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- BR zu:»»Waiting« – das barrierefreie Musikvideo jetzt bei YouTube & Vimeo«
- Kim Denise Heidebrecht zu:»»Waiting« – das barrierefreie Musikvideo jetzt bei YouTube & Vimeo«
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Lesenswertes:
Twitter Einzeiler:
- Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit ist online: http://einfachfueralle.de/blog/id/2583
[ vor 3 Tagen ] - 224 Webseiten wollen eine BIENE / Mehr komplexe als einfache Angebote: http://einfachfueralle.de/blog/id/2582
[ vor 5 Tagen ] - »Waiting« – das barrierefreie Musikvideo: http://einfachfueralle.de/blog/id/2581 #dgs #a11y
[ vor 8 Tagen ] - Neue Einträge beim Events-Kalender im EfA AccessBlog:
http://einfachfueralle.de/blog/id/2580
[ vor 8 Tagen ] - Endspurt bei der BIENE 2010 – Bewerben bis zum 15. Juli: http://einfachfueralle.de/blog/id/2579 #biene10 #a11y
[ vor 24 Tagen ] - BIENE sucht Vorbilder – Testverfahren veröffentlicht / Teilnahme bis 15. Juli möglich: http://einfachfueralle.de/blog/id/2578 #biene10 #a11y
[ vor 50 Tagen ] - Blinde im Mitmach-Web: http://bit.ly/aYQnuE – dritter Teil der Serie von Domingos de Oliveira zum Thema ›Wie Blinde Websites erkunden‹ #a11y
[ vor 73 Tagen ] - ›Multimedia für Blinde‹ – zweiter Teil der Serie ›Wie Blinde Websites erkunden‹: http://einfachfueralle.de/blog/id/2576 #a11y
[ vor 74 Tagen ] - Start einer kleinen Serie von Domingos de Oliveira zum Thema: »Wie Blinde Websites erkunden«: http://bit.ly/dkPVOr #a11y
[ vor 78 Tagen ] - Biene-Wettbewerb erhöht Mindestanforderungen: http://bit.ly/bfT3S2 (♻ @kobinetev)
[ vor 82 Tagen ]
News mit tag »Best Practice«
28 Okt 2009
YAML 3.2 - Handwerkszeug für die Barrierefreiheit
Das HTML & CSS-Framework YAML, auf dem auch diese Seiten hier aufgebaut sind, ist seit heute in der fertigen Version 3.2 am Start. Erst vor wenigen Tagen konnte das Projekt seinen vierten Geburtstag feiern und auch nach einer so langen Zeit ist die Luft für Verbesserungen und Weiterentwicklungen noch nicht aufgebraucht. Die vorliegende Version 3.2 bringt einige wichtige Änderungen mit sich: neben dem schlankeren Framework-Kern, der Vereinfachung der Code-Basis, der Erweiterung der Gestaltungsraster (sog. Grids) und den Performance-Gewinnen gibt es eine ganze Reihe von Verbesserungen im Bereich der Accessibility, die uns natürlich besonders interessieren.
Barrierefreiheit eingebaut
Kein Framework, auch nicht YAML, ist ein Garant für barrierefreie Webseiten (obwohl eine ganze Reihe von YAML-basierten Sites bereits mit einer BIENE ausgezeichnet wurden). Dennoch zeigt sich mehr und mehr, wie sinnvoll und richtig es ist, Webentwicklern das grundlegende Handwerkszeug innerhalb von Frameworks zur Verfügung zu stellen. In YAML 3.2 wird eine neue Darstellungsmöglichkeit für Skiplinks unterstützt, die ein Überlagern des Layouts für die eingeblendeten Skiplinks ermöglicht und dadurch die sonst üblichen Probleme bei deren Integration beseitigt. Zudem wird für Webkit-basierte Browser ein JavaScript-Fix mitgeliefert, um auch Apple’s Safari und Google Chrome dazu zu bewegen, den Fokus auf die angesprungene ID zu setzen.
