BIENE 2009 – Wettbewerb Barrierefreies Internet

Aktuelles zum Wettbewerb, zum Bewertungsverfahren und den Prüfkriterien sowie Infos in Leichter Sprache und DGS.

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BIENE 2009: Manufactum hat die schönste Blüte

04. Dezember 2009

Aktion Mensch und Stiftung Digitale Chancen zeichnen die besten deutschsprachigen barrierefreien Webseiten aus / Insgesamt 17 Preisträger

Die Entscheidung der Jury des BIENE-Wettbewerbs 2009 war eindeutig. Die einzige BIENE in Gold landete beim Internet-Angebot des Warenhauses Manufactum. In der Kategorie Einkaufs- und Transaktionsangebote überzeugten jedoch auch die anderen Finalisten. Das Webangebot der Credit Suisse mit dem nur in der Schweiz verfügbaren Online-Banking konnte eine silberne BIENE in Empfang nehmen. Die Angebote der Deutschen Post DHL und des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) wurden bei der sechsten Auflage des Wettbewerbs für die besten deutschsprachigen barrierefreien Internetseiten der Aktion Mensch und der Stiftung Digitale Chancen mit Bronze ausgezeichnet.

Auch in der Kategorie der tagesaktuellen Recherche- und Serviceangebote waren die beiden für das Finale qualifizierten Angebote erfolgreich. Die Webseite des Südwestrundfunks zeichnete die Jury mit einer BIENE in Silber aus. Das Online-Angebot der Wochenzeitung DIE ZEIT ziert fortan eine BIENE in Bronze. Bei den komplexen Recherche- und Serviceangeboten setzten sich das Verwaltungsportal bund.de und das Patienteninformationsportal Weisse Liste, das von der Bertelsmann-Stiftung gemeinsam mit Selbsthilfe- und Sozialverbänden betrieben wird, durch. Beide Webseiten wurden mit einer BIENE in Silber geehrt ebenso wie der einzige Gewinner in der Kategorie der einfachen Recherche- und Serviceangebote, die Datenbank mobidat – Barrierefrei leben in Berlin.

Anforderungen der BIENE gestiegen

Dass insgesamt nur ein Angebot mit Gold ausgezeichnet wurde, ist für Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen, ein Zeichen für die gestiegenen Anforderungen des Wettbewerbs. »Um eine BIENE in Gold zu gewinnen, muss eine Webseite sowohl technisch als auch gestalterisch und inhaltlich überzeugen. Die Jury hat am Welttag der Menschen mit Behinderungen konsequent die Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer eingenommen und keine Kompromisse gemacht.« Weniger Auszeichnungen als in den Vorjahren konnte die Jury an Angebote von Behörden und öffentlichen Auftraggebern vergeben. Eine mögliche Ursache dafür sieht Christian Schmitz, stellvertretender Pressesprecher der Aktion Mensch, in der unklaren Rechtslage: »Die derzeit noch geltende BITV ist veraltet, die fällige Neufassung steht aus. In dieser Situation ist es verständlich, wenn Ministerien und Behörden mit einer Weiterentwicklung ihrer Seiten abwarten.«

Kommunale und lokale Angebote im Kommen

Foto: flickr.com/photos/screenorigami/…

Davon unbeeindruckt setzt sich das Thema Barrierefreiheit zunehmend auf der lokalen Ebene durch. Mit der Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf (BIENE in Silber), der Gemeinde Issum und der Stadt Nettetal (beide Bronze) kommen drei Preisträger in der Kategorie Komplexe Informations- und Kommunikationsangebote aus dem Bereich kommunaler Angebote. Der einzige österreichische Gewinner, die mit Bronze ausgezeichnete Seite des Kuratoriums Fortuna, kommt ebenfalls aus der Kategorie der komplexen Informations- und Kommunikationsangebote.

Die weiteren Preisträger der BIENE 2009 sind die Webseite zum Bürgerhaushalt der Stadt Trier, die Online-Plattform Tauschen ohne Geld und die Naturheilpraxis Käßner aus Berlin. Einen Sonderpreis erhielt die Stadt Bonn für ihren Gebärdensprachservice, bei dem hörgeschädigte und gehörlose Menschen ihre Anfragen per Video in Deutscher Gebärdensprache (DGS) an die Stadtverwaltung richten können.

