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Wir erklären Ihnen, was das heißt und wie Sie damit immer auf dem neuesten Stand bleiben…
Kommentare:
- Markus Lemcke zu:»Barrierefreies Webdesign - Praxishandbuch für Web-Gestaltung und grafische Programmoberflächen«
- Der Caspers zu:»Einfache Tests zur Barrierefreiheit von Webseiten«
- Klaus zu:»Einfache Tests zur Barrierefreiheit von Webseiten«
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- H[AGE] zu:»HTML5 von den Profis lernen«
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Lesenswertes:
- Grafiken barrierefrei einsetzen Teil 3 – funktionale Grafiken
- Grafiken barrierefrei einsetzen Teil 2 – inhaltliche Bilder und Informationsgrafiken
- Grafiken barrierefrei einsetzen Teil 1 – Platzhalter- und Dekorationsgrafiken
- Reine Formsache: Barrierefreie Formulare mit HTML, CSS & JavaScript
- Vorsprung durch Techniques: die Umsetzung der WCAG 2.0
- Wie Sie Ihre Website von WCAG 1.0 auf WCAG 2.0 aktualisieren
- Kontrolle ist gut, Verstehen ist besser
- Barrieren fallen weiter
- Blinde im Mitmach-Web
- WCAG spricht Deutsch: Übersetzung der Richtlinien für barrierefreie Webinhalte veröffentlicht
Twitter Einzeiler:
- Liebe Follower, dieser Twitter-Account ist eingestellt. Infos rund im
die Aktion Mensch gibt es jetzt nur noch bei @aktion_mensch .
[ vor 23 Tagen ] - Erstes WAI-ACT Open Meeting, 14. Februar in Brüssel: http://t.co/KsfDDbZ8
[ vor 24 Tagen ] - WCAG Techniques Updated - Learn about the informative guidance: http://t.co/GEFarQmI
[ vor 31 Tagen ] - WCAG 2.0 Techniques for PDF / Adobe Accessibility
http://t.co/UhtKOzkD
[ vor 31 Tagen ] - Updated Techniques for Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0: http://t.co/oxw1to37
[ vor 31 Tagen ] - RT @Multimediatreff: Einer der faszinierendsten Vorträge beim #mmt28 zur Barrierefreiheit. Standing Ovation for @MarcoZehe ! http://t.co ...
[ vor 47 Tagen ] - Schnelltest zur Barrierefreiheit: http://t.co/mKkfLbJh
[ vor 51 Tagen ] - Social networks and accessibility: A rather sad picture
http://t.co/Ok2Mbvb3
[ vor 57 Tagen ] - BIENE-Wettbewerb: Schneller auf neue Entwicklungen reagieren -
http://t.co/q53av3nn
[ vor 58 Tagen ] - RT @vodafonedev: #Vodafone Foundation Smart Accessibility Awards 2011 winners announcement and video http://t.co/5GNOK9lX #vsa2011 #vfdev
[ vor 59 Tagen ]
News mit tag »Flash«
04 Mai 2011
WCAG-Techniken: Flash
Eine der wichtigsten Neuerungen der WCAG 2.0 gegenüber der Vorgängerversion ist, dass auch Formate als barrierefrei angesehen werden, die ausserhalb der Kontrolle des W3C liegen. Das gilt natürlich nur unter dem Vorbehalt, dass diese Inhalte auch in Hinblick auf die Barrierefreiheit entwickelt wurden, aber die gleiche Einschränkung lässt sich ja auch auf Formate wie HTML & CSS anwenden. Daher ist es ausgesprochen erfreulich, dass der Hersteller Adobe die Techniken dokumentiert hat, mit denen man Flash-basierte Inhalte so umsetzen kann, dass sie auch für Menschen mit Behinderung zugänglich sind (wichtige Einschränkungen sind in den Flash-Technik-Anmerkungen dokumentiert). Was es bei der Erstellung von barrierefreiem Flash zu beachten gilt wird in den folgenden WCAG-Techniken erklärt:
Allgemeine Techniken
- FLASH19: Bereitstellung eines Skriptes, das den Benutzer warnt, dass eine zeitliche Begrenzung bald abläuft und das eine Möglichkeit bietet, diese zu verlängern
- FLASH24: Es dem Benutzer ermöglichen, die Standardeinstellung der zeitlichen Begrenzung zu erweitern
- FLASH33: Benutzung von relativen Werten für Abmessungen eines Flash-Objektes
- FLASH35: Benutzung von Skript zum Scrollen von Flash-Inhalten und Bereitstellung eines Mechanismus, um ihn zu pausieren
- FLASH36: Benutzung von Skripten, um Blinken zu steuern und es in fünf Sekunden oder weniger anzuhalten
Flash & Medienalternativen
- FLASH1: Festlegung der Eigenschaft "Name" für ein Nicht-Text-Objekt
- FLASH2: Festlegung der Eigenschaft „Beschreibung“ für ein Nicht-Text-Objekt in Flash
- FLASH3: Markierung von Objekten in Flash, so dass sie von assistierenden Techniken ignoriert werden können.
