News mit tag »BIENE«

26 Jul 2010

BIENE 2010: Unternehmen erstmals vorn

Erstmals in der Geschichte des BIENE-Wettbewerbs sind es nicht die zur Barrierefreiheit durch die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) verpflichteten Verwaltungen und Organisationen, die die meisten Bewerbungen um eine BIENE eingereicht haben. Dieses Jahr strecken vor allem Unternehmen ihre Fühler nach den begehrten Auszeichnungen aus: Von den 224 Bewerbungen und Vorschlägen entfallen 118 auf Webangebote aus der freien Wirtschaft.

Darüber freuen sich die BIENE-Veranstalter, die Stiftung Digitale Chancen und die Aktion Mensch, ganz besonders. »Aus unserer Sicht liegt ein Grund für den erfreulich hohen Anteil von Unternehmen in der Konzentration auf Transaktionsangebote – wie Online-Einkauf, Reisebuchung oder Online-Bankgeschäft. Gerade Menschen mit Behinderung nutzen solche Angebote, sie erleichtern ihren Alltag. Deshalb suchen wir auf diesem Gebiet die besten, innovativsten Webseiten«, erläutert Iris Cornelssen, Projektleiterin für die BIENE bei der Aktion Mensch. »So ist es für uns folgerichtig, dass die einfachen den komplexen und serviceorientierten Webangeboten weichen«, so Iris Cornelssen weiter.

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BIENE fliegt über den großen Teich

Verwaltungen, z. B. Kommunen und andere Behörden, sind mit 37 Bewerbungen im Rennen. Von Organisationen, wie Verbänden, Vereinen oder Stiftungen kommen 44 Bewerbungen um eine BIENE. Aus dem Bereich der tagesaktuellen Medien liegen 25 Wettbewerbsbeiträge vor. »Städte und Gemeinden sind in diesem Jahr wieder stark repräsentiert. Ebenso zählen Zeitungen und andere Medien sowie Web 2.0-Angebote zu den BIENE-Anwärtern. Wir sind gespannt, ob sie unsere Anforderungen tatsächlich erfüllen«, fasst Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen, zusammen. »Traditionell sind auch Webangebote aus unseren Nachbarländern im Wettbewerb vertreten. In diesem Jahr liegen zwölf Bewerbungen aus Österreich und fünf aus der Schweiz vor. Außerdem haben uns deutschsprachige Angebote aus Italien sowie erstmals aus Dänemark, Rumänien, Ungarn, Russland und sogar aus den USA erreicht«, freut sich Jutta Croll.

Das Prüfverfahren startet

Obere Reihe: Schreiber, Besteman, Vaziri, Klaus; Untere Reihe: Ostermann, Pieters, Willner, Specchia, Saal

Die Spreu vom Weizen trennt in den kommenden Monaten das mehrstufige Prüfverfahren, das auch dieses Jahr vom Fachlichen Beirat, der aus Experten mit und ohne Behinderung besteht, begleitet wird. Fachleute der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg nehmen die technische Umsetzung der Angebote unter die Lupe. Die praktische Handhabung testen Menschen mit Behinderung am Ende des Verfahrens im Praxistest. Das letzte Wort hat schließlich die prominent besetzte Jury. Sie legt am Vortag der Preisverleihung fest, wer am 10. Dezember 2010 Gewinner einer BIENE ist.

Über die BIENE

Seit 2003 prämieren die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen die besten deutschsprachigen barrierefreien Angebote im Internet mit einer BIENE. BIENE steht für »Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten«, aber auch für Kommunikation, gemeinsames Handeln und produktives Miteinander. Rund 1.800 Unternehmen und Organisationen, Behörden und Ministerien, Städte und Gemeinden sowie Vereine und Verbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol haben sich bislang mit Webseiten am Wettbewerb beteiligt. Mehr als 100 Webseiten wurden bisher mit einer BIENE ausgezeichnet.

Am BIENE-Wettbewerb können Anbieter und Gestalter deutschsprachiger Webangebote teilnehmen. Sonderpreise können für Lösungen vergeben werden, die spezifische Bedürfnisse einzelner Nutzergruppen berücksichtigen. Das können sein: Angebote für gehörlose Menschen, die Gebärdensprache verwenden, Angebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder andere herausragende und innovative Entwicklungen. Der Preis ist rein ideeller Natur.

Die Preisverleihung findet am 10. Dezember 2010 in Berlin statt. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.biene-wettbewerb.de.

07 Jul 2010

Aktion Mensch und Stiftung Digitale Chancen suchen die besten deutschsprachigen barrierefreien Webseiten / Voraussetzung: Angebote müssen Transaktionen ermöglichen

Endspurt bei der BIENE 2010: Noch bis zum 15. Juli können Unternehmen, Organisationen, Behörden und Medien unter www.biene-wettbewerb.de ihre Internet-Angebote zum Wettbewerb der Stiftung Digitale Chancen und der Aktion Mensch für die besten barrierefreien deutschsprachigen Webseiten anmelden.

Auch dieses Jahr haben die Initiatoren die Teilnahmekriterien den Entwicklungen im World Wide Web angepasst und Voraussetzungen formuliert, die stärker die veränderten Nutzungsgewohnheiten berücksichtigen. Menschen nutzen das Internet immer mehr, um sich mit anderen auszutauschen, Einkäufe, Bankgeschäfte und Behördengänge zu erledigen. Technisch sind dazu Transaktionen nötig, erklärt Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen. Gleichzeitig werden immer mehr Interaktionen und Dienstleistungen von den Anbietern ins Internet verlagert. Um diese Transaktionen auch für Menschen mit Behinderung zugänglich zu machen, müssen sie barrierefrei gestaltet sein. Deshalb ist die zentrale Voraussetzung für die Bewerbungen um die BIENE 2010, dass das Angebot Nutzerinnen und Nutzern mindestens eine barrierefreie Transaktion ermöglicht.

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Was das im Detail heißt, führt Iris Cornelssen, Projektleiterin für die BIENE bei der Aktion Mensch aus: Der Online-Kauf eines Buches, die Buchung einer Reise, das Beantragen eines Personalausweises im Internet oder die Anmeldung bei einem Sportverein per Internet – das sind populäre Beispiele für digitale Transaktionsprozesse. Entscheidend ist, dass die Transaktionen dem Kern des Angebots entsprechen. Eine Bank bietet ein barrierefreies Onlinebanking an, eine Behörde einen Verwaltungsvorgang oder ein soziales Netzwerk die Anmeldung und das Anlegen eines Profils. Die Ergebnisse der BIENE in den vergangen Jahren haben gezeigt, dass dies barrierefrei möglich ist – wenn die Anbieter das wollen. Und wir suchen die, die das vorbildlich tun.

Wenn diese Mindestanforderung erfüllt ist, ist es grundsätzlich möglich, auch Teillösungen von Webangeboten einzureichen. Für die Webseiten tagesaktueller Medien, die von einer Vollredaktion bearbeitet werden, gilt, dass im Wesentlichen die Nachrichten den Kern des Angebots darstellen, Transaktionen sind daher für diese Webseiten verzichtbar.

Die genauen Kriterien 2010 können sich Interessenten bereits vorab unter www.biene-wettbewerb.de anschauen. Sowohl der gesamte BIENE-Kriterienkatalog als auch neun Basisanforderungen, die die Veranstalter gemeinsam mit dem Fachlichen Beirat des Wettbewerbs auf Grundlage des Kriterienkatalogs erarbeitet haben, bieten den Bewerbern eine Orientierung, worauf es beim Wettbewerb ankommt. Dort können Anbieter und Agenturen auch ihre Webseiten zum Wettbewerb anmelden. Zudem haben Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, Webseiten, die sie im Sinne der Barrierefreiheit für vorbildlich halten, für eine BIENE vorzuschlagen.

11 Jun 2010

Testverfahren veröffentlicht / Teilnahme bis 15. Juli möglich

Mit dem BIENE-Wettbewerb 2010 suchen die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen bereits zum siebten Mal die Vor­reiter bei der barriere­freien Gestaltung von Inter­net-Angeboten. Gesucht werden inno­vative und kreative Lösungen, die nicht nur die gesetz­lichen und technischen Mindest­anforder­ungen an Barriere­frei­heit erfüllen und den Bewertungs­kriterien des Wett­bewerbs ent­sprechen, sondern darüber hinausgehen.

