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- Markus Lemcke zu:»Barrierefreies Webdesign - Praxishandbuch für Web-Gestaltung und grafische Programmoberflächen«
- Der Caspers zu:»Einfache Tests zur Barrierefreiheit von Webseiten«
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- Grafiken barrierefrei einsetzen Teil 3 – funktionale Grafiken
- Grafiken barrierefrei einsetzen Teil 2 – inhaltliche Bilder und Informationsgrafiken
- Grafiken barrierefrei einsetzen Teil 1 – Platzhalter- und Dekorationsgrafiken
- Reine Formsache: Barrierefreie Formulare mit HTML, CSS & JavaScript
- Vorsprung durch Techniques: die Umsetzung der WCAG 2.0
- Wie Sie Ihre Website von WCAG 1.0 auf WCAG 2.0 aktualisieren
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- Blinde im Mitmach-Web
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[ vor 23 Tagen ] - Erstes WAI-ACT Open Meeting, 14. Februar in Brüssel: http://t.co/KsfDDbZ8
[ vor 24 Tagen ] - WCAG Techniques Updated - Learn about the informative guidance: http://t.co/GEFarQmI
[ vor 31 Tagen ] - WCAG 2.0 Techniques for PDF / Adobe Accessibility
http://t.co/UhtKOzkD
[ vor 31 Tagen ] - Updated Techniques for Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0: http://t.co/oxw1to37
[ vor 31 Tagen ] - RT @Multimediatreff: Einer der faszinierendsten Vorträge beim #mmt28 zur Barrierefreiheit. Standing Ovation for @MarcoZehe ! http://t.co ...
[ vor 47 Tagen ] - Schnelltest zur Barrierefreiheit: http://t.co/mKkfLbJh
[ vor 51 Tagen ] - Social networks and accessibility: A rather sad picture
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[ vor 57 Tagen ] - BIENE-Wettbewerb: Schneller auf neue Entwicklungen reagieren -
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News mit tag »PDF«
19 Sep 2011
Barrierefreie und benutzerfreundliche PDF-Dokumente
PDF-Dokumente sind der Quasi-Standard für plattformunabhängige, digitale Dokumente. Vor allem für Blinde und Sehbehinderte sind sie aber eher schwierig zu benutzen. PDF-Dateien sind so gut wie nie barrierefrei. Das liegt daran, dass die meisten kostenlosen oder kostenpflichtigen Programme zur Erzeugung von PDF-Dateien die Barrierefreiheit nicht unterstützen. Broschüren oder Bücher nachträglich barrierefrei zu machen ist ein aufwendiger Prozess.
Die Grundlage für barrierefreie PDFs sind Tags. Ähnlich wie in HTML wird durch Tags eine Struktur über das Dokument gelegt, so dass es wie eine Webseite navigiert werden kann.
Barrierefreiheit versus Benutzbarkeit
Viele PDF-Dateien sind grundsätzlich benutzbar, auch wenn sie nicht barrierefrei sind. Für Blinde erscheint dann der Text als Fließtext ohne Überschriften, Listen oder sonstige Strukturen. Doch es gibt auch genügend Dokumente, die gar nicht benutzbar sind. Die häufigsten Probleme sind:
- Das Dokument besteht aus einer Rastergrafik und nicht aus Text.
- Das Dokument ist gegen die Entnahme von Text kopiergeschützt.
- Das Dokument ist mehrspaltig oder enthält einen unbekannten Zeichensatz.
Beim Lesen solcher PDFs können die seltsamsten Störungen auftreten. Bei einem PDF wird nach jedem Wort ein Punkt statt einem Leerzeichen eingefügt, bei einem mehrspaltigen Text werden die Zeilen falsch zusammengesetzt, bei einem anderen Dokument steht jedes Wort in einer eigenen Zeile. Bei geschützten Dokumenten oder Rastergrafiken hingegen hat der Screenreader schlicht keine Möglichkeit, auf den Inhalt zuzugreifen.
