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- Martin zu:»Semantic Web einfach erklärt«
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- Kim Denise Heidebrecht zu:»»Waiting« – das barrierefreie Musikvideo jetzt bei YouTube & Vimeo«
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[ vor 17 Tagen ] - Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit ist online: http://einfachfueralle.de/blog/id/2583
[ vor 37 Tagen ] - 224 Webseiten wollen eine BIENE / Mehr komplexe als einfache Angebote: http://einfachfueralle.de/blog/id/2582
[ vor 39 Tagen ] - »Waiting« – das barrierefreie Musikvideo: http://einfachfueralle.de/blog/id/2581 #dgs #a11y
[ vor 42 Tagen ] - Neue Einträge beim Events-Kalender im EfA AccessBlog:
http://einfachfueralle.de/blog/id/2580
[ vor 42 Tagen ] - Endspurt bei der BIENE 2010 – Bewerben bis zum 15. Juli: http://einfachfueralle.de/blog/id/2579 #biene10 #a11y
[ vor 58 Tagen ] - BIENE sucht Vorbilder – Testverfahren veröffentlicht / Teilnahme bis 15. Juli möglich: http://einfachfueralle.de/blog/id/2578 #biene10 #a11y
[ vor 84 Tagen ] - Blinde im Mitmach-Web: http://bit.ly/aYQnuE – dritter Teil der Serie von Domingos de Oliveira zum Thema ›Wie Blinde Websites erkunden‹ #a11y
[ vor 107 Tagen ] - ›Multimedia für Blinde‹ – zweiter Teil der Serie ›Wie Blinde Websites erkunden‹: http://einfachfueralle.de/blog/id/2576 #a11y
[ vor 107 Tagen ] - Biene-Wettbewerb erhöht Mindestanforderungen: http://bit.ly/bfT3S2 (♻ @kobinetev)
[ vor 116 Tagen ]
News mit tag »DGS«
11 Aug 2010
Neue Einträge bei Events
A-Tag ’10 in Wien
Die österreichweite Plattform accessible media veranstaltet im Herbst zum fünften Mal den A-Tag, eine Veranstaltung zum Thema Web Accessibility. Das Internet ist in unserer Informationsgesellschaft ein fixer Bestandteil des Alltags, ob nun Tageszeitungen, Nachschlagewerke, Behördenwege, Bankgeschäfte, Einkäufe oder Anwendungen für soziale Netzwerke. Oft genug gibt es zu Internet-Angeboten keine Alternativen – daher ist ein für alle Menschen gut zugängliches Internet eine wesentliche Voraussetzung der gesellschaftlichen Teilhabe.
Der diesjährige A-Tag präsentiert sich in der gewohnten Vielfalt: Untertitelung von Videos und anderer Multimedia-Inhalte, barrierefreies Theme für ein CMS, HTML5 und WAI ARIA sind ebenso Thema wie die ökonomische Planung von Accessibility und – nicht zu vergessen – Informationen darüber, wie man sich das nötige Wissen aneignet.
Merken Sie sich also den 5. November vor. Informationen zur Anmeldung sowie Details zu Referentinnen und Referenten und den Vorträgen erfolgen in Kürze unter atag.accessiblemedia.at/2010. Dank einer Förderung des Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend ist auch dieses Jahr der Eintritt frei.
Freitag, 05. November, TechGate Vienna, Donau-City-Straße 1, A-1220 Wien, weitere Infos demnächst unter atag.accessiblemedia.at/2010.
Kongress ›Bildung durch Gebärdensprache‹ in Saarbrücken
Aus eigener Erfahrung wissen viele Gehörlose, dass Bildungsdefizite Rückstände verursachen und dass sie gleiche Entwicklungschancen hätten, wenn ihnen angemessene Bildungsangebote zur Verfügung stehen würden. Information und Bildung sind der Schlüssel zur aktiven Mitbestimmung und Teilhabe an der Gesellschaft. Bildung heißt auch für gehörlose Menschen: Lebenslanges Lernen für Jung und Alt.