Weil die bisherigen Wett­bewerbe gezeigt haben, dass ein­fache Webseiten relativ leicht barriere­frei zu gestal­ten sind, haben die Veran­stalter die Mindest­anforderungen für die Teil­nahme erhöht. Abhängig von den Ergeb­nissen des jetzt veröffent­lichen überarbeiteten Testverfahrens und dem abschließenden Urteil der Jury werden die Preise am 10. Dezember in Berlin vergeben.

Das Bewertungsverfahren

Die Veranstalter haben gemeinsam mit dem Fachlichen Beirat des Wett­bewerbs ein mehr­stufiges Bewertungs­ver­fahren ent­wickelt, um Inter­net-Angebote auf Barriere­frei­heit zu über­prüfen. Grund­lage des Ver­fahrens sind unter anderem die Barriere­freie Infor­mations­technik-Verord­nung des Bundes (BITV) sowie weitere inter­national aner­kannte Richt­linien wie beispiels­weise die Empfehlungen des Word Wide Web Consortiums, die Web Content Accessi­bility Guidelines (WCAG 2.0).

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Die Kategorien

Die BIENE 2010 wird in vier Kategorien ausge­schrieben, die sich an den Tätig­keits­bereichen der Anbieter orientieren. Die Kategorien sind: Unternehmen (öffentliche und private Unter­nehmen, private Bildungs­einrichtungen); Organisationen (Verbände, Stiftungen, Nicht­regierungs­organisationen); Verwaltung (Kommunen, Bundes- und Landes­behörden, öffent­liche Bildungs­einrichtungen); Tagesaktuelle Medien.

Mitmachen:

10 Mai 2010

Wettbewerb der Aktion Mensch und der Stiftung Digitale Chancen für die besten barrierefreien Webseiten startet mit neuen Kategorien / Höhere Mindestanforderungen an Teilnehmer / Einreichungen bis zum 15. Juli möglich

Alles neu macht der Mai – auch für die BIENE. Der Wettbewerb der Aktion Mensch und der Stiftung Digitale Chancen für die besten barrierefreien deutschsprachigen Webseiten startet mit neuen Kategorien und höheren Mindestanforderungen. »In den vergangenen Jahren haben wir uns bei den Kategorien an den Funktionen orientiert, die eine Webseite enthielt, denn davon hing in der Regel ab, welche Internet-Techniken eingesetzt wurden. Die Funktionen waren also ein gutes Unterscheidungsmerkmal«, fasst Iris Cornelssen, Projektleiterin für die BIENE bei der Aktion Mensch, die bisherige Zuordnung zusammen. »Mittlerweile nutzen aber fast alle Webseiten eine Kombination verschiedener technischer Lösungen. Deshalb haben wir gemeinsam mit dem Fachlichen Beirat des Wettbewerbs entschieden, neue Kategorien zu bilden. Entscheidend sind jetzt die Tätigkeitsbereiche der Teilnehmer.«

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Die neuen Kategorien sind:

  • Unternehmen (Öffentliche und private Unternehmen, private Bildungseinrichtungen)
  • Organisationen (Verbände, Stiftungen, Nichtregierungsorganisationen)
  • Verwaltung (Kommunen, Bundes- und Landesbehörden, öffentliche Bildungseinrichtungen)
  • Tagesaktuelle Medien


Höhere Mindestanforderungen – Vorbilder gesucht

Außerdem haben die Veranstalter die Mindestanforderungen für die Teilnahme erhöht. »Diese Entscheidung spiegelt die erfolgreiche Entwicklung der BIENE wider«, erläutert Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen. »Von Anfang an war es das Ziel der BIENE, die besten barrierefreien Angebote zu finden und auszuzeichnen. Die bisherigen Wettbewerbe haben gezeigt, dass man einfache Webseiten relativ leicht barrierefrei gestalten kann. Wir suchen aber innovative und kreative Internet-Angebote, die die Nutzerinnen und Nutzer durch ihre Serviceleistungen im Alltag unterstützen. Wir suchen Vorbilder.«

Webseiten, die sich um eine BIENE bewerben, müssen es deshalb Nutzerinnen und Nutzern mindestens ermöglichen, einen Transaktionsvorgang, beispielsweise eine Anmeldung oder eine Abfrage, einen Einkauf oder eine Buchung komplett barrierefrei abzuwickeln. »Entscheidend ist, dass der Transaktionsvorgang dem Kern des Angebots entspricht, das heißt eine Dienstleistung umfasst, die die Nutzerinnen und Nutzer bei einem Webangebot dieses Typs in der Regel erwarten können«, präzisiert Iris Cornelssen die Anforderungen. Wenn diese erfüllt sind, ist es grundsätzlich auch möglich, Teillösungen einzureichen.

Eine Ausnahme machen die Veranstalter für Angebote tagesaktueller Medien. Diese müssen nicht zwingend einen Transaktionsvorgang enthalten. Um in dieser Kategorie anzutreten, müssen die Angebote von einer eigenständigen Vollredaktion gepflegt werden. Das heißt, dass wesentliche Teile des Mediums durch Redakteure dieses Mediums selbst erstellt werden und nicht von anderen Seiten übernommen werden.

Testverfahren und Kriterienkatalog werden überarbeitet

Wie in den vergangen Jahren entwickeln die Veranstalter das Testverfahren und den Kriterienkatalog des Wettbewerbs gemeinsam mit dem Fachlichen Beirat weiter. »Eine Stärke des Wettbewerbs ist, dass wir die Kriterien immer sehr schnell an Veränderungen anpassen konnten«, betont Jutta Croll. »Dementsprechend legen wir in diesem Jahr ein besonderes Augenmerk auf die Transaktionsvorgänge. Selbstverständlich werden wir aber auch weiterhin überprüfen, ob die Angebote insgesamt barrierefrei sind. Allerdings hat sich gezeigt, dass Webseiten, bei denen komplexe Prozesse barrierefrei gestaltet sind, in der Regel auch die Basisanforderungen erfüllen.«

Ob Anbieter bei der Gestaltung ihrer Webseite die Grundlagen der barrierefreien Gestaltung berücksichtigt haben, können Interessenten bereits vorab auf der Webseite des Wettbewerbs unter www.biene-wettbewerb.de anhand von neun Basisanforderungen überprüfen, die die Veranstalter gemeinsam mit dem Fachlichen Beirat auf Grundlage des BIENE-Kriterienkatalogs ausgewählt haben. Dort können Anbieter und Agenturen auch ihre Webseiten bis zum 15. Juli 2010 zum Wettbewerb anmelden. Zudem haben Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, Webseiten, die sie im Sinne der Barrierefreiheit für vorbildlich halten, für eine BIENE vorzuschlagen.

Über die BIENE

Seit 2003 prämieren die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen die besten deutschsprachigen barrierefreien Angebote im Internet mit einer BIENE. BIENE steht für »Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten«, aber auch für Kommunikation, gemeinsames Handeln und produktives Miteinander. Rund 1.800 Unternehmen und Organisationen, Behörden und Ministerien, Städte und Gemeinden sowie Vereine und Verbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol haben sich bislang mit Webseiten am Wettbewerb beteiligt. Mehr als 100 Webseiten wurden bisher mit einer BIENE ausgezeichnet.

Am BIENE-Wettbewerb können Anbieter und Gestalter deutschsprachiger Webangebote teilnehmen. Für Webentwickler in Ausbildung oder im Studium schreiben die Veranstalter einen Nachwuchspreis aus. Sonderpreise können für Lösungen vergeben werden, die spezifische Bedürfnisse einzelner Nutzergruppen berücksichtigen. Das können sein: Angebote für gehörlose Menschen, die Gebärdensprache verwenden, Angebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder andere herausragende und innovative Entwicklungen. Der Preis ist rein ideeller Natur.

Die Ausschreibungsfrist für die BIENE 2010 hat am 10. Mai 2010 begonnen. Einsendeschluss ist der 15. Juli 2010. Die Preisverleihung findet am 10. Dezember 2010 in Berlin statt. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.biene-wettbewerb.de.

11 Dez 2009

Bei Youtube gibt es einen äusserst sehenswerten Film zur diesjährigen BIENE-Verleihung, den Wolfgang Noelke für den Deutschlandfunk produziert hat: »WsWW: BIENE Award 2009« – wie es für die Berichterstattung gehört natürlich mit Untertiteln. Aus der Beschreibung bei Youtube:

Christina Drees und André Schröter aus Bremen sind einzige Preisträger einer goldenen BIENE (hier im Interview für den, am 5. Dezember gesendeten DLF-Beitrag). Der ergänzende Film beleuchtet drei Auszeichnungen:

1: Den, von der Jury ausgewählten Sonderpreis halte ich grundsätzlich für richtungsweisend.
2: Die diesjährige silberne BIENE für ein Geldinstitut löst ein alltägliches Problem.
3: Wird nur eine BIENE in Gold verliehen, ist es wert, mal nach den Ursachen zu fragen.