Ob ihr nicht-barrierefreies PDF problematisch ist können Sie ganz leicht selber testen: Versuchen Sie, Ihr PDF-Dokument als Text zu speichern. In den meisten Leseprogrammen finden Sie eine entsprechende Möglichkeit im Datei-Menü. Wenn die Option ausgegraut oder nicht aufrufbar ist, ist Ihre Datei geschützt. Wenn die resultierende Text-Datei leer ist, handelt es sich vermutlich um eine Rastergrafik. Und wenn Sie einen unlesbaren Text erhalten stimmt etwas mit Ihrem Spalten- oder Zeichensatz nicht.
Unstrukturierter Text ist kein Ersatz für PDF, sondern ein schlechtes Provisorium. Eine Tabelle zum Beispiel ist in einer Textdatei vollkommen unbrauchbar.
Weiterführendes
- Einfach für Alle: PDF-Dokumente – Lesbar für Alle – Artikelserie
- Die Stiftung Zugang für Alle stellt ein kostenloses Werkzeug zum Testen von PDFs auf Barrierefreiheit bereit
- axesPDF: Weblog zu barrierefreien PDFs
- WebAIM: PDF Accessibility: Converting Documents to PDF
- Adobe: Creating Accessible Adobe PDF Files (PDF)
- Adobe: Preparing Microsoft Word Documents To Create Accessible PDF Files
- Adobe: Preparing InDesign Files for Accessibility
- The Australian Government's study into the Accessibility of the Portable Document Format for people with a disability
- Zugang für Alle: Zugänglichkeit von Word- vs. PDF-Dokumenten mit JAWS
- W3C WAI: Accessibility Support Documentation for PDF
- W3C WAI: WCAG 2.0 PDF Techniques
Dieser Beitrag erschien im Weblog von Domingos de Oliveira und wurde für Einfach für Alle überarbeitet.
An welcher Stelle sollte man ein PDF einsetzen?
PDF ist tatsächlich sinnvoll, wenn es um große Mengen an Informationen geht, die gestaltet sein sollen. Die aktuellen Webstandards erlauben nur eingeschränkten Einfluss auf Farbgestaltung oder Typographie, vor allem, wenn das Dokument mit allen Browsern auf allen Plattformen gleich aussehen soll. Oftmals werden PDF aber eingesetzt, weil es für den Redakteur gerade bequemer ist.
Wenn ein Text viele Seiten umfasst, keine unmittelbar wichtigen Informationen enthält, das Layout wichtig ist und der Text nicht ständig aktualisiert werden muss, kann man ihn als PDF anbieten. In allen anderen Fällen sollte immer eine HTML-Version bevorzugt werden.
Wenn Sie einige Regeln beachten, können Sie die Nutzung von PDF-Dokumenten wesentlich erleichtern.
Das PDF soll zugänglich sein
Die kostenlosen Produktivitätsprogramme OpenOffice bzw. LibreOffice können von Haus aus barrierefreie PDF erstellen. Auch Microsoft Office kann ab der Version 2007 getaggte PDF erstellen. Dazu müssen die in der Textverarbeitung vorhandenen Formatvorlagen für Überschriften und Listen verwendet werden; es können auch Alternativtexte für Bilder vergeben werden.
Für komplexere Dokumente wie etwa Flyer oder Broschüren müssen allerdings die Produkte von Adobe eingesetzt werden. Wenn es aus finanziellen oder technischen Gründen nicht möglich ist, ein strukturiertes PDF bereit zu stellen, sollten Sie zumindest – wie oben beschrieben – auf die Benutzbarkeit achten.
Das PDF soll sprechend benannt werden
Viele Nutzer sammeln PDF-Dokumente zur späteren Lektüre. Wenn die Dokumente nicht sprechend benannt sind, müssen sie geöffnet werden, um zu erfahren, um welches Dokument es sich handelt.
Vor allem Blinde mögen es nicht, PDF-Dateien im Browser zu öffnen. Die Browseranzeige ist nicht barrierefrei, zudem kann die komplette Tastatursteuerung über den Browser verloren gehen, so dass der Browser neu gestartet werden muss. Blinde ziehen es deshalb vor, PDFs zu speichern und mit dem Leseprogramm zu öffnen.
