt sich das System auch direkt mit einer Braillezeile auf einen nackten Rechner installieren. Wenn das System dann läuft werden gängige Braillezeilen automatisch erkannt und konfiguriert. Drei wichtige Neuerungen gibt 's auch beim eingebauten Screenreader VoiceOver. Die hörbarste ist die neue (englische) Stimme »Alex«, die sich wirklich so anhört als hätte man einen menschlichen Vorleser vor sich sitzen (inklusive hörbaren Atemgeräuschen am Satzende). Der ganze Bereich Tastaturbedienung wurde überarbeitet, um den Umstieg von Konkurrenzprodukten zu vereinfachen, und die Voreinstellungen lassen sich nun auch auf einen USB-Stick speichern, um damit an andere Rechner zu gehen. Weitere Infos bei ATMac (Assistive Technology for Mac OS X Users).

Wer mehr erfahren will: am Mittwoch, den 31. Oktober um 13 Uhr amerikanischer Ostküsten-Zeit gibt es bei Apple einen Webcast mit Mike Shebanek, Senior OS Product Marketing Manager, in dem die Accessibility-Features von Mac OS X Leopard vorgestellt werden. Weitere Infos dazu bei Macenterprise.org.

26 Sep 2007

Pünktlich zum zehnten Geburtstag des GNOME-Projekts wurde neulich die Version 2.20 des Linux-Desktops veröffentlicht. Mit dabei sind eine ganze Reihe Dinge, die das alternative Linux-Betriebssystem gerade für Menschen mit Behinderungen interessant machen.

So gibt's (ohne Aufpreis :-) einen eingebauten Screenreader namens Orca mit eingebauter Bildschirmlupe und Braille-Unterstützung. Die neue Version arbeitet nun noch besser mit dem Office-Paket OpenOffice, dem Firefox-Browser, dem E-Mail-Client Thunderbird, Pidgin (einem IM-Programm) und Java-Applikationen zusammen.

Ebenfalls aktualisiert wurde die Bildschirm-Tastatur GOK und die alternative Eingabe-Oberfläche Dasher für Menschen mit motorischer Behinderung. Für die Nutzer der Kontrast- und Großschrift-Schemata gibt es nun bei der Einrichtung des Computers in den Voreinstellungen eine Vorschau auf das geänderte Erscheinungsbild.

06 Jul 2007

Neben den in der letzten Zeit wieder in den Fokus gerückten kognitiven Behinderungen gibt es noch weitere, die in der Diskussion um ein barrierefreies Web nicht unbedingt dominieren. Dabei sind diese Barrieren so einfach zu testen, dass sie bei der BIENE sogar zu den ganz hart angewendeten Vortest-Kriterien gehören. Deswegen geht der heutige Lesebefehl zu zwei Artikeln, in denen diese Barrieren ganz eingängig beschrieben und Strategien zu ihrer Vermeidung vorgestellt werden:

05 Jul 2007

Wie sieht eigentlich ein sinnvoller Alternativtext von Bildern oder Grafiken auf Webseiten aus? Muss der Text ausführlich sein? Muss dieser alles beinhalten, was das Bild zeigt? Oder reicht eine kurze Bildbeschreibung?
Angie Radtke führt hierzu ein Experiment durch mit Bildern, die Emotionen darstellen, welche nur schwer in Worte zu fassen sind. Es geht hier nicht um inhaltsfreie Schmuckgrafiken, sondern um Abbildungen, die selbst den Inhalt ausmachen oder Inhalte ergänzen.

Besucher werden gebeten, Vorschläge für Bildbeschreibungen in den Kommentaren zu hinterlassen. Mitmachen.
(hier abgeschrieben)

25 Jun 2007

Video eines Vortrags von Shawn Henry von der W3C-WAI über die WCAG 2.0: »Web Accessibility Guidelines Update«.