Deshalb veranstaltet der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. den 1. internationalen Kongress zum Thema »Bildung durch Gebärdensprache«. Er findet vom 26. bis 28. August 2010 in Saarbrücken statt.
Internationale Fachleute werden dort gemeinsam mit allen Teilnehmern Ideen, Konzepte und vorbildliche Beispiele diskutieren. So soll ein nationales Bildungskonzept für Gehörlose entwickelt werden. Die Vorträge werden in Deutscher Gebärdensprache oder International Sign gehalten. Der Kongress soll ein Auftakt sein, gehörlosen Menschen künftig einen besseren Zugang zu verschiedenen Bildungsangeboten zu garantieren. Alle Bereiche werden in Saarbrücken angesprochen: Lernen im Vorschulalter, Schulbildung, Berufsausbildung, Studium und berufliche Weiterbildung. Mehr Visualisierung und mehr Gebärdensprache in allen Bildungseinrichtungen stehen dabei im Mittelpunkt.
Damit der Kongress ein Erfolg wird, sollen viele Meinungen, Ideen und Vorschläge gebündelt werden. Deshalb ist es wichtig, dass viele Gehörlose und Hörende aus den unterschiedlichsten Teilen der Gesellschaft und den verschiedensten Berufszweigen an den Diskussionen teilnehmen. Das Informationsvideo von Rudolf Sailer, Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bunds, gibt es auch auf Youtube unter: www.youtube.com/watch?v=Ru6GaSBZLIE; weitere Informationen zum Programm und zu organisatorischen Fragen unter: www.gehoerlosen-bund.de.
26. - 28. August, Congress Centrum Saar, Hafenstraße 12, 66111 Saarbrücken.
W3C-Tag 2010
»Lücken im Web schließen – wie sich das Web der Daten und das Web der Menschen langsam, aber stetig annähern« Auch in diesem Jahr setzt das Deutsch-Österreichische W3C-Büro seine Kooperation mit den Xinnovations, der Konferenz für netzbasierte Systeme, in Form eines öffentlichen Thementages fort. Auf dem W3C-Tag 2009 wurde unter dem Motto »Das Web der Daten und das Web der Menschen« die Spannung zwischen aktuellen Technologieentwicklungen thematisiert: Semantic Web einerseits und HTML andererseits. Diese Spannung besteht nach wie vor, aber in den letzten Monaten wurden große Anstrengungen unternommen, die Lücke zu schließen:
- RDFa ist eine Schlüsseltechnologie, um Semantic-Web-basierte Informationen in HTML zu integrieren. Seit diesem Jahr hat das W3C begonnen, die Nutzung von RDFa in HTML5 in einer eigenen Arbeitsgruppe zu standardisieren. Der W3C-Tag 2010 wird einen Zwischenbericht zu diesem wichtigen Verbindungsglied für die beiden Bereiche des Web geben.
- Obwohl es noch kein fertiger Standard ist, hat HTML5 bereits einen Siegeszug ohnegleichen angetreten. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Entwicklung durch Implementationen in aktuellen Browsern vorangetrieben wird. Auf dem W3C-Tag werden deshalb Browserentwickler zu Wort kommen und Einsichten in den aktuellen Stand bieten.
- Nicht nur zwischen HTML5 und dem Semantic Web gilt es Lücken zu schließen – auch eine Annäherung von Nutzern des Web zu Web-Standardisierung hat beim W3C eine wachsende Priorität. Deshalb werden beim W3C-Tag 2010 in einem besonderen Maße die Stimmen der Web-Entwickler ein Podium erhalten, die selten direkt am Standardisierungsprozess beteiligt sind.
Mittwoch, 15. September, Humboldt-Universität zu Berlin, Hegelplatz, weitere Infos unter xinnovations.de/w3c-tag.html.