Die Jury ist gnadenlos in ihren Entscheidungen und vergibt im Zweifelsfall, wie wieder im Jahr 2009 für einige Kategorien auch mal gar keine Preise. Das Web könnte schon längst viele Kommunikationsbehinderungen technisch ausgleichen, würden die Designer bereits zu Beginn eines Webauftritts der Barrierefreiheit höchste Priorität verleihen.
Kein Ladenbesitzer würde in der realen Welt sein Geschäft hinter einer Barriere eröffnen. In der digitalen Lebenswelt wird das ab und zu heute noch versucht. Dabei ist es aus technischer Sicht kein Problem, eine barrierefreie Zugangserleichterung für Alle zu gewährleisten.
Die 150 kompromisslosen BIENE Kriterien zu bestehen, gilt als Garantie höchster Web-Qualität, mit einer, kaum in Gold aufzuwiegenden Werbewirksamkeit. Das Ergebnis kommt schliesslich uns allen zugute, auch Menschen ohne Behinderung.

Um möglichst vielen Usern zu ermöglichen, das Video zu sehen, reize ich in diesem Fall mal die YouTube- Möglichkeiten aus und experimentiere mit fast wortgetreuen Untertiteln. Bin gespannt, ob dies für Gehörlose ausreichend ist und bin aus dieser Richtung dankbar für eventuelle Anregungen.

08 Dez 2009

Fotos der BIENE-Gewinner gibt es ab sofort in der Bilderserie ›Die Gewinner des BIENE Wettbewerbs 2009‹ im Aktion Mensch Pressezentrum; auch die Online-Medien haben diesmal wieder fleißig berichtet:

P.S.: Wenn während der Veranstaltung schon live von der Bühne getwittert wurde, dann ist es auch nicht weiter verwunderlich, wenn das meiste Feedback zur Veranstaltung im Nachgang ebenfalls über diesen Kanal lief – zum nachlesen z.B. mit dem Hashtag #biene09.

04 Dez 2009

Aktion Mensch und Stiftung Digitale Chancen zeichnen die besten deutsch­sprachigen barrierefreien Webseiten aus / Insgesamt 17 Preisträger

Die Entscheidung der Jury des BIENE-Wettbewerbs 2009 war eindeutig. Die einzige BIENE in Gold landete beim Internet-Angebot des Waren­hauses Manufactum. In der Kategorie Einkaufs- und Transaktions­angebote überzeugten jedoch auch die anderen Finalisten. Das Webangebot der Credit Suisse mit dem nur in der Schweiz verfügbaren Online-Banking konnte eine silberne BIENE in Empfang nehmen. Die Angebote der Deutschen Post DHL und des Hamburger Verkehrs­verbundes (HVV) wurden bei der sechsten Auflage des Wett­bewerbs für die besten deutschsprachigen barriere­freien Internet­seiten der Aktion Mensch und der Stiftung Digitale Chancen mit Bronze ausge­zeichnet.

Auch in der Kategorie der tagesaktuellen Recherche- und Servicean­gebote waren die beiden für das Finale quali­fizierten Angebote erfolg­reich. Die Webseite des Süd­west­rundfunks zeichnete die Jury mit einer BIENE in Silber aus. Das Online-Angebot der Wochen­zeitung DIE ZEIT ziert fortan eine BIENE in Bronze. Bei den komplexen Recherche- und Servicean­geboten setzten sich das Verwaltungs­portal bund.de und das Patienten­infor­mations­portal Weisse Liste, das von der Bertels­mann-Stiftung gemeinsam mit Selbst­hilfe- und Sozial­verbänden betrieben wird, durch. Beide Webseiten wurden mit einer BIENE in Silber geehrt ebenso wie der einzige Gewinner in der Kategorie der einfachen Recherche- und Servicean­gebote, die Daten­bank mobidat – Barrierefrei leben in Berlin.

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Anforderungen der BIENE gestiegen

Dass insgesamt nur ein Angebot mit Gold ausgezeichnet wurde, ist für Jutta Croll, Geschäfts­führerin der Stiftung Digitale Chancen, ein Zeichen für die gestiegenen Anfor­derungen des Wettbewerbs. »Um eine BIENE in Gold zu gewinnen, muss eine Webseite sowohl technisch als auch gestal­terisch und inhaltlich überzeugen. Die Jury hat am Welttag der Menschen mit Behin­derungen konsequent die Perspektive der Nutzer­innen und Nutzer eingenommen und keine Kompromisse gemacht.« Weniger Aus­zeichnungen als in den Vorjahren konnte die Jury an Angebote von Behörden und öffent­lichen Auftrag­gebern vergeben. Eine mögliche Ursache dafür sieht Christian Schmitz, stell­vertretender Presse­sprecher der Aktion Mensch, in der unklaren Rechtslage: »Die derzeit noch geltende BITV ist veraltet, die fällige Neu­fassung steht aus. In dieser Situation ist es verständlich, wenn Ministerien und Behörden mit einer Weiter­entwicklung ihrer Seiten abwarten.«

Kommunale und lokale Angebote im Kommen

Davon unbeeindruckt setzt sich das Thema Barriere­frei­heit zunehmend auf der lokalen Ebene durch. Mit der Stadt­bibliothek Marzahn-Hellers­dorf (BIENE in Silber), der Gemeinde Issum und der Stadt Nettetal (beide Bronze) kommen drei Preisträger in der Kategorie Komplexe Informations- und Kommu­nikations­angebote aus dem Bereich kommunaler Angebote. Der einzige öster­reichische Gewinner, die mit Bronze ausge­zeichnete Seite des Kura­toriums Fortuna, kommt ebenfalls aus der Kategorie der komplexen Informations- und Kommu­nikations­angebote.

Die weiteren Preis­träger der BIENE 2009 sind die Webseite zum Bürger­haushalt der Stadt Trier, die Online-Platt­form Tauschen ohne Geld und die Natur­heil­praxis Käßner aus Berlin. Einen Sonder­preis erhielt die Stadt Bonn für ihren Gebärden­sprach­service, bei dem hörge­schädigte und gehör­lose Menschen ihre Anfragen per Video in Deutscher Gebärden­sprache (DGS) an die Stadt­verwaltung richten können.

Wie wichtig der Anschluss an moderne Informa­tions­techno­logien und Barriere­freiheit für die Gesell­schaft ist, erläuterte der estnische Bot­schafter in Deutsch­land, Dr. Mart Laanemäe, in seiner Fest­rede am Beispiel seines Heimat­landes. Er erklärte: »Mittler­weile ist es ein Grund­satz für die Weiter­entwicklung aller Systeme der Infor­mations­techno­logie in Est­land, dass Menschen mit Sonder­bedürf­nissen keine Nach­teile erfahren sollen.« Als Danke­schön über­reichte Martin Georgi, Vorstand der Aktion Mensch, dem Botschafter dafür eine Ehren-BIENE.

Die Gewinner der BIENE 2009 sind:

In der Kategorie ›Komplexe Einkaufs- und Transaktions­angebote‹:

In der Kategorie ›Einfache Recherche- und Servicean­gebote‹:

  • BIENE in Silber: Mobidat – Barrierefrei leben in Berlin: www.mobidat.net

In der Kategorie ›Komplexe Recherche- und Serviceangebote‹:

In der Kategorie ›Tagesaktuelle Recherche- und Serviceangebote‹:

In der Kategorie ›Einfache Informations- und Kommu­nikations­angebote‹:

In der Kategorie ›Komplexe Informations- und Kommu­nikations­angebote‹:

In der Kategorie ›Komplexe Gemein­schafts- und Inter­aktions­angebote‹:

Einen Sonderpreis erhält:

Über die BIENE

Seit 2003 prämieren die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen die besten deutschsprachigen barrierefreien Angebote im Internet mit einer BIENE. BIENE steht für ›Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten‹, aber auch für Kommunikation, gemeinsames Handeln und produktives Miteinander. Weit mehr als 1.400 Unternehmen und Organisationen, Behörden und Ministerien, Städte und Gemeinden sowie Vereine und Verbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol haben sich bislang mit Webseiten am Wettbewerb beteiligt. Mehr als 80 Anbieter – große Namen ebenso wie Betreiber kleinerer Webseiten – haben bisher eine BIENE gewonnen.