Im YUI Theater gibt's zwei sehenswerte Videos zum Thema Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Computernutzer:

Ähnliches auch bei der University of Wisconsin:

21 Jun 2007

»Für Blinde und Gehörlose ist Websurfen noch immer ein Hindernis-Parcours. An den Communitys [sic!] des Web 2.0 können sie fast gar nicht teilnehmen. Mehrere Anbieter arbeiten an Lösungen für Behinderten-gerechtes Surfen. Erste Ansätze werden in Darmstadt präsentiert.« Weiterlesen bei Spiegel Online: »Internet für Behinderte: Wege aus der Kommunikations-Kluft«.

04 Apr 2007

Doug Geoffray von GW Micro, dem Hersteller des Screereaders Window Eyes, hat bei einer Veranstaltung von Yahoo! einen interessanten Vortrag gehalten. Themen waren ein Rundumschlag in die Funktionsweise von Hilfsmitteln und der aktuelle Stand der Unterstützung von Web-basierten Applikationen. Ein Video des Vortrags ist im YUI Blog zu finden: »From the Mouth of a Screenreader«; alternativ gibt es auch eine (allerdings 220 MB grosse!) MP4-Version zum herunterladen.

Soviel zum oberen Endes des Marktes. Wie Peter Korn richtig bemerkt besteht jedoch am anderen Ende des Marktes noch erheblicher Nachholbedarf. In »One (Accessible) Laptop Per Child - or per user with a disability« geht er sehr detailliert auf den Hilfsmittelmarkt ein und kommt zu dem durchaus zulässigen Schluss, dass ein Screenreader für einen vierstelligen Betrag niemandem etwas nützt, für den die Hürde schon bei der Anschaffung eines Computers für einen dreistelligen Betrag besteht.

Neben den bei Korn angesprochenen Open Source-Alternativen und Betriebssystemen mit eingebautem Screenreader gibt es mittlerweile auch eine Reihe kostengünstiger Alternativen für blinde und stark sehbehinderte Nutzer. Gerade wenn der Rechner nicht beruflich, sondern nur gelegentlich genutzt wird tun sich hier interessante Perspektiven auf. Eine dieser Anwendungen ist der freie (frei wie in Freibier) Screenreader Thunder für Windows, der in diesen beiden Videos demonstriert wird: »Thunder Screenreader demonstration Part 1« und »Thunder Screenreader demonstration Part 2«.

27 Mär 2007

Aktuelles aus der wunderbaren Welt der Webbrowser:

Zum Schluss noch ein Tipp zum Testen: Microsoft hat in der vergangenen Woche eine neue Version von Virtual PC 2007 veröffentlicht. Dazu gehört auch eine Festplattenabbildung mit vorinstalliertem IE 6 mit der sich Webseiten trotz installiertem IE 7 auch mit der Vorgängerversion zuverlässig testen lassen (ausreichend freier Arbeitsspeicher und Festplattenplatz vorausgesetzt).

Falls Sie noch das Verhalten von älteren Browsern wie dem IE 5.5 testen müssen, dann können Sie den 6er kurzerhand in den Quirks-Modus versetzen – dann rendert dieser Browser in etwa so wie seine Vorgänger.

13 Mär 2007

Am 23. Mai 2007 findet die Konferenz »E-Learning without barriers« im Berufsförderungswerk Düren statt. Vorgestellt werden eine ganze Reihe Projekte aus dem Bereich des Computer-basierten Lernens (engl.: e-Learning) für sehbehinderte und blinde Menschen. Die Konferenzsprache ist englisch, weitere Informationen und Anmeldung unter bfw-dueren.de.

Die diesjährige Konferenz »Mensch und Computer« findet vom 2. bis 5. September an der Bauhaus-Universität Weimar unter dem Motto »Interaktion im Plural« statt. Im Zentrum steht dabei der Mensch, der beim Arbeiten, Lernen und in seiner Freizeit durch Computer und andere Technologie unterstützt wird.