Barrierefreiheit 2.0 - Wissen für alle
Für Menschen mit Behinderungen baut das Web 2.0 – als eines der Schlagwörter der Gegenwart – vor allem soziale Barrieren ab. Das war eine der Kernaussagen aus den einleitenden Expertengesprächen der ersten Studie zur Nutzung des Web 2.0 durch Menschen mit Behinderung. Konkrete Ansätze für die »Barrierefreiheit 2.0« existieren bereits, auch wenn die Normen neu aufgestellt werden. Trotzdem ist die Komplexität und Qualität der Webangebote in letzter Zeit deutlich gestiegen.
Charakteristisch für das Web 2.0 ist dabei die Nutzbarmachung »kollektiver Intelligenz«. Der Nutzer ist nicht mehr nur Informationskonsument, sondern auch aktiver Informationslieferant. So entstehen und verbreiten sich Informationen [Blogs, Communities, Foren, …] in bisher nicht gekannter Geschwindigkeit. Selbst Unternehmen können es sich heute nicht mehr leisten, nicht zuzuhören, über was und wie sich bestehende und potenzielle Kunden über sie und ihre Wettbewerber austauschen. Gleichzeitig hat das Web 2.0 aber auch Folgen für das Lernen: Wissensmanagement erfolgt in Netzwerkkommunikation, z.B. In Wikis, Webcasts oder in E-Learning-Szenarien. Schließlich schaffen semantische Technologien weitere Möglichkeiten der Wissensgenerierung.
Wo liegen dabei die Grenzen für Menschen mit Behinderung? Oder auch die Chancen? Hierum geht es auf dem Workshop. Diskutiert wird, welche Chancen und Probleme für Menschen mit Behinderungen mit dem Web 2.0 verbunden sind.
Mittwoch, 22. September, Schenck Technologie- und Industriepark, Landwehrstrasse 55, Darmstadt, Kooperationspartner: WEB for ALL, weitere Infos unter exousia-management.de/workshops/barrierefreiheit-220910.
Web Accessibility London Unconference 2010
The Web Accessibility London 2010 Unconference is a one day event being organised on a voluntary basis. The unconference will focus on areas of motor impairment, but will also consider issues of cognitive impairment and the wider disability population. The format will include presentations, workshops and a demonstration fair where attendees can try out existing and new assistive technology. The event is directed at end-users, web designers/developers, accessibility specialists and universities, charities and companies. For more information please email a11yLDN@googlemail.com or follow on twitter.com/a11yLDN.
Dienstag, 21. September, City University London, Northampton Square, EC1V 0HB, London (UK), weitere Infos unter a11yldn.eventbrite.com/.
23 Jul 2010
»Waiting« – das barrierefreie Musikvideo jetzt bei YouTube & Vimeo
Musik gehört jedem und jeder sollte zu ihr Zugang haben. Und ob man es glauben mag oder nicht: Auch gehörlose Menschen können Musik empfinden und genießen. Das Video »Waiting« der Frankfurter Band BREITENBACH, bestehend aus Toby, Robby und PogoTS, will dies beweisen. Es ist das erste Musikvideo, das nicht nur in Deutsche Gebärdensprache übersetzt und mit Untertiteln versehen wurde, sondern das auch gleichzeitig Musik-Untertitel liefert: Beat-Points und Sound-Bars.
Die Band BREITENBACH sowie die gehörlosen Performer Fabian, Anna, Okan und Erik stehen gleichberechtigt nebeneinander und demonstrieren Barrierefreiheit und wie einfach es ist, die oft betonten Barrieren zwischen Gehörlose und Hörende zu durchbrechen.