Am BIENE-Wettbewerb können Anbieter und Gestalter deutschsprachiger Webangebote teilnehmen. Für Webentwickler in der Ausbildung oder im Studium schreiben die Veranstalter einen Nachwuchspreis aus. Sonderpreise können für Lösungen vergeben werden, die spezifische Bedürfnisse einzelner Nutzergruppen berücksichtigen, etwa Angebote für gehörlose Menschen, die Gebärdensprache verwenden, Angebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder andere herausragende und innovative Entwicklungen. Der Preis ist rein ideeller Natur. Für die Betreiber nicht kommerzieller Webseiten, wie Vereine oder Selbsthilfegruppen mit Angeboten von öffentlichem Interesse, können Förderpreise vergeben werden.

Die Preisverleihung fand am 4. Dezember 2009 in Berlin statt. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.biene-wettbewerb.de oder bei der Pressestelle der Aktion Mensch.

Hinweis für die Redaktionen: Ein aktuelles Foto der Preisverleihung steht im Pressezentrum der Aktion Mensch ab sofort kostenfrei zum Herunterladen bereit. Weitere Bilder aller Preisträger folgen Anfang der Woche.

Diese Pressemitteilung als PDF: Aktion_Mensch_Gewinner-BIENE-2009-12-13.pdf

26 Nov 2009

Die BIENE-Finalisten stehen fest: Angebote aus drei Staaten sind in der Endrunde / Preisverleihung am 4. Dezember im Postbahnhof Berlin

24 Webangebote stehen im BIENE-Finale: Aus den über 300 eingegangenen Bewerbungen legten die BIENE-Veranstalter, die Stiftung Digitale Chancen und die Aktion Mensch, gemeinsam mit dem Fachlichen Beirat des BIENE-Wettbewerbs die Finalisten fest. Diese müssen sich einer letzten kritischen Prüfung durch die BIENE-Jury unterziehen. Am 3. Dezember 2009 entscheiden deren Mitglieder dann in ihrer Sitzung, wer sich über eine BIENE freuen darf. Ihre Auszeichnung nehmen die Gewinner im Rahmen einer Galaveranstaltung am 4. Dezember 2009 im Postbahnhof in Berlin entgegen.

Der stellvertretende Pressesprecher der Aktion Mensch, Christian Schmitz, ist von den BIENE-Finalisten beeindruckt: »Über die Jahre zeigt sich ein deutlicher Trend hin zu sehr komplexen Angeboten großer Absender. Diese Anbieter zählen immer öfter zu denen, die nicht durch den Gesetzgeber zur Barrierefreiheit verpflichtet sind. Sie nutzen zunehmend die Möglichkeiten der Barrierefreiheit, was allen Nutzerinnen und Nutzern Vorteile bringt.«

Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen, freut sich: »Die Nominierten der BIENE 2009 zeigen, dass das Thema der Barrierefreiheit inzwischen auch in den oberen Unternehmensetagen auf der Tagesordnung steht. Jetzt gilt es für die Jury, aus den besten Angeboten dieses Jahrgangs die Preisträger auszuwählen.«

Die Shortlist der BIENE 2009 …

Im Finale der BIENE 2009 stehen:

In der Kategorie »Komplexe Einkaufs- und Transaktionsangebote«:

In der Kategorie »Einfache Recherche- und Serviceangebote«:

In der Kategorie »Komplexe Recherche- und Serviceangebote«:

In der Kategorie »Tagesaktuelle Recherche- und Serviceangebote«:

In der Kategorie »Einfache Informations- und Kommunikationsangebote«:

In der Kategorie »Komplexe Informations- und Kommunikationsangebote«:

In der Kategorie »Komplexe Gemeinschafts- und Interaktionsangebote«:

Für einen Sonderpreis nominiert ist:

02 Nov 2009

Die Mischung macht's: Unternehmen aus IT, Design und Medien, Verbände, nationale und internationale Organisationen in der BIENE-Jury vertreten / Preisverleihung am 4. Dezember im Postbahnhof Berlin

Elf Jurymitglieder sind in diesem Jahr das Zünglein an der Waage. Sie entscheiden, welche barrierefreien Webangebote nach Abschluss des mehrstufigen Testverfahrens im November eine begehrte BIENE mit nach Hause nehmen dürfen. So vielfältig die Bewerbungen sind, so unterschiedlich ist die berufliche Heimat der einzelnen Jurymitglieder. Die BIENE-Initiatoren, die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen, haben erneut Profis aus Unternehmen, Verbänden, Medien, nationalen und internationalen Organisationen für die Jury gewonnen. Damit stellen die Veranstalter sicher, dass die BIENE-Gewinner barrierefrei und zugleich attraktiv für alle Nutzerinnen und Nutzer sind.

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Mitglieder der BIENE-Jury sind:

  • Herbert Braun, Redakteur c't
  • Luzia Hafen, Lead Accessibility ELCA
  • Steffi Klein, Media & Communications Senior Manager des International Paralympic Committee
  • Holger Lösch, Mitglied der Geschäftsführung und Leiter Kommunikation und Marketing des BDI
  • Dr. Verena Metze-Mangold, Vizepräsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission
  • Uwe Proll, Chefredakteur Behördenspiegel
  • Matthias Schultze, Vorsitzender Web Excellence Forum
  • Dr. Silke Springensguth, Geschäftsführerin DuMont Net GmbH
  • Felix Schrader, Chefredakteur Create or Die
  • Prof. Dr. h.c. Erik Spiekermann, Vorstandsvorsitzender der Edenspiekermann AG
  • Anja zum Hingst, Leiterin Kommunikation des Spiegel-Verlags
  • sowie zwei Mitglieder aus dem Fachlichen Beirat des Wettbewerbs.

Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen, freut sich über den breit gefächerten beruflichen Hintergrund der Jury: »Alle Mitglieder sind aufgefordert, die Finalisten aus ihrer jeweiligen professionellen Perspektive heraus zu bewerten. Dabei geht es beispielsweise um die angemessene Ansprache der Zielgruppe, ein inhaltlich stimmiges Bild oder die gestalterische Umsetzung der Webangebote«.

Welche Finalisten aus mehr als 300 Wettbewerbsbeiträgen die Jurorinnen und Juroren überzeugen, entscheiden sie auf ihrer Sitzung am 3. Dezember 2009. Der stellvertretende Pressesprecher der Aktion Mensch, Christian Schmitz, ist gespannt: »Unsere Jury hat es nicht einfach. In allen Kategorien gibt es große und kleine Webangebote, die technisch höchst anspruchsvoll sind und die komplette Bandbreite der aktuellen Möglichkeiten im Internet abdecken.«

Die glücklichen Gewinner werden bei einer feierlichen Abendveranstaltung am 4. Dezember 2009 im Berliner Postbahnhof bekannt gegeben.

Diese Pressemitteilung als PDF: Aktion_Mensch_Jury_BIENE09_091102.pdf

25 Aug 2009

So viele Webseiten wie noch nie erreichen zweite Runde des Wettbewerbs für barrierefreie Webgestaltung / Umfang und Qualität der Angebote steigt

Neuer Rekord bei der Qualifikation für die Feintestphase des BIENE-Wettbewerbs der Aktion Mensch und der Stiftung Digitale Chancen. Mit 146 Angeboten haben so viele Teilnehmer wie noch nie die zweite Runde des Wettbewerbs für die besten deutschsprachigen barrierefreien Webseiten erreicht. Insgesamt 326 Seiten hatten sich in diesem Jahr um den begehrten Preis beworben.

»Umfang und Qualität der zum Wettbewerb eingereichten Seiten sind noch einmal deutlich gestiegen«, freut sich Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen. »Die Seiten des Jahrgangs 2009 bieten Nutzerinnen und Nutzern deutlich mehr Funktionen und Inhalte als in den Vorjahren.« Außerdem setzen Anbieter vermehrt barrierefreie Techniken, die über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus gehen wie beispielsweise Gebärdensprachvideos ein.