12 Mär 2007

Passend zur letzten Wochenendbeilage hier noch etwas zu frei verfügbaren Hilfsmitteln, denn von dieser Entwicklung werden auch OpenSource-Anwendungen und -Hilfsmittel profitieren. Ein Problem bei der Anwendung assistiver Computer-Hilfsmittel liegt bekanntlich bereits vor der Anwendung: die teilweise immensen Kosten, die im Regelfall am Nutzer hängenbleiben, wenn der Rechner nicht im beruflichen Einsatz genutzt wird. Für viele Menschen mit Behinderung könnten da die freien Hilfsmittel zu einer echten Alternative werden, die in letzter Zeit bemerkenswerte Fortschritte gemacht haben.

So unterstützt der Linux Screen Reader (LSR) dem Vernehmen nach in der neuesten Version die Ausgabe in Braille und arbeitet mit wichtigen Applikationen wie Firefox, OpenOffice, dem Editor Eclipse und der GNOME-eigenen Lupensoftware zusammen. Mehr zu LSR in einem Screencast von Peter Parente (IBM) LSR - GNOME Summit 2006 (Flash-Video mit, wie es sich gehört, Transkript).

Auch zur - nach dem Wegfall von Gnopernicus - verbliebenen zweiten Alternative Orca gibt es etwas zu berichten: wie bei Ellen Reitmayr zu lesen war, wurde der Screenreader mit einer ganzen Reihe Nutzer Usability-getestet. Die gar nicht mal so schlechten Ergebnisse wurden als PDF zum Download (719 KB) veröffentlicht.

09 Mär 2007

Die »Verordnung zur Zugänglichmachung von Dokumenten für blinde und sehbehinderte Personen im gerichtlichen Verfahren« (ZMV, Dokumentation des Beratungsablaufs) wurde diese Woche im Bundesgesetzblatt verkündet und wird zum 1. Juni 2007 in Kraft treten.

Die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Karin Evers-Meyer, begrüßte die Verordnung und ermutigte blinde und sehbehinderte Menschen, ihr Recht auf zugängliche Dokument einzufordern: Künftig haben blinde und sehbehinderte Menschen auch gegenüber Gerichten, Staatsanwaltschaften und den Behörden, die für die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten zuständig sind, einen Anspruch darauf, dass ihnen Dokumente in einem Format ihrer Wahl zugänglich gemacht werden - zum Beispiel in Punktschrift, als Tonaufzeichnung oder in Großdruck. Das stärkt sie bei der eigenständigen Wahrnehmung ihrer Rechte, erklärte Evers-Meyer.

Bereits seit 2002 haben blinde und sehbehinderte Menschen Anspruch auf zugängliche Bescheide gegenüber Behörden des Bundes (hierzu gehören zum Beispiel die Bundesagentur für Arbeit und die Deutsche Rentenversicherung Bund). Das ergibt sich aus dem BGG und der »Verordnung über barrierefreie Dokumente« (VBD). In vielen Bundesländern wurden vergleichbare Regelungen für Landes- und Gemeindebehörden geschaffen.
(bei kobinet abgeschrieben)

20 Feb 2007

Henrik Tonn-Eichstädt hat im Rahmen seiner Tätigkeit an der TU Ilmenau eine Fallstudie zur Screenreader-Nutzung erstellt (wir berichteten). Der Fokus liegt auf den auf von Blinden und Sehbehinderten im Internet genutzten Werkzeugen und ihren Nutzungsgewohnheiten. Die Ergebnisse gibt es häppchenweise nach Kapiteln aufgeteilt oder als Gesamtdokument.

Sascha Carlin hat an der Hochschule Darmstadt eine ausgesprochen lesenswerte Diplomarbeit zum Thema »Schlagwortvergabe durch Nutzende (Tagging) als Hilfsmittel zur Suche im Web. Ansatz, Modelle, Realisierungen« vorgelegt. Diskutiert werden Tags als einfach zu nutzende und leicht anpassbare Lösung zur Informationsauffindung in Inter- und Intranet. Die Arbeit gibt' auch als 2,25 MB großes PDF zum herunterladen (via).