Das schreibt die Frankfurter Neue Presse dazu:
»Ein Musikvideo für Gehörlose – wie geht das denn? Das fragten sich alle, denen Max Heidenfelder von seinem Projekt erzählte. […] Denn der Frankfurter Kameramann hat nicht einfach ein Video mit Untertiteln versehen. In dem Film zum Titel ›Waiting‹ der Band Breitenbach zeigen dazu Dolmetscher und die Musiker den Text in Gebärdensprache. Und selbst die Musik wird optisch umgesetzt – mit einem grauen Punkt am Bildrand, der den Takt angibt und Diagrammen, die die Dynamik von Gitarre, Bass und Schlagzeug zeigen. ›Die sind wie Untertitel für die Musik. Das war viel Fummelarbeit, weil es sowas noch nicht gab‹, sagt Max Heidenfelder.«
»Waiting« – barrierefreies Musikvideo von max heidenfelder bei Vimeo.
Gedreht wurde das Video mit einer Canon 7D an 2 Tagen; Idee, Konzept & Postproduktion sind von Max Heidenfelder, der das Video auch zusammen mit Anna-Lilja Häfele produziert hat. Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es bei facebook.com/breitenbachwaiting, Infos zur Band BREITENBACH bei www.breitenbach.tv und mehr zu den Machern bei www.maxheidenfelder.de bzw. www.lilien-film.de.
19 Nov 2009
Ein weiter Weg für die Gebärdenschrift
Für Hörende ist es ganz selbstverständlich, über eine Schriftsprache zu verfügen, die ihnen die mühelose Nutzung von Informationen und der Kommunikation im Internet erlaubt. Für Menschen jedoch, die von Geburt an gehörlos oder schon sehr früh ertaubt sind, gestaltet sich diese Nutzung des Internets aufgrund ihrer geringeren Beherrschung der Lautschriftsprache oft schwierig.
Könnte die Gebärdenschrift zur Lösung dieses Problems beitragen? Hierüber gehen die Meinungen derzeit auseinander. Lesen Sie dazu einen Artikel von Kathrin Brede über Kommunikation in Gebärdenschrift.
20 Jul 2009
Petition für Untertitel
Am 1. Juni 2009 ist der 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag in Kraft getreten. In §3 Allgemeine Grundsätze heisst es:
»(2) Die Anbieter nach Absatz 1 Satz 1 sollen über ihr bereits bestehendes Engagement hinaus im Rahmen ihrer technischen und finanziellen Möglichkeiten barrierefreie Angebote vermehrt aufnehmen.«
Warum ›sollen‹? Sollte da nicht ›müssen‹ stehen? Die wahlweise hinzuschaltbaren Videotext-Untertitel gibt es in der aktuellen Form seit 1980. Die Selbstverpflichtung wurde jedoch in den letzten 30 Jahren nicht ernst genommen: obwohl seit fast 30 Jahren ein Ausbau der Untertitelung gefordert wird, liegt ihr Anteil bei nur 10,3% (Stand April 2009).
Da Rundfunk Ländersache ist, haben die Hörgeschädigten-Verbände Anfang Juni 2009 in allen Bundesländern entsprechende Petitionsanträge eingereicht, mit denen eine 100%-ige Untertitelungspflicht innerhalb von 10 Jahren gefordert wird. Die Mitzeichnungsfrist endet in 6 Wochen am 31. August 2009.
Die Petition selbst steht unter www.untertitel-petition.de im Netz, weitere Hintergründe gibt es bei der Arbeitsgruppe im Deutschen Gehörlosen-Bund e.V. ›Sign-Dialog – Mehr Bildung durch Untertitel‹ unter www.sign-dialog.de und natürlich auch in Gebärdensprache.
31 Okt 2007
Gesammelte Werke: Multimediales
Natürlich gibt es sie noch, die JavaScript-Abschalter, die das Web ausschließlich mit Lynx benutzen. Aber genauso gibt es ein Netz, in dem Inhalte eine wesentliche Rolle spielen, die weit über reinen Text hinausgehen. Und genau bei diesen multimedialen Inhalten müssen wir aufpassen, dass nicht wieder neue Barrieren aufgebaut werden:
ein gehörloser Nutzer kann mit einem Podcast herzlich wenig anfangen, wenn es keine Mitschrift gibt;
einem blinden Nutzer gehen unter Umständen wesentliche Informationen in einem Video verloren, wenn keine Audiodeskriptionen hinterlegt sind.
