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06 Nov 2003

PDF erfreut sich nicht nur bei Broschüren und Handbüchern, sondern auch bei amtlichen Formularen immer größerer Beliebtheit. In der zunehmend barrierefreien Internetwelt sind zugängliche PDFs aber noch eine Seltenheit. Was ist zu tun, um dieses eher für layoutgetreuen Druck bekannte Format zugänglich zu machen?

Wir zeigen in einer vierteiligen Serie, was Sie bei der Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente beachten sollten: PDF-Dokumente barrierefrei – lesbar für Alle.

Kommentare zu dieser Meldung: 18

Permalink Wübke Lohmeyer meinte am 06.11.2003:

Sehr interessante und wichtige "Arbeitsanweisung".
Wir freuen uns schon auf die nächsten Teile, vor allem nachdem wir es nun schwarz auf weiss haben, dass die mit unserem grässlichen Word (ist wirklich grausam zum Flyerlay-outen) erstellten Dokumente gar nicht so verkehrt sind.
Vielen Dank Herr Heuwinkel und bis zum nächsten Teil (c:
Wübke Lohmeyer

Permalink Günter Lehmann meinte am 09.11.2003:

Sehr geehrte Damen und Herren.
Vielen Dank für Ihren Hinweis: "PDF-Dokumente barrierefrei ? lesbar für Alle." in Ihre Mail von 09/11/03 von "Aktion-Mensch". Habe mich durch die gesammten Artikel durchgelesen. Es ist sehr aufschlußreich was Sie schreiben, aber für einen Behinderten unverständlich, da es zu fachmännisch abgefasst ist.
Es wäre doch abgebracht, mit nicht so viel fachmännischen Ausführung zu schreiben, mit welcher Software und "wie" erstelle ich PDF-Dokumente.
Mit freundlichen Grüssen
Günter Lehmann

Permalink Heinz W. Pahlke meinte am 11.11.2003:

Habe die Serie mit grossem Interesse gelesen, da mich das Thema seit längerem beschäft igt- und bin doch unzufrieden.
Gerne hätte ich mehr erfahren, wie barrierefreie PDF-Dateien mit Ghostscript möglich sind. Adobe Acrobat ist letztlich nur etwas für größere kommerzielle Anbieter, kleine Mittelständler und noch mehr Privatmenschen werden die doch recht hohen Ausgaben mit Sicherheit scheuen. Also warum nicht verraten, wie es, wenn auch vielleicht etwas bescheidener, mit Ghostscript geht.
Vielleicht gibt es auch eine Lösung mit pdflatex.
Mit freundlichen Grüßen,
Heinz W. Pahlke

Permalink Tomas Caspers meinte am 11.11.2003:

> wie barrierefreie PDF-Dateien mit
> Ghostscript möglich sind
Teil 2 der Serie: "Ghostscript mit GSView und einem beliebigen PostScript-Druckertreiber (ungeeignet für Formulare oder manuelle Lesezeichen)"
> Privatmenschen werden die doch recht
> hohen Ausgaben mit Sicherheit scheuen
Warum will ein Privatmensch PDF-Dateien generieren?
HTH
/T

Permalink Jan Eric Hellbusch meinte am 13.11.2003:

Den Artikel zu PDF habe ich durchgelesen. Nicht schlecht! Es bleiben wirklich kaum Fragen offen hinsichtlich der Gestaltung zugänglicher PDFs und man erhält einen Überblick über den Dschungel von PDF-Erzeugungsprogrammen, darüber hinaus einen Screen-Reader-Test bezüglich PDF-Unterstützung. Einige Ergänzungen zu diesem letzten Punkt möchte ich jedoch beitragen.
Mir ist bei den beschriebenen Tests mit Screenreadern aufgefallen:
1. HPR und Window Eyes (erstgenannt) sind in Deutschland nicht relevant. JAWS hat nach verschiedenen Aussagen der Händler zwischen 50 und 80% Marktanteil, den Rest teilen sich praktisch Blindows und Virgo.
2. Ich habe auch einige Tests mit PDF gemacht und komme mit anderen Dokumenten zu Ergebnissen, die von den getroffenen Aussagen in diesem Dokument deutlich abweichen:
- sowohl JAWS 4.51 als auch Blindows 3.0 gehen mit AR5 (Windows) in die Knie. Das System wird sehr langsam. Bei AR6 funktioniert Blindows gar nicht mehr.
- bei Formularen liest JAWS 4.51 / AR5 den Text nicht, den man bereits in einem Formular eingetragen hat, vor. Das heißt: man füllt das Formular aus und kann die Eingabe nicht kontrollieren. Mit Blindows 3.0 war das Ausfüllen nicht möglich.
3. Sowohl Audiodata als auch andere Hilfsmittelhersteller empfehlen aufgrund der sehr nicht effektiv programmierten MSAA-Schnittstelle in AR5/6 (die zur Verlangsamung des Systems führt) weiterhin den AR4 (ohne MSAA). Damit ist die Strukturierung hinfällig bzw. ein Spagat, das kaum zu Barrierefreiheit führen kann, zumindest nicht in den nächsten Jahren.
Aus meiner Sicht fehlt die Schlussfolgerung:
- PDF ist unvermeidlich.
- Andere Formate sollten beigefügt werden.
- Öffentliche Formate wie RTF sind für Screenreader-Nutzer nutzbar.
- Formulare müssen auch in HTML vorhanden sein, um die Barrierefreiheit im Web zu gewährleisten.
Na gut. Bis auf diesen einen Abschnitt ist das ein gelungenes Werk. Kompliment an Roland Heuwinkel!
Jan Eric Hellbusch

Permalink Andreas Keller meinte am 13.01.2004:

Zum Thema Lesen/Sprachausgabe mit Acrobat 6:
Im Teil 4 Ihres Dokuments lese ich erstmalig, dass der Vorlesestimme auch ausgetauscht werden kann. Bei meinem Acrobat 6 Pro ist da nur "Sam" verfügbar. Das kleine Pull-Down-Menu bringt keine anderen "Vorleser" wie German-Standard zu Tage. Wie geht das?
Danke, viele Grüße
Andreas Keller

Permalink Gerhard meinte am 08.04.2004:

Der Bericht ist durchaus interessant. Schade ist nur das die PDF-Beispieldokumente nicht komplett sind. Es fehlen leider die Tags. Gerade hier haben die Acrobat-Versionen aber Ihre Probleme. So wandelt der Acrobat 5 (make Accessible) das Dokument anders um als die Version 6. Gleiches gilt wenn man von Word 2000 aus die PDF-Version erstellt.
Hilfreich wäre, wie ein korrekter Tag-Stamm auszusehen hat. Ist eine H2 eingerückt unter eine H1 (was logisch wäre)?
Dieter Gerhard

Permalink Roland Heuwinkel meinte am 14.04.2004:

Hallo, Herr Gerhard,
Das Testdokument "test_textdokument.pdf" wurde mit Word2000 und dem Makro "PDFMaker" erzeugt. Selbstverständlich wurden dabei - analog zur Formatvorlage hierarisch korrekt - Tags und Lesezeichen generiert. Bitte laden Sie sich die Datei nochmal herunter und versuchen es nochmal. Im übrigen können Sie im Teil 3 der Serie 2 Screenshots mit einem abgebildeten Tag-Stamm sehen. Diese Struktur kann entweder nachträglich mit Acrobat 6 Prof. erzeugt werden oder wird aus der Struktur des Quelldokumentes automatisch erstellt.
Gruß
Roland Heuwinkel

Permalink Gerhard meinte am 20.04.2004:

Hallo Herr Heuwinkel, vielen Dank für die Antwort. Der Acrobat 6 zeigt einen Tag-Stamm an, doch nicht der Acrobat 5 (auch wenn dieser behauptet das Dokument wäre getagt). Es kann doch nicht sein, das man hier gezwungen wird knapp 600,00 Euro auszugeben nur um den Tag-Stamm zu sehen. Unabhängig davon ist m.E. der Tag-Stamm auch falsch. Der Titel des Dokumentes ist sicherlich keine Überschrift1 sondern ein Titel und somit sollte Kapitel 1 auch eine H1 sein und keine H2.
P.S. der letzte Tag <Standard> ist überflüssig in dem Dokument.
MfG D. Gerhard