Aus diesem Grund sollten Sie auch immer ankündigen, wenn sich hinter einem Link ein PDF verbirgt. Überraschungen dieser Art sind nicht nur bei Blinden unbeliebt.
Das PDF soll klein sein
Die 50 MB große PDF-Datei ist, DSL hin, DSL her, sehr langsam beim Download. Das mag bei Druckvorlagen angemessen sein, die eine hohe Auflösung und Bildqualität von 300 dpi oder höher haben sollen. Für das Internet ist diese Datei zu groß, es dauert lange, sie zu öffnen und mit ihr zu arbeiten. Achten Sie vor allem darauf, die Bilder internetgerecht zu komprimieren.
Das PDF soll keine Informationen enthalten, die nicht auf der Website stehen
Aus der Sicht der Benutzerfreundlichkeit ist es sinnvoll, wichtige Informationen immer so einfach wie möglich zugänglich zu machen. Das heißt, die Informationen sollen auf der Webseite stehen, wenn sie wichtig sind. Es spricht nichts dagegen, sie ergänzend in ein PDF zu packen, aber das sollte keine Priorität haben.
Der große Vorteil von Webseiten besteht darin, dass sie leichter barrierefrei zu machen sind als PDF. HTML wird von den meisten Hilfstechniken gut unterstützt, was man von PDF nicht behaupten kann.
Das PDF soll nicht geschützt sein
Wenn das PDF nicht barrierefrei gemacht werden kann, sollte es zumindest nicht vor dem Kopieren von Text geschützt werden. Für Blinde ist es ansonsten nicht möglich, auf den Text zuzugreifen. Aber auch andere Nutzer werden dadurch gestört, wenn sie etwa Text für ein Zitat kopieren möchten.
Denken Sie an mobile Endgeräte
Immer mehr Menschen sind überwiegend mit kleinen und nicht sehr leistungsfähigen Endgeräten im Internet unterwegs. PDFs werden von diesen Geräten nur eingeschränkt dargestellt, weil die Grafik nicht leistungsfähig genug ist. PDF ist ein Format für große Displays. Die wenigsten Menschen werden ein mehrseitiges PDF auf ihrem Smartphone lesen. Das ist ein weiterer Grund, wichtige Informationen direkt auf der Webseite bereit zu stellen.
26 Jan 2011
Zugänglichkeit von Word- und PDF-Dokumenten
Im Internet finden sich viele Dokumente wie Jahresberichte, Broschüren, Verträge, Berichte und Zeitschriften. Um eine geräteunabhängige Layout-Darstellung zu garantieren wird hierfür oft das PDF-Format verwendet. Dieses Format hat für sehende Menschen einige Vorteile: die Software für die Anzeige ist kostenlos erhältlich und das Layout der Dokumente bleibt erhalten. Blinde und sehbehinderte Menschen stehen dem PDF-Format immer noch sehr kritisch gegenüber. PDF-Dokumente sind in unbearbeitetem Status oft gar nicht lesbar; ein Word-Dokument hingegen ist zwar meistens auch nicht barrierefrei, aber doch zumindest meist teilweise lesbar.
Im Netz gibt es sehr viele schlechte und nur wenige gute strukturierte Word-Dokumente; dasselbe gilt auch für schlechte beziehungsweise korrekte barrierefreie PDF-Dokumente. Die Tester der schweizerischen Stiftung »Zugang für alle« kennen die Vor- und Nachteile der beiden Formate. Dies ermöglicht ihnen, die gemachten Erfahrungen mit barrierefreien Word- und PDF-Dokumenten einander gegenüberzustellen. Die häufig zu hörende Meinung »PDF-Dokumente sind schlecht«
soll durch einen Test mit Fakten hinterfragt werden.
Anhand von 20 Accessibility-Prüfkriterien hat die Stiftung einen Vergleich der beiden Formate mit dem Screenreader JAWS durchgeführt. Untersucht wurden 20 JAWS-Befehle, die für die Benutzung von Dokumenten für blinde und sehbehinderte Menschen am wichtigsten sind. Der Vergleich zeigt, dass bei 11 von 20 untersuchten Kriterien das PDF-Format von JAWS deutlich besser unterstützt wird. In Word werden lediglich zwei Funktionen besser vom verwendeten Screenreader unterstützt als im vergleichbaren PDF-Dokument.