Wie wichtig der Anschluss an moderne Informationstechnologien und Barrierefreiheit für die Gesellschaft ist, erläuterte der estnische Botschafter in Deutschland, Dr. Mart Laanemäe, in seiner Festrede am Beispiel seines Heimatlandes. Er erklärte: »Mittlerweile ist es ein Grundsatz für die Weiterentwicklung aller Systeme der Informationstechnologie in Estland, dass Menschen mit Sonderbedürfnissen keine Nachteile erfahren sollen.« Als Dankeschön überreichte Martin Georgi, Vorstand der Aktion Mensch, dem Botschafter dafür eine Ehren-BIENE.

Die Gewinner der BIENE 2009 sind:

In der Kategorie ›Komplexe Einkaufs- und Transaktionsangebote‹:

In der Kategorie ›Einfache Recherche- und Serviceangebote‹:

In der Kategorie ›Komplexe Recherche- und Serviceangebote‹:

In der Kategorie ›Tagesaktuelle Recherche- und Serviceangebote‹:

In der Kategorie ›Einfache Informations- und Kommunikationsangebote‹:

In der Kategorie ›Komplexe Informations- und Kommunikationsangebote‹:

In der Kategorie ›Komplexe Gemeinschafts- und Interaktionsangebote‹:

Einen Sonderpreis erhält:

Über die BIENE

Foto der Gewinner einer BIENE 2009
Gruppenfoto der Gewinner einer BIENE 2009
Foto: Aktion Mensch / Hartmut Reiche

Seit 2003 prämieren die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen die besten deutschsprachigen barrierefreien Angebote im Internet mit einer BIENE. BIENE steht für ›Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten‹, aber auch für Kommunikation, gemeinsames Handeln und produktives Miteinander. Weit mehr als 1.400 Unternehmen und Organisationen, Behörden und Ministerien, Städte und Gemeinden sowie Vereine und Verbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol haben sich bislang mit Webseiten am Wettbewerb beteiligt. Mehr als 80 Anbieter – große Namen ebenso wie Betreiber kleinerer Webseiten – haben bisher eine BIENE gewonnen.

Am BIENE-Wettbewerb können Anbieter und Gestalter deutschsprachiger Webangebote teilnehmen. Für Webentwickler in der Ausbildung oder im Studium schreiben die Veranstalter einen Nachwuchspreis aus. Sonderpreise können für Lösungen vergeben werden, die spezifische Bedürfnisse einzelner Nutzergruppen berücksichtigen, etwa Angebote für gehörlose Menschen, die Gebärdensprache verwenden, Angebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder andere herausragende und innovative Entwicklungen. Der Preis ist rein ideeller Natur. Für die Betreiber nicht kommerzieller Webseiten, wie Vereine oder Selbsthilfegruppen mit Angeboten von öffentlichem Interesse, können Förderpreise vergeben werden.

Die Preisverleihung fand am 4. Dezember 2009 in Berlin statt. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.biene-wettbewerb.de oder bei der Pressestelle der Aktion Mensch.

Hinweis für die Redaktionen: Fotos der Preisverleihung und der Gewinner stehen im Pressezentrum der Aktion Mensch ab sofort kostenfrei zum Herunterladen bereit.

Diese Pressemitteilung als PDF: Aktion_Mensch_Gewinner-BIENE-2009-12-13.pdf

Das große Wimmeln: 24 wollen eine BIENE

26. November 2009

Die BIENE-Finalisten stehen fest: Angebote aus drei Staaten sind in der Endrunde / Preisverleihung am 4. Dezember im Postbahnhof Berlin

24 Webangebote stehen im BIENE-Finale: Aus den über 300 eingegangenen Bewerbungen legten die BIENE-Veranstalter, die Stiftung Digitale Chancen und die Aktion Mensch, gemeinsam mit dem Fachlichen Beirat des BIENE-Wettbewerbs die Finalisten fest. Diese müssen sich einer letzten kritischen Prüfung durch die BIENE-Jury unterziehen. Am 3. Dezember 2009 entscheiden deren Mitglieder dann in ihrer Sitzung, wer sich über eine BIENE freuen darf. Ihre Auszeichnung nehmen die Gewinner im Rahmen einer Galaveranstaltung am 4. Dezember 2009 im Postbahnhof in Berlin entgegen.