- FLASH9: Anwendung von Untertiteln auf aufgezeichnete, synchronisiere Medien
- FLASH11: Bereitstellung einer längeren Textbeschreibung eines Objektes
- FLASH13: Benutzung der HTML language-Attribute, um die Sprache in Flash-Inhalten zu kennzeichnen
- FLASH18: Bereitstellung eines Steuerelementes, um Töne, die in Flash automatisch abgespielt werden, abzustellen
- FLASH26: Anwendung von Audiodeskriptionen bei Flash-Videos
- FLASH28: Bereitstellung von Textalternativen für ASCII Art, Emoticons und Leetspeak (Ersetzung von Buchstaben durch Ziffern oder Sonderzeichen) in Flash
- FLASH34: Benutzung der Screenreader-Erkennung, um Ton, der automatisch abgespielt wird, abzustellen
Navigation und Bedienung in Flash
- FLASH5: Kombination nebeneinander liegender Bild- und Textschaltflächen für die gleiche Ressource
- FLASH6: Erstellung barrierefreier Hotspots durch die Benutzung unsichtbarer Schaltflächen
- FLASH7: Benutzung von Scripting, um Beschriftungen (Label) von Steuerelementen zu ändern
- FLASH14: Benutzung von redundanten Tastatur- und Maus-Event-Handlern in Flash
- FLASH15: Benutzung der Eigenschaft „tabIndex“, um eine logische Lesereihenfolge und eine logische Tab-Reihenfolge in Flash festzulegen
- FLASH16: Aktionen per Tastatur zugänglich machen durch die Verwendung des Klick-Ereignisses bei Standardkomponenten
- FLASH17: Bereitstellung eines Zugangs per Tastatur auf ein Flash-Objekt und Vermeidung einer Tastatur-Falle
- FLASH20: Reskinning von Flash-Komponenten, um eine sehr gut sichtbare Fokus-Indikation zu bieten
- FLASH21: Benutzung der DataGrid-Komponente, um Spalten-Überschriften mit Zellen zu verknüpfen
- FLASH22: Hinzufügen von per Tastatur zugänglichen Aktionen zu statischen Elementen
- FLASH23: Hinzufügen von zusammengefassten Informationen (summary information) zu einem DataGrid
- FLASH27: Bereitstellung von Beschriftungen (Labels) für Schaltflächen, die den Zweck einer Schaltfläche beschreiben
- FLASH30: Festlegung von barrierefreien Namen für Bild-Schaltflächen
- FLASH31: Festlegung von Untertiteln für ein DataGrid
Flash & Formulare
- FLASH4: Bereitstellung von Schaltflächen zum Abschicken in Flash
- FLASH8: Hinzufügen eines Gruppen-Namens zu dem barrierefreien Namen eines Formular-Steuerelements
- FLASH10: Kennzeichnung erforderlicher Formularsteuerelemente in Flash
- FLASH12: Bereitstellung einer client-seitigen Gültigkeitsprüfung und Hinzufügen von Fehlertext über die barrierefreie Beschreibung (Beschreibung im Panel Eingabehilfen)
- FLASH25: Beschriftung eines Formular-Steuerelementes durch Festlegung seines barrierefreien Namens
- FLASH29: Festlegung der Eigenschaft „Beschriftung“ (label) für Formular-Komponenten
- FLASH32: Benutzung der automatischen Beschriftung (auto labeling), um Text-Label mit Formular-Steuerelementen zu verknüpfen
17 Mai 2010
Multimedia für Blinde
Obwohl das Web nach wie vor ein textbasiertes Medium ist, kommt kaum eine Website heute ohne multimediale Angebote aus. Vor allem im Bildungsbereich spielen Podcasts, Videos und Präsentationen eine immer größere Rolle.
