224 Webseiten wollen eine BIENE

BIENE 2010: Mehr komplexe als einfache Angebote / Unternehmen erstmals vorn. Erstmals in der Geschichte des BIENE-Wettbewerbs sind es nicht die zur Barrierefreiheit durch die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) verpflichteten Verwaltungen und Organisationen, die die meisten Bewerbungen um eine BIENE eingereicht haben. Dieses Jahr strecken vor allem Unternehmen ihre Fühler nach den begehrten Auszeichnungen aus: Von den 224 Bewerbungen und Vorschlägen entfallen 118 auf Webangebote aus der freien Wirtschaft. Weitere Infos: BIENE 2010 – Wettbewerb Barrierefreies Internet.

News

11 Aug 2010

A-Tag ’10 in Wien

Die österreichweite Plattform accessible media veranstaltet im Herbst zum fünften Mal den A-Tag, eine Veranstaltung zum Thema Web Accessibility. Das Internet ist in unserer Informationsgesellschaft ein fixer Bestandteil des Alltags, ob nun Tageszeitungen, Nachschlagewerke, Behördenwege, Bankgeschäfte, Einkäufe oder Anwendungen für soziale Netzwerke. Oft genug gibt es zu Internet-Angeboten keine Alternativen – daher ist ein für alle Menschen gut zugängliches Internet eine wesentliche Voraussetzung der gesellschaftlichen Teilhabe.

Der diesjährige A-Tag präsentiert sich in der gewohnten Vielfalt: Untertitelung von Videos und anderer Multimedia-Inhalte, barrierefreies Theme für ein CMS, HTML5 und WAI ARIA sind ebenso Thema wie die ökonomische Planung von Accessibility und – nicht zu vergessen – Informationen darüber, wie man sich das nötige Wissen aneignet.

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28 Jul 2010

Im Zeitalter der Computer­technologie sollte eine barrier­efreie Kommunikation eigentlich kein Problem sein. Die Wirklich­keit sieht jedoch anders aus, obwohl es viele Möglich­keiten gibt, digitale Infor­mationen für alle Menschen zugänglich zu machen.

Nun gibt es das Bundes­kompetenz­zentrum Barriere­frei­heit e. V., BKB. Es ist ein privater Zweck­verband von derzeit 15 bundes­weit tätigen Sozial- und Behinderten­verbänden. Ziel des Kompetenz­zentrums ist es, barriere­freie Standards im Internet durch­zusetzen und damit die gesetzlichen Vorgaben des Bundes­behinderten­gleich­stellungs­gesetzes BGG voranzutreiben.

Das BKB wendet sich unter anderem an Menschen mit Behinderung, deren Verbände und Beauftragte sowie Entscheider in Unternehmen, Politik und Verwaltung. Das Kompetenz­zentrum unter­stützt sie dabei, den Anfor­derungen ihres Bereichs ent­sprechend, barriere­freie Lösungen zu ent­wickeln und diesen Prozess beispiels­weise durch Programme zu definieren oder an gesetzliche Vorgaben zu binden – es ist somit erste Anlauf­stelle für fachliche, organisatorische und juristische Fragen.

Weitere Informationen zum Bundes­kompetenz­zentrum Barriere­freiheit gibt es unter www.barrierefreiheit.de.
(via kobinet)

26 Jul 2010

BIENE 2010: Unternehmen erstmals vorn

Erstmals in der Geschichte des BIENE-Wettbewerbs sind es nicht die zur Barrierefreiheit durch die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) verpflichteten Verwaltungen und Organisationen, die die meisten Bewerbungen um eine BIENE eingereicht haben. Dieses Jahr strecken vor allem Unternehmen ihre Fühler nach den begehrten Auszeichnungen aus: Von den 224 Bewerbungen und Vorschlägen entfallen 118 auf Webangebote aus der freien Wirtschaft.

Darüber freuen sich die BIENE-Veranstalter, die Stiftung Digitale Chancen und die Aktion Mensch, ganz besonders. »Aus unserer Sicht liegt ein Grund für den erfreulich hohen Anteil von Unternehmen in der Konzentration auf Transaktionsangebote – wie Online-Einkauf, Reisebuchung oder Online-Bankgeschäft. Gerade Menschen mit Behinderung nutzen solche Angebote, sie erleichtern ihren Alltag. Deshalb suchen wir auf diesem Gebiet die besten, innovativsten Webseiten«, erläutert Iris Cornelssen, Projektleiterin für die BIENE bei der Aktion Mensch. »So ist es für uns folgerichtig, dass die einfachen den komplexen und serviceorientierten Webangeboten weichen«, so Iris Cornelssen weiter.