Der stellvertretende Pressesprecher der Aktion Mensch, Christian Schmitz, ist von den BIENE-Finalisten beeindruckt: »Über die Jahre zeigt sich ein deutlicher Trend hin zu sehr komplexen Angeboten großer Absender. Diese Anbieter zählen immer öfter zu denen, die nicht durch den Gesetzgeber zur Barrierefreiheit verpflichtet sind. Sie nutzen zunehmend die Möglichkeiten der Barrierefreiheit, was allen Nutzerinnen und Nutzern Vorteile bringt.«

Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen, freut sich: »Die Nominierten der BIENE 2009 zeigen, dass das Thema der Barrierefreiheit inzwischen auch in den oberen Unternehmensetagen auf der Tagesordnung steht. Jetzt gilt es für die Jury, aus den besten Angeboten dieses Jahrgangs die Preisträger auszuwählen.«

Im Finale der BIENE 2009 stehen:

In der Kategorie »Komplexe Einkaufs- und Transaktionsangebote«:

In der Kategorie »Einfache Recherche- und Serviceangebote«:

In der Kategorie »Komplexe Recherche- und Serviceangebote«:

In der Kategorie »Tagesaktuelle Recherche- und Serviceangebote«:

In der Kategorie »Einfache Informations- und Kommunikationsangebote«:

In der Kategorie »Komplexe Informations- und Kommunikationsangebote«:

In der Kategorie »Komplexe Gemeinschafts- und Interaktionsangebote«:

Für einen Sonderpreis nominiert ist:

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BIENE 2009: Elf Profis in der Jury

02. November 2009

Die Mischung macht's: Unternehmen aus IT, Design und Medien, Verbände, nationale und internationale Organisationen in der BIENE-Jury vertreten / Preisverleihung am 4. Dezember im Postbahnhof Berlin

Elf Jurymitglieder sind in diesem Jahr das Zünglein an der Waage. Sie entscheiden, welche barrierefreien Webangebote nach Abschluss des mehrstufigen Testverfahrens im November eine begehrte BIENE mit nach Hause nehmen dürfen. So vielfältig die Bewerbungen sind, so unterschiedlich ist die berufliche Heimat der einzelnen Jurymitglieder. Die BIENE-Initiatoren, die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen, haben erneut Profis aus Unternehmen, Verbänden, Medien, nationalen und internationalen Organisationen für die Jury gewonnen. Damit stellen die Veranstalter sicher, dass die BIENE-Gewinner barrierefrei und zugleich attraktiv für alle Nutzerinnen und Nutzer sind.

  • Herbert Braun, Redakteur c't
  • Luzia Hafen, Lead Accessibility ELCA
  • Steffi Klein, Media & Communications Senior Manager des International Paralympic Committee
  • Holger Lösch, Mitglied der Geschäftsführung und Leiter Kommunikation und Marketing des BDI
  • Dr. Verena Metze-Mangold, Vizepräsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission
  • Uwe Proll, Chefredakteur Behördenspiegel
  • Matthias Schultze, Vorsitzender Web Excellence Forum
  • Dr. Silke Springensguth, Geschäftsführerin DuMont Net GmbH
  • Felix Schrader, Chefredakteur Create or Die
  • Prof. Dr. h.c. Erik Spiekermann, Vorstandsvorsitzender der Edenspiekermann AG
  • Anja zum Hingst, Leiterin Kommunikation des Spiegel-Verlags
  • sowie zwei Mitglieder aus dem Fachlichen Beirat des Wettbewerbs.

Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen, freut sich über den breit gefächerten beruflichen Hintergrund der Jury: »Alle Mitglieder sind aufgefordert, die Finalisten aus ihrer jeweiligen professionellen Perspektive heraus zu bewerten. Dabei geht es beispielsweise um die angemessene Ansprache der Zielgruppe, ein inhaltlich stimmiges Bild oder die gestalterische Umsetzung der Webangebote«.

Welche Finalisten aus mehr als 300 Wettbewerbsbeiträgen die Jurorinnen und Juroren überzeugen, entscheiden sie auf ihrer Sitzung am 3. Dezember 2009. Der stellvertretende Pressesprecher der Aktion Mensch, Christian Schmitz, ist gespannt: »Unsere Jury hat es nicht einfach. In allen Kategorien gibt es große und kleine Webangebote, die technisch höchst anspruchsvoll sind und die komplette Bandbreite der aktuellen Möglichkeiten im Internet abdecken.«

Die glücklichen Gewinner werden bei einer feierlichen Abendveranstaltung am 4. Dezember 2009 im Berliner Postbahnhof bekannt gegeben.