Die kompletten Ergebnisse des Tests sind unter »Zugänglichkeit von Word- vs. PDF-Dokumenten mit JAWS«.
19 Mär 2010
Prüftool für barrierefreie PDF
Die Stiftung »Zugang für alle« aus der Schweiz veröffentlicht heute das erste Gratis-Programm zum Testen der Barrierefreiheit von PDF-Dokumenten. PAC – PDF Accessibility Checker – führt automatisch Prüfungen durch und erstellt einen Bericht mit den gefundenen Fehlern. PAC ermöglicht zudem eine Vorschau eines PDF-Dokuments. Diese Vorschau zeigt auf, wie das Dokument von einem blinden Menschen mit Screenreader (Bildschirmleseprogramm) interpretiert und gelesen wird.
Barrierefreie PDF sind Dokumente, die von allen – auch von Menschen mit Behinderungen – gelesen werden können. So können beispielsweise Blinde auf ein barrierefreies PDF-Dokument über ein Bildschirmlese-Programm (Screenreader) zugreifen; der Screenreader liest das Dokument vor. Damit das aber funktioniert, sind – ähnlich wie in HTML – Strukturinformationen (sog. Tags) notwendig. Erst bei korrektem Einsatz dieser Tags ist es möglich, dass viele Menschen mit Behinderungen ein PDF lesen, benutzen und bedienen können.
Im Internet werden immer mehr PDF-Dokumente publiziert. Leider sind diese Dokumente ohne spezielle Bearbeitung nicht zugänglich und viele Menschen mit Behinderungen können die Informationen in diesen Dateien nicht oder nur teilweise lesen. Auch der grösste Teil der PDF-Dokumente von Behörden, welche aufgrund des Behindertengleichstellungsgesetzes zugänglich sein müssten, sind nicht barrierefrei und somit nicht lesbar für Menschen mit Behinderungen.
Werkzeug überprüft Barrierefreiheit übersichtlich
Das kostenlose Programm PAC ist ein sehr nützliches Hilfsmittel für alle die testen möchten, ob ihre PDF-Dokumente auch für Menschen mit Behinderungen geeignet sind. PAC führt bei einem PDF-Dokument oder PDF-Formular die folgenden 12 Prüfschritte durch:
- Dokument als getaggt markiert
- Dokumenttitel vorhanden
- Dokumentsprache definiert
- Zulässige Sicherheitseinstellung
- Tab folgt Dokumentstruktur
- Dokument konsistent gegliedert
- Lesezeichen vorhanden
- Zugängliche Zeichencodierungen
- Inhalt vollständig getaggt
- Logische Lesereihenfolge
- Alternativtexte vorhanden
- Korrekte Syntax von Tags/Rollen
PAC bietet weiter die Möglichkeit, eine Vorschau des strukturierten PDF-Dokuments in einem Browser anzuzeigen. Diese Vorschau zeigt auf, welche Tags im PDF-Dokument enthalten sind. Somit kann einfach erkannt werden, welche Elemente von assistierenden Programmen (z.B. einem Screenreader) interpretiert und ausgegeben werden können. Die Vorschau ist eine Accessibility-Preview des Dokuments.
Im PAC-Prüfungsbericht wird zu den einzelnen Checkpunkten der Status mit den entsprechenden Meldungen ausgegeben. Über die Links kann innerhalb des Prüfberichts navigiert werden. Beim Aktivieren der Links mit den Fehlermeldungen wird das PDF-Dokument im Webbrowser geöffnet und die Position von möglichen Fehlern wird angezeigt.
Feedback
PAC steht kostenlos und ohne Einschränkungen als sog. Freeware zur Verfügung. Feedback, Fehlermeldungen oder Vorschläge für weitere Funktionen sind willkommen. Bitte Feedback per E-Mail an pac@access-for-all.ch.