Und wie so oft liegt es nicht an den Werkzeugen, sondern am Problembewußtsein und am Willen des Anbieters. Die Tools ermöglichen es schon seit geraumer Zeit, multimediale Inhalte mit Text-Alternativen zu hinterlegen – man muss es halt nur machen. Deswegen haben wir mal ein paar empfehlenswerte Beispiele rausgekramt:
Der Online Subtitle Creator ist, wie der Name schon sagt, ein Online-Werkzeug, um vorhandene Flash Video-Dateien (FLV) mit Untertiteln zu versehen. Das gute daran: es lassen sich verschiedene vorhandene Formate importieren, Zwischenstände speichern und das Ergebnis lässt sich wieder in verschiedene Richtungen exportieren (u. a. Google Video, das schon seit geraumer Zeit untertitelte Videos unterstützt). Wie das Tool funktioniert lässt sich am besten in der Demo ansehen.
Falls Sie gute Beispiele für zugängliche Online-Videos suchen: Blinkx ist eine neue Suchmaschine für Video- und Audio-Inhalte. Das clevere daran: durchsucht werden auch die Untertitel. Ähnlich funktioniert auch Project readOn, aber wie üblich sind die Inhalte meist in Englisch.
Passend zum Thema:
- »Flash Video display with closed captions v2.1«
- »UAD2: The Accessible Video Interface«
- »ASL & subtitles together in online media«
- »AOL is testing captioning on online videos«
- »CaptionKeeper - take your closed captions with you«
18 Sep 2007
Multimedia-Wochen bei EfA
Multimediale Inhalte sollen, so steht es in den Richtlinien, mit alternativen Inhalten wie Untertiteln und Audiodeskriptionen, aber auch mit Übersetzungen in Gebärdensprache versehen werden, und wenn's geht, dann bitteschön synchron. Dass dies oft nicht gemacht wird liegt nicht nur am mangelnden Problembewusstsein, sondern auch an den hohen technischen Hürden und dem damit zwangsläufig verbundenen hohen Aufwand. Mittlerweile haben große Video-Portale aber die Zeichen der Zeit erkannt und bieten Ihren Nutzern die Möglichkeit, selbst Untertitel zu hinterlegen. Wie hier: »Google Video with Multi-Lingual Closed Captions« zu lesen war sogar mehrsprachig und unter Web2.0-mäßiger reger Beteiligung durch die Nutzer. Sevenload et al., bitte nachmachen.
Die Werkzeuge dazu sind mittlerweile auch viel einfacher geworden und in der Regel kostenlos erhältlich. So zum Beispiel die Windows-Freeware Subtitle Workshop oder das Browser-basierte Overstream (ein schönes Anwendungsbeispiel für dringend benötigte Untertitel ist der Trapattoni-Was-erlaube-Strunz-Klassiker). Nach wie vor gibt es natürlich noch MAGpie, für das Pat Ramsey eine gute Dokumentation verfasst hat: »Captioning Multimedia with MAGpie 2«
Auch bei der Gebärdensprache tut sich was: so ist bei der britischen BBC ein Online-Angebot namens iPlayer in den halböffentlichen Beta-Test gegangen, bei dem ein Gebärdendolmetscher eingeblendet wird (wie im richtigen Fernseher, d.h. nur sofern vorhanden). In Großbritannien gab es bisher das selbe Problem wie hierzulande: Sendungen mit Gebärden-Dolmi gibt es vorzugsweise auf irgendwelchen obskuren Sendeplätzen mitten in der Nacht - das ändert sich nun (Breitbandanschluß vorausgesetzt). Weitere Infos dazu im Access2.0-Blog der BBC: »BSL comes to the iPlayer«.