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23 Jul 2010

Musik gehört jedem und jeder sollte zu ihr Zugang haben. Und ob man es glauben mag oder nicht: Auch gehörlose Menschen können Musik empfinden und genießen. Das Video »Waiting« der Frankfurter Band BREITENBACH, bestehend aus Toby, Robby und PogoTS, will dies beweisen. Es ist das erste Musikvideo, das nicht nur in Deutsche Gebärdensprache übersetzt und mit Untertiteln versehen wurde, sondern das auch gleichzeitig Musik-Untertitel liefert: Beat-Points und Sound-Bars.

Die Band BREITENBACH sowie die gehörlosen Performer Fabian, Anna, Okan und Erik stehen gleichberechtigt nebeneinander und demonstrieren Barrierefreiheit und wie einfach es ist, die oft betonten Barrieren zwischen Gehörlose und Hörende zu durchbrechen.

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22 Jul 2010

Wir haben uns mal die Mühe gemacht, eine ganze Reihe neuer Konferenzen, Seminare und Workshops auf der Übersichtsseite bei einfach-fuer-alle.de/events einzutragen (›Mühe‹ deshalb, weil die manuelle Einpflege von Microformats nun wirklich keinen Spaß macht). Falls Sie also im zweiten Halbjahr noch nichts vorhatten – dort finden Sie sicher eine ganze Reihe interessanter Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum, aber auch im französisch- oder englischsprachigen Ausland.

Wenn Sie eine Veranstaltung zum Thema Webdesign im Allgemeinen oder Barrierefreies Internet im Speziellen kennen, die dort noch nicht aufgelistet ist, würden wir uns wie üblich über eine kurze Nachricht per Kommentar oder Kontaktformular freuen.

07 Jul 2010

Aktion Mensch und Stiftung Digitale Chancen suchen die besten deutschsprachigen barrierefreien Webseiten / Voraussetzung: Angebote müssen Transaktionen ermöglichen

Endspurt bei der BIENE 2010: Noch bis zum 15. Juli können Unternehmen, Organisationen, Behörden und Medien unter www.biene-wettbewerb.de ihre Internet-Angebote zum Wettbewerb der Stiftung Digitale Chancen und der Aktion Mensch für die besten barrierefreien deutschsprachigen Webseiten anmelden.

Auch dieses Jahr haben die Initiatoren die Teilnahmekriterien den Entwicklungen im World Wide Web angepasst und Voraussetzungen formuliert, die stärker die veränderten Nutzungsgewohnheiten berücksichtigen. Menschen nutzen das Internet immer mehr, um sich mit anderen auszutauschen, Einkäufe, Bankgeschäfte und Behördengänge zu erledigen. Technisch sind dazu Transaktionen nötig, erklärt Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen. Gleichzeitig werden immer mehr Interaktionen und Dienstleistungen von den Anbietern ins Internet verlagert. Um diese Transaktionen auch für Menschen mit Behinderung zugänglich zu machen, müssen sie barrierefrei gestaltet sein. Deshalb ist die zentrale Voraussetzung für die Bewerbungen um die BIENE 2010, dass das Angebot Nutzerinnen und Nutzern mindestens eine barrierefreie Transaktion ermöglicht.

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11 Jun 2010

Testverfahren veröffentlicht / Teilnahme bis 15. Juli möglich

Mit dem BIENE-Wettbewerb 2010 suchen die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen bereits zum siebten Mal die Vor­reiter bei der barriere­freien Gestaltung von Inter­net-Angeboten. Gesucht werden inno­vative und kreative Lösungen, die nicht nur die gesetz­lichen und technischen Mindest­anforder­ungen an Barriere­frei­heit erfüllen und den Bewertungs­kriterien des Wett­bewerbs ent­sprechen, sondern darüber hinausgehen.

Weil die bisherigen Wett­bewerbe gezeigt haben, dass ein­fache Webseiten relativ leicht barriere­frei zu gestal­ten sind, haben die Veran­stalter die Mindest­anforderungen für die Teil­nahme erhöht. Abhängig von den Ergeb­nissen des jetzt veröffent­lichen überarbeiteten Testverfahrens und dem abschließenden Urteil der Jury werden die Preise am 10. Dezember in Berlin vergeben.

