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23 Jun 2004

Bisher stand unerschütterlich in sämtlichen Richtlinien zur Barrierefreiheit, dass für sämtliche nicht-Text-Elemente ein äquivalenter Text bereitzustellen ist. Und das meist an prominenter Stelle, wie in der BITV bei Bedingung 1.1. Bei dekorativen Elementen ist es Usus, das hierfür vorgesehene alt-Attribut einfach leer zu lassen (alt="") und auch die meisten Illustrationen und Fotos im Web bedürfen nicht wirklich einer textlichen Beschreibung.

Anders der Fall bei eingebetteten Formaten, in denen grafischer Text enthalten ist. Da sich hier womöglich tatsächliche Inhalte vor einem Screenreader verstecken können, muß ein alternativer Text hinterlegt werden, der die Inhalte auch für nicht-visuelle Zugangsarten zugänglich macht. Bisher zumindest, aber via annevankesteren.nl erreicht uns die Nachricht, dass Google mittlerweile auch Text in Bildern indizieren kann und diese somit durchsuchbar macht. Selber ausprobieren? Suche bei Google Catalogs beta nach xhtml & css.

Noch ist das natürlich Zukunftsmusik, aber durchaus vorstellbar, dass diese offensichtlich an OCR angelehnte Technik auch in Zukunft von assistiven Werkzeugen oder zwischengeschalteten Proxies benutzt wird, um die Fehler nachlässiger Webautoren auszubügeln.

Kommentare zu dieser Meldung: 1

Permalink Ingmar Friedrichsen meinte am 23.06.2004:

<ironie>
CSS-Layouts vor dem Aus?
Via meise.de erreicht uns die Nachricht, dass Google mittlerweile auch Tabellen-Layouts richtig indizieren kann und diese somit durchsuchbar macht.
Noch ist das natürlich Zukunftsmusik, aber durchaus vorstellbar, dass diese offensichtlich auf KI basierende Technik auch in Zukunft von assistiven Werkzeugen oder zwischengeschalteten Proxies benutzt wird, um die Fehler nachlässiger Webautoren auszubügeln.
Wozu sich also noch sich die Mühe machen?
</ironie>
Es gibt Dinge, die liegen in der Verantwortung der Browser-Hersteller und es gibt Dinge, die liegen in der Verantwortung der Webautoren. Das richtige Setzen des alt-Attributes gehört zu letzteren.
<sarkasmus>
Ha, ha, ich sehs schon vor mir: "Benutze nicht Schriftart X, denn sie wird von Screenreader Y nicht richtig vorgelesen".
</sarkasmus>

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