Ein weiterer Schritt ist die konsequente Einbeziehung von WAI-ARIA: sämtliche bei YAML mitgelieferte Beispiel-Layouts sind nun mit sog. ARIA-Landmark-Roles versehen. Zwar handelt es sich hierbei nicht wirklich um ein Feature des Frameworks (die korrekte Auszeichnung sollte nach wie vor der Webentwickler vornehmen), dennoch ist dieser Schritt wichtig, um trotz der noch fehlenden Validierungsmöglichkeiten im W3C-Validator die positiven Effekte des kommenden Standards hervorzuheben, denn schon heute können alle modernen Browser (einschließlich des IE 8) mit WAI-ARIA umgehen und ermöglichen somit einen deutlichen Zugewinn an Barrierefreiheit auf Webseiten jeder Komplexitätsstufe.
Das ›Accessible Tabs‹-Plugin von Dirk Ginader wird mit YAML 3.2 als Erweiterung ein fester Bestandteil des Frameworks. Die Umsetzung im Rahmen dieses Plugins ist mittlerweile ausgereift, umfangreich getestet und funktioniert auch hervorragend mit aktuellen Hilfsmitteln wie Screenreadern.
Entsorgung von Altlasten
Manchmal liegt eine Verbesserung auch im Verzicht auf ein Feature: so bot das Framework bisher die Möglichkeit, Spaltenhintergründe mit Hilfe der CSS-border-Definition von bestimmten Spalten zu erzeugen. Zwar ist diese Technik denkbar einfach in der Umsetzung, sie beschwört aber in Verbindung mit den für viele Sehbehinderte typischen Einstellungen von Benutzer-definierten Farben (z.B. den Windows-Kontrastmodi) ein Zugänglichkeitsproblem herauf, da dort Vordergrund- und Rahmenfarben auf den gleichen Farbwert gesetzt werden. Inhalte mit dahinterliegenden farbigen Rahmen (den simulierten Spaltenhintergründen) waren infolgedessen zum Teil nicht mehr lesbar. Erschwerend kam hinzu, dass diese Technik im Internet Explorer ein CSS-Anpassung benötigte, die in seltenen Fällen das Auswählen von Inhalten mit der Maus im Browser blockierte. Daher ist diese Variante nun, auch aufgrund unserer Überzeugungsarbeit, nicht mehr im Framework enthalten.
Neben diesen großen Neuerungen stehen zahlreiche kleinere Korrekturen, über die das Changelog im Detail Ausfunft gibt. Download des Gesamtpakets, Lizenzbedingungen; YAML Dokumentation: Deutsch (PDF), English (PDF)
08 Okt 2009
Wettbewerb um den WebFish 2010
Der Wettstreit um das beste christliche Internetangebot 2010 ist eröffnet. Zum vierzehnten Mal schreibt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) den »WebFish« aus, teilte die EKD heute in Hannover mit. Besonders berücksichtigt werden Angebote, die barrierefrei sind.
Mit dem WebFish prämieren die EKD und das Gemeinschaftswerk der evangelischen Publizistik gemeinsam die besten Online-Angebote in deutscher oder englischer Sprache, die den christlichen Glauben aktuell und kreativ umsetzen. Anbieter solcher Seiten können ihre Bewerbungen bis zum 31. Dezember online einreichen.
Im Januar 2010 werden unter den Bewerbungen zehn Angebote ausgewählt. Auswahlkriterien sind das Design, der Informationsgehalt, die technische Realisierung und die Möglichkeit der Interaktion. Besonders berücksichtigt werden Angebote, die barrierefrei sind und somit allen Menschen Zugang zu Informationen bieten. Ab Februar können die Internet-Nutzer unter den so nominierten Angeboten in einer Online-Abstimmung ihren persönlichen Favoriten auswählen und so mitbestimmen, wer die Gewinner sind.
Der Erstplatzierte erhält neben dem Goldenen WebFish einen Geldpreis in Höhe von 1.500 Euro. Der zweite Gewinner bekommt einen Silbernen WebFish und 1.000 Euro und für den dritten Sieger gibt es den Bronzenen WebFish und eine Siegerprämie von 500 Euro.