Diese Pressemitteilung als PDF: Aktion_Mensch_Jury_BIENE09_091102.pdf

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Es brummt im Netz: 146 Seiten im BIENE-Feintest

25. August 2009

So viele Webseiten wie noch nie erreichen zweite Runde des Wettbewerbs für barrierefreie Webgestaltung / Umfang und Qualität der Angebote steigt

Neuer Rekord bei der Qualifikation für die Feintestphase des BIENE-Wettbewerbs der Aktion Mensch und der Stiftung Digitale Chancen. Mit 146 Angeboten haben so viele Teilnehmer wie noch nie die zweite Runde des Wettbewerbs für die besten deutschsprachigen barrierefreien Webseiten erreicht. Insgesamt 326 Seiten hatten sich in diesem Jahr um den begehrten Preis beworben.

»Umfang und Qualität der zum Wettbewerb eingereichten Seiten sind noch einmal deutlich gestiegen«, freut sich Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen. »Die Seiten des Jahrgangs 2009 bieten Nutzerinnen und Nutzern deutlich mehr Funktionen und Inhalte als in den Vorjahren.« Darüber hinaus setzen Anbeiter vermehrt barrierefreie Techniken, die über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus gehen wie beispielsweise Gebärdensprachvideos ein.

Auch Iris Cornelssen, Projektleiterin BIENE-Wettbewerb bei der Aktion Mensch, sieht in den Ergebnissen der ersten Testphase ein positives Signal: »Immer mehr Anbieter integrieren Social-Web-Funktionen und gestalten diese barrierefrei. Dadurch eröffnen sie den Nutzerinnen und Nutzern zusätzliche Möglichkeiten, um sich untereinander auszutauschen und sich die Inhalte und Funktionen einer Webseite individuell zu erschließen.«

Nächster Prüfstein Feintestphase

Die Veranstalter hoffen, dass sich der positive Trend der ersten Testphase auch in den nun folgenden Feintests fortsetzt. Grundlage der Tests ist ein Kriterienkatalog, der vom Fachlichen Beirat des Wettbewerbs entwickelt wurde und unter anderem die aktuellen internationalen Richtlinien, die so genannten Web Content Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG 2.0), zur Zugänglichkeit von Webseiten, berücksichtigt.

Die Angebote, die hier am besten abschneiden, qualifizieren sich für die Praxistests durch Menschen mit Behinderungen, die im Herbst stattfinden werden. Im anschließenden Finale des Wettbewerbs entscheidet eine prominent besetzte Jury, welche Anbieter am 4. Dezember 2009 in Berlin eine BIENE in Empfang nehmen dürfen.

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Über 300 Webseiten im Anflug auf die BIENE

23. Juli 2009

Bewerbungen aus dem deutschsprachigen Ausland legen zu / Immer komplexere Anwendungen unter den Einreichern des Wettbewerbs für barrierefreie Webgestaltung

Mit 326 Einreichungen haben die Initiatoren des BIENE-Wettbewerbs am 15. Juli 2009 die Bewerbungsphase abgeschlossen. Die Zahl derjenigen, die ihre eigenen Webangebote eingereicht haben, ist im Vergleich zu 2008 noch einmal leicht gestiegen, die Zahl der Vorschläge blieb nahezu konstant. Einen neuen Rekord stellen die Webangebote aus dem deutschsprachigen Ausland auf. Aus Österreich nehmen 25 Webseiten teil, die Schweiz steigert sich mit 22 Bewerbungen erheblich gegenüber den zwei Einreichungen vom Vorjahr und erstmals sind auch vier Wettbewerbsbeiträge aus Liechtenstein mit dabei.

»Die Zahlen führen fort, was auch schon im letzten Jahr sichtbar wurde. Der BIENE-Wettbewerb bietet über Grenzen hinweg ein Forum, sich mit neuen Ideen und Entwicklungen zu präsentieren«, freut sich Iris Cornelssen, BIENE-Projektleiterin bei der Aktion Mensch.

Immer komplexere Webangebote aus der freien Wirtschaft

Die Komplexität und Qualität der eingereichten Webangebote sind deutlich gestiegen. Ein Schwerpunkt der Angebote aus der Wirtschaft liegt bei den Banken. »Wir freuen uns, dass immer mehr Unternehmen sich mit der Barrierefreiheit auseinandersetzen und sind sehr gespannt, ob ein wirklich barrierefreies Online-Angebot für Bankgeschäfte dabei ist. Die Ergebnisse im Testverfahren werden es zeigen«, erläutert Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen.