Download und weitere Informationen
Hier geht es zum kostenlosen Download des PDF Accessibility Checker PAC.
Folgende System-Anforderungen müssen erfüllt sein:
- Windows XP, Vista oder 7
- Adobe Reader Version 8 oder neuer
- Mozilla Firefox 3 oder neuer, Interner Explorer 8 oder neuer oder Google Chrome
- Microsoft .NET Framework 2.0 SP2 oder neuer
10 Sep 2007
Formularserie zum Ausdrucken
Ein Nachtrag zu unserer Ende letzter Woche veröffentlichen Serie über barrierefreie Formulare: der komplette Text ist jetzt auch als PDF zum Herunterladen zu haben: ReineFormsache.pdf (ca. 620 KB); alternativ gibt es noch eine speziell aufbereitete Druckversion in HTML.
16 Aug 2007
Gesammelte Werke: was mit PDF
- Incobs: »Screenreader: PDF-Test 2007«
- BIK »Fragen zu PDFs«
- Alastair Campbell: »Comparing Tagged PDFs from Office and Acrobat«
- Alastair Campbell: »Office 2007 PDFs - Not (always) accessible« (Unbedingt den Tipp mit den Fonts beachten!)
- RNIB Web Access Centre: »Jaws access of PDF - a users guide«
- Henny Swan: »The debate on PDF continues«
02 Jul 2007
accessCast - Barrierefreie PDF
Heute gibt's eine kurze Einführung in die Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente, damit diese für eine Vielzahl von Nutzergruppen zugänglich aufbereitet werden können. Eine Anleitung zur Erstellung barrierefreier PDF hatten wir vor einiger Zeit in Form einer Checkliste veröffentlicht. Hier gibt's die Tipps nochmals zum nachhören, ergänzt durch ein paar weitere Infos zum Thema.
Zum Mithören:
Podcast vom 02. Juli
(.mp3, 15′45″, 14,5 MB)
Zum Mitlesen:
Zum Abonnieren:
Der Podcast im iTunes Music Store
20 Jun 2007
Gesammelte Werke
Die aktuelle Wasserstandsmeldung zu normativen Standards und de-fakto-Standards:
- Christian Heilmann: »The business case for web standards - call for wiki participation«
- Nils Pooker: »Mythen und Märchen des Webs«
- Brigitte Bornemann-Jeske: »PDF, ODF, OpenXML - Die Zukunft der Dokumentformate«
- Molly Holzschlag: »So How Do We Fix the Web, Really?«
- Bruce Lawson: »On the WCAG Samurai errata«
- Andy Budd: »Whither W3C?«
- John Dowdell: »Web 2.0 vs Web Standards«
- Sean Fraser: »They aren’t HTML5 docs in the first place«
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: HTML, PDF, WCAG, Web 2.0, Webstandards
16 Apr 2007
PDF: die gleichen Baustellen wie bei HTML
Wie schon öfter an dieser Stelle erwähnt kann Barrierefreiheit nur funktionieren, wenn alle ihr Scherflein dazu beitragen. Und wie bei der klassichen Web-Kombo aus HTML + CSS + JavaScript gilt auch bei PDF-Dokumenten: die Software zur Erstellung muss es ermöglichen und die Software des Benutzers muss es unterstützen, sonst erreicht man maximal ein Drittel des Möglichen. Was es bei der Nutzung von PDF-Dokumenten in gängigen Screenreadern alles zu beachten gibt, beschreibt ein Artikel im Web Access Centre Blog des britischen Royal National Institute of the Blind: »Accessing PDF using JAWS: a users guide«.
Neben dem üblichen Adobe Reader bzw. den in Betriebssystemen wie Mac OS X direkt eingebauten PDF-Anzeigeprogrammen gibt es mittlerweile auch Anwendungen zur Verarbeitung von PDF, die auf die Bedürfnisse von Nutzern mit Behinderung zugeschnitten sind. Eines davon ist das Programm PDF Equalizer, das nicht nur die Wahrnehmung von PDF-Dokumenten anpassbar macht, sondern auch eine Reihe Zusatzfeatures zur Nutzung und zum Verständnis der Inhalte bietet, wie eingebaute Wörterbücher, Übersetzungsfunktionen und die Konvertierung in mp3-Dateien. Mehr dazu bei A-Tech Review: »The Importance of PDF Equalizer«.
