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News mit dem Tag »Linux«

28 Nov 2005

Der Ordnung halber hier noch der aktuelle Stand unseres Relaunches mit Screenshots der bisher getesteten Browser (PNG-Dateien, jeweils ca. 300k):

Windows-Browser (Win2k & XP):

Mac-Browser (MacOSX 10.4):

Linux-Browser (Ubuntu/Gnome):

Linux-Browser (KDE):

Fortsetzung folgt…

02 Nov 2005

Die Veröffentlichung von Apples Browser Safari 2.0.2 hat eins gezeigt: Webstandards sind machbar. Mit der neuesten Version gibt es nun endlich einen Browser, bei dem man sämtliche ernstzunehmenden Standards einfach so abtippen kann und sich darauf verlassen kann, dass es wie gewünscht funktioniert. Dass diese Entwicklung keine Randerscheinung ist zeigen die neuesten Vorabversionen von Opera 9, iCab und Konqueror (Teil von KDE 3.5b2), die alle schon sehr nahe an die Bewältigung des knallharten Acid2-Tests gekommmen sind.

Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war hat dieser Vorsprung der Konkurrenz auch beim Platzhirsch Microsoft dafür gesorgt, dass eine zukünftige Version des IE7.5 für Longhorn Vista wohl auch den Acid2-Test bestehen könnte. Das man es prinzipiell kann hatte Microsoft ja vor Jahren schon mit dem IE5/Mac selig bewiesen. Dessen Verdienst war es, dass sich Webentwickler erstmals überhaupt ernsthaft mit sauberem Code befassen konnten statt immer nur den Darstellungsfehlern der 4er-Browser hinterher zu programmieren.

Noch eine Browsernachricht: der erste Release Candidate von Firefox 1.5 ist da (Download, Packungsbeilage). Wie wir bei Eric Meyer lesen konnten gibt es in dieser Version leider einen neuen Fehler, der die saubere Darstellung des einzig wahren Layouts von Alex Robinson verhindert. Bleibt zu hoffen, dass der bis zur finalen Version noch repariert wird, denn dieser Ansatz ist wirklich genial.

28 Okt 2005

OpenSource-Programme sind gerade in der letzten Zeit immer benutzerfreundlicher geworden, was wiederum zu einer stärkeren Verbreitung führt. So entwickelt sich das frisch erschienene OpenOffice immer mehr zu einer echten Alternative zu kommerziellen Programmen – so sehr, daß jetzt sogar der Stern darüber berichtet.

Aber nicht nur für den Durchschnittsnutzer gibt es viel zu entdecken, auch die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung finden immer öfter Berücksichtigung in der Entwicklung von wirklich brauchbaren Anwendungen. So haben sich die Entwickler der konkurrierenden Desktops GNOME und KDE zusammengerauft und arbeiten nun gemeinsam an der besseren Zugänglichkeit ihrer Umgebungen.

Grund genug, unsere Wochenübersicht diesmal ausschließlich diesem Thema zu widmen:

  • »Ocra« ist ein neuer Screenreader, der ursprünglich vom blinden Informatiker Marc Mulcahy, Programmierer bei Sun Microsystems, entwickelt wurde.
  • Auch die immer beliebter werdende Linux-Distribution Ubuntu hat mittlerweile ein eigenes Accessibility-Projekt, mehr Infos dazu im »Ubuntu Wiki – CategoryAccessibility«.
  • Ebenso wie bei OpenOffice 2 wurde im darauf basierenden StarOffice 8 die Erzeugung von zugänglichen PDF-Dokumenten nochmals verbessert. Für die Erzeugung von getaggten PDFs empfiehlt sich aber unbedingt die Verwendung des ebenfalls freien Werkzeugs »extendedPDF«. Eine englischsprachige Anleitung hierzu fanden wir bei »Using extendedPDF with OpenOffice.org/X11«.
  • Die Ausgabe von sauber erstellten PDF-Dokumenten scheint nach ersten Berichten ebenfalls anstandslos zu funktionieren: »Accessible PDF documents on Solaris!«
  • Neben einer weiteren Verbesserung der Unterstützung von Screenreadern wie Gnopernicus wurde auch an Menschen mit Sehbehinderung gedacht: so unterstützen die Office-Pakete nun auch vollständig die Kontrast-Themen unter Windows oder Gnome, dort sogar inklusive eigener, optimierter Icons. Sehr hübsch.

24 Okt 2005

Wie bereits schon länger bei Mozilla, Firefox & Co. üblich gibt es nun auch von Apple sogenannte Nightly Builds des hauseigenen Webbrowsers Safari. Dabei sind nicht nur die Versionen, die den Box Acid Test schaffen, sondern auch eine Variante mit eingebauter Unterstützung des Vektorformates SVG. Beide lassen sich übrigens anstandslos parallel zu bestehenden Safari-Installationen betreiben, allerding nur unter MacOSX 10.4.x. Und mit beiden lassen sich schon viele Sachen ausprobieren, die bisher nur im Entwurfsstadium des kommenden CSS3 zu finden sind, dort aber als relativ stabil gelten können. Besonders Wagemutige können die jeweils neuesten Versionen auch per Shell Script installieren, oder man benutzt das Programm NightShift von Reinhold Penner, mit dem man die Versionen auch ganz schnell wieder los wird.