Das Bewertungsverfahren

Die Veranstalter haben gemeinsam mit dem Fachlichen Beirat des Wett­bewerbs ein mehr­stufiges Bewertungs­ver­fahren ent­wickelt, um Inter­net-Angebote auf Barriere­frei­heit zu über­prüfen. Grund­lage des Ver­fahrens sind unter anderem die Barriere­freie Infor­mations­technik-Verord­nung des Bundes (BITV) sowie weitere inter­national aner­kannte Richt­linien wie beispiels­weise die Empfehlungen des Word Wide Web Consortiums, die Web Content Accessi­bility Guidelines (WCAG 2.0).

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19 Mai 2010

Das Web 2.0 ist eine Einladung zum Mitmachen: Leser werden zu Schreibern, Hinschauer werden zu Fotografen, Menschen schließen sich zu Communities zusammen.

Große Teile des Mitmach-Web sind textbasiert. Für das Blogging und Mikro-Blogging gibt es netzbasierte Lösungen wie Wordpress oder AccessibleTwitter. Der blinde Heiko Kunert benutzt einige der Web-2.0-Tools wie Wordpress, Twitter oder Friendfeed, um unter anderem über die alltäglichen Schwierigkeiten Blinder zu berichten. Der ebenfalls blinde Programm-Entwickler Marco Zehe berichtet in seinem Weblog über seine Beteiligung an der Entwicklung des Firefox-Browsers und Aspekte der Barrierefreiheit. Der blinde Hörfunk-Journalist Marko Schlichting produziert »Markos Medienpodcast«, in dem er kritisch über die Medienkultur berichtet.

Mapping für Blinde

Die Routenplanungen für Fußgänger von GoogleMaps oder BingMaps erlauben Blinden, eine zu laufende Route bezüglich Entfernung und Namen der Straßen abzuschätzen und leistet damit einen Beitrag zur selbstständigen Mobilität. Noch weiter geht das freie Karten-Projekt OpenStreetMap. Hier haben alle Beteiligten die Möglichkeit, mit einem GPS-Tracker Material zu freien Karten beizusteuern. Die Nutzer werden auch dazu angehalten, für Blinde wichtige Punkte wie Haltestellen exakt zu kennzeichnen. Auch Blinde sind dazu eingeladen, Tracks zu spenden, schließlich wissen sie am besten, welche Orte für sie wichtig sind.

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Artikel

Die Übersetzung der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG2.0) durch eine inter­national besetzte Arbeits­gruppe unter Leitung von Aktion Mensch im ver­gangenen Jahr war nur der erste Schritt. Wichtige beglei­tende Doku­mente werden weiter­hin über­setzt, um da­durch das Ver­ständ­nis der Richt­linien und ihre Umsetz­bar­keit im deutsch­sprachigen Raum zu fördern. Den aktuellen Stand der Über­setzungen und die Mög­lichkeit zur Betei­ligung finden Sie unter:
www.einfach-fuer-alle.de/wcag2.0.

Weitere Informationen:
Deutsche Übersetzung der WCAG 2.0 veröffentlicht …

Wenn Sie eine lange Diskussion unter Webent­wicklern los­treten wollen, dann müssen Sie nur mal in einem Forum oder bei Twitter die Frage stellen, ob man mehr als eine <h1> pro Seite verwenden darf, und wenn ja, wofür. Danach können Sie sich entspannt zurück­lehnen und Wetten auf den Zeit­punkt abschliessen, an dem die Diskussion vollends aus dem Ruder läuft.
Dabei findet die ganze Diskussion nur des­halb statt, weil es historisch bedingte Lücken in der HTML-Spezi­fikation gibt. Warum das so ist, wo diese Lücken sind und wo sie her­kommen, was man da­gegen machen kann und wie das Thema in Zukunft aus­sehen wird zeigt der Artikel:

»Passende Überschrift hier einsetzen«

Für Webentwickler bedeutete die Um­stellung von Tabellen auf CSS, dass sie alte Ge­wohn­heiten ver­gessen mussten. Sämt­liche Tech­niken und Kniffe aus den Zei­ten von Layout-Tabellen sind scheinbar ›verlernt‹. Das richtige Um­setzen echter Daten­ta­bellen erfordert jedoch eine Rück­be­sinnung: man muss sich wieder müh­sam in die Spezi­fika­tionen ein­lesen und in das Tabellen­modell von HTML hineindenken.