Permalink Micha meinte am 21.08.2004:

Hallo!
Ich möchte eine Excel-Tabelle mit dem Adobe Acrobat 6.0 in eine .pdf Datei konvertieren.
Das Ergebnis ist aber nur eine schwarze Fläche!
Die Adobe Hilfe brint mich auch nicht weiter!
Kann mir jemand helfen ??
Gruss
Micha

Permalink Norbert Bottlaender-Prier meinte am 29.08.2004:

PDF-Dokumente barrierefrei - lesbar für Alle? diese Frage scheint mir falsch gestellt zu sein. Schließlich sind PDF-Dateien (genauer: Postscript-Dateien) gar nicht dazu da, menschenlesbar zu sein: Sie dienen hauptsächlich - um nicht zu sagen : ausschließlich - zur Ansteuerung von (Hochleistungs-)Druckern, wie sie z.B. in der Druckereiindustrie zum Einsatz kommen.
Von daher bedeutet z.b. die Bezeichnung "PDF-Dokument" ein Unding: denn diese Dateien werden nur von Maschinen"gelesen" und verarbeitet, aber niemals von Menschen "bearbeitet". Dokumente werden von Menschen gelesen und bearbeitet, Dateien nicht... es sei denn, es handelte sich *auch* um Dokumente.
Um mal die*technischen* Aspekte klarzustellen: Das Erstellen von Postscript-Dateien ist Teil des Druckvorganges, nämlich einer von vielen Möglickeiten, die Steuerungsdaten von einem Computer an einen Drucker zu übertragen, und dieser Weg wird halt beschritten, wenn es nicht möglich ist, ein direktes Kabel zwischen Computer und Drucker zu benutzen. Also frag ich mich, was die Frage nach der Zugänglichkeit überhaupt soll. Es käme ja auch keiner auf die Idee, ein Druckerkabel umzubauen, um am Ende das Druckergebnis lesbarer zu machen.
Wie hab ich gelesen? 600? soll das Programm kosten, das zu diesem intellektuellen Drahtseilakt befähigen soll... na gut, schließlich heißt es ja "Akrobat"...
Meines Erachtens kann es nicht darum gehen, PDF-Dateien "lesbarer" zu machen. Dazu sind sie nicht da. Ich behaupte nämlich, viele Leute, die PDF-Dateien kommentarlos ins Netz stellen, tun dies aus reiner Faulheit, weil sie keine korrekten HTML-Dokumente erstellen wollen.
Mein Vorschlag ist es aber, die Notwendigkeit von *PDF grundsätzlich in Zweifel zu ziehen und diese überall durch - selbstverständlich barrierefreie - HTML-Dokumente zu ersetzen.

Permalink Roman Stemerowicz meinte am 06.10.2004:

Die PDF-Dateien stellen ausschließlich ein Übertragungsformat dar, sie sollen ferner eine Vorschau auf ein Druckerzeugnis noch in der Printvorstuffe ermöglichen. Man kann natürlich versuchen einfach alles, auch am Sinn und Zweck vorbei barrierefrei zu machen aber damit tut man Niemandem, am wenigsten den behinderten Menschen einen Gefallen. Hätte der Gesetzgeber schon 1986 das Sagen, hätte sich das Internet einfach nie entwickeln können. Übrigens: vielleicht sollte man klein Anfangen z.B. mit der Entwicklung von Fahrkartenautomaten die für durchnittlich intelligente Menschen und Kinder bedienbar sind? Ansonsten glaube ich dass die Chancengleichheit darin besteht dass den behinderten Alternativen angeboten werden und nicht dadurch dass alle gezwungen werden in einer den Bedürfnissen der behinderten untergeordneten Welt zu leben. Es kommt niemand auf die Idee von dem Architekten zu verlangen dass die Einganstreppe so gebaut wird, dass auch ein Gehbehinderte sie benutzen kann. Dazu gibt es daneben eine Rampe.