(bei kobinet abgeschrieben)
28 Nov 2008
Lecker Adventskalender
Auch in diesem Jahr bieten die Webkrauts ihren Lesern wieder einen Adventskalender. Ab kommenden Montag geht es dieses Mal rund um das Beste aus der Praxis in allen Bereichen des Webs: Performance, JavaScript, Suchfunktionen, Barrierefreiheit, nützliche Tools, den Umgang mit Kunden, Navigationen oder auch Suchmaschinenoptimierung, um nur ein paar Themen zu nennen.
24 Themen für Web-Arbeiter, mal für Einsteiger, mal für Fortgeschrittene, nun schon im vierten Jahr in Folge. Wer neu auf webkrauts.de ist, findet auch in den letzten Adventskalendern aus den Jahren 2007, 2006 und 2005 gute Tipps und Tricks über Web-Standards und darüber hinaus.
22 Apr 2008
Webkrauts präsentieren das Ergebnis der Webworker-Umfrage 2008
Unter dem Motto »Wir wollen es wissen« haben die Webkrauts vom 7. Januar bis zum 18. Februar 2008 die weitreichende »Webworker-Umfrage 2008« durchgeführt. Der Einladung folgten 2.803 Teilnehmer. Das Ergebnis präsentieren die Webkrauts nun unter webkrauts.de/umfrage2008.
Demnach ist der durchschnittliche Webworker männlich, 32 Jahre alt, verdient zwischen 30.000 bis 34.999 € brutto, arbeitet knapp 41 Stunden pro Woche und hat Abitur oder einen akademischen Grad.
Besonders freuen wir uns darüber, dass mehr als 80 % aller Webworker auf Webstandards achten
, sagt Jens Grochtdreis, Initiator der Webkrauts, 58 % aller Teilnehmer ist die Einhaltung von Webstandards sogar wichtig
. Das ausführliche Ergebnis liegt auf der Webseite der Webkrauts online und als PDF vor.
Vorbild für diese Umfrage im deutschsprachigen Raum ist das amerikanische Online-Magazin »A List Apart«, das im Frühjahr 2007 den »Web Design Survey 2007« initiierte hat. Die Ergebnisse der Umfrage waren auf die ganze Welt bezogen. Webkraut Michael Jendryschik hat die Umfrage für den deutschsprachigen Raum um- und aufgearbeitet.
Die Webkrauts sind ein Zusammenschluss deutschsprachiger Webworker. Sie setzen sich dafür ein, die Vorteile moderner Webstandards stärker zur Geltung zu bringen. Dazu leisten sie Aufklärungsarbeit durch Veröffentlichungen im Netz und in anderen Medien, beteiligen sich an Veranstaltungen mit Web-Bezug und unterstützen Gremien und Organisationen, die sich mit Standards und Qualitätsmaßstäben befassen.
Die Webkrauts bieten eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse. Die vollständige Auswertung kann man auf der Website von Michael Jendryschik lesen, der die Umfrage durchgeführt und ausgewertet hat. Dort gibt es auch die Ergebnisse als PDF zum herunterladen.
06 Feb 2008
W3C veröffentlicht neuen Entwurf von WAI-ARIA
Seit ungefähr zwei Jahren entwickelt die Web Accessibility Initiative des W3C an der WAI-ARIA-Reihe, von der nun ein neuer Entwurf vorgelegt wurde. ARIA steht für »Accessible Rich Internet Applications« und soll als Interims-Lösung dafür sorgen, dass Web-basierte Applikationen für die Hilfsmittel behinderter Nutzer zugänglicher werden.
- WAI-ARIA Primer ist ein neues Dokument, in dem die Hintergründe und Lösungsansätze der Spezifikation erklärt werden;
- Accessible Rich Internet Applications (WAI-ARIA) Version 1.0, der aktuelle W3C Working Draft vom 4 Februar 2008, in dem die bisher getrennten Entwürfe für ›Roles‹ und ›States and Properties‹ kombiniert werden;
- WAI-ARIA Best Practices beschreibt, wie Entwickler heute schon zugängliche Web-Anwendungen schreiben können.