Wo wir gerade bei Safari sind: Dave Simon hat eine Vektordatei für Adobe Illustrator gebastelt, um damit Entwürfe von Webseiten aufzuhübschen: »vector safari for mock screen captures«.

Was neues gibt's auch bei Opera: die Norweger haben Ende letzter Woche eine erste Vorschau auf Opera 9 veröffentlicht (Download, Packungsbeilage). Angenehm aufgefallen ist uns, dass man nun nicht mehr zwanghaft versucht, anders als die anderen zu sein. Tabs heissen nun endlich, man glaubt es kaum, Tabs und auch die Tastaturbefehle wurden weitestgehend den Konventionen angepasst. Ob diese Version nun endlich besser mit assistiven Werkzeugen zusammenarbeitet konnten wir noch nicht testen, aber vielleicht kann der eine oder andere Leser berichten…

15 Sep 2005

Ach was war das noch schön, als nach dem Ende des Browserkrieges Ende der 90er Ruhe auf dem Markt war und es eigentlich nur einen dominanten Browser gab. Mittlerweile kommt man als gewissenhafter Webentwickler, der seine Ergebnisse auch umfassend testen möchte, kaum noch mit dem Installieren neuer Browserversionen nach.

Die neueste Runde läutete letzte Woche ja bekanntlich die Mozilla-Foundation mit Firefox 1.5b1 ein, für den nun endlich auch aktualisierte Versionen wichtiger Erweiterungen wie der Web Developer Toolbar von Chris Pedrick verfügbar sind (Download, Packungsbeilage). Ordentlich drucken kann dieser Browser aber immer noch nicht, wie auch Eric Meyer feststellen muss: »When Printing Maims« – aber das hat ja schon Tradition im Hause Netscape. Was die Version 1.5 alles an Neuerungen gerade für die Webentwicklung bringt lässt sich mittelerweile auch bei mozilla.org nachlesen: »Firefox 1.5 Beta for Developers«.

Der eindeutig bessere Firefox unter MacOSX ist dagegen nach wie vor Camino, der nun auch in der Version 1.0a1 vorliegt, die wiederum im Kern auf der Gecko 1.8beta-Engine basiert, sich obenrum aber viel schöner anfühlt (Download, Packungsbeilage).

Viele Neuigkeiten gibt's auch vom kommenden MSIE7, der dem Anschein nach ein richtig guter Browser werden könnte. Ian Lloyd fasst das wichtigste bei webstandards.org zusammen: »News From the IE Development Team«.

Womit wir dann bei der letzten großen Browserfamilie, der KHTML-Engine wären. Da gibt es eine neue Version von OmniWeb 5.1.2 beta 1 zum testen. Der Urvater dieser Familie (zu der auch Apples Safari gehört), der Konqueror passiert nun auch den Acid2-Test, wie Entwickler Hanno Böck in seinem Weblog berichtet.

Flock hingegen ist ein neuer, auf irgendwas spezialisierter Browser, bei dem wir noch nicht so ganz verstanden haben, worum es da geht.

09 Sep 2005

Gestern nacht ist die erste Betaversion von Firefox 1.5 mit dem schönen Codenamen Deer Park veröffentlicht worden (Download der englischen Versionen für Windows, MacOS X und Linux, Packungsbeilage). Ob und wie Firefox wie versprochen nun besser mit assistiven Programmen wie Screenreadern zusammenarbeitet konnten wir noch nicht testen – wir sind immer noch auf der Suche nach der Einstellung, um sich mit der Tab-Taste durch eine Seite zu bewegen.

08 Sep 2005

Peter Korn von Sun Microsystems macht sich Gedanken über die Unterstützung assistiver Werkzeuge durch die Software-Industrie und kommt zu dem interessanten Vergleich, dass Screenreader sowas wie die Airbags der Computerbranche sind. In den 70er und 80er Jahren waren Anschnallgurte und später dann Airbags sündhaft teure Accessoires, die man, wenn überhaupt, nur mit unvertretbarem Aufwand in die Autos der damaligen Zeit nachrüsten konnte. Erst öffentlicher Druck führte dazu, dass diese Sicherheitsmerkmale heute wie selbstverständlich in jedem Neuwagen zu finden sind.

Ähnlich verhält es sich zurzeit bei Computern und dem Zugang für Menschen mit Behinderung: die verbreiteten Betriebssysteme bieten einige grundlegende Hilfen, aber für ernsthafte Anwendungen muss man tief (teilweise sehr tief) in die Tasche greifen und Software von Drittherstellern nachrüsten. Die Freigabe des kostenlosen Sun Solaris 10 (mit eingebautem Screenreader) und Apples MacOSX 10.4 (ebenfalls mit eingebautem Screenreader) könnte nun die Wende markieren, wo eingebaute Zugänglichkeit zu einer Selbstverständlichkeit wird.

