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23 Jul 2009

Bewerbungen aus dem deutsch­sprachigen Ausland legen zu / Immer komplexere Anwen­dungen unter den Ein­reichern des Wett­bewerbs für barriere­freie Webge­staltung

Mit 326 Einreichungen haben die Initiatoren des BIENE-Wett­bewerbs am 15. Juli 2009 die Bewerbungs­phase abge­schlossen. Die Zahl der­jenigen, die ihre eigenen Weban­gebote einge­reicht haben, ist im Vergleich zu 2008 noch einmal leicht ge­stiegen, die Zahl der Vor­schläge blieb nahezu konstant. Einen neuen Rekord stellen die Weban­gebote aus dem deutsch­sprachigen Aus­land auf. Aus Öster­reich nehmen 25 Websei­ten teil, die Schweiz steigert sich mit 22 Bewer­bungen erheb­lich gegen­über den zwei Ein­reichungen vom Vor­jahr und erst­mals sind auch vier Wett­bewerbs­beiträge aus Liechten­stein mit dabei.

»Die Zahlen führen fort, was auch schon im letzten Jahr sichtbar wurde. Der BIENE-Wett­bewerb bietet über Grenzen hinweg ein Forum, sich mit neuen Ideen und Ent­wicklungen zu präsen­tieren«, freut sich Iris Cornelssen, BIENE-Projekt­leiterin bei der Aktion Mensch.

Immer komplexere Weban­ge­bote aus der freien Wirtschaft

Die Komplexität und Qualität der einge­reichten Weban­gebote sind deut­lich ge­stiegen. Ein Schwer­punkt der An­gebote aus der Wirt­schaft liegt bei den Banken. »Wir freuen uns, dass immer mehr Unter­nehmen sich mit der Barriere­frei­heit aus­einander­setzen und sind sehr gespannt, ob ein wirk­lich barriere­freies Online-An­gebot für Bank­geschäfte dabei ist. Die Ergeb­nisse im Test­ver­fahren werden es zeigen«, erläutert Jutta Croll, Geschäfts­führerin der Stiftung Digitale Chancen.

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Etwas zurück­haltender waren dieses Jahr Bundes­be­hörden und -ministerien. »Wir können nach der ersten Sichtung nur ver­muten, dass die an­stehende Bundes­tags­wahl im Herbst der Grund für die verhält­nismäßig wenigen Bewer­bungen aus diesen Reihen ist. Schließ­lich sind sie zur Barriere­frei­heit durch die ›Barriere­freie Infor­mations­technik-Verord­nung‹ (BITV) ver­pflichtet«, er­örtert Iris Cornelssen. Einige sehr inter­essante Bewer­bungen lassen dennoch ein spannendes Finale erwarten.

Auslese im Testver­fahren

In einem mehr­stufigen Prüfungs­verfahren wird in den nächsten Monaten fest­gestellt, welche Wett­bewerbs­beiträge die Kriterien der Barriere­frei­heit erfüllen. Begleitet wird das Ver­fahren durch den Fach­lichen Beirat der BIENE, der aus Ex­perten mit und ohne Behin­derung besteht. Grundl­age des Prüfungs­ver­fahrens ist ein über­arbeiteter Kriterienkatalog, der auch die aktuellen inter­nationalen Richt­linien, die so genannten Web Content Accessi­bility Guide­lines 2.0 (WCAG 2.0), zur Zugäng­lich­keit von Webseiten berück­sichtigt.

Um ins Finale zu gelangen, müssen die Bewer­bungen mehrere Test­phasen durch­laufen und bis zu 94 Kriterien er­füllen, die an­hand mehrerer Prüf­schritte ge­testet werden. Am Ende steht ein Praxis­test durch Men­schen mit Behin­der­ungen. Das Züng­lein an der Waage ist danach eine promi­nent besetzte Jury, zu der auch Mit­glieder des Fach­lichen Bei­rats zählen. Sie legt fest, wer am 4. Dezem­ber 2009 mit einer BIENE die feier­liche Ver­anstal­tung in Berlin ver­lassen darf. Ent­scheidend ist dann, ob die Ange­bote neben der reinen Barriere­frei­heit, sowohl für Men­schen mit als auch für Men­schen ohne Behin­derung, inhalt­lich inter­essant und gut gestal­tet sind.

Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.biene-wettbewerb.de.

Kommentare zu dieser Meldung: 2

Permalink Ursula Dettikon meinte am 24.07.2009:

Als in Deutschland lebende Schweizerin freue ich mich besonders über das Engagement meiner Landsleute. Hoffentlich gewinnt auch mal eine Seite aus der Schweiz. Mir als sehbehinderte Nutzerin ist am Ende nur wichtig, dass es weitergeht und möglichst viele Seitenbetreiber begreifen, wie wichtig Barrierefreiheit ist. Nicht nur im Netz.

Permalink Sandra Schneider meinte am 24.07.2009:

Die Anzahl der Anmeldungen bei der BIENE ist wirklich immer sehr konstant bzw. sogar etwas geringer. Insofern ist es sicher ein gutes Zeichen, dass die Anzahl der diesjährigen BIENE-Beiträge so hoch ist und die Qualität schon jetzt als gut eingestuft wird. Es wird also spannend auf den Metern zur BIENE 2009 in Berlin!

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