Die Arbeitsgruppe bittet um Kommentare bis zum 3. März 2008, spezifische Fragen finden sich in den o.g. Dokumenten jeweils im Abschnitt »Status of This Document«.
Den besten Einstieg in das gesamte Thema bekommt man beim W3C: »WAI-ARIA Overview« oder in diesem Artikel von Martin Kliehm: »Accessible Web 2.0 Applications with WAI-ARIA« bzw. in der deutschen Übersetzung: »Barrierefreie Web 2.0 Anwendungen mit WAI ARIA«. Woran es zurzeit noch (insbesondere von Seiten der Hilfsmittel her) hapert beschreibt ein Artikel von Steve Faulkner: »AJAX and Screen Readers - Content Access Issues«.
Kommentare: 0, Permalink
: Barrierefreiheit, Best Practice, Hilfsmittel, W3C, WAI-ARIA, Webstandards
18 Okt 2007
Gesammelte Werke
Heute mal was Grundlegendes zum Berufsbild des Web-Designers:
- Andy Budd: »The Real Tao of Deadlines«
- Keith LaFerriere: »Hat Heads vs. Bed Heads«
- Shae Allen: »If Architects Had To Work Like Web Designers«
- Jack Knight: »12 Breeds of Client and How to Work with Them«
- Roger Johansson: »Lame excuses for not being a Web professional«
- Christopher Fahey: »Class and Web Design, Part 1: The Class Struggle«
Auch spaßig: »An unordered list of thoughts I had during a conference call with a potential client today«
Nachtrag:
- Patrick H. Lauke: »The artisan and the mass-producer«
- Scott Berkun: »Why you should be bad at something«
20 Sep 2007
Wettbewerb für barrierefreie Kommunen
Das Innenministerium des Landes Brandenburg veranstaltet noch bis zum 11. November den Internet-Wettbewerb eKommune: Bürgerinnen und Bürger stimmen online ab, welche Brandenburger Kommunen in punkto Service und Nutzerfreundlichkeit ihrer Internetangebote die Nase vorn haben.
Allerdings gibt es in diesem Jahr auch einen Sonderpreis für ›Beste Barrierefreiheit‹, der gemeinsam mit dem Städte- und Gemeindebund Brandenburg vergeben wird und mit 3.000 € dotiert ist. Die Entscheidung trifft eine Jury, in der auch der Behindertenbeauftragte des Landes, der Landesbehindertenbeirat und der Landesseniorenrat e.V. Sitz und Stimme haben. Bewerben können sich die Landkreise und kreisfreien Städte sowie amtsfreien Gemeinden und Ämter. Bewerbungsschluss ist der 12. Oktober 2007.
Die Brandenburgische BITV (BbgBITV) verpflichtet nur die Landesverwaltung, nicht jedoch die Kommunen. Der Preis soll Kommunen fördern, die sich trotzdem damit befassen.
19 Sep 2007
accessCast - Handlungsbedarf
In der letzten Folge hatten wir uns ein paar Gedanken dazu gemacht, wer für welche Teilaspekte des Barrierefreien Webdesigns zuständig ist. Heute gehen wir einen Schritt zurück und fragen uns, wie man die Accessibility grundsätzlich in einem Web-Projekt verankern kann.
Zum Mithören:
Podcast vom 19. Sept.