Wo wir gerade bei Screenreadern sind: das letzte Update von Apples Betriebssystem MacOS X behebt einen peinlichen Fehler im eingebauten Screenreader VoiceOver, der bisher die Eingaben in Textboxen vom Typ Passwort laut vorgelesen (!) hatte.

20 Apr 2005

Apple hat weitere Details des neuen Screenreaders veröffentlicht, der Bestandteil des Ende des Monats erscheinenden MacOS X 10.4 sein wird. Die Infos sind zunächst einmal nur in Englisch verfügbar, aber das QuickTime-Video macht Lust auf mehr. Nur: warum hören sich die Stimmen immer noch so an wie 1984?

Wo wir gerade beim Vorlesen sind – versuchen Sie mal den folgenden Satz auszusprechen: For 3/4 or 75% of his time, Dr. Walker practices for $90 a visit on Dr. Dr., next to King Philip X of St. Lameer St. in Nashua NH. Die Stimmen des frei verfügbaren Java-Synthesizer FreeTTS können das schon mit beeindruckender Präzision.

19 Apr 2005

Gestern geisterten den ganzen Tag irgendwelche Gerüchte durch's Netz, daß Opera 8 nun endlich fertig sei. Da die ftp- und Webserver aber entweder noch nicht auf dem neuesten Stand waren oder unter dem /. bzw. heise-Effekt litten hatten wir in der täglichen Wasserstandsmeldung noch nichts dazu gesagt.

Die Startseite von Opera spricht zwar immer noch von einer beta-Version, aber zumindest über die Download-Seite sind nun die finalen 8er-Versionen zu haben. Erstmal nur für Linux und Windows in diversen Sprachen inkl. Deutsch, die Mac-Version und andere Sprachen folgen in den nächsten Tagen. Weitere Infos:

Wo wir gerade beim Mac sind: Marcus Puchmayer testet in Browserkarusell die Performance diverser Mac-Browser und relativiert die Aussage von Opera the fastest browser on Earth ein wenig.

Womit wir dann bei Safari wären: Dave Hyatt (ex-Mozilla, jetzt Apple) hat sich bisher als einziger an den Acid2-Test des Web Standards Project (wir berichteten) getraut. So wie es aussieht ist er bis auf einen einzigen Fehler in der Verarbeitung von <object> an die vollständige Erfüllung des Tests herangekommen: »The Acid2 Test: The Smile and Row Fourteen«.

13 Apr 2005

08 Apr 2005

Leicht- und schwerverdauliches aus den Tiefen des Netzes:

18 Mär 2005

Seit dem 16. März steht beim KDE-Projekt die stabile Version 3.4 des Linux-Desktops bereit (Download, Packungsbeilage).

Gerade im Bereich des Zugangs für Menschen mit Behinderung gab es viele Verbesserungen. So beinhaltet KDE 3.4 ähnlich Apples VoiceOver nun ein komplettes Text-to-Speech Framework, das von allen Anwendungen wie dem PDF Viewer, Editoren und Webbrowsern oder dem neuen Vorleseprogramm KSayIt benutzt wird. KMagnifier ist ein Lupenprogramm für sehbehinderte Nutzer, und KMouth kann als Sprachausgeabe für sprachbehinderte Nutzer fungieren. Auch in der Tastaturbedienung wurde mit den ‹Sticky Keys›, ‹Slow Keys› und ‹Bounce Keys› vieles verbessert.

28 Feb 2005

13 Jan 2005

Bei mozilla.org gibt es eine neue Vorabversion Alpha 6 der Websuite Mozilla 1.8 (Download, Packungsbeilage). Neue Features haben wir bisher keine gefunden, dafür scheint die gefühlte Geschwindigkeit des Browsers gegenüber der Version 1.7 nochmal verbessert worden zu sein.

OmniWeb, der Marktlückenbrowser für das Marktlücken-OS liegt in der finalen Version 5.1 vor (Download, Packungsbeilage). Damit mausert sich dieser zu einer echten Alternative zu Apples eigenem Safari (auf dessen Engine OmniWeb basiert) oder zu Firefox, der sich unter MacOS X immer noch nicht ganz heimisch anfühlt. Der selben Meinung ist übrigens sogar Jon Hicks, der zwar die Oberfläche Icons von Firefox kreiert hat, selbst aber viel lieber mit OmniWeb surft.

Auch der kleine Browser, der Ende des letzten Jahrtausends mit viel Elan in eine immerwährende Betaphase eintrat und von dem man seitdem nicht viel Neues gehört hat, liegt in einer neuen Version vor: iCab 3.0 Beta vom 23. Dezember 2004 (allerdings nur für zahlende Kunden). Die Älteren unter uns werden sich vielleicht noch erinnern: iCab war der erste Browser überhaupt, der HTML 4 vollständig und korrekt beherrschte. Dabei ist es aber bis heute geblieben, CSS z. B. kann die aktuelle Version immer noch nicht.