Auch Iris Cornelssen, Projektleiterin BIENE-Wettbewerb bei der Aktion Mensch, sieht in den Ergebnissen der ersten Testphase ein positives Signal: »Immer mehr Anbieter integrieren Social-Web-Funktionen und gestalten diese barrierefrei. Dadurch eröffnen sie den Nutzerinnen und Nutzern zusätzliche Möglichkeiten, um sich untereinander auszutauschen und sich die Inhalte und Funktionen einer Webseite individuell zu erschließen.«

Nächster Prüfstein Feintestphase

Die Veranstalter hoffen, dass sich der positive Trend der ersten Testphase auch in den nun folgenden Feintests fortsetzt. Grundlage der Tests ist ein Kriterienkatalog, der vom Fachlichen Beirat des Wettbewerbs entwickelt wurde und unter anderem die aktuellen internationalen Richtlinien, die so genannten Web Content Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG 2.0), zur Zugänglichkeit von Webseiten, berücksichtigt. Die Angebote, die hier am besten abschneiden, qualifizieren sich für die Praxistests durch Menschen mit Behinderungen, die im Herbst stattfinden werden. Im anschließenden Finale des Wettbewerbs entscheidet eine prominent besetzte Jury, welche Anbieter am 4. Dezember 2009 in Berlin eine BIENE in Empfang nehmen dürfen.

Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.biene-wettbewerb.de; diese Pressemitteilung als PDF zum Download

23 Jul 2009

Bewerbungen aus dem deutsch­sprachigen Ausland legen zu / Immer komplexere Anwen­dungen unter den Ein­reichern des Wett­bewerbs für barriere­freie Webge­staltung

Mit 326 Einreichungen haben die Initiatoren des BIENE-Wett­bewerbs am 15. Juli 2009 die Bewerbungs­phase abge­schlossen. Die Zahl der­jenigen, die ihre eigenen Weban­gebote einge­reicht haben, ist im Vergleich zu 2008 noch einmal leicht ge­stiegen, die Zahl der Vor­schläge blieb nahezu konstant. Einen neuen Rekord stellen die Weban­gebote aus dem deutsch­sprachigen Aus­land auf. Aus Öster­reich nehmen 25 Websei­ten teil, die Schweiz steigert sich mit 22 Bewer­bungen erheb­lich gegen­über den zwei Ein­reichungen vom Vor­jahr und erst­mals sind auch vier Wett­bewerbs­beiträge aus Liechten­stein mit dabei.

»Die Zahlen führen fort, was auch schon im letzten Jahr sichtbar wurde. Der BIENE-Wett­bewerb bietet über Grenzen hinweg ein Forum, sich mit neuen Ideen und Ent­wicklungen zu präsen­tieren«, freut sich Iris Cornelssen, BIENE-Projekt­leiterin bei der Aktion Mensch.

Immer komplexere Weban­ge­bote aus der freien Wirtschaft

Die Komplexität und Qualität der einge­reichten Weban­gebote sind deut­lich ge­stiegen. Ein Schwer­punkt der An­gebote aus der Wirt­schaft liegt bei den Banken. »Wir freuen uns, dass immer mehr Unter­nehmen sich mit der Barriere­frei­heit aus­einander­setzen und sind sehr gespannt, ob ein wirk­lich barriere­freies Online-An­gebot für Bank­geschäfte dabei ist. Die Ergeb­nisse im Test­ver­fahren werden es zeigen«, erläutert Jutta Croll, Geschäfts­führerin der Stiftung Digitale Chancen.

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Etwas zurück­haltender waren dieses Jahr Bundes­be­hörden und -ministerien. »Wir können nach der ersten Sichtung nur ver­muten, dass die an­stehende Bundes­tags­wahl im Herbst der Grund für die verhält­nismäßig wenigen Bewer­bungen aus diesen Reihen ist. Schließ­lich sind sie zur Barriere­frei­heit durch die ›Barriere­freie Infor­mations­technik-Verord­nung‹ (BITV) ver­pflichtet«, er­örtert Iris Cornelssen. Einige sehr inter­essante Bewer­bungen lassen dennoch ein spannendes Finale erwarten.

Auslese im Testver­fahren

In einem mehr­stufigen Prüfungs­verfahren wird in den nächsten Monaten fest­gestellt, welche Wett­bewerbs­beiträge die Kriterien der Barriere­frei­heit erfüllen. Begleitet wird das Ver­fahren durch den Fach­lichen Beirat der BIENE, der aus Ex­perten mit und ohne Behin­derung besteht. Grundl­age des Prüfungs­ver­fahrens ist ein über­arbeiteter Kriterienkatalog, der auch die aktuellen inter­nationalen Richt­linien, die so genannten Web Content Accessi­bility Guide­lines 2.0 (WCAG 2.0), zur Zugäng­lich­keit von Webseiten berück­sichtigt.

Um ins Finale zu gelangen, müssen die Bewer­bungen mehrere Test­phasen durch­laufen und bis zu 94 Kriterien er­füllen, die an­hand mehrerer Prüf­schritte ge­testet werden. Am Ende steht ein Praxis­test durch Men­schen mit Behin­der­ungen. Das Züng­lein an der Waage ist danach eine promi­nent besetzte Jury, zu der auch Mit­glieder des Fach­lichen Bei­rats zählen. Sie legt fest, wer am 4. Dezem­ber 2009 mit einer BIENE die feier­liche Ver­anstal­tung in Berlin ver­lassen darf. Ent­scheidend ist dann, ob die Ange­bote neben der reinen Barriere­frei­heit, sowohl für Men­schen mit als auch für Men­schen ohne Behin­derung, inhalt­lich inter­essant und gut gestal­tet sind.

Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.biene-wettbewerb.de.

25 Jun 2009

Aktion Mensch und Stiftung Digitale Chancen suchen die besten deutschsprachigen barrierefreien Webseiten / Einreichungen sind nur noch bis zum 15. Juli möglich

Die Bewerbungsfrist für die BIENE 2009 läuft bald ab: Bis zum 15. Juli können sich Anbieter und Gestalter deutschsprachiger Internet-Angebote sowie Studierende und Auszubildende mit ihren Webseiten anmelden.

Bereits zum sechsten Mal suchen die Stiftung Digitale Chancen und die Aktion Mensch die besten barrierefreien deutschsprachigen Webseiten, um sie als Vorbild bekannt zu machen. Bewerbungen sind in den Kategorien Informations- und Kommunikationsangebote, Recherche- und Serviceangebote, Einkaufs- und Transaktionsangebote, Gemeinschafts- und Interaktionsangebote möglich. Für Studierende und Auszubildende haben die Veranstalter einen Nachwuchspreis ausgeschrieben. Zudem haben Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, Webseiten, die sie im Sinne der Barrierefreiheit für vorbildlich halten, für eine BIENE vorzuschlagen. Bewerbungen und Vorschläge können auf der Webseite des Wettbewerbs unter www.biene-wettbewerb.de eingereicht werden.

Alle eingereichten Seiten durchlaufen ein mehrstufiges Testverfahren auf Basis eines umfangreichen Kriterienkatalogs, um sich für die Endrunde des Wettbewerbs zu qualifizieren. Dort entscheidet eine prominent besetzte Jury, wer im Dezember 2009 zu den Gewinnern der begehrten Auszeichnungen gehört.

Der Fachliche Beirat des Wettbewerbs und die Veranstalter haben das Testverfahren überarbeitet und die aktuellen internationalen Richtlinien, die so genannten Web Content Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG 2.0), zur Zugänglichkeit von Webseiten berücksichtigt. Insbesondere Kriterien und Prüfschritte, die nicht mehr dem aktuellen Stand der technischen Entwicklung entsprachen, wurden entweder aktualisiert oder aus dem Kriterienkatalog entfernt. Details zum Wettbewerb, zum Bewerbungsverfahren und zum Kriterienkatalog gibt es unter einfach-fuer-alle.de/biene-2009/kriterien.

BIENE-Ausschreibung als barriere­freies PDF

Die Ausschreibungs­unter­lagen für den BIENE-Wett­bewerb 2009 stehen als barriere­freies PDF-Dokument auf unserer Webseite zur Verfügung:
BIENE-Auschreibung-2009.pdf (ca. 390 kb).

Über die BIENE

Seit 2003 prämieren die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen die besten deutschsprachigen barrierefreien Angebote im Internet mit einer BIENE. BIENE steht für »Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten«, aber auch für Kommunikation, gemeinsames Handeln und produktives Miteinander. Weit mehr als 1.400 Unternehmen und Organisationen, Behörden und Ministerien, Städte und Gemeinden sowie Vereine und Verbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol haben sich bislang mit Webseiten am Wettbewerb beteiligt – allein 2008 wieder 340. Mehr als 80 Anbieter – große Namen ebenso wie Betreiber kleinerer Webseiten – haben bisher eine BIENE gewonnen.