Wie man tabella­rische Daten so auf­be­reitet, dass sie nicht nur hübsch aus­sehen, sondern auch mit den assis­tiven Pro­grammen von Men­schen mit Be­hin­derung opti­mal nutz­bar sind er­fahren Sie in unserer neuen Serie:

»Benimmregeln für Datentabellen«

Ausfüllen, abschicken, fertig: Diskussionen in Foren und Weblogs, Jobangebote und –gesuche in Stellen­börsen, Fahrplan­aus­künfte bei der Bahn oder Bestellungen und Bezahlung in Online-Shops funktionieren mit Formu­laren. Redak­tions­systeme und Web­logs arbeiten in der Regel formu­lar­basiert. Formu­lare sind oft der Kern inter­aktiver Ange­bote und Grund­lage der Kommu­nika­tion zwischen Anbie­tern und Nutzern einer Webseite. Wie Sie diese barrierefrei gestalten zeigt unsere neue Serie:

»Reine Formsache: Barrierefreie Formulare mit HTML, CSS & JavaScript«

EfA-Special:
Barrierefreie PDF-Dokumente

»Checkliste: barriere­freie PDF-Dokumente« – eine kurze Ein­führung in die Erstellung barrierefreier PDF-Doku­mente mit Tipps für ver­besserte Arbeits­abläufe, damit diese für eine Viel­zahl von Nutzer­gruppen zugäng­lich aufbe­reitet werden können. Diese An­leitung gibt es auch als barriere­freie PDF-Version zum Down­load:
Checkliste-Barrierefreies-PDF.pdf

Was es darüber hinaus bei der Erstellung zugänglicher PDF-Dokumente zu beachten gilt beschreibt der Artikel von Jan Hellbusch:
»Gestaltung barrierefreier PDF-Dokumente«;
Audio­version des Artikels:
PDF-barrierefrei.mp3 (MP3-Datei, ca. 6,4 MB)

Alles über den wirklichen Stand der Barriere­freiheit bei PDF-Dokumenten finden Sie in einem Artikel von Joe Clark:
»Fakten und Meinungen zur Barriere­freiheit von PDF«.

Wenn Sie ältere Versionen der benötigten Soft­ware einsetzen, können Sie auch mit dieser brauch­bare Resultate erzielen:
»PDF-Dokumente barrierefrei – lesbar für Alle«

Seit Juli 2002 gibt es die BITV des Bun­des, die in vie­len Bun­des­ländern in gel­ten­des Recht über­nommen wurde. Mittlerweile sind sämtli­che in der Bun­des-BITV gesetz­ten Fris­ten abgelau­fen und das Web hat sich in den vergan­genen Jah­ren dra­ma­tisch wei­ter­ent­wickelt.
Grund genug, sich die Verord­nung noch­mals ge­nau anzu­se­hen und zu über­legen, was sich bewährt hat und was nicht. Dazu be­trach­ten wir die ein­zelnen Punkte der BITV erneut, bewer­ten die Um­setz­bar­keit der An­for­der­un­gen 1-14 und stel­len leicht nach­voll­zieh­bare Bei­spiele von typi­schen Barrie­ren und Tech­niken zu deren Vermei­dung vor: »BITV Re­loa­ded«.

Alles weitere zur BITV:

Für Hörende ist es ganz selbst­ver­ständ­lich, über eine Schrift­sprache zu ver­fügen, die ihnen die mühe­lose Nutzung von Infor­mationen und der Kommuni­kation im Inter­net erlaubt. Für Men­schen jedoch, die von Geburt an gehör­los oder schon sehr früh er­taubt sind, gestal­tet sich diese Nutzung des Inter­nets auf­grund ihrer geringeren Be­herrschung der Laut­schrift­sprache oft schwierig. Könnte die Gebär­den­schrift zur Lösung dieses Problems beitragen? Hierüber gehen die Meinungen der­zeit auseinander.

Lesen Sie dazu einen Artikel von Kathrin Brede über Kommunikation in Gebärdenschrift …

In den Richtlinien zur Barriere­frei­heit finden sich viele Vor­gaben zur geräte­unab­hängigen Bedienung. Üblicher­weise wird darunter die Bedienung ohne Maus, also per Tastatur oder anderen Ein­gabe­geräten verstanden. Dabei geht es nicht nur um tech­nische Aspekte, sondern auch um die Gestal­tung der Inter­aktion und das visuelle Feedback für den Nutzer. Im Artikel möchten wir einige Lösungen zeigen, mit denen Sie mit ein­fachsten Mitteln und im Ideal­fall ohne Eingriff in den HTML-Code einer Site ein ›mehr‹ an Zugänglich­keit für Nutzer mit motorischen Behin­derungen er­reichen können.

»›Oops, wo bin ich?‹ – Ein Herz für Tastaturnutzer«

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