Etwas zurückhaltender waren dieses Jahr Bundesbehörden und -ministerien. »Wir können nach der ersten Sichtung nur vermuten, dass die anstehende Bundestagswahl im Herbst der Grund für die verhältnismäßig wenigen Bewerbungen aus diesen Reihen ist. Schließlich sind sie zur Barrierefreiheit durch die ›Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung‹ (BITV) verpflichtet«, erörtert Iris Cornelssen. Einige sehr interessante Bewerbungen lassen dennoch ein spannendes Finale erwarten.

In einem mehrstufigen Prüfungsverfahren wird in den nächsten Monaten festgestellt, welche Wettbewerbsbeiträge die Kriterien der Barrierefreiheit erfüllen. Begleitet wird das Verfahren durch den Fachlichen Beirat der BIENE, der aus Experten mit und ohne Behinderung besteht. Grundlage des Prüfungsverfahrens ist ein überarbeiteter Kriterienkatalog, der auch die aktuellen internationalen Richtlinien, die so genannten Web Content Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG 2.0), zur Zugänglichkeit von Webseiten berücksichtigt.

Um ins Finale zu gelangen, müssen die Bewerbungen mehrere Testphasen durchlaufen und bis zu 94 Kriterien erfüllen, die anhand mehrerer Prüfschritte getestet werden. Am Ende steht ein Praxistest durch Menschen mit Behinderungen. Das Zünglein an der Waage ist danach eine prominent besetzte Jury, zu der auch Mitglieder des Fachlichen Beirats zählen. Sie legt fest, wer am 4. Dezember 2009 mit einer BIENE die feierliche Veranstaltung in Berlin verlassen darf. Entscheidend ist dann, ob die Angebote neben der reinen Barrierefreiheit, sowohl für Menschen mit als auch für Menschen ohne Behinderung, inhaltlich interessant und gut gestaltet sind.

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BIENE-Endspurt für barrierefreie Webangebote

25. Juni 2009

Aktion Mensch und Stiftung Digitale Chancen suchen die besten deutschsprachigen barrierefreien Webseiten / Einreichungen sind nur noch bis zum 15. Juli möglich

Die Bewerbungsfrist für die BIENE 2009 läuft bald ab: Bis zum 15. Juli können sich Anbieter und Gestalter deutschsprachiger Internet-Angebote sowie Studierende und Auszubildende mit ihren Webseiten anmelden.

Bereits zum sechsten Mal suchen die Stiftung Digitale Chancen und die Aktion Mensch die besten barrierefreien deutschsprachigen Webseiten, um sie als Vorbild bekannt zu machen. Bewerbungen sind in den Kategorien Informations- und Kommunikationsangebote, Recherche- und Serviceangebote, Einkaufs- und Transaktionsangebote, Gemeinschafts- und Interaktionsangebote möglich. Für Studierende und Auszubildende haben die Veranstalter einen Nachwuchspreis ausgeschrieben. Zudem haben Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, Webseiten, die sie im Sinne der Barrierefreiheit für vorbildlich halten, für eine BIENE vorzuschlagen. Bewerbungen und Vorschläge können auf der Webseite des Wettbewerbs unter www.biene-wettbewerb.de eingereicht werden.

Alle eingereichten Seiten durchlaufen ein mehrstufiges Testverfahren auf Basis eines umfangreichen Kriterienkatalogs, um sich für die Endrunde des Wettbewerbs zu qualifizieren. Dort entscheidet eine prominent besetzte Jury, wer im Dezember 2009 zu den Gewinnern der begehrten Auszeichnungen gehört.

Der Fachliche Beirat des Wettbewerbs und die Veranstalter haben das Testverfahren überarbeitet und die aktuellen internationalen Richtlinien, die so genannten Web Content Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG 2.0), zur Zugänglichkeit von Webseiten berücksichtigt. Insbesondere Kriterien und Prüfschritte, die nicht mehr dem aktuellen Stand der technischen Entwicklung entsprachen, wurden entweder aktualisiert oder aus dem Kriterienkatalog entfernt. Details zum Wettbewerb, zum Bewerbungsverfahren und zum Kriterienkatalog gibt es unter einfach-fuer-alle.de/biene-2009/kriterien.

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Kriterien der BIENE'09 veröffentlicht

17. Juni 2009

Die ganz frisch veröffentlichten Kriterien und Prüfschritte sind die Grundlage für den BIENE-Wettbewerb im Jahr 2009. Der Fachliche Beirat des Wettbewerbs und die Veranstalter haben das Testverfahren nach Abschluss des Wettbewerbs 2008 vollständig überarbeitet. Insbesondere Kriterien und Prüfschritte, die nicht mehr dem aktuellen Stand der technischen Entwicklung entsprachen, wurden entweder aktualisiert oder aus dem Kriterienkatalog entfernt. Um auch Anwendungen prüfen zu können, die auf neueren Webentwicklungen basieren, wurden vorhandene Kriterien neu formuliert und es wurden – wo erforderlich – neue Kriterien und Prüfschritte entwickelt.