(.mp3, 12′40″, 11,7 MB)
Zum Mitlesen:
Zum Abonnieren:
Der Podcast im iTunes Music Store
03 Sep 2007
Nachholbedarf
Nicht nur im Fußball geht jede Serie mal zu Ende, auch beim großen Bundesligatest der Webkrauts ist Abpfiff und die Abschlußtabelle nun veröffentlicht. Überraschungssieger Mainz '05 schließt den Test mit deutlichem Vorsprung vor Vizemeister Alemannia Aachen ab; über das was in der Tabelle danach kommt möchte man lieber den Mantel des Vergessens decken. Aber in den Profiligen gibt's ja bekanntlich im Winter nochmal eine Transferperiode, in der Vereine aufrüsten können – vielleicht können die Verantwortlichen die Halbzeitpause nutzen, um bei den Websites nochmal eine Schüppe nachzulegen. Genug Luft nach oben ist auf jeden Fall vorhanden …
27 Aug 2007
Zum Nachlesen für die EDV-Abteilung
Bei den dauernden Diskussionen um die esoterischsten Details der Barrierefreien Informationstechnik wird immer gerne vergessen, dass es letztendlich um Menschen geht. Menschen, denen durch sauberes Handwerk in der Web-Entwicklung erst die Möglichkeit zur Nutzung gegeben wird. Da kommt eine Broschüre gerade Recht, die von der britischen Worshipful Company of Information Technologists (wenn wir das richtig verstanden haben ist das sowas wie eine Innung) veröffentlicht wurde: »The IT Director's Guide to Accessible IT« (PDF-Download, ca. 1,4 MB). In der Publikation werden Entscheidern die Anforderungen, aber auch die Vorteile von barrierefreien Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen erklärt. Neben organisatorischen und technischen Tipps werden auch eine ganze Reihe von Best-Practice-Beispielen britischer Unternehmen wie Tesco und Legal&General gezeigt.
24 Jul 2007
Wikipedia will Barrieren abbauen
Die Wikipedia soll für Menschen mit Behinderungen besser nutzbar werden und möglichst alle Arten von Behinderungen berücksichtigen. Dazu wurde das Projekt Wikipedia:BIENE ins Leben gerufen. Jeder kann mitmachen, aber besonders Benutzer der Wikipedia, die eine Behinderung haben, werden gesucht. Nur die von Barrieren betroffenen Personen selbst können sagen, was sie behindert. Das Projekt ist mittelfristig angelegt und wird über mehrere Monate dauern. Als Ergebnis sollen in der Wikipedia möglichst viele Barrieren abgebaut sein.
05 Jul 2007
Alternativtexte - das Experiment
Wie sieht eigentlich ein sinnvoller Alternativtext von Bildern oder Grafiken auf Webseiten aus? Muss der Text ausführlich sein? Muss dieser alles beinhalten, was das Bild zeigt? Oder reicht eine kurze Bildbeschreibung?
Angie Radtke führt hierzu ein Experiment durch mit Bildern, die Emotionen darstellen, welche nur schwer in Worte zu fassen sind. Es geht hier nicht um inhaltsfreie Schmuckgrafiken, sondern um Abbildungen, die selbst den Inhalt ausmachen oder Inhalte ergänzen.
Besucher werden gebeten, Vorschläge für Bildbeschreibungen in den Kommentaren zu hinterlassen. Mitmachen.
(hier abgeschrieben)
14 Mai 2007
Checkliste zur Gestaltung barrierefreier Webanwendungen und Webauftritte
Das Regionale Rechenzentrum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (RRZE) hat eine aktualisierte Version der Checkliste zur Gestaltung barrierefreier Webanwendungen und Webauftritte veröffentlicht. Die Dokumente wurde didaktisch überarbeitet und neu strukturiert. Die neue Struktur in Einzeldokumenten soll dabei helfen, die Liste übersichtlicher zu machen. Zudem erlaubt es die Struktur nun, daß die Liste leichter in anderen Organisationen des Öffentlichen Dienstes übernommen werden kann.
Aus der Einleitung:
»Die Vorteile barrierefreier Webauftritte haben sich zwischenzeitlich herumgesprochen und sind weitgehend anerkannt. Die vorliegende Checkliste dient der Einhaltung von Standards und gesetzlichen Regeln in Bezug auf Benutzbarkeit und Barrierefreiheit, aber auch zur Förderung der Nachhaltigkeit von Webanwendungen und -auftritten. Sie ist bei allen Beschaffungen auszufüllen, bei denen Webanwendungen oder Webauftritte (unabhängig von etwaigen Zugangsbeschränkungen in Form eines ›Intranets‹" erstellt werden.
»Im Falle einer Ausschreibung, ist die Checkliste vom Anbieter auszufüllen. Der Anbieter erhält hierzu die folgende Checkliste in unveränderter Form (mit Angabe der ›k.o.-Kriterien‹).
