Prüfschritte 39-43 zum BIENE-Award 2005

Kriteriengruppe Fehlerhandling und Hilfe in Formularen

39. Eine unaufdringliche Unterstützung bei der Daten-Eingabe in Formularen wird angeboten.

39.1 Zusatzinformationen zu Eingaben
Prüfen Sie, ob es Informationen darüber gibt, welche Eingaben/ Interaktionen zulässig sind (z. B. TTMMJJJJ für ein Datumsfeld).
39.2 Kennzeichnung von Pflichteingaben vor der Eingabe
Prüfen Sie im Browserfenster und mit dem Screenreader, ob Pflichteingaben vor der Eingabe deutlich erkennbar gekennzeichnet sind.
39.3 Unterscheidbarkeit von Eingabefeldern und Datenfeldern
Prüfen Sie in der Graustufen-Anzeige, ob durch Kontraste deutlich wird, wenn keine Eingaben möglich sind.
39.4 Prüfung auf unrealistische Eingaben
Prüfen Sie, ob Eingaben spätestens beim Verlassen der Seite auf Fehler überprüft werden.
39.5 Visualisierung der eingegebenen Daten
Prüfen Sie, ob die Nutzerin / der Nutzer vor dem Absenden der Daten eine Visualisierung erhält, wenn die Auswirkungen einer Interaktion folgenschwer sind.

40. Fehlermeldungen werden unmittelbar, konsistent und leicht verständlich gegeben.

40.1 Fehlermeldungen sind zugänglich
Prüfen Sie mit einem Screenreader, ob alle Fehlermeldungen zugänglich sind.
40.2 Konsistente Fehlermeldungen
Prüfen Sie anhand mehrerer Fehleingaben, ob die Fehlermeldungen in konsistenter Weise und immer am gleichen Ort erscheinen.
40.3 Hilfen zur Fehlerkorrektur
Prüfen Sie, ob konstruktive und leicht verständliche Vorschläge zur Korrektur von Fehlern gegeben werden und die Fehlermeldung sinnvoll mit der Fehlerlösung verknüpft ist.
40.4 Darstellung und Hinweis auf Eingabe-Ort des Fehlers
Prüfen Sie, ob im Formular auf den Eingabe-Ort des Fehlers hingewiesen wird und ob diese Information nicht über Farbe allein dargestellt wird.
40.5 Korrekturvorschläge aus einer Liste
Prüfen Sie, wenn es vom Inhalt her angemessen ist, ob eine Auswahl an Korrekturvorschlägen aus einer Liste angeboten wird.

41. Selbstöffnende Fenster (z. B. Pop-Ups) mit Hilfs- und Fehlermeldungen werden angemessen verwendet und sind über die gängigen Mechanismen leicht schließbar.

41.1 Einfache Schließmöglichkeit von selbstöffnenden Fenstern für Fehlermeldungen
Prüfen Sie, ob die Fehlermeldungen sich über Standardfunktionalität schließen lassen oder zusätzlich noch eine einfache Schließmöglichkeit vorgesehen ist.
41.2 Angemessenheit von selbstöffnenden Fenstern zur Fehlermeldung
Schätzen Sie ein, ob die Anzahl und die Häufigkeit des Einsatzes von selbstöffnenden Fenstern zur Fehlermeldung angemessen ist.

42. Leicht zugängliche Hilfen zur inhaltlichen Vorgehensweise werden angeboten.

42.1 Erreichbarkeit der Hilfen
Prüfen Sie, ob angemessene Hilfen, die sich auf die Vorgehensweise beziehen, an jeder Stelle der Bearbeitung aufgerufen werden können.
42.2 Anpassbarkeit der Hilfetexte
Prüfen Sie, ob Art und Umfang der Hilfetexte auf Verlangen individuell variiert werden können.

43. Werden Hilfen/ Zusatzoptionen aktiviert, bleiben diese angezeigt, bis sie deaktiviert werden (z. B. Hilfen bei hoher inhaltlicher Komplexität von Formularen, Vorgehensbeschreibungen).

43.1 Angebot von Hilfen
Prüfen Sie, ob Hilfen/ Zusatzoptionen, die für die weiteren Arbeitsschritte eine Unterstützung anbieten, im separaten Fenster angezeigt bleiben, bis sie von dem Nutzer/ der Nutzerin deaktiviert werden.