Prüfverfahren des BIENE-Wettbewerbs 2009

Mit einer BIENE zeichnen die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen die besten deutschsprachigen barrierefreien Webseiten aus. Die Wettbewerbsbeiträge durchlaufen ein mehrstufiges Verfahren und werden anschließend von einer Jury gekürt.

Die erste Stufe des Testverfahrens bildet ein Vortest, in dem Basisanforderungen der Barrierefreiheit geprüft werden. Wettbewerbsbeiträge, die diese Anforderungen erfüllen, werden anschließend in einem umfassenden Feintest detailliert weiter untersucht. Ein Praxistest mit Betroffenen bildet die letzte Stufe des Verfahrens.

Im Rahmen des Testverfahrens werden alle Kriterien anhand verschiedener Prüfschritte untersucht. Die Prüfschritte werden gemäß einer Skala bewertet und dabei unterschiedlich gewichtet. Prüfschritte, die für einen Beitrag nicht relevant und nicht anwendbar sind, gehen nicht in die Bewertung ein.

Bei der Beschreibung der Prüfschritte wird in 2009 unter Standardansicht eine Testumgebung auf Windows XP, IE 7, 1024×768 verstanden. Darüber hinaus wird auch mit anderen Betriebssystemen und Browsern getestet. Geprüft wird bis auf einige Ausnahmen im mittleren Schriftgrad.

Anpassbare Liste der Kriterien

Sie können in der Liste bestimmte Techniken abwählen und somit Prüfschritte ausfiltern, die für Ihr Webangebot nicht anwendbar sind. Diese werden dann nicht mehr angezeigt.

Mehr Informationen zu den Gewinnern aus den vergangenen Jahren, zum laufenden Wettbewerb und zum barrierefreien Internet erhalten Sie unter www.biene-wettbewerb.de.

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Barrierefreiheit im Internet steht erst am Anfang

15. Mai 2009

Für Menschen mit Behinderung könnten mehr Schranken im World Wide Web fallen / Aktion Mensch und Stiftung Digitale Chancen suchen zum sechsten Mal die besten barrierefreien Webseiten

Nichts hat die Kommunikation weltweit so verändert wie das Internet. Millionen Menschen in Deutschland sehen Videos im Web, schreiben E-Mails oder Tagebücher (sogenannte ›Blogs‹), hören Radio, kaufen ein, ›reden‹ miteinander in virtuellen Räumen, tauschen sich aus oder präsentieren sich selbst – kurzum: Das Internet ist aus dem geschäftlichen wie privaten Alltag in Deutschland nicht mehr wegzudenken.

Aber wie nutzen Menschen, die nicht sehen oder hören können, das Internet? Was machen jene, die eine Maus oder eine Tastatur nicht bedienen können? Wie surfen Menschen mit Behinderungen im Web? Die Antwort mag überraschen: Sie nutzen es so, wie es Menschen ohne Behinderung auch tun. Vorausgesetzt, die Anbieter haben ihre Webseite barrierefrei gestaltet.

Gesucht: die besten barrierefreien Webseiten

Noch ist das Thema Barrierefreiheit weitgehend unbekannt. Laut einer repräsentativen Befragung von 1.000 Internetnutzern durch die Marktforscher von TNS EMNID im Auftrag der Stiftung »barrierefrei-kommunizieren!« wissen fast 80 Prozent der Befragten nicht, was barrierefreie Webseiten sind, und 60 Prozent wissen nicht, dass Menschen mit Behinderung Webseiten nicht nutzen können, wenn sie nicht barrierefrei programmiert sind.

Um das zu ändern, suchen die Stiftung Digitale Chancen und die Aktion Mensch seit 2003 mit dem BIENE-Wettbewerb die besten barrierefreien Webseiten aus dem deutschsprachigen Raum. Auch in diesem Jahr können sich sowohl Anbieter als auch Gestalter von Webseiten mit ihren Angeboten bis zum 15. Juli 2009 um die begehrte BIENE bewerben.