Am BIENE-Wettbewerb können Anbieter und Gestalter deutschsprachiger Webangebote teilnehmen. Für Webentwickler in Ausbildung oder im Studium schreiben die Veranstalter einen Nachwuchspreis aus. Sonderpreise können für Lösungen vergeben werden, die spezifische Bedürfnisse einzelner Nutzergruppen berücksichtigen. Das können sein: Angebote für gehörlose Menschen, die Gebärdensprache verwenden, Angebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder andere herausragende und innovative Entwicklungen. Der Preis ist rein ideeller Natur. Für die Betreiber nicht kommerzieller Webseiten, wie Vereine oder Selbsthilfegruppen mit Angeboten von öffentlichem Interesse, können Förderpreise vergeben werden.

Die Ausschreibungsfrist für die BIENE 2009 hat am 5. Mai 2009 begonnen. Einsendeschluss ist der 15. Juli 2009. Die Preisverleihung findet am 4. Dezember 2009 in Berlin statt. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.biene-wettbewerb.de.

17 Jun 2009

Die ganz frisch veröffentlichten Kriterien und Prüfschritte sind die Grundlage für den BIENE-Wettbewerb im Jahr 2009. Der Fachliche Beirat des Wettbewerbs und die Veranstalter haben das Testverfahren nach Abschluss des Wettbewerbs 2008 vollständig überarbeitet. Insbesondere Kriterien und Prüfschritte, die nicht mehr dem aktuellen Stand der technischen Entwicklung entsprachen, wurden entweder aktualisiert oder aus dem Kriterienkatalog entfernt. Um auch Anwendungen prüfen zu können, die auf neueren Webentwicklungen basieren, wurden vorhandene Kriterien neu formuliert und es wurden – wo erforderlich – neue Kriterien und Prüfschritte entwickelt.

Prüfverfahren des BIENE-Wettbewerbs 2009

Mit einer BIENE zeichnen die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen die besten deutschsprachigen barrierefreien Webseiten aus. Die Wettbewerbsbeiträge durchlaufen ein mehrstufiges Verfahren und werden anschließend von einer Jury gekürt.

Die erste Stufe des Testverfahrens bildet ein Vortest, in dem Basisanforderungen der Barrierefreiheit geprüft werden. Wettbewerbsbeiträge, die diese Anforderungen erfüllen, werden anschließend in einem umfassenden Feintest detailliert weiter untersucht. Ein Praxistest mit Betroffenen bildet die letzte Stufe des Verfahrens.

Im Rahmen des Testverfahrens werden alle Kriterien anhand verschiedener Prüfschritte untersucht. Die Prüfschritte werden gemäß einer Skala bewertet und dabei unterschiedlich gewichtet. Prüfschritte, die für einen Beitrag nicht relevant und nicht anwendbar sind, gehen nicht in die Bewertung ein.

Bei der Beschreibung der Prüfschritte wird in 2009 unter Standardansicht eine Testumgebung auf Windows XP, IE 7, 1024×768 verstanden. Darüber hinaus wird auch mit anderen Betriebssystemen und Browsern getestet. Geprüft wird bis auf einige Ausnahmen im mittleren Schriftgrad.

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Anpassbare Liste der Kriterien

Sie können in der Liste bestimmte Techniken abwählen und somit Prüfschritte ausfiltern, die für Ihr Webangebot nicht anwendbar sind. Diese werden dann nicht mehr angezeigt.

15 Mai 2009

Für Menschen mit Behinderung könnten mehr Schranken im World Wide Web fallen / Aktion Mensch und Stiftung Digitale Chancen suchen zum sechsten Mal die besten barrierefreien Webseiten

Nichts hat die Kommunikation weltweit so verändert wie das Internet. Millionen Menschen in Deutschland sehen Videos im Web, schreiben E-Mails oder Tagebücher (sogenannte ›Blogs‹), hören Radio, kaufen ein, ›reden‹ miteinander in virtuellen Räumen, tauschen sich aus oder präsentieren sich selbst – kurzum: Das Internet ist aus dem geschäftlichen wie privaten Alltag in Deutschland nicht mehr wegzudenken.

Aber wie nutzen Menschen, die nicht sehen oder hören können, das Internet? Was machen jene, die eine Maus oder eine Tastatur nicht bedienen können? Wie surfen Menschen mit Behinderungen im Web? Die Antwort mag überraschen: Sie nutzen es so, wie es Menschen ohne Behinderung auch tun. Vorausgesetzt, die Anbieter haben ihre Webseite barrierefrei gestaltet.

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Gesucht: die besten barrierefreien Webseiten

Noch ist das Thema Barrierefreiheit weitgehend unbekannt. Laut einer repräsentativen Befragung von 1.000 Internetnutzern durch die Marktforscher von TNS EMNID im Auftrag der Stiftung »barrierefrei-kommunizieren!« wissen fast 80 Prozent der Befragten nicht, was barrierefreie Webseiten sind, und 60 Prozent wissen nicht, dass Menschen mit Behinderung Webseiten nicht nutzen können, wenn sie nicht barrierefrei programmiert sind.

Um das zu ändern, suchen die Stiftung Digitale Chancen und die Aktion Mensch seit 2003 mit dem BIENE-Wettbewerb die besten barrierefreien Webseiten aus dem deutschsprachigen Raum. Auch in diesem Jahr können sich sowohl Anbieter als auch Gestalter von Webseiten mit ihren Angeboten bis zum 15. Juli 2009 um die begehrte BIENE bewerben.

Impulse für die Entwicklung von Zukunftstechnologien

Barrierefreiheit ist die entscheidende Voraussetzung, damit Menschen mit Behinderungen das Internet selbstständig und ohne fremde Hilfe nutzen können. So erschließen sich zum Beispiel blinde Menschen gut strukturierte Seiten mithilfe eines Screenreaders, der ihnen alle Inhalte und Menüpunkte vorliest. Menschen mit anderen Sehbehinderungen brauchen verstellbare Schriftgrößen und stärkere Kontraste, um die Schriften erkennen und lesen zu können.

Übersetzungen der Inhalte in Gebärdensprache bieten Gehörlosen die Möglichkeit, das Internet in ihrer Sprache zu nutzen. Und Menschen mit bestimmten motorischen Behinderungen navigieren ausschließlich mit der Tabulatortaste ihrer Tastatur oder steuern den Computer mit einer Maus, die sie sich wie eine Grubenlampe auf den Kopf setzen.

Die technischen Anforderungen sind also vielfältig. Unter anderem deshalb gibt Barrierefreiheit auch zahlreiche Impulse zur Entwicklung von Zukunftstechnologien – denn künftig werden wir Computer nicht mehr nur mit Maus und Tastatur bedienen, sondern auch mit der Stimme, den Augen, durch Zeigen und Anfassen oder sogar durch unsere Gedanken.

Behörden als Vorreiter

Vorreiter der Barrierefreiheit sind Internetangebote öffentlicher Einrichtungen und Behörden. Die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) verpflichtet sie, ihre Webangebote barrierefrei zu gestalten. In vielen Behörden ist Barrierefreiheit mittlerweile zu mehr als einer gesetzlichen Verpflichtung geworden, betont Dr. Thomas Schaaf, Referatsleiter Informationsdienste in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), deren Webseite 2008 eine BIENE in Gold gewonnen hat:

»Barrierefreiheit ist für uns eine wesentliche Voraussetzung, um die neuen Kommunikations- und Informationswege im Internet für wirklich alle Nutzer zu öffnen und so im Sinne des E-Government 2.0 eine Brücke zwischen Behörde und Bürgern zu schlagen.«

Für Unternehmen gilt die BITV dagegen nicht. Hier hat der Gesetzgeber auf Freiwilligkeit gesetzt. Mit ersten Erfolgen: Die Zahl der Unternehmen, die für alle zugängliche Webseiten anbieten, steigt. Das muss sie auch, denn bei rund acht bis zehn Millionen in Deutschland lebenden Menschen mit einer oder mehreren Behinderungen ist es nicht nur eine Frage der gesetzlichen Verpflichtung: Ein Webangebot barrierefrei zu gestalten, steigert die Wirtschaftlichkeit und die Kundenorientierung – wichtige Faktoren unternehmerischen Handelns. Auch im Hinblick darauf, dass der Anteil älterer Nutzerinnen und Nutzer wächst und damit zugleich die typischen Altersbehinderungen die Nutzung beeinträchtigen.