Auch auf der Seite der Erstellung gibt es durchaus ernstzunehmende Alternativen (insbesondere da der Umgang mit Acrobat Professional nach wie vor, vorsichtig ausgedrückt, katastrophal ist). CommonLook Section 508 for Adobe Acrobat ist zwar vom Namen her auf die entsprechende amerikanische Verordnung zugeschnitten, hilft aber genau so gut bei der Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente nach BITV. Eine Rezension der Software findet man bei WebAIM. Allerdings bezieht sich der Text auf eine ältere Version, dem Vernehmen nach wurden viele der dort angesprochenen Mängel in den folgenden Versionen beseitigt.
02 Apr 2007
Checkliste: barrierefreie PDF-Dokumente
Neues bei der EfA-Frühlings-Contentoffensive: eine kurze Einführung in die Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente mit Tipps für verbesserte Arbeitsabläufe von Jan Eric Hellbusch. Behandelt werden typische Fälle von PDF-Dateien und wie diese für eine Vielzahl von Nutzergruppen zugänglich aufbereitet werden können.
Diese Anleitung ist auch als barrierefreie PDF-Version zum Download erhältlich: Checkliste-Barrierefreies-PDF.pdf.
05 Mär 2007
Es muss nicht immer teuer sein
Wir kämpfen hier gerade mal wieder mit den Tücken des PDF-Formats bzw. der Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente. Wie so oft gilt auch hier die alte Regel Müll rein – Müll raus
– wenn das Ausgangsdokument optimal ist, dann gibt's in der Regel auch keine Probleme bei der Konvertierung in ein barrierefreies PDF. Wenn das ursprüngliche Dokument aber eine Katastrophe ist, dann, na ja, Sie können es sich denken…
Neben der üblichen Kombination aus MS Word und Acrobat Professional kann man mittlerweile auch die OpenSource-Alternative OpenOffice (bzw. NeoOffice für Mac OS) ruhigen Gewissens empfehlen. Der Output des PDF-Exports ist hiermit auch ohne kostspielige Zusatz-Software zur Nachbearbeitung recht ordentlich. Vorausgesetzt natürlich, daß das ursprüngliche Dokument schon in Ordnung war.
Überprüfen kann man die ursprünglichen Dokumente neuerdings mit dem Open Document Format (ODF) Accessibility Evaluator (gefunden via). Das Werkzeug der University of Illinois kann bis zu 2 MB große ODF-Dokumente auf ihre Zugänglichkeit überprüfen. Einfach hochladen und schon bekommt man einen Bericht, ob Überschriften korrekt benutzt wurden und Alternativtexte für Bilder vorhanden sind. Mehr zur Entwicklung barrierefreien Nutzung des OpenDocument-Formats auch bei heise.
05 Feb 2007
PDF wird Standard
PDFs haben sich schon seit geraumer Zeit als de-fakto-Standard für die Verteilung elektronischer Dokumente etabliert. Nun kommt noch ein richtiger de-jure-Standard hinzu: der Hersteller Adobe hat angekündigt, dass man die komplette Spezifikation von PDF 1.7 veröffentlichen und bei der ISO zur Standardisierung einreichen wird. Bereits standardisiert sind die Unterformate PDF/A zur Archivierung (als ISO 19005) und PDF/X für den Austausch von Dokumenten in der Druckbranche (als ISO 15930), in der Entwicklung befinden sich zurzeit noch weitere Standards wie PDF/UA (engl. für: Universally Accessible).
Mehr zum Thema bei den üblichen Verdächtigen:
- Joe Clark: »Calling your bluff on PDF«
- Duff Johnson: »Blind Spots: PDF and Section 508 compliance«
06 Dez 2006
Adobe Reader 8 veröffentlicht
Nachdem die Version 8 der Werkzeuge zur Erstellung von PDF-Dateien im letzten Monat in der Version 8 veröffentlicht wurden hat nun auch der kostenlose Adobe Reader den Sprung auf die neue Versionsnummer geschafft (Download für Windows und Mac OS X, Packungsbeilage).