Impulse für die Entwicklung von Zukunftstechnologien

Barrierefreiheit ist die entscheidende Voraussetzung, damit Menschen mit Behinderungen das Internet selbstständig und ohne fremde Hilfe nutzen können. So erschließen sich zum Beispiel blinde Menschen gut strukturierte Seiten mithilfe eines Screenreaders, der ihnen alle Inhalte und Menüpunkte vorliest. Menschen mit anderen Sehbehinderungen brauchen verstellbare Schriftgrößen und stärkere Kontraste, um die Schriften erkennen und lesen zu können.

Übersetzungen der Inhalte in Gebärdensprache bieten Gehörlosen die Möglichkeit, das Internet in ihrer Sprache zu nutzen. Und Menschen mit bestimmten motorischen Behinderungen navigieren ausschließlich mit der Tabulatortaste ihrer Tastatur oder steuern den Computer mit einer Maus, die sie sich wie eine Grubenlampe auf den Kopf setzen.

Die technischen Anforderungen sind also vielfältig. Unter anderem deshalb gibt Barrierefreiheit auch zahlreiche Impulse zur Entwicklung von Zukunftstechnologien – denn künftig werden wir Computer nicht mehr nur mit Maus und Tastatur bedienen, sondern auch mit der Stimme, den Augen, durch Zeigen und Anfassen oder sogar durch unsere Gedanken.

Behörden als Vorreiter

Vorreiter der Barrierefreiheit sind Internetangebote öffentlicher Einrichtungen und Behörden. Die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) verpflichtet sie, ihre Webangebote barrierefrei zu gestalten. In vielen Behörden ist Barrierefreiheit mittlerweile zu mehr als einer gesetzlichen Verpflichtung geworden, betont Dr. Thomas Schaaf, Referatsleiter Informationsdienste in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), deren Webseite 2008 eine BIENE in Gold gewonnen hat:

»Barrierefreiheit ist für uns eine wesentliche Voraussetzung, um die neuen Kommunikations- und Informationswege im Internet für wirklich alle Nutzer zu öffnen und so im Sinne des E-Government 2.0 eine Brücke zwischen Behörde und Bürgern zu schlagen.«

Für Unternehmen gilt die BITV dagegen nicht. Hier hat der Gesetzgeber auf Freiwilligkeit gesetzt. Mit ersten Erfolgen: Die Zahl der Unternehmen, die für alle zugängliche Webseiten anbieten, steigt. Das muss sie auch, denn bei rund acht bis zehn Millionen in Deutschland lebenden Menschen mit einer oder mehreren Behinderungen ist es nicht nur eine Frage der gesetzlichen Verpflichtung: Ein Webangebot barrierefrei zu gestalten, steigert die Wirtschaftlichkeit und die Kundenorientierung – wichtige Faktoren unternehmerischen Handelns. Auch im Hinblick darauf, dass der Anteil älterer Nutzerinnen und Nutzer wächst und damit zugleich die typischen Altersbehinderungen die Nutzung beeinträchtigen.

Mehr Informationen zu den Gewinnern aus den vergangenen Jahren, zum laufenden Wettbewerb und zum barrierefreien Internet erhalten Sie unter www.biene-wettbewerb.de.

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BIENE geht wieder an den Start

05. Mai 2009

Aktion Mensch und Stiftung Digitale Chancen suchen zum sechsten Mal die besten barrierefreien Webseiten / Einreichungen bis zum 15. Juli möglich

Das Internet durchdringt fast alle Lebensbereiche. Laut (N)Onliner Atlas, Deutschlands größter Studie zur Internet-Nutzung, sind zwei Drittel der Deutschen regelmäßig online. »Diese Zahlen klingen gut«, sagt Iris Cornelssen, Leiterin Internet-Projekte bei der Aktion Mensch. »Allerdings schließen die meisten Webseiten Menschen mit Behinderung aus, denn Sie sind nicht barrierefrei gestaltet.«

Um das zu ändern, starten die Stiftung Digitale Chancen und die Aktion Mensch am 5. Mai, dem Europäischen Protesttag der Menschen mit Behinderung, bereits zum sechsten Mal gemeinsam den BIENE-Wettbewerb. Ziel des Wettbewerbs ist es, die besten barrierefreien deutschsprachigen Webseiten zu finden und als Vorbild bekannt zu machen.