Mehr Informationen zu den Gewinnern aus den vergangenen Jahren, zum laufenden Wettbewerb und zum barrierefreien Internet erhalten Sie unter www.biene-wettbewerb.de.

14 Mai 2009

Falls Sie den BIENE-Wettbewerb unterstützen möchten, können Sie dies gerne mit Bannern und Buttons machen, die wir für diesen Zweck erstellt haben. Die Grafiken gibt es in verschiedenen Größen zum Download bzw. zum Einbinden in Ihre Seiten.

Zum Download

Mikro-Button:

BIENE Mikro-Button 88 x 31
biene_88x31.png (PNG, 88×31 Pixel, 1,5 KB)

<a href="http://www.biene-wettbewerb.de/">
    <img src="http://einfachfueralle.de/biene-2009/img/biene_88x31.png"
    alt="BIENE 2009 - Anmelden bis zum 15. Juli" width="88" height="31">
</a>

Halb-Banner:

BIENE Halb-Banner 234 x 60
biene_234x60.png (PNG, 234×60 Pixel, 3,5 KB)

<a href="http://www.biene-wettbewerb.de/">
    <img src="http://einfachfueralle.de/biene-2009/img/biene_234x60.png"
    alt="BIENE 2009 - Anmelden bis zum 15. Juli" width="234" height="60">
</a>

Voll-Banner:

BIENE Voll-Banner 468 x 60
biene_468x60.png (PNG, 468×60 Pixel, 6 KB)

<a href="http://www.biene-wettbewerb.de/">
    <img src="http://einfachfueralle.de/biene-2009/img/biene_468x60.png"
    alt="BIENE 2009 - Anmelden bis zum 15. Juli" width="468" height="60">
</a>

08 Mai 2009

Anmeldungen unter www.biene-wettbewerb.de

Anbieter oder Agenturen melden ihre Webseite über ein Formular auf www.biene-wettbewerb.de in einer der ausgeschriebenen Kategorien an und erläutern durch die im Formular erfragten Angaben, welches Konzept der Barrierefreiheit dem Angebot zugrunde liegt.

Zusätzlich können die Bewerber durch eine kurze Projektbeschreibung auf besondere Stärken und Funktionalitäten der eingereichten Seiten hinweisen. Das können beispielsweise Elemente sein, die über die geforderten Mindeststandards hinausgehen, oder technische Lösungen, die bislang im Kriterienkatalog nicht erfasst sind, aber aus Anwenderperspektive eine wesentliche Verbesserung darstellen.

Grundsätzlich ist es auch möglich, Teilbereiche eines Webangebots zum Wettbewerb einzureichen, beispielsweise einen Webshop in der Kategorie Einkaufs- und Transaktionsangebote. Der eingereichte Teilbereich muss jedoch in jedem Fall eine Kernfunktionalität des Angebots umfassen.

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Vorschlagsverfahren

Zusätzlich zur Anmeldung durch die Anbieter oder Agenturen haben Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, Webseiten, die sie im Sinne der Barrierefreiheit für vorbildlich halten, für eine BIENE vorzuschlagen. Die Vorschläge müssen über ein Formular auf der Webseite des Wettbewerbs unter www.biene-wettbewerb.de eingereicht werden. Bei der Bewertung der Angebote spielt es keine Rolle, ob diese eingereicht oder vorgeschlagen wurden. Mehrfache Vorschläge für ein Angebot erhöhen nicht dessen Chancen, eine BIENE zu gewinnen, dafür ist allein der Grad der Barrierefreiheit des Angebots entscheidend.

Alle Einsendungen werden vertraulich behandelt. Die Veranstalter veröffentlichen nur mit der ausdrücklichen Zustimmung der Anbieter der Webseite, welche Internet-Angebote sich für die engere Auswahl qualifiziert haben. Das gilt insbesondere auch für Beiträge, die von Nutzern vorgeschlagen wurden.

Im Fachlichen Beirat des Wettbewerbs erarbeiten Menschen mit und ohne Behinderung die Grundlagen für das umfangreiche, mehrstufige Testverfahren, das die Angebote durchlaufen. An dessen Ende steht ein Praxistest durch Menschen mit Behinderungen.

Die Mitglieder des Fachlichen Beirats

07 Mai 2009

Die Veranstalter haben gemeinsam mit dem Fachlichen Beirat des Wettbewerbs ein Bewertungsverfahren entwickelt, um Internet-Angebote auf Barrierefreiheit zu überprüfen. Grundlagen des Verfahrens sind unter anderem die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung des Bundes (BITV) sowie weitere international anerkannte Richtlinien.

Der Kriterienkatalog ist jedoch keine Anleitung zur Erstellung barrierefreier Webseiten. Die Kriterien und Prüfschritte dienen dazu, die Webseiten in einem mehrstufigen Testverfahren detailliert zu prüfen und zu bewerten und die besten Angebote zu ermitteln.

Preiswürdig im Sinne des BIENE-Wettbewerbs sind Angebote, die die Wettbewerbskriterien erfüllen und darüber hinaus innovative und kreative Lösungen bieten. Der Fachliche Beirat begleitet diesen Prozess. Die besten Webseiten in den einzelnen Kategorien qualifizieren sich für die Endrunde des Wettbewerbs. Im Finale bewertet eine prominente Jury die Wettbewerbsbeiträge zusätzlich nach allgemeinen Kriterien.

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Die Kriterien des BIENE-Wettbewerbs orientieren sich an den folgenden Prinzipien:

Verständlichkeit
Eine klare und leicht verständliche Sprache kommt allen Besucherinnen und Besuchern einer Webseite zugute. Die Inhalte und die Bedienelemente müssen leicht verständlich und genau formuliert sein. Texte sollen so kurz und einfach wie möglich sein. Daneben können grafische Elemente die schriftlichen Informationen sinnvoll ergänzen.
Wahrnehmbarkeit
Alle in der Webseite enthaltenen Informationen und Funktionen müssen so dargestellt werden, dass sie von jeder Nutzerin und jedem Nutzer wahrgenommen werden können. Inhaltlich relevante Bilder und Grafiken müssen für Blinde durch beschreibende Texte ergänzt werden, der Nutzen und die Funktion von akustischen Informationen müssen für Hörgeschädigte erläutert werden. Individuell einstellbare Schriftgrößen und -farben sowie ausreichende Kontraste erleichtern Sehbehinderten die Nutzung.
Bedienbarkeit
Alle Elemente, die benötigt werden, um sich die Inhalte der Webseite zu erschließen, müssen von allen Anwendern bedienbar sein. Dies gilt insbesondere für Navigations- und Menüleisten, Schaltflächen, und Eingabefelder. Menschen mit bestimmten motorischen Beeinträchtigungen und blinde Menschen können die Computermaus nicht benutzen und sind daher auf eine vollständige Bedienbarkeit der Seiten über alternative Eingabeformen wie die Tastatur angewiesen. Anwender sollen eine Webseite in ihrer individuellen Geschwindigkeit bedienen können, ohne dass es durch Zeitbeschränkungen zum automatischen Abbruch von Vorgängen kommt. Sicherheitsrelevante Zeitbeschränkungen sind davon ausgenommen.
Orientierung
Jede Nutzerin und jeder Nutzer möchte sich schnell und einfach innerhalb der Webseite orientieren und bewegen können. Voraussetzung dafür ist eine wiederkehrende, sinnvolle Struktur für Seitenaufbau, Navigation und Inhalte.
Nachhaltige Nutzbarkeit
Menschen mit Behinderungen nutzen zum Teil spezielle Hard- und Softwarelösungen wie Lupenprogramme, Vergrößerungssoftware, Screenreader oder Spracheingaben. Die verwendeten Webtechniken sollen es daher erlauben, dass man mit aktuellen und zukunftsweisenden Technologien auf die Webseite zugreifen kann.
Inhaltliche Relevanz und Integration
Um das Ziel der digitalen Integration zu erreichen, sollen Webangebote für Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen interessant und nutzbar sein. Webseiten, die sich an einen ganz speziellen Nutzerkreis richten, sollen so gestaltet sein, dass sie in Grundzügen auch allen anderen Nutzern, die sich dafür interessieren, inhaltlich zugänglich sind. Webseiten, denen parallel ein alternatives Angebot zur Seite gestellt wird, beispielsweise Nur-Text-Versionen, sind prinzipiell nicht preiswürdig im Sinne der BIENE. Ebenso werden keine Angebote ausgezeichnet, deren inhaltlicher Schwerpunkt das Thema Barrierefreiheit ist. Von dieser Regelung nicht betroffen sind technische Lösungen, die es dem Nutzer ermöglichen, ein Angebot frei zu konfigurieren oder sich Inhalte alternativ zu erschließen.
Design
Gute Gestaltung ist ein Wesensmerkmal der Barrierefreiheit und steht damit auch nicht im Widerspruch zu umfassenden Gestaltungskonzepten von Unternehmen und Organisationen. Im Gegenteil: Gerade gut gestaltete Webseiten erleichtern Nutzern durch ihre Konsistenz und Klarheit die Orientierung. Deshalb berücksichtigt der Wettbewerb auch ästhetische und ergonomische Kriterien.