»Werden Fragen mit ›Nein‹ beantwortet, die als ›k.o.-Kriterium‹ ausgezeichnet sind, ist von einer Auftragsvergabe abzusehen. Ebenso ist von einer Auftragsvergabe abzusehen, wenn die Checkliste nicht ausgefüllt wurde oder wenn der Anbieter für die Erfüllung der Checkliste eine Preissteigerung von mehr als 10% auf den Auftragswert ansetzt.
»Sollte dennoch die Beschaffung einer Lösung notwendig sein, die die Anforderungen der Checkliste nicht erfüllen kann, ist eine schriftliche Begründung erforderlich.«
Als Dateiformate stehen wahlweise Microsoft Word, OpenOffice.org oder Adobe PDF zur Verfügung. Auf Nachfrage der Redaktion erklärten die Verantwortlichen, dass die Dokumente unter einer CreativeCommons-Lizenz stehen. Entsprechende Hinweise werden zurzeit nachgerüstet, somit steht einer allgemeinen Verwendung auch für andere Webprojekte nichts mehr im Wege. (via)
18 Dez 2006
Last-Minute-Geschenk
Anders als üblich sollten Sie in diesem Jahr nicht bis zum 24. warten, um dann noch schnell Parfum oder Socken zu besorgen (kleiner Tipp: Sonntag!). Falls Ihnen aber partout nichts besseres einfallen will, dann hätten wir hier noch den ultimativen Geschenktipp für den anspruchsvollen Webdesigner:
»CSS-Layouts – Praxislösungen mit YAML« vom Erfinder Dirk Jesse höchstselbst. Erschienen bei Galileo Computing, 414 Seiten mit CD und Referenzkarte für 29,90 €; als Leseprobe gibt es das Kapitel CSS-Layouts.
Wir haben dem Buch unser Wochenende geopfert und sind bisher restlos begeistert. Weitere Rezensionen zum Beispiel bei Alexandra Labudda: »CSS Layouts - Das Buch zu YAML«.
YAML hat neben der extremen Flexibilität und Stabilität (man merkt dass der Autor von Hause aus Bauingenieur ist) den enormen Vorteil einer vernünftigen Lizenzpolitik. So gibt es mittlerweile eine ganze Reihe Adaptionen für verbreitete Systeme wie Drupal, Joomla, TYPO3, WordPress und seit neuestem auch für die ExpressionEngine sowie für Shopsysteme wie xt:Commerce.
09 Dez 2006
Die beste Biene aller Zeiten
…so scheint das allgemeine Echo zu sein, und dem können wir uns nur anschließen. Und weil's so schön war gibt es hier ganz frisch Fotos von den Preisträgern der BIENE 2006. [Update: neue Bilder online]
Weitere Berichterstattung rund um die BIENE:
- heute.de: »Punktlandung für die BIENE«
- tagesschau.de: »Biene 2006 für tagesschau.de«
- stern.de: »Behindertenfreundliche Websites ausgezeichnet«
- kobinet: »Pfizer erhielt goldene Biene«
- heise: »BIENE 2006: Barrierefreie Websites prämiert«
- Jeremy Keith: »Bienen fliegen« und »The language of accessibility«
- ZDF: »Video Barrierefreies Internet«
08 Dez 2006
Goldene BIENEN fliegen auf Barmer, Pfizer und HELP-Österreich
Bei der vierten Auflage des Wettbewerbs für die besten deutschsprachigen barrierefreien Internetseiten der Aktion Mensch und der Stiftung Digitale Chancen waren die komplexen Angebote die großen Gewinner. Die Preise in Gold gingen heute Abend in Berlin im Rahmen einer feierlichen Gala an die Internetauftritte der Barmer Ersatzkasse, des Pharmaunternehmens Pfizer sowie an das Bürgerportal des österreichischen Bundeskanzleramtes HELP. Weitere Infos: »Goldene BIENEN fliegen auf Barmer, Pfizer und HELP-Österreich«
Der Vollständigkeit halber hier nochmal das gesamte Verfahren auf einen Blick:
- BIENE 2006 – die Gewinner
- Die Shortlist
- Pressemitteilungen zum Stand des Wettbewerbs
- Der Wettbewerb
- Die Wettbewerbskategorien
- Das Bewertungsverfahren
- Kriterien der BIENE 2006
- Die Teilnahmevoraussetzungen
- Der Fachliche Beirat
- Die Jury
- Infos in Leichter Sprache
- Die bisherigen Preisträger
07 Dez 2006
accessCast - Veraltete Praktiken im Webdesign
Heute geht's um Dinge im Web, die ihre besten Zeiten schon lange hinter sich haben, die aber scheinbar nicht auszurotten sind. Der Text ist als Artikel im Adventskalender der Webkrauts erschienen, wo bis zum 24. Dezember jeden Tag ein neues Türchen zu Themen wie Webstandards, Content Management, Barrierefreiheit, Web 2.0 usw. aufgemacht wird. Einige Artikel werden wir hier in loser Folge auch als Podcast veröffentlichen. Den Anfang macht heute Nicolai Schwarz, Webdesigner aus Dortmund mit dem Thema: »Veraltete Praktiken im Webdesign«
Zum Mithören:
Podcast vom 7. Dez.