Permalink Tom J. Winter meinte am 13.10.2004:

Hallo,
danke für den sehr aufschlussreichen Artikel über PDF-Dateien.
Ich stehe vor dem gleichen Problem hier schon angesprochen:
Zitat:
"Von: Andreas Keller am 13.01.2004
Zum Thema Lesen/Sprachausgabe mit Acrobat 6:
Im Teil 4 Ihres Dokuments lese ich erstmalig, dass der Vorlesestimme auch ausgetauscht werden kann. Bei meinem Acrobat 6 Pro ist da nur "Sam" verfügbar. Das kleine Pull-Down-Menu bringt keine anderen "Vorleser" wie German-Standard zu Tage. Wie geht das?
Danke, viele Grüße
Andreas Keller"
Ende Zitat
liebe grüsse
Tom J. Winter

Permalink Gerhard meinte am 21.10.2004:

Mit großen Anstrengungen wird versucht PDF-Dokumente barrierefrei zu gestalten. Alte Word97 Dokumente werden in Word2000 umformatiert und dann wird gehofft diese wären barrierefrei. Wer kann eine Aussage treffen (analog zu einer HTML-Seite) ob dieses erzeugte Dokument ( Lesezeichen sind vorhanden, ebenso ein Tag-Stamm, alle Grafiken haben einen Alternativtext und die Sprachfestlegung (leider ja nur Absatzweise wie bei Adobe anders nicht möglich) ist erfolgt) barrierefrei ist?
Wer kann den Tagstamm prüfen? Wer kennt die Auswirkungen bei Änderungen des Tag-Stamms? Wo gibt es eine sinnvolle Anleitung?
Die Prüfung mit unterschiedlichen Screenreadern bringt keinen Erfolg. In der Sprachausgabe ist es denen vollkommen egal ob der Tag <p> oder >h1> ist. Auch bei access.adobe.com erfährt man nicht viel mehr. Wer kann hier weiterhelfen?
Gruß D. Gerhard

Permalink Michael Pörtner meinte am 29.01.2005:

Die Behauptung, das für OpenOffice 1.1 kein Macro für die PDF-Erzeugung exisitiert, stimmt so nicht. Unter der Webadresse http://www.jdisoftware.co.uk/pages/epdf-home.php können Sie ein entsprechendes Macro herunter laden.

Permalink Andreas Beer meinte am 05.03.2005:

Die Einschränkung der Rolle des PDFs als Druckformat und Transportformat gilt schon seit Jahren nicht mehr. Spätestens seit PDF-Dateien mit Formularen editierbar und einsendbar sind, ist sie hinfällig. Offensichtlich gibt es ein Bedürfnis seitens Behinderter PDF-Dateien lesen zu wollen. Warum es dann sinnfrei sein soll dies zu unterstützen, und dabei noch Bonusgewinne für nicht-Behinderte durch gut strukturierte PDFs auftreten, ist rätselhaft und wohl eher auf Purismus und Konservative Einstellungen zurückzuführen.
Leider fehlt in dem Artikel eine genaue Beschreibung dessen, was ein barrierefreies PDF-Dokument kennzeichnet, unabhängig davon mit welchen Programmen und welchen Techniken es erstellt worden ist.

Permalink Jutta Schwarz meinte am 30.05.2005:

Ich möchte ein 600 Seiten großes Word-Dokument mit Inhaltsverzeichnis in pdf umwandeln. Leider bricht der Adobe Acrobat 6.0 zum Schluß ab.
Muss ich eine neuere Version anschaffen?
Vielen Dank für die Hilfe.
Gruß
Jutta Schwarz

Permalink Oerder meinte am 21.06.2005:

Kann mir jemand Firmen nennen, die inhouse-Schulungen zum Thema "Barrierefreie PDF-Dateien" anbieten?
Bin verzweifelt auf der Suche danach.

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