Der Katalog der Kriterien und Prüfschritte, die dem Bewertungsverfahren der BIENE 2009 zugrunde liegen, wird zurzeit überarbeitet.

Die BIENE wird 2009 in Kategorien ausgeschrieben, die sich an der Funktionalität des Angebots orientieren.

Die Kategorien sind:

Informations- und Kommunikationsangebote
(z.B. Themenportale, tagesaktuelle Medien, Foren)
Recherche- und Serviceangebote
(z.B. Fahrplanauskünfte, Kataloge, Datenbanken, Modellrechner)
Einkaufs- und Transaktionsangebote
(z.B. Buchungen, Reservierungen, Zahlungen)
Gemeinschafts- und Interaktionsangebote
(z.B. Communities/Netzwerke, Wikis, Gemeinschafts-Weblogs)

Die Bewerber um die BIENE 2009 werden gebeten, bei der Anmeldung selbst einzuschätzen, zu welcher Kategorie ihr Angebot gehört. Die Veranstalter überprüfen diese Selbsteinschätzung und treffen mit dem Fachlichen Beirat eine Entscheidung über die endgültige Zuordnung, die sich an dem Kernanliegen des Angebots orientiert.

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Dies gilt vor allem, wenn Bewerber Teillösungen einreichen. So sollten beispielsweise Betreiber eines Webshops oder eines Buchungs- und Reiseportals nicht nur allgemeine Informationsseiten zum Wettbewerb anmelden, sondern mindestens einen Bereich, der Kernfunktionalitäten wie den Einkauf oder die Buchung enthält. Teillösungen, die diesen Anforderungen nicht genügen, kann der Fachliche Beirat zurückweisen oder einer anderen Kategorie zuordnen.

Weil sich in den vergangenen Jahren gezeigt hat, dass die Umsetzung der Barrierefreiheit entscheidend von der Komplexität einer Webseite abhängt, wird innerhalb der Kategorien danach unterschieden. Die Zuordnung zu einer Komplexitätsstufe hängt unter anderem davon ab, wie viele Funktionen ein Angebot enthält, wie viele Menschen daran beteiligt sind, die Inhalte zu erstellen, und wie häufig die Inhalte durch den Anbieter aktualisiert werden.

Die Wettbewerbsbeiträge müssen zum Zeitpunkt der Einreichung im Internet für die Öffentlichkeit verfügbar sein. Das Webangebot muss den Nutzern Informationen zur Verfügung stellen und wenigstens die Möglichkeit bieten, mit dem Betreiber – zumindest per E-Mail-Anfrage – in Kontakt zu treten, um beispielsweise Materialien anzufordern, individuelle Informationen abzurufen oder Reservierungen und andere Leistungen in Anspruch zu nehmen.

Die Wettbewerbsbeiträge dürfen nicht gegen geltendes Recht verstoßen. Verpflichtend ist insbesondere die vollständige Anbieterkennung sowie die Information der Nutzer über die Datenschutzbedingungen gemäß des Telemediengesetzes sowie über allgemeine Geschäftsbedingungen soweit dies durch die Art des Angebots erforderlich ist.

Die Preise

Die besten Angebote in den einzelnen Kategorien werden mit einer BIENE ausgezeichnet. Abhängig von den Ergebnissen des Testverfahrens und dem abschließenden Urteil der Jury werden die Preise in den Stufen Gold, Silber oder Bronze vergeben. Dabei ist es möglich, dass einzelne Stufen nicht vergeben werden.

Der Wettbewerb ist rein ideeller Natur. An Betreiber von nicht kommerziellen Webseiten, wie Vereine oder Selbsthilfegruppen mit Angeboten von öffentlichem Interesse, können die Veranstalter Förderpreise vergeben.

Nachwuchspreis

Für Webentwicklerinnen und -entwickler in Ausbildung oder Studium schreiben die Veranstalter einen Nachwuchspreis aus. Bewerber um den Nachwuchspreis müssen bei der Einreichung einen Nachweis über den Ausbildungsstatus vorlegen sowie eine Erklärung, dass der Bewerber und der Anbieter der Webseite nicht in einer kommerziellen Auftraggeber-Auftragnehmer-Beziehung zueinander stehen.

Sonderpreise

Sonderpreise können für Lösungen vergeben werden, die spezifische Bedürfnisse einzelner Nutzergruppen berücksichtigen. Das können beispielsweise Angebote für gehörlose Menschen, die Gebärdensprache verwenden, oder Angebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten sein. Herausragende und innovative Entwicklungen können ebenfalls mit Sonderpreisen ausgezeichnet werden.

06 Mai 2009

Menschen mit Behinderung nutzen das Internet weitgehend selbständig und deutlich häufiger als der Durchschnitt der Bundesbürger – vorausgesetzt, die Anbieter haben ihre Webseiten barrierefrei gestaltet. Mehr noch: Technik und Gestaltung solcher Internet-Angebote nutzen allen, denn in Zukunft werden wir Computer nicht mehr nur mit Maus und Tastatur bedienen, sondern auch mit der Stimme, den Augen, durch zeigen und anfassen – oder sogar durch unsere Gedanken.

Barrierefreiheit ist damit zweierlei: Die wesentliche Voraussetzung, damit Menschen mit Behinderung das Internet weitgehend selbständig und ohne fremde Hilfe nutzen können, und eine Zukunftstechnologie.

Die BIENE

Um möglichst viele Menschen auf diesem Weg mitzunehmen, haben die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen im Jahr 2003 den BIENE-Wettbewerb ins Leben gerufen. Das Ziel: Die besten barrierefreien deutschsprachigen Webseiten finden, auszeichnen und bekannt machen – und dadurch die Diskussion um die technische und inhaltliche Weiterentwicklung des Internets fördern. Denn BIENE steht für ›Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten‹ ebenso wie für Kommunikation, gemeinsames Handeln und produktives Miteinander.

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Seit die BIENE zum ersten Mal gestartet ist, haben sich mehr als 1.400 Unternehmen und Organisationen, Behörden und Ministerien, Städte und Gemeinden sowie Vereine und Verbände mit ihren Webseiten am Wettbewerb beteiligt. Sie haben gezeigt, dass die digitale Integration von Menschen mit Behinderungen in der Informationsgesellschaft gesellschaftlich und wirtschaftlich bedeutend ist. Mehr als 80 Anbieter – große Namen ebenso wie Betreiber kleinerer Webseiten – haben bisher eine BIENE gewonnen. Ihre Webseiten zeigen, dass es möglich ist, anspruchsvolle Internet-Angebote barrierefrei zu gestalten und dass alle Menschen von barrierefreier Gestaltung profitieren.

Vorreiter gesucht

Mit der BIENE 2009 suchen die Stiftung Digitale Chancen und die Aktion Mensch in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal die Vorreiter bei der barrierefreien Gestaltung von Internet-Angeboten.

Impulse versprechen sich die Veranstalter unter anderem von Seiten, die sich bereits an den Ende 2008 veröffentlichten Empfehlungen des Word Wide Web Consortiums, den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0, orientieren.

Gesucht werden deshalb innovative und kreative Lösungen, die nicht nur die gesetzlichen und technischen Mindestanforderungen an Barrierefreiheit erfüllen und den Bewertungskriterien des Wettbewerbs entsprechen, sondern darüber hinausgehen.

Anbieter von Webseiten oder Agenturen können ihre Wettbewerbsbeiträge bis zum 15. Juli 2009 einreichen. Zusätzlich haben Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, Webseiten vorzuschlagen, die sie im Sinne der Barrierefreiheit für vorbildlich halten. Anmeldungen und Vorschläge können über entsprechende Formulare auf der Webseite des Wettbewerbs unter www.biene-wettbewerb.de eingereicht werden. Die Gewinner werden am 4. Dezember 2009 im Rahmen eines Festaktes ausgezeichnet.