Podcasts – hören statt sehen
Podcasts können mit geringem Aufwand produziert und angeboten werden und erfreuen sich großer Beliebtheit, weil sie problemlos mobil genutzt werden können. Für Blinde liegt der Vorteil von Podcasts darin, dass sie rein akkustisch sind, zumeist als Download angeboten werden und problemlos auf dem PC oder anderen Geräten angehört werden können.
Auch Blinde schauen Videos
Viele Leute scheinen zu glauben, Blinde würden sich keine Videos anschauen. Allerdings dürfte es kaum jemanden überraschen, dass auch Blinde oft einen Fernseher zuhause stehen haben. Videos haben einen sehr hohen sprachlichen Anteil. Viele Vorträge, Vorlesungen, Interviews oder Ausschnitte aus aktuellen Fernsehsendungen werden als Video bereit gestellt. Das Einbinden und Verweisen auf Videos gehört zum Alltag im Web 2.0.
Flash als Barriere
Das Kernproblem bei der Zugänglichkeit der Videos besteht im verbreiteten Einsatz des Flash-Player. Videos auf YouTube lassen sich über Tastatur weder starten noch stoppen. Für Blinde wäre es besonders wichtig, die Lautstärke von Videos zu steuern, da sie bei zu lauten Videos ihre Sprachausgabe nicht mehr verstehen können.
Wie es anders geht, zeigen die Anwendungen EasyYouTube oder Accessible Interface to YouTube. Diese Anwendungen sind über den Screenreader steuerbar. Für den Browser Firefox gibt es verschiedene Erweiterungen, die das Herunterladen und bequeme Steuern der Videos zulassen. Der Online-Dienst Video2mp3 erlaubt das Konvertieren von Videos in mp3. Die Nachteile solcher Anwendungen sind aber offensichtlich:
- Es ist nicht klar, ob diese Anwendungen mit den Benutzungsbedingungen der Anbieter und dem Urheberrecht harmonieren.
- Diese Anwendungen sind oft auf bestimmte Plattformen zugeschnitten. Wenn man zum Beispiel Videostreams der eigenen Universität ansehen möchte, dann funktionieren auf YouTube zugeschnittene Programme nicht. Die Website Podcampus bietet Vorträge verschiedener Universitäten im Flash-Format an, ist aber von Haus aus nicht zugänglich.
- Zudem entgehen dem Nutzer viele Informationen und Funktionen der Ursprungs-Website, mehr oder weniger nützliche Kommentare und Anmerkungen, die Anzeige verwandter Inhalte oder erweiterte Suchfunktionen mit Filtermöglichkeiten.
Bedenklich ist auch die Tendenz, Präsentationen als Flash-Animation wie auf SlideShare bereit zu stellen. Präsentationen enthalten normalerweise keine Audio-Kommentierung und die Texte der Präsentationen sind für den Screenreader nicht lesbar. Besser sind die Screencasts, dabei werden Präsentationen und Vorlesungstext parallel aufgesprochen. Davon können auch Sehbehinderte profitieren, die an ihrem eigenen Bildschirm der Präsentation wesentlich besser folgen können als einer Leinwand-Projektion. Die Screencasts werden aber zumeist ebenfalls im Flash-Format angeboten und sind damit für Blinde nicht zugänglich.
Multimedia dient nicht nur der Unterhaltung, sondern wird zunehmend auch in den Bereichen Bildung und E-Learning eingesetzt. Daher wird es für Blinde immer wichtiger, dass auch solche Angebote zugänglich sind.