28 Jun 2007
Zeichenhölzer
Das hat nun wirklich gar nichts mit Web Accessibility zu tun, aber dieses Fundstück wollen wir unseren Lesern nicht vorenthalten. Was man alles für lustige Sachen mit Streichholzbriefchen machen kann: »Sign Language Matchbooks«. Wobei – damit könnte man zum Beispiel CAPTCHAs für Gehörlose bauen …
21 Jun 2007
Wege aus der Kommunikations-Kluft
»Für Blinde und Gehörlose ist Websurfen noch immer ein Hindernis-Parcours. An den Communitys [sic!] des Web 2.0 können sie fast gar nicht teilnehmen. Mehrere Anbieter arbeiten an Lösungen für Behinderten-gerechtes Surfen. Erste Ansätze werden in Darmstadt präsentiert.« Weiterlesen bei Spiegel Online: »Internet für Behinderte: Wege aus der Kommunikations-Kluft«.
02 Mär 2007
Wochenendbeilage: Was mit Multimedia
Die britische BBC experimentiert zurzeit mit untertitelten Online-Videokonserven. Den Anfang macht die Technik-Sendung Click und ausgwählte Werke aus der anspruchsvollen Ecke des BBC Film Network sowie einige regionale Programme z. B. in Gälisch. Mit dem Versuch will man die Methoden zur Erstellung und Auslieferung von untertitelten Multimedia-Inhalten testen, zur Auswahl stehen die Formate Windows Media Player und Real […zwischenspeichern…] Player. Wie das genau funktioniert wird in der Hilfe erklärt.
Ohne Untertitel, weil zielgruppenspezifisch, sind hingegen die Videos, die der Deutsche Gehörlosen-Bund neuerdings auf seinen Seiten anbietet: ab Anfang 2007 werden alle Nachrichten auch als Gebärdensprachfilme gezeigt. Die Hintergründe erläutert Alexander von Meyenn: Gehörlose und Schwerhörige ein Recht auf Kommunikation in DGS. Daher werden einmal pro Woche die News der jeweils vorangegangenen Woche in DGS-Filme übersetzt.
Zu erreichen sind die Filme über die entsprechenden Symbole links neben den jeweiligen Nachrichten.
Übrigens: wenn Sie für Ihre Filme das Microsoft Media Server (MMS)-Protokoll benutzen: dieses wird seit dem Erscheinen der Version 11 des Windows Media Player offiziell nicht mehr unterstützt. Wie man Videos trotzdem sauber einbettet beschreibt Peter Murray in dem aktualisierten Artikel: »Update to ›Embedded Web Video in a Standards-Compliant, Accessible, and Successful Way‹«.
So was wie Google für gesprochene Wörter könnte ein Suchwerkzeug werden, dass wir im Web-Watcher-Blog fanden. Die Anwendung plugged.com ist zwar noch in der Web2.0-kompatiblen Betaphase, aber man kann mit ihr schon beliebige Podcasts nach Worten oder Phrasen durchsuchen und unmittelbar zu den Fundstellen springen.
Das britische .net-Magazin (hat nichts mit der gleichnamigen Microsoft-Technologie zu tun) ist wirklich eines der besten Print-Produkte zum Thema Webdesign auf diesem Planeten, aber leider hierzulande nur sehr sporadisch und dann auch nur im sehr gut sortierten Bahnhofsbuchhandel erhältlich. In der Online-Ausgabe gibt es neuerdings auch einen Podcast von Paul Boag, der bereits als Sidekick von Marcus Lillington in dessen Podcast Lillingtonworld zu einiger Bekanntheit geraten war. In Folge №1 geht es um Jobs für Webentwickler, HTML-E-Mails und den IE7; in Folge №2 um Webdesign-Techniken, Konferenzen und Spam; in Folge №3 um Microformats, Accessibility und OpenID.