Bewerbungen sind in vier Kategorien möglich:

  • Informations- und Kommunikationsangebote wie Themenportale, tagesaktuelle Medien oder Foren
  • Recherche- und Serviceangebote wie Fahrplanauskünfte, Routenplaner, Kataloge oder Datenbanken
  • Einkaufs- und Transaktionsangebote wie Einkaufs-, Buchungs- und Zahlungsplattformen oder Seiten, die eine Online-Abwicklung von Behörden- und Geschäftsvorgängen ermöglichen
  • Gemeinschafts- und Interaktionsangebote wie Online-Communities und Netzwerkplattformen, Wikis oder Gemeinschaftsweblogs

Am Wettbewerb können Anbieter und Gestalter deutschsprachiger Internet-Angebote teilnehmen. Für Studierende und Auszubildende haben die Veranstalter einen Nachwuchspreis ausgeschrieben. Zudem haben Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, Webseiten, die sie im Sinne der Barrierefreiheit für vorbildlich halten, für eine BIENE vorzuschlagen. Bewerbungen und Vorschläge können auf der Webseite des Wettbewerbs unter www.biene-wettbewerb.de bis zum 15. Juli 2009 eingereicht werden.

Kriterienkatalog wird überarbeitet

Bevor die Gewinner im Dezember 2009 eine der begehrten Auszeichnungen in Empfang nehmen können, müssen sich die eingereichten Seiten einem mehrstufigen Testverfahren unterziehen. Dabei werden auch die aktuellen internationalen Richtlinien zur Zugänglichkeit von Webseiten berücksichtigt; die so genannten Web Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG 2.0) hatte das oberste Gremium zur Standardisierung der im World Wide Web eingesetzten Techniken, das World Wide Web Consortium (W3C), erst im Dezember 2008 verabschiedet. »Mit dem neuen Kriterienkatalog wird die BIENE einmal mehr eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung eines barrierefreien Internets einnehmen«, betont Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen, die Signalwirkung des Wettbewerbs und erklärt: »Die BIENE 2009 wird eine der ersten Möglichkeiten sein, die Wirkung der neuen Richtlinien in Deutschland in der Praxis zu bewerten.«

Über die BIENE

Seit 2003 prämieren die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen die besten deutschsprachigen barrierefreien Angebote im Internet mit einer BIENE. BIENE steht für »Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten«, aber auch für Kommunikation, gemeinsames Handeln und produktives Miteinander. Weit mehr als 1.400 Unternehmen und Organisationen, Behörden und Ministerien, Städte und Gemeinden sowie Vereine und Verbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol haben sich bislang mit Webseiten am Wettbewerb beteiligt – allein 2008 wieder 340. Mehr als 80 Anbieter – große Namen ebenso wie Betreiber kleinerer Webseiten – haben bisher eine BIENE gewonnen.

Am BIENE-Wettbewerb können Anbieter und Gestalter deutschsprachiger Webangebote teilnehmen. Für Webentwickler in Ausbildung oder im Studium schreiben die Veranstalter einen Nachwuchspreis aus. Sonderpreise können für Lösungen vergeben werden, die spezifische Bedürfnisse einzelner Nutzergruppen berücksichtigen. Das können sein: Angebote für gehörlose Menschen, die Gebärdensprache verwenden, Angebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder andere herausragende und innovative Entwicklungen. Der Preis ist rein ideeller Natur. Für die Betreiber nicht kommerzieller Webseiten, wie Vereine oder Selbsthilfegruppen mit Angeboten von öffentlichem Interesse, können Förderpreise vergeben werden.

Die Ausschreibungsfrist für die BIENE 2009 hat am 5. Mai 2009 begonnen. Einsendeschluss ist der 15. Juli 2009. Die Preisverleihung findet am 4. Dezember 2009 in Berlin statt. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.biene-wettbewerb.de oder bei:

Pressestelle der Aktion Mensch
Iris Cornelssen und Christian Schmitz
Heinemannstraße 36
53175 Bonn
Telefon: (02 28) 20 92-3 77 oder 3 64
Telefax: (02 28) 20 92-3 33
iris.cornelssen@aktion-mensch.de
christian.schmitz@aktion-mensch.de
www.aktion-mensch.de

Stiftung Digitale Chancen
Jutta Croll, M. A.
Büro Berlin:
Fasanenstraße 3
10623 Berlin
Telefon: (0 30) 43 72 77-30
Telefax: (0 30) 43 72 77-39
Mobil: (01 63) 5 49 37 73
Büro Bremen:
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28359 Bremen
Telefon: (04 21) 2 18-40 46
Telefax: (04 21) 2 18-48 94
jcroll@digitale-chancen.de
www.digitale-chancen.de

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