01 Jul 2008
Gesammelte Accessibility-Tipps
Wie man zugängliche Werbebanner erstellt wird im Web Access Centre Blog des RNIB erklärt: »Accessible banner adverts« für statische Banner und »Accessible Flash banner ad guidelines« für die interaktive Variante. (via)
Jede Menge Accessibility-Tipps gibt es in mundgerechte Häppchen verpackt bei Mike Davies unter accessibilitytips.com.
Wenn dann noch Appetit auf mehr herrscht, dann empfehlen wir das »Accessibility Tutorial« bei webucator.com, einer überarbeiteten Version des Tutorials von Accessibility-Urgestein Jim Thatcher. Die Grundlagen sind zwar auf den amerikanischen Markt und die §508 zugeschnitten, aber die praktische Umsetzung ist ja dieselbe.
Ebenfalls brauchbar:
- Dirk Ginader: »Accessible Javascript« (PDF)
- Frank Palinkas: »Calling Accessible Context-Sensitive Help with Unobtrusive DOM/JavaScript«
- Scott Jehl: »Creating accessible charts using canvas and jQuery«
- Alen Grakalic: »Easy Scroll: Accessible Content Scroller«
- Steven Clark: »Title Attributes on Links, Tooltips and Accessibility«
Damit keiner mehr sagen kann es gäbe keine brauchbaren Anleitungen …
23 Jun 2008
Gesammelte Werke
Die wöchentliche Accessibility-Debatte.
Teil 1 – die Theorie:
- Eric Eggert: »Barrierefreiheit: Das Gesamtbild zählt«
- Sylvia Egger: »Barrierefreiheit: Je exotischer die Anforderungen, desto besser«
- Martin Kliehm: »BITV 2.0 am grünen Tisch?« (q.v. english abstract)
- Robert Lender: »Der lange Weg eines Bloggers zur Barrierefreiheit«
- Brian Kelly: »Is Accessibility 2.0 Becoming Mainstream?«
- José Manuel Alonso: »Improving access to Government through better use of the Web«
- Chris Heilmann: »Fencing in the habitat - doing things right and getting the accessibility wrong«
- E-Access Blog: »Web Accessibility. Life In the Post-Guideline Age.«
Teil 2 – die Praxis:
- Chris Heilmann: »Making YouTube easier and more accessible« (mit Bastelanleitung und Demo zum ausprobieren)
- Chris Heilmann: »Easy Flickr - just the photos please« (ebenfalls mit Bastelanleitung und Demo zum ausprobieren)
- Dan Jellinek: »Web Accessibility - The Power of Five« (deckt sich mit den Erfahrungen aus dem BIENE-Prüfverfahren: es sind immer die gleichen Fehler, an denen viele Einreichungen schon in der Gruppenphase scheitern)
- Steve Faulkner: »Developer Beware: Using Flash to Detect Screen Readers« (Stimmt uneingeschränkt. Also: bitte nicht nachmachen.)
- Joe Dolson: »Best Practices: Writing for Accessibility« (wobei wir die Forderung, Texte, Interpunktion etc. einzig auf die Fähigkeiten von Hilfsmitteln hin zu optimieren nicht ganz nachvollziehen können)
- T.V. Raman: »Design patterns for accessible, crawlable and indexable content«
- Bruce Lawson: »Is alt text necessary for photo sharing sites?« (Jein.)
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: Barrierefreiheit, eGovernment, Flash, Hilfsmittel, Lernbehinderung, Multimedia
18 Jan 2008
Wochenendbeilage: Heute mal was mit Flash
Dass man mit Flash mehr als nur bunte Bildchen und sinnbefreite Animationen machen kann müsste sich seit der letzen Biene eigentlich herumgesprochen haben. Andererseits stellt sich schon die Frage, wo denn all die zugänglichen Flash-Anwendungen sind?