Ebenfalls hörenswert:
- In der Technikwürze №61 geht es mal wieder um Webstandards und warum sich immer noch so viele Webentwickler – die es eigentlich wissen sollten – nicht daran halten. Woran das liegen könnte, versuchen David Maciejewski, Marcel Schwarzenberger, Jens Grochtdreis und Tomas Caspers zu erörtern.
- Beim Web Axe-Podcast geht es um »CAPTCHA and Accessibility« und »The Definition of Web Accessibility«.
- Leider ohne Untertitel und ohne Mitschriften, aber trotzdem ganz sehenswert (nur eben leider nicht für alle) sind die Videos der DevSource-Serie »Great Minds in Development«.
21 Aug 2006
Gebärdensprache im Job
Informationen und Hilfen zur Sicherung der Kommunikation gehörloser Menschen am Arbeitsplatz gibt es auf der neuen Website dgs-im-job.de. Die unterschiedlichen Formen der Arbeitsassistenz werden aufgezeigt und man erfährt, was man für eine Antragsstellung wissen muss. Alle Informationen werden in Gebärdensprache angeboten (via).
Was es bei der Erstellung von Filmen in Deutscher Gebärdensprache (DGS) alles zu beachten gibt kann man im »Leitfaden für den Einsatz von Gebärdensprach-Filmen« nachlesen.
01 Dez 2005
Extrem-Konferenzblogging 2.0
Podcasts von weit entfernten Konferenzen sind eigentlich ganz was feines (und unheimlich Web2.0). Nur für gehörlose oder schwerhörige Menschen, an Bürorechnern ohne Lautsprecher oder in Umgebungen wo es stören würde ist diese neue Trendsportart kaum zu gebrauchen. Gut dass es für solche Use Cases Alternativen gibt, mit denen man seine Inhalte wirklich zugänglich machen kann. Wie das geht zeigt Webkrauter Patrick Lauke, der eine SMIL-Version von Molly Holzschlags Vortrag »The State of the Web 2005« auf der we05-Konferenz gebaut hat, in der die Folien mit einer Mitschrift synchronisiert sind: »web essentials 05 - molly holzschlag keynote SMIL«.
11 Okt 2005
Live von der RehaCare
Eine Meldung in eigener Sache: vom 12. bis 15. Oktober (also ab morgen) berichten wir wie gewohnt live von der REHACARE in Düsseldorf. Wenn Sie uns besuchen wollen: Sie finden uns in Halle 3, Stand C59/C60. Falls Sie mit Kindern unterwegs sind und sich mal in Ruhe umschauen wollen: Die Aktion Mensch hat auch dieses Jahr wieder ihre traditonelle integrative Kinderbetreuung für Kinder mit und ohne Behinderung; angeschlossen an die Kids World ist ein barrierefreier Wickelraum für die Kleinsten. An allen Messetagen ist auch eine Dolmetscherin für Gebärdensprache am Stand der Aktion Mensch anwesend. Wir freuen uns auf interessante Diskussionen. Weitere Informationen zur Messe finden Sie im Presseportal der Aktion Mensch und unter www.rehacare.de.
02 Aug 2005
Podcasts für Gehörlose
Podcasts, verkürzt gesagt Hörversionen von Weblogs, sind der neueste Hype im Web. Naturgemäß sind diese Audiodateien für gehörlose Menschen nicht zugänglich, also haben ein paar Schweizer Gehörlose zur Selbsthilfe gegriffen und produzieren nun jede Woche eine Folge des Podcast »Schlaflos in München« von Annik Rubens in Gebärdensprache. Reinkucken (via Mac Essentials).
11 Jul 2005
Hereinspaziert in die wundersame Welt der Gehörlosen!