Wichtige Infos zum Thema Barrierefreiheit finden Sie nach der Installation in der Hilfe unter den Stichwörtern Ein-/Ausgabehilfe-Werkzeuge sowie im Menübefehl Setup-Assistent für Ein-/Ausgabehilfe.
Wenn Sie wissen wollen wie man zugängliche PDF-Dokumente erstellt – Greg Pisocky von Adobe beschreibt auf 128 Seiten, wie dies mit der Vorgängerversion geht: »Creating Accessible PDFs using Adobe Acrobat 7.0 Professional« (PDF-Version bzw. HTML-Version). Eine gute Einführung in das Thema gibt es auch bei bei Bruce Lawson: »Making and generating accessible PDFs« und natürlich in unserem EfA-Special: »Barrierefreie PDF-Dokumente«.
24 Okt 2006
Barrierefreiheit jenseits des Browsers: OOo
OpenOffice.org (OOo) ist eine kostenloses Open Source-Officepaket, das mittlerweile den Vergleich mit der kommerziellen Konkurrenz nicht mehr zu scheuen braucht. Obwohl noch nicht so bekannt wie die Bezahl-Angebote, findet es doch verstärkt Verbreitung in Unternehmen, Behörden und auch bei Heimanwendern.
Bei WebAIM gibt es eine neue Serie zum Thema: »OpenOffice.org and Accessibility« – in Teil №1 geht es um die Textverarbeitung Writer und wie man mit dieser strukturierte Dokumente erzeugt, die sich dann auch als Tagged PDF oder einigermaßen zugängliches HTML speichern lassen.
Mehr zur barrierefreien Benutzung der Anwendung selbst in den Video-Mitschnitten von der OpenOffice.org-Konferenz.
12 Jul 2006
Der Aaaargh! der Woche
Gefunden von Sven Lennartz: da möchte jemand das Webdesign revolutionieren und pimpt seine neueste Erfindung: »PDF Websites«. Wir hätten hier noch ein Buch von David Siegel aus dem vergangenen Jahrtausend, der schon damals für die Idee verlacht wurde.
01 Mär 2006
Neues bei EfA
Im Zuge des Relaunches haben wir nun auch unsere Download-Seite renoviert: neu hinzugekommen ist ein Archiv zum Herunterladen mit einigen beispielhaften HTML-Dateien und einer kommentierten Fassung sämtlicher Style Sheets. Abschreiben ist wie immer ausdrücklich erwünscht.
Ebenfalls neu am Start ist ein weiterer Artikel zum Thema »Gestaltung barrierefreier PDF-Dokumente« von Jan Hellbusch, der zuerst im Sonderheft »Barrierefreiheit im Internet« der Zeitschrift »Information - Wissenschaft & Praxis« erschienen ist. Diesen Artikel gibt es auch als Audioversion, die uns freundlicherweise vom DVBS zur Verfügung gestellt wurde:
PDF-barrierefrei.mp3 (MP3-Datei, ca. 6,4 MB)
12 Jan 2006
IWP Sonderheft Barrierefreiheit
»Information - Wissenschaft und Praxis« (IWP) ist eine Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis (DGI). Das Sonderheft Nr. 8/2005 ist dem Thema »Barrierefreiheit im Internet« gewidmet. Die Druckausgabe (ISSN 1434-4653) ist im Buchhandel oder direkt beim Verlag zum Preis von 30 Euro erhältlich.
Die einzelnen Artikel sind nun auch kostenlos als PDF-Dokumente zum Herunterladen veröffentlicht worden.