Was dran liegen könnte, dass die Flasher aus der barrierefreien Ecke immer nur zu hören gekriegt haben, dass ihre Arbeit sowieso unzugänglich und deswegen böse ist. Auch wenn sich die Zeiten ändern und mittlerweile auf beiden Seiten des Zauns ein gesteigertes Interesse für die Arbeit der jeweils anderen zu beobachten ist. Und wenn mittlerweile sogar das britische Royal National Institute of Blind People Anleitungen für barrierefreie Flash-Banner veröffentlicht, dann ist das ein erster wichtiger Schritt aufeinander zu.
Zumal auch die HTML-, CSS & JavaScript-Fraktion durchaus etwas von den Flashern lernen kann, wie auch Khoi Vinh von der New York Times richtig beobachtet:
»… not enough Web standards-minded designers are thinking narratively in the way that our Flash-fluent colleagues are. The vast majority of practitioners of XHTML, CSS and JavaScript are almost exclusively dedicated to behavioral work — interfaces and templates. There’s very little narrative design being done with these tools, and that’s a shame.«
Das gleiche aus der Ecke derjenigen, deren wichtigstes Nutzungsszenario ein Roboter ist: Suchmaschinen und Flash waren lange Zeit ein großes No Go, aber mittlerweile lässt sich auch das Problem beheben. Muss halt nur gemacht werden. Zumal Google schon seit längerem Flash im Index hat und neuerdings dem Vernehmen nach das Flash-Search Engine SDK einsetzt.
Diskussionen, ob das denn nun ein offenes Format ist oder nicht interessieren dabei nicht die Bohne, zumal die Alternativen entweder ebensowenig frei sind oder meilenweit zurückliegen.
29 Nov 2007
Literaturhinweis
»Barrierefreie Gestaltung für Blinde im E-Lernen am Beispiel einer Flash-basierten Anwendung« (PDF, ca. 3,1 MB), Diplomarbeit von Maria Krüger an der FHTW in Berlin.
Synopsis: es geht, wenn man weiss was man tut, mit echten Nutzern testet und die Lehren daraus anwendet. Unser Reden.
31 Okt 2007
Gesammelte Werke: Multimediales
Natürlich gibt es sie noch, die JavaScript-Abschalter, die das Web ausschließlich mit Lynx benutzen. Aber genauso gibt es ein Netz, in dem Inhalte eine wesentliche Rolle spielen, die weit über reinen Text hinausgehen. Und genau bei diesen multimedialen Inhalten müssen wir aufpassen, dass nicht wieder neue Barrieren aufgebaut werden:
ein gehörloser Nutzer kann mit einem Podcast herzlich wenig anfangen, wenn es keine Mitschrift gibt;
einem blinden Nutzer gehen unter Umständen wesentliche Informationen in einem Video verloren, wenn keine Audiodeskriptionen hinterlegt sind.
Und wie so oft liegt es nicht an den Werkzeugen, sondern am Problembewußtsein und am Willen des Anbieters. Die Tools ermöglichen es schon seit geraumer Zeit, multimediale Inhalte mit Text-Alternativen zu hinterlegen – man muss es halt nur machen. Deswegen haben wir mal ein paar empfehlenswerte Beispiele rausgekramt:
Der Online Subtitle Creator ist, wie der Name schon sagt, ein Online-Werkzeug, um vorhandene Flash Video-Dateien (FLV) mit Untertiteln zu versehen. Das gute daran: es lassen sich verschiedene vorhandene Formate importieren, Zwischenstände speichern und das Ergebnis lässt sich wieder in verschiedene Richtungen exportieren (u. a. Google Video, das schon seit geraumer Zeit untertitelte Videos unterstützt). Wie das Tool funktioniert lässt sich am besten in der Demo ansehen.
Falls Sie gute Beispiele für zugängliche Online-Videos suchen: Blinkx ist eine neue Suchmaschine für Video- und Audio-Inhalte. Das clevere daran: durchsucht werden auch die Untertitel. Ähnlich funktioniert auch Project readOn, aber wie üblich sind die Inhalte meist in Englisch.
Passend zum Thema:
- »Flash Video display with closed captions v2.1«
- »UAD2: The Accessible Video Interface«
- »ASL & subtitles together in online media«
- »AOL is testing captioning on online videos«
- »CaptionKeeper - take your closed captions with you«
01 Okt 2007
Programmhinweis
Adobe hat eine neue Vorabversion von Flash Player 9 veröffentlicht (Download für Windows, MacOS X und Linux; Packungsbeilage; die üblichen Warnhinweise: nur unter Aufsicht von Erwachsenen ausprobieren). Neben einer Reihe von Bugfixes und der Unterstützung der H.264/MPEG-4-Video- und AAC-Audio-Kompression gibt's noch was interessantes zu berichten: Flash unterstützt nun die Microsoft Active Accessibility-Schnittstelle (MSAA) auch in Plug-In-basierten Browsern (also alle anderen ausser IE) unter Windows vollständig.
28 Sep 2007
Wochenendbeilage
Was mit JavaScript, AJAX und Flash:
- Christian Heilmann: »Emanzipiertes JavaScript und das Coming Out der Flash Community«
- Robert Nyman: »Releasing Domassistant 2.0 - Chainability, Ajax Module, Domready, Xpath And More«
- Jonathan Snook: »Determining Offsets with Scrolling Overflow«
- Dynamic Drive: »Ajax Pagination script«
- Alex Russell: »The Browser.Next List«
- Bryan Gullan: »Progressive enhancement with jQuery«
12 Sep 2007
Veranstaltungshinweise
- Am 25. und 26. September findet die Flash Forum Konferenz 2007 in Köln statt. Eintrittskarten zum Event gibt es bei Frau Hoffmann und bei Herrn Maciejewski zu gewinnen.
- Ebenfalls am 26. September gibt es beim Zentrum für Graphische Datenverarbeitung in Darmstadt ein Seminar zum Thema Barrierefreies Webdesign - Steuerung und Workflow.
- Am 5. Oktober findet in Düsseldorf eine Veranstaltung statt, die sich ausschließlich um unser Kernthema dreht: Best of Accessibility – Symposium Barrierefreies Webdesign.
Ach ja, und Web Montag ist natürlich auch mal wieder irgendwo in unserem Sendegebiet: so z. B. am 17. September in Bielefeld, Hannover, Düsseldorf, Kiel und München.
24 Aug 2007
Wochenendbeilage: was mit Flash
Die Nachricht der Woche kam definitiv von Adobe: Flash Player 9 Update 3 Beta 2 unterstützt nun in allen Windows-Browsern, die Plug-Ins verstehen, die MSAA-Schnittstelle (Microsoft Active Accessibility – hierüber werden Hilfsmittel wie Screenreader, Lupenprogramme usw. mit den nötigen Informationen versorgt). Die MSAA-Unterstützung im Internet Explorer funktionierte ja bekanntlich schon seit der Version 6 des Flash Players, nun kommen endlich Opera, Firefox und auch der neue Safari 3 hinzu. Beispiele finden sich in der ActionScript 3.0 Language and Components Reference unter AccessibilityProperties.
Weitere Nachrichten zum Thema:
- Niqui Merret: »Accessibility in Flash bug and issue list«
- Andrew Evans: »Accessible Flash: Oxymoron?«
- Aral Balkan: »Flash Myths and Misinformation«
- Mike Davies: »Growing momentum behind accessible Flash«
- SWFFix Dev Blog: »SWFFix version 0.3 public alpha«
- Grant Broome: »Voice Activation and Flash«
- Tinic Uro: »What just happened to video on the web?«
09 Jul 2007
Flash-Seminar
Um das Thema ›Untertitel für Flash‹ geht es in einem Online-Seminar am morgigen Dienstag, den 10. Juli. Andrew Kirkpatrick von Adobe erklärt, warum Untertitel für gehörlose oder schwerhörige Nutzer wichtig sind und wie man diese auf einfache Art in Adobe Flash CS3 integrieren kann. Weitere Infos und Anmeldung im Adobe Accessibility Blog. (Zur Info: 11:00 a.m. PDT entspricht 20:00 Uhr unserer Zeit)
30 Mär 2007
Flash, die Neunte
Wenn wir uns nicht verzählt haben, dann müsste die neu veröffentlichte Version Adobe Flash CS3 nach herkömmlicher Zählweise v.9 entsprechen. Was es alles neues gibt erklärt Frank Puscher bei Dr. Web: »Flash CS3: Das sind die Neuheiten«.
Zur Erinnerung dass man Flash und Barrierefrei durchaus zusammen in einem Satz erwähnen kann hier noch ein paar Links zu Vorträgen von Bob Regan und Eileen O'Brien von Macromedia Adobe:
- »Flash Accessibility Part 1 – Understanding Rich Media«
- »Flash Accessibility Part 2 – Understanding the Screenreader - Jaws for Windows«
- »Flash Accessibility Part 3 – Key Concepts«
Passend zum Thema auch die Texte von James Ward: »How I Overcame My Fear of Flash« und Dan Mall: »Semantic Flash: Slippery When Wet«.
20 Mär 2007
Neues bei EfA: Teile 6-7 der überarbeiteten BITV-Serie
Internetangebote müssen auch dann nutzbar sein, wenn der verwendete Benutzeragent neuere Technologien nicht unterstützt oder diese deaktiviert sind
– so steht es in Anforderung 6 der BITV. Was das genau heißt und wie die nachfolgenden Bedingungen nach dem aktuellen Stand der Technik zu interpretieren sind erklären wir in Teil 6 der überarbeiteten BITV-Serie: Anforderung 6 - Nutzbarkeit ohne neuere Techniken.
Im ebenfalls fertiggestellten Teil 7 geht es um die Erkenntnis, daß das Web mehr ist als nur eine Sammlung strukturierter statischer Texte: Anforderung 7 - Dynamik und Bewegung.
08 Feb 2007
Flash einbauen bald einfacher?
Das Einbetten von Flash sollte ja eigentlich nicht soooo schwierig sein. Ist es aber leider doch. Besonders wenn das Ergebnis ein weiterhin valides Dokument sein soll, das auch für Screenreader & Co. zugänglich ist. Und trotz der weitestgehenden Abstraktion gibt es immer noch einige Unterschiede zwischen den Plattformen, auch wenn das jeweils neueste Plug-In für Windows, MacOS oder Linux (ja, Linux) vorhanden sein sollte.
Das könnte sich bald ändern: Bobby van der Sluis (der mit dem UFO) hat sich mit Geoff Stearns (der mit dem SWFObject) zusammengetan, um eine gemeinsame JavaScript-Bibliothek namens SWFfix zur Einbettung von Flash-Inhalten zu entwickeln. Van der Sluis hat zu diesem Thema auch einen Artikel bei A List Apart veröffentlicht: »Flash Embedding Cage Match«; zusätzlich gibt es bei swffix.org noch eine komplette Testsuite, in der sämtliche bekannten Methoden der Einbettung getestet und die Resultate miteinander verglichen werden. Fleißkärtchen!
29 Jan 2007
iPodFutter
Aktuelle Podcasts und Videos zum Thema »So macht man Webseiten in 2007«. Da werden Sie nicht dümmer von:
- Technikwürze №51: David Maciejewski unterhält sich in der zweiten Expertenrunde mit Christian Heilmann und Tomas Caspers über »Das Comeback von Flash«.
- Web Axe: Dennis Lembree gibt wieder eine ganze Reihe hilfreicher Tipps zu Themen wie »Complex Data Tables«, »Code Considerations for Web Accessibility« und »Screen Resolution«.
- Auf den Seiten der Fundamentos Web 2006-Konferenz, die im vergangenen Oktober im spanischen Oviedo stattfand, sind die Beiträge als Audio- und Video-Dateien veröffentlicht worden.
- Via Lab-O-Log fanden wir ein Video, in dem Jan Eric Hellbusch das Surfen mit dem Screenreader demonstriert und Erläuterungen zum Barrierefreien Webdesign gibt.