Der div der Woche geht diesmal nach Österreich: bei visualbrain.net »…erfahren Sie erstmals und exklusiv, wie die Tauben essen, sprechen, schweigen, gehen, einkaufen und was sie mit Kopfhörern so alles anstellen. Der Eintritt ist frei, die Inhalte frei erfunden und (fast) ohne jeden Bezug zur Realität. Nehmen Sie sich Zeit, Platz und haben Sie viel Spaß! In den Hauptrollen: Jürgen Brunner, Georg Marsh, die anderen Tauben & Gäste« (via Behindertenparkplatz).
17 Mai 2005
Gesammelte Werke
Heute wieder mal gehobene Kost für die Zielgruppe der Konzepter und Informationsarchitekten:
- Sven Przepiorka:
»Tagging - Schlagwörter erobern das Internet« - David Hawdale:
»The Vision of Good User Experience« (PDF) - Paul Bohman, Shane Anderson :
»A Conceptual Framework for Accessibility Tools to Benefit Users with Cognitive Disabilities« - Shawn Lawton Henry:
»Another –ability: Accessibility Primer for Usability Specialists« - Dan Saffer:
»The Role of Metaphor in Interaction Design« (PDF) - Alberto Cairo Touriño:
»Sailing to the Future: Infographics in the Internet Era« (PDF) - Austin Govella:
»Improving task flows: active vs. passive tasks« - Jörg Morsbach:
»Avatar für englische Gebärdensprache«
29 Apr 2005
Weitere Infos zur BIENE '05 veröffentlicht
- Der Wettbewerb
- Die Teilnahmevoraussetzungen
- Die Wettbewerbskategorien
- Die Bewertungskriterien
- Der Fachliche Beirat
- Infos in Leichter Sprache
- Die bisherigen Preisträger
15 Apr 2005
Programmvorschau
Das amerikanische National Center on Disability and Access to Education (NCDAE) veranstaltet am kommenden Mittwoch, den 20. April einen Webcast zum Thema Computer-based Assessment and Testing: Access or Accommodation
. Ein Panel von Experten diskutiert über die Verläßlichkeit von Prüfmethoden zur Barrierefreiheit. Transportiert wird das ganze per QuickTime oder Windows Media Player, eine Mitschrift für gehörlose Menschen wird es ebenfalls geben.
08 Apr 2005
object lang='sgn-DE'
Das war uns auch neu: es gibt tatsächlich bei der IANA ein internationales Kürzel für DGS "sgn-DE", ebenso wie eine Vielzahl anderer Gebärdensprachen: »RFC 3066 Language code assignments«. Und für Reform-Unwillige gibt es sogar noch eine Möglichkeit zur Sprachauszeichnung nach alter Rechtschreibung (lang="de-1901").
18 Mär 2005
Der div der Woche
Der angekündigte Relaunch der Website des Royal National Institute for the Deaf (wir berichteten) ist seit gestern online. Wie viele Relaunches der letzten Zeit ist auch dieser handwerklich sehr ordentlich gemacht mit einer durchgängige Qualität über die ganze Site hinweg. Die einzelnen Seiten selbst sind sehr gut strukturiert und mit den gängigen Zusatzhilfen versehen. Die wenigen Syntaxfehler und die vereinzelt verbliebenen Layouttabellen sehen aus wie die typischen Altlasten, die man bei komplexen Angeboten mit historisch gewachsenem Content auch nicht so einfach herausbekommt.
21 Feb 2005
Gebärdenwerk gewinnt Multimedia-Nachwuchspreis
Via kobinet: Das Hamburger Unternehmen Gebärdenwerk hat den Multimedia-Nachwuchspreis des Hochschulwettbewerbs Multimedia Transfer gewonnen. Gebärdenwerk erstellt Filme in Deutscher Gebärdensprache, um gehörlosen Menschen textbasierte Informationen verständlich zu machen. Darüber hinaus beraten die Gründer Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, um den Zugang zu hörgeschädigten Menschen sicher zu stellen und die Zielgruppe bedarfsgerecht zu erreichen.
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