18 Nov 2005
Wochenendbeilage
Heute zur Abwechslung nochmal was zu unserem Kernthema:
- Jürg Stuker:
»Keine (Text Only) Hintereingänge bitte« - Shawn Lawton Henry / EOWG:
»Involving Users in Web Accessibility Evaluation« - Joe Clark:
»Selling accessibility to programmers« - Richard Rutter:
»Colour blindness on the Web « - Ken Wakita, Kenta Shimamura:
»SmartColor: disambiguation framework for the colorblind« - Peter Korn:
»Massachusetts, Open Document, and Accessibility« - accessify.com:
»Interview with Andy Clarke (AKA Accessibility, the gloves come off)« - Jamal Mazrui:
»What's in a PDF? The Challenges of the Popular Portable Document Format« - Ian Lloyd:
»The Trouble With Accesskeys« - John Foliot:
»The XHTML Role Access Module still flawed« - Joe Clark:
»I’m terribly sorry, but that’s not my problem. Things we shouldn’t have to worry about with screen readers«
03 Nov 2005
Fakten und Meinungen zur Barrierefreiheit von PDF
PDF-Dateien im Web sind manchmal nervend und sehr oft unnötig. Sind sie aber weder das eine noch das andere, dann sollten wir sie aus den gleichen Gründen barrierefrei machen, aus denen wir andere Web-Inhalte barrierefrei gestalten. Lesen Sie alles über den wirklichen Stand der Barrierefreiheit bei PDF-Dokumenten in unserem neuen Artikel von Joe Clark: »Fakten und Meinungen zur Barrierefreiheit von PDF«.
Nachtrag: falls Sie PDF-Dateien für ältere Reader-Versionen oder mit älteren Versionen von Acrobat erstellen müssen, so empfehlen wir Ihnen den Vorgänger dieses Artikels hier bei EfA: »PDF-Dokumente – lesbar für Alle« (der nun fast auf den Tag genau 2 Jahre alt ist und somit nicht mehr unbedingt auf der Höhe der Zeit).
Gesammelte Werke
Wo wir gerade bei PDF sind – hier noch ein paar Links, die sich zum Thema in letzter Zeit hier angesammelt haben:
Das britische Royal National Institute for the Blind (RNIB) hat seinen Jahresbericht als 70-seitiges PDF-Dokument herausgegeben. Dies ist insofern besonders bemerkenswert, als daß PDF gerade von dieser Seite bisher immer als Werkzeug des Bösen gehandelt wurde. Alle Anstrengungen, die Zugänglichkeit des Formats zu verbessern wurden und werden ja auch hierzulande nach dem Motto »Es kann nicht sein, was nicht sein darf« abgetan.
Um diese neue Einsicht in die Realitäten kundzutun hat das RNIB zusammen mit Adobe eine Pressekonferenz veranstaltet, in der detailliert auf den aktuellen Stand der Zugänglichkeit eingegangen wurde.
- Peter Abrahams hat eine kurze Zusammenfassung der Veranstaltung geschrieben :
»Accessible PDF documents for the blind« - Die ausführliche Fassung gibt es bei Mike Davies zu lesen:
»RNIB Media Briefing on Accessible PDFs« - Joe Clark hat natürlich gleich wieder eine ganze Reihe Fehler gefunden:
»Here we go again with untagged PDFs«
Eher lausig ist nach wie vor die direkte Erstellung von wirklich sauberen PDFs ohne Umweg aus einem verbreiteten Office-Paket heraus. Für das kommende MS Office 12 wurde zwar zunächst die native Unterstützung verkündet, bei näherem Hinsehen stellte sich dann aber heraus, dass noch nicht mal die Tags für Überschriften ausgegeben werden.
- Wie man Dokumente in das PDF-Format umwandelt und wie man PDFs wieder in andere Formate umwandelt erklärt eine ganze Serie von Artikeln bei pdfzone.com
- Ted Drake macht sich Gedanken zu einem immer wiederkehrenden Thema:
»Should a Web Site open PDF Files in a new Window?«
22 Sep 2005
Neue Einträge bei Veranstaltungen
- »i2010 for digital inclusion and participation«, Workshop der EU-Kommission, 23. September 2005, Brüssel, Belgien;
- »Barrierefreies Internet - was bedeutet das für die Zukunft«, 27. September 2005, HÜF-Trainingszentrum, Hagen;
- »Barrierefreie PDFs - Möglichkeiten und Grenzen«, 20. Oktober 2005, Technische Akademie, Bremen.