08 Jan 2007
iPodFutter: BIENE 2006 zum mithören
Für alle, die nicht dabei sein konnten, gibt es ab sofort hier bei EfA die komplette Verleihung der BIENE 2006 zum anhören. Den Mitschnitt verdanken wir den Kollegen von Ohrfunk.de, die ihn freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben: schwerpunkt-biene06.mp3 (.mp3-Datei, 1h 55′ 51″, 27,4 MB)
30 Nov 2006
Flash wird erwachsen
- Aral Balkan: »Flash Platform text resizing accessibility solutions mature«, »Making Flash movies obey browser text size changes« und »Obeying browser text size changes when using noScale«
- Niqui Merret: »Text-Resize in the browser sets the scale of SWF«
- John Dowdell: »Top Anti-Flash Cliches?«
- Mike Bishop: »Flash And Accessibility«
- Bobby van der Sluis: »Developing Flash websites using progressive enhancement«
- La Trine: »How to correctly insert a Flash into XHTML«
- Frank Puscher: »Mehr Performance: Flash Player 9 im Einsatz«
- Frank Hecker: »Adobe, Mozilla, and Tamarin«
- Chris Messina: »Gang warfare, Web 2.0 style«
- Richard MacManus: »Adobe's World of Web/Desktop Integration«
- James Ward: »Flash & Flex: Free for All (even Linux)!«
23 Nov 2006
Was zu Screenreadern
Nonvisual Desktop Access (NVDA) ist ein neuer (Open Source-) Screenreader für Windows XP, der dem Vernehmen nach SAPI 4 & 5 und ViaVoice unterstützt und wohl auch mit Mozilla, Internet Explorer, Office, Outlook und den meisten Windows-Anwendungen zusammenarbeitet.
Peter Korn gratuliert dem GNOME Accessibility Project zum sechsten Geburtstag und listet eine ganze Reihe von assistiven Anwendungen an, die für die Linux und Solaris zur Verfügung stehen: »Happy (belated) birthday: GNOME accessibility turns 6 years old«.
Bei »How to Stop Flash Sound in FireFox« findet man die Beschreibung eines wirkungsvollen Tricks, wie man Flash im Firefox zum Schweigen bringt, ohne gleich das ganze PlugIn zu deaktivieren. Dem Browser fehlt ja leider nach wie vor die Option, mit der man soetwas per Knopfdruck erledigen könnte. Gerade für Screenreader-Nutzer kann das ausgesprochen störend sein, wenn sich die Sprachausgabe und der Flash-Film um die Vorherrschaft im Lautsprecher zanken.
R.I.P. IBM Home Page Reader
Wo wir gerade beim Thema sind: dem Vernehmen nach hat IBM die Weiterentwicklung und den Vertrieb des Home Page Reader eingestellt und konzentriert sich nun auf Open Source-Screenreader wie Orca (siehe oben). Der HPR war in den 90er Jahren aus einem der ersten Screenreader hervorgegangen und eines der ersten Programme, das blinden und stark sehbehinderten Menschen den Zugang zum World Wide Web ermöglichte (via BBC Access 2.0, die wir neu in unserer Blogroll begrüssen dürfen).
22 Nov 2006
Was zu Untertiteln
Beim amerikanischen National Center on Disability & Access to Education (NCDAE) gibt es einen hörenswerten Webcast zum Thema »Web Captioning in Education« (inklusive Mitschrift). Diskutiert werden Möglichkeiten und Grenzen der Untertitelung bei Web-basierten Lernangeboten, die benötigten Werkzeuge und mögliche zukünftige Entwicklungen.
Für Flasher, die ihren Filmen Untertitel mitgeben wollen gibt's bei Adobe eine ganze Reihe neuer Skins zum Herunterladen. Geeignet sind diese für Untertitel, die mit der Captionate Flash Video captioning solution erstellt wurden. Mehr dazu bei Andrew Kirkpatrick: »Accessibility: FLVPlayback skins with Captionate captioning support«
Google Video unterstützt neuerdings auch Untertitel: »Finally, Caption Playback«; eine Auswahl von untertitelten Videos findet man hier; eine entsprechende Anleitung findet sich im Google Video Help Center: »How do I enter captions or subtitles for my video?« Nicht so einfach wie mit Magpie, aber es ist zumindest schonmal ein Anfang.