(.mp3, 11′34″, 10,7 MB)
Zum Mitlesen:
Zum Abonnieren:
Der Podcast im iTunes Music Store
22 Nov 2006
Was zu Untertiteln
Beim amerikanischen National Center on Disability & Access to Education (NCDAE) gibt es einen hörenswerten Webcast zum Thema »Web Captioning in Education« (inklusive Mitschrift). Diskutiert werden Möglichkeiten und Grenzen der Untertitelung bei Web-basierten Lernangeboten, die benötigten Werkzeuge und mögliche zukünftige Entwicklungen.
Für Flasher, die ihren Filmen Untertitel mitgeben wollen gibt's bei Adobe eine ganze Reihe neuer Skins zum Herunterladen. Geeignet sind diese für Untertitel, die mit der Captionate Flash Video captioning solution erstellt wurden. Mehr dazu bei Andrew Kirkpatrick: »Accessibility: FLVPlayback skins with Captionate captioning support«
Google Video unterstützt neuerdings auch Untertitel: »Finally, Caption Playback«; eine Auswahl von untertitelten Videos findet man hier; eine entsprechende Anleitung findet sich im Google Video Help Center: »How do I enter captions or subtitles for my video?« Nicht so einfach wie mit Magpie, aber es ist zumindest schonmal ein Anfang.
03 Aug 2006
Best Practice: WebAIM
WebAIM steht für Web Accessibility in Mind und ist sowas wie EfA auf Englisch: Berge von Fachartikeln zum Barrierefreien Webdesign, eine ziemlich vollständige Ressourcensammlung, ein Weblog, ein Forum und eine lange Traditions des Gebens. Und ähnlich wie hier gibt es bei WebAIM auch einen umfangreichen Artikel zum letzten Relaunch der Website: »WebAIM Site Redesign: A case study in accessible design« – Prädikat: wertvoll.
20 Jul 2006
Best Practice: gutes Webdesign hilft bei der Integration
Während andere Einzelhändler wegen ihrer unzugänglichen Websites verklagt werden, geht die amerikanische Apotheken-Kette Walgreens mit gutem Beispiel voran. Unter walgreensoutreach.com werden ausschließlich Jobs für Menschen mit Behinderung angeboten.
Dabei wird ausdrücklich keine Form von Behinderung ausgeschlossen, auch die Arbeitsbedingungen und Gehälter sind für Menschen mit und ohne Behinderung identisch. Sowohl die Hintergründe dafür als auch die Stellenbeschreibungen selbst sind auf der inhaltlichen Ebene ausgesprochen zugänglich gestaltet. So gibt es sämtliche Inhalte auch als Audiodatei, an vielen Stellen finden sich Videos mit weitergehenden Erklärungen, die selbstverständlich auch mit Untertiteln und Mitschriften hinterlegt sind.
Urteil: vorbildlich und zur Nachahmung empfohlen.
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