BIENE-Award 2003
Grußwort von Wolfgang Clement, Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit
In den letzten Jahren ist das Internet zu einem unverzichtbaren Bestandteil unserer Gesellschaft geworden. In nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens hat es Einzug gehalten und sein Stellenwert wird von Tag zu Tag größer. Für die Anbieter im Netz erwächst daraus eine besondere Verantwortung, ihre Informationen allen Menschen in geeigneter Weise anzubieten.
Gerade Menschen mit Behinderungen sehen in der Nutzung des Internets viele neue Chancen. Zugleich ist dieser Personenkreis besonders von behindertenspezifischen Barrieren betroffen, die nicht selten den Zugang zu virtuellen Informationen erschweren. Oft könnte das vermieden werden, wenn man die vorhandenen technischen Möglichkeiten ausnutzen würde. Das gilt vor allem beim Lesen und Navigieren im Netz.
Hier gilt es die Internetanbieter zu sensibilisieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Erst durch den Abbau von bestehenden – oftmals mit geringem Aufwand abbaubaren – Hemmnissen erreichen wird echte Integration geistig und körperlich behinderter Menschen. Dadurch geben wir ihnen die Möglichkeit, eine aktive Rolle in Gesellschaft und Beruf zu übernehmen.
Und dieses Ziel liegt mir ganz persönlich am Herzen. Nur eine uneingeschränkte und barrierefreie Nutzung der neuen Kommunikationstechnologien garantiert in einer modernen, zukunftsorientierten Gesellschaft, am sozialen, beruflichen und kulturellen Leben teilnehmen zu können. Dafür steht der Wettbewerb BIENE; d. h. »barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten«.
Mein Dank gilt den Veranstaltern und Preisträgern des BIENE-Awards. Sie zeigen in beispielhafter Weise, dass man ansprechendes Design und behindertengerechte Bedienbarkeit gut miteinander verknüpfen kann. Sie setzen damit neue Qualitätsstandards und sind Vorbild für alle Anbieter.
Die Chancengleichheit von Menschen mit Behinderungen ist leider auch heute noch nicht selbstverständlich und wird in den nächsten Jahren eine herausragende Aufgabe für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft bleiben. Alle sind dazu aufgerufen, das Internet zu dem zu machen, wofür sein Dienst WWW steht: »World Wide Web«, ein weltweites Netzwerk, das allen Menschen zugänglich ist und von dem alle profitieren können.
Ihr
